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Auto-Rabatt

 Auto-Rabatt, Auto-Modelle und mehr für Blinde und Behinderte
unten auf der Seite: Erfahrungen und Empfehlungen für Senioren

Foto: Mangelhafte Rückrufpläne? In Südkorea - hier ein VW-Depot in Pyeongtaek an der Westküste –
verschärfen die Behörden die Gangart gegen Volkswagen

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Zahl der Autohäuser sinkt stetig
 Internet und gesättigter Markt machen selbstständigen Händlern schwer zu schaffen 

   Mal eben beim Händler vorbeischauen und eine Probefahrt machen - für viele Menschen ist das Bestandteil ihrer Überlegungen zum Autokauf. Doch die Branche ist im Umbruch. Immer mehr Autohändler werfen in Deutschland wegen der Internet-Konkurrenz und des allgemein hohen Preisdrucks das Handtuch. Die Zahl der selbstständigen Autohäuser hierzulande sei 2015 um 400 auf 7400 gesunken, heißt es in einer Studie des Nürtinger Instituts für Automobilwirtschaft (IFA). Im Jahr 2000 waren es mit 18.000 noch mehr als doppelt so viele. Ein weiterer Grund für den Trend sei, dass der Automarkt in Deutschland weitgehend gesättigt sei - dass also nur noch wenig Potenzial da ist für bessere Autoverkäufe.
   Vor allem kleine Autohändler geben auf. Dagegen steigt die Bedeutung von Branchengrößen an. In Hamburg sitzt beispielsweise mit Dello einer der weltweit größten Opel-Einzelhändler mit mehr als 50 Betrieben und rund 1700 Mitarbeitern. Anfang 2015 übernahm das Unternehmen Dürkop in Braunschweig und die Hansa Nord Gruppe aus Lübeck.
   Aus Sicht vom IFA-Chef Willi Diez bietet der Konzentrationsprozess Vor- und Nachteile für Verbraucher. „Das ist wie früher mit den Tante-Emma-Lä-den." Die seien zwar klein, aber um die Ecke gewesen. „Inzwischen fahren viele Verbraucher zum Einkauf in den großen Supermarkt in städtischen Randlagen - der ist zwar weiter weg, aber die Auswahl ist größer."
Bis 2020 soll es fast 3.000 Händler in Deutschland weniger geben
  
Der Trend wird sich dem Professor zufolge verstärken, 2020 werden es in Deutschland nach seiner Einschätzung noch etwa 4500 Autohändler sein. „Große Handelsketten, sogenannte Mega-Dealer, werden mit einem weit gestreuten Netz an eigenen Filialen den Markt beherrschen." Damit glichen sich die Strukturen der Autohandelsbranche immer stärker an den klassischen Handel im Lebensmittelbereich an, der von Supermarktketten wie Rewe und Edeka und Discountern wie Aldi und Lidl dominiert wird.
       Das Kraftfahrzeuggewerbe in Deutschland beschäftigte den Angaben zufolge Ende des vergangenen Jahres 460.800 Menschen und damit 1200 weniger als ein Jahr zuvor.  Als einen Grund für den Rückgang nennen die IFA- Autoren besagten Konzentrationsprozess bei den Autohäusern.
  
Bei den in der Studie analysierten Autohäusern geht es um Firmen, die rechtlich selbstständig sind, aber mit den Herstellern eng zusammenarbeiten. Die deutschen Autokonzerne selbst sind beim Autohandel wenig aktiv. So baute Daimler das Netz seiner eigenen Niederlassungen deutlich ab, von 158 Standorten wurden 63 verkauft. Das reine Verkaufsgeschäft ist aus Sicht der Autobauer wenig lukrativ, es zählt zudem nicht zur Kernkompetenz der Konzerne. HAZ160530HA

Volkswagen 2025 soll jeder vierte Wagen ein Elektroauto sein
   Volkswagen rechnet mit einem Siegeszug der Elektromobi- lität. Bis zum Jahr 2025 erwarten die Wolfsburger laut dem Branchenblatt ,Automobilwoche" einen E-Auto- Marktanteil von 25 Prozent in der Europäischen Union, China und den USA. 2030 könnten dann die Hälfte aller verkauften Autos Elektrofahrzeuge sein. Die eigene Modellpallette solle Zuwachs bekommen. HAZ160530

Diesel ist noch immer beliebt
Zahl der Zulassungen von Autos steigt - nur VW verliert

  Der Automarkt in Deutschland brummt weiter kräftig - und trotz VW-Krise greifen die Verbraucher offenbar auch nach wie vor gern zum Diesel. Seit Jahresbeginn ist der Absatz von Dieselwagen um 4 Prozent gewachsen, teilte der Autoverband VDA mit. In absoluten Zahlen lägen die Diesel-Neuzulassungen nach fünf Monaten sogar auf einem Allzeit-Hoch.
Die Gesamtzahl der Pkw-Neuzulassungen stieg im Mai im Jahresvergleich um 11,9 Prozent auf knapp 287.000 Autos, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte. Als einziger großer Hersteller brachte die Marke VW etwas weniger Wagen auf die Straße: Die Zahl der VW-Neuzulassungen fiel um 0,6 Prozent. Bei der Schwestermarke Audi stieg die Zahl der Neuzulassungen dagegen um mehr als ein Viertel. Auch BMW und Mercedes konnten hier zulegen. Insgesamt wurden in diesem Jahr bislang fast 1,4 Millionen neue Autos in Deutschland zugelassen, 6,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
VW investiert in Digitales: Volkswagen schichtet 200 Millionen Euro aus seinen Etats für die klassischen IT-Abteilungen in die Entwicklung neuer digitaler Technologien um. Dahinter verbergen sich Software-Konzepte zum autonomen Fahren, zur Elektromobilität oder zur Berechnung von Verkehrsprognosen. Rund 600 Programmierer und IT-Spezialisten würden bei Volkswagen in Laboren an Lösungen und neuen Konzepten fü die näherer Zukunft arbeiten, hieß es. HAZ160603

Ein Beirat soll es richten bei VW
                Immer neue Ideen zur Bewältigung der Abgas-Krise – Sämtliche E-Golfs in den USA zurückger
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   Volkswagen kommt in der Abgas-Krise nicht voran und muss doch die Weichen für die Neuaufstellung des Konzerns stellen. Jetzt treiben einflussreiche Kontrolleure im VW-Aufsichtsrat offenbar die Schaffung eines neuen Strategie-Gremiums für den Umbau bei Volkswagen-Pkw voran. Die Kernmarke um Golf und Passat soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Beirat erhalten, der ähnlich einem Aufsichtsrat arbeitet. Das Gremium soll strategische Weichenstellungen bei Zukunftsfragen wie Elektromobilität und Digitalisierung begleiten. Aber auch heiße Eisen wie Stellenabbau oder Arbeitsschwerpunkte einzelner Fabriken könnten in dem Beirat debattiert werden.
 
VW-Pkw kämpft seit Jahren mit Renditeschwächen. Schon Ex-Chef Martin Winterkorn hatte VW-Pkw einen Milliardensparkurs verordnet, der in der Abgas-Krise noch einmal verschärft wurde. So sollen bis Ende 2017 zwischen 3.000 und 4.000 Stellen in der Verwaltung wegfallen. Beim VW-Großeigner Niedersachsen und dem Betriebsrat sorgte der Plan für Groll. Ein Beirat, so sagen jetzt Insider bei Volkswagen, könne VW-Markenchef Herbert Diess helfen, solche Reibereien zu entschärfen. Auch die anderen Baustellen von VW scheinen derzeit eher größer denn kleiner zu werden:
Die südkoreanischen Behörden weiten ihre Ermittlungen gegen den Autokonzern offenbar aus. Jetzt sollen auch aktuelle Modelle auf die Einhaltung von Abgas-Vorschriften hin überprüft werden, wie die nationale Nachrichten- Agentur Yonhap in Seoul berichtete. Getestet werden soll demnach unter Aufsicht des Umweltministeriums der aktuelle Motor EA 288 mit 1,6 Litern Hubraum. Der Antrieb mit der Schadstoffklasse Euro 6 ist im VW Golf sowie in den Audi-Modellen Al und A3 verbaut. Für den Vorgänger-Motor EA 189 mit der Euronorm 5 hatte Volkswagen den Einbau einer illegalen Software eingeräumt. Südkorea wirft dem Konzern vor, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125.000 Dieselfahrzeuge eingereicht zu haben.
Auch die großangelegte Umrüstung in Deutschland liegt auf Eis, weil das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) noch Prüfbedarf hat. Der Zeitplan für die Beseitigung der Mängel an Millionen Fahrzeugen droht zu kippen, die Kunden sind verärgert. Auch bei den Händlern, die bereits alle Vorkehrungen für die Umrüstung getroffen haben, wächst der Unmut. Dem Vernehmen nach sind höhere Kraftstoff-Verbrauchswerte ein möglicher Grund für die Verzögerungen.
In den USA steht eine Einigung mit den Umweltbehörden noch aus. Dazu hat ein Gericht VW noch Zeit bis zum 21. April gegeben.
Auch Volkswagens Elektro-Offensive in den USA beginnt mit einem Stotterstart: Der Autohersteller ruft seine E- Golfs wegen der Gefahr von Stromausfällen in die Werkstätten. Das teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA  mit. Es sind zwar nur 5.561 Wagen betroffen, doch es handelt sich damit um alle bislang in den Vereinigten Staaten verkauften Fahrzeuge des 2015 auf dem US-Markt eingeführten Modells, wie ein VW-Sprecher bestätigte. Das Problem hege in einem Überlastungsschutz, der zu schnell anspringe.

Prämie für treue Kunden
   Verärgerte Kunden in Deutschland will VW offenbar mit Rabatten milde stimmen. So ist ein dreitüriger Golf derzeit mit 28 Prozent Rabatt auf den Listenpreis zu haben, wie eine Erhebung des CAR-Instituts der Universität Duisburg- Essen ergab. Hintergrund sei eine Treue-Prämie von bis zu 2.000 Euro, die beim Eintausch eines VW- Gebrauchtwagens und gleichzeitigem Neukauf gewahrt werde.
   Das Programm laufe zunächst bis Ende April. „VW versucht mit dem Programm, Kundenverärgerungen entgegenzusteuern. Nur kein Einbruch bei den Neuzulassungen scheint die Devise", sagte Institutsdirektor Ferdinand Dudenhöffer.
   In den VW-Rabatten sieht er eine Reaktion auf den Unmut deutscher Kunden wegen der Wiedergutmachungsaktion in den USA, die es hierzulande nicht gab. Kurz nach Bekanntwerden des Diesel-Skandals hatte VW den US-Kunden 1.000 Dollar über Kartenguthaben und Gutscheine gewährt. HAZ160329HeikoLossieMarcoHadem

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Mit dem E-Bulli aus dem Tal der Tränen

Klingt nicht nach Autofahren, soll es aber in Zukunft sein: Das klassische Armaturenbrett sucht man in den Studien der Autobauer heute ebenso vergeblich wie Schalter. Stattdessen gibt es Bildschirme, deren Anzeigen sich per Fingerzeig individuell zusammenstellen lassen. Der Budd-e beispielsweise bietet eine 3-D-Karte zur Navigation, Zugriff auf Musiklisten, Apps oder diverse Online-Dienste. Alles lässt sich auch per Stimme und Gesten steuern. Immerhin: Geschwindigkeits- und Verbrauchsmesser sind noch da - und lassen sich auch nicht „wegwischen".

VW-Markenchef Diess präsentiert in Las Vegas den Budd-e und entschuldigt sich für den Diesel-Skandal

   Mit einem Elektro-Bulli will Volkswagen in den USA an bessere Zeiten anknüpfen. Auf der Technikmesse CES in Las Vegas präsentierte der Markenchef von VW Pkw, Herbert Diess, einen Kleinbus mit elektrischem Allrad-Antrieb, der auf eine Reichweite von mehr als 500 Kilometer kommen soll. Die Studie mit dem Namen „Budd-e" ist das erste Fahrzeug, das auf dem neuen elektronischen Baukasten basiert, den Diess bereits im Herbst angekündigt hatte.
   Der Wagen soll in den USA Erinnerungen an den Bulli wecken, der die Hippie-Ära geprägt hatte. In der Größe hegt er zwischen dem Touran aus Wolfsburg und dem Transporter aus Hannover, ist aber breiter als beide Modelle. Neben dem Elektroantrieb präsentierte sich die Studie als komplett vernetzbar und bereit für das autonome Fahren. „Das Auto wird das wichtigste Gerät im Internet", sagte Diess. Er rechnet damit, dass der Wagen 2019 in Serie produziert wird. Als möglicher Standort ist das Werk im mexikanischen Puebla im Gespräch.
   Diess nutzte die Präsentation, um sich bei den Amerikanern für den Diesel-Skandal zu entschuldigen. Man arbeite derzeit „Tag und Nacht" an einem überzeugenden Lösungspaket für die mehr als 500.000 von Softwaremanipulation betroffenen Fahrzeuge und führe mit den US-Behörden einen sehr konstruktiven Dialog. „Ich bin optimistisch, dass wir ihre Zustimmung in den kommenden Wochen und Monaten bekommen werden."
   Der Wolfsburger Konzern muss der kalifornischen Umweltbehörde CARB bis 14. Januar eine Lösung präsentieren, wie die betroffenen Fahrzeuge wieder in Einklang mit den Vorschriften zur Luftreinhaltung gebracht werden. In den USA ist das weitaus schwieriger als in Europa, wo der Rückruf für 8,5 Millionen Fahrzeuge bereits in diesem Monat beginnen soll. Die Stickoxid-Grenzwerte sind weitaus niedriger als in der EU. Deshalb wird VW in den USA nicht einfach nur die Software der Motorsteuerung umschreiben können. HAZ160107LarsRuzic

12 Prozent mehr Neuzulassungen

   Die Autofahrer in Deutschland haben sich zu Jahresbeginn häufiger Neuwagen zugelegt. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,1 Prozent auf 250.302, wie das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg mitteilte. Marktführer VW verbuchte ein Plus von 4,3 Prozent auf 52.282 Autos, Opel kam mit plus 28,1 Prozent auf 19.159 Fahrzeuge. Zahlen von Audi: plus 14,5 Prozent / 23.401 Neuwagen, Mercedes plus 23,3 Prozent / 22.252 Autos. NOZ160303

Deutsche kaufen so viele Pkw wie seit 2009 nicht mehr

   Es ist der höchste Wert seit sechs Jahren: Die Autobauer haben in Deutschland im vergangenen Jahr rund 3,2 Millionen Personenwagen verkauft. Das ist ein Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Er gab die Zahl der Neuzulassungen mit 3,206 Millionen an. Die Autokäufer griffen im Dezember noch einmal stärker zu. Im letzten Monat des vergangenen Jahres wurden 247.300 Pkw neu zugelassen. Das war ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Dezember 2014. Bei Marken aus dem Ausland wuchs die Zahl der Neuzulassungen etwas schneller als bei den deutschen Herstellern wie Volkswagen, Daimler und BMW.
   Auch der Export und die Inlandsproduktion erhöhten sich im Gesamtjahr 2015, im Dezember gingen beide jedoch zurück. „Angesichts der Produktions- und Exportzahlen sollte die gute Inlandslage nicht überbewertet werden", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. „Der Wettbewerb auf den internationalen Märkten wird härter." Die Schwankungen im Geschäftsverlauf nähmen zu. Darauf stelle sich die Branche ein.
   Für die Produktion in Deutschland ergab die Jahresbilanz 5,74 Millionen Personenwagen, das waren zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Export legte 2015 um drei Prozent auf 4,41 Millionen Neufahrzeuge zu. Für das Inlandsgeschäft ist die Branche zuversichtlich. Der inländische Auftragseingang sei im gesamten Jahr 2015 um sieben Prozent gestiegen, allein im Dezember um 15 Prozent, sagte Wissmann. Im wichtigen Exportmarkt USA schwächelten die meisten deutschen Hersteller zuletzt. Obwohl der US-Automarkt mit mehr als 17,4 Millionen verkauften Fahrzeugen 2015 einen Rekordwert erreichte, gingen die Verkäufe von VW, Daimler und BMW in den letzten Monaten zurück. HA160107

Deutsche kauften 2015 wieder mehr Autos -  Auch Volkswagen kann noch zulegen
   Die Deutschen haben 2015 so viele Autos gekauft wie seit sechs Jahren nicht mehr. Bundesweit wurden 3,2 Millionen Neuwagen zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Dies entspreche einem Zuwachs von 5,6 Prozent im Vergleich zu 2014. Zuletzt hatten die Autobauer 2009 mehr Neuwagen verkauft - im Jahr der Abwrackprämie.
   Auch Volkswagen konnte trotz des Abgas-Skandals deutlich mehr Autos verkaufen: Insgesamt rund 685.000 Neuwagen der Marke VW wurden von Anfang Januar bis Ende Dezember in Deutschland zugelassen, das waren 4,4 Prozent mehr als 2014. Mit einem Marktanteil von 21,4 Prozent blieb die Kernmarke des kriselnden Wolfsburger Autobauers damit weiterhin mit Abstand Spitzenreiter bei den Pkw-Neuzulassungen in der Bundesrepublik. Allein im Dezember setzte VW 2,5 Prozent mehr Pkw ab als im Dezember 2014 - und dies obwohl der Abgas-Skandal schon im September bekannt geworden war.
   Unter den deutschen Marken wiesen Smart (68,7 Prozent), Mini (19,7 Prozent) und Porsche mit 17,1 Prozent die deutlichsten Zuwächse in der Neuzulassungsstatistik aus. Mercedes verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent, BMW um 4,3 Prozent, Audi um 3,7 Prozent und Opel um 4,7 Prozent. Für die Rüsselsheimer bedeuteten mehr als 229.000 Pkw-Neuzulassungen das beste Verkaufsergebnis in Deutschland seit 2011. Mit Blick auf die ausländischen Autokonzerne legte Jeep mit 44,3 Prozent 2015 am deutlichsten zu, gefolgt von Mitsubishi (42,7 Prozent).
   Ein Nischendasein fristen weiterhin alternative Antriebe: Ihr Anteil unter den Neuwagen lag bei 1,7 Prozent, darunter rund 33.600 Hybrid-Fahrzeuge und rund 12.300 Elektro-Autos. Die Anteile von Benzinern (50,3 Prozent) und Dieseln (48 Prozent) blieben im Vorjahresvergleich unverändert.
   Gefertigt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 5,74 Millionen Personenwagen - 2 Prozent mehr als 2015, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte. Im Dezember waren es 361.700, ein Minus von 1 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat. Der Export legte 2015 um 3 Prozent auf 4,41 Millionen Neufahrzeuge zu.
HAZ160701HA150107

Eigenzulassungen steigen deutlich

   Jeder zehnte Neuwagen ist 2014 in Deutschland auf einen Autohersteller zugelassen worden. Die Quote von 9,8 Prozent bedeutet einen neuen Rekord, wie aus einer Studie des Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 9,2 Prozent, 2005 nur bei 5,1 Prozent. In der Regel handelt es sich bei den Eigenzulassungen um Dienstwagen oder Mitarbeiterfahrzeuge; die nach kurzer Zeit als junge Gebrauchte auf dem freien Markt landen. Die höchste Quote haben die deutschen Hersteller - allein, weil sie über größere Organisationen verfügen als die Importmarken. Beim Marktführer VW waren zuletzt 21,7 Prozent der neu zugelassenen Pkw auf das Unternehmen selbst zugelassen. Ähnlich war die Quote bei Porsche mit 21,4 Prozent, es folgten Audi, Mini, BMW und Mercedes - jeweils mit zweistelligen Werten. Bei allen Marken ist der Eigenzulassungsanteil im Vergleich zu 2010 deutlich gestiegen ist.  HAZ150131SP-X

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Mit diesen Neuwagen verliert man am wenigsten
16 Fahrzeugklassen im Vergleich: Welche Modelle sind die Restwertriesen?

     Welche Autos nach vier Jahren noch die höchste Wertstabilität versprechen, hat das Marktforschungsinstitut Bähr & Fess Forecasts gemeinsam mit dem Nachrichtenportal Focus On­line in 16 Fahrzeugklassen ermittelt. Die Spezialisten haben berechnet, was ein jetzt gekaufter Wagen 2019 noch wert ist Gewinner nach Prozent  („re- lativer Restwertriese") sind die Modelle, die binnen vier Jahren prozentual am meisten vom ursprünglichen Wert erhalten haben. Als Sieger in Euro („absoluter Restwertriese") bezeichnen die Experten Modelle, die nach vier Jahren am wenigsten an Wert verlieren.
   Bei den Minis liegt der Prognose zufolge der Peugeot 108 vorn. Der Franzose (ab 8.890 Euro) sichert sich den ersten Platz bei den absoluten Restwertriesen, 2019 soll er noch 54 Prozent seines Wertes haben und circa 4.800 Euro kosten. Dacia kann bei den Kleinwagen (Sandero), in der Kompaktklasse (Logan), bei den Minivans (Lodgy) sowie den Mini-SUV (Duster) punkten, was sich auch dadurch erklärt, dass günstige Fahrzeuge auch nur relativ wenige Euro an Wert verlieren.
   Unter den Siegern bei den absoluten Restwertriesen befinden sich auch deutsche Premiumhersteller. Audi hat die Nase mit dem A5 Sportback in der oberen Mittelklasse vorn, darüber rangiert in der Oberklasse der Mercedes S 300 Blue Tee Hybrid. Daimler-Tochter Smart fährt mit dem Fortwo Electric-Drive Cabrio bei den Elektrofahrzeugen auf den ersten Platz und zeigt sich mit einem Verlust von 11.550 Euro nach vier Jahren bei einem Kaufpreis von 22.000 Euro (samt Batterie-Kauf) als besonders wertstabil. Der 35.000 Euro teure Ford Mustang siegt wegen seines Preis- Leistungs-Verhältnisses in der Sportwagen-Kategorie der absoluten Restriesen. VWs Golf ist als Sportvan mit einem Verlust von 9.089 Euro der wertbeständigste kompakte Van.
   Anders sieht es bei den relativen Restwertriesen aus. Dort fährt BMW viermal auf Rang eins - und zwar mit dem 218i Coupe (Coupes), dem X5 (SUV), dem 214d Active Tourer (kompakte Vans) sowie mit dem fast 40.000 Euro teuren i3 samt Range Extender bei den Elektroautos. Überbieten kann das jedoch Mercedes mit gleich fünf Spitzenplätzen (Kompaktklasse, Mittelklasse, Obere Mittelklasse, Oberklasse sowie kompakte SUV). Den durchschnittlichen Wertverlust eines Neuwagens über alle Pkw-Klassen hinweg beziffern die Experten im ersten Jahr auf 24,2 Prozent bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern, danach sind es jeweils rund fünf bis sechs Prozent jährlich. HA150509AdeleMoser

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Lagerwagen Aktion: Bis zu 25 Prozent Rabatt auf Audi-Neuwagen

   Die Audi Hamburg GmbH führt im März eine Lagerwagen-Aktion für private und gewerbliche Einzelkunden durch. Auf sofort verfügbare Neuwagen-Aktionsmodelle Audi A1, A3 und Q3 gibt es bis zu 25 Prozent Rabatt. Interessenten können unter zahlreichen Modellkonfigurationen auswählen. Die Aktion, die nur solange gilt, wie der Vorrat reicht, läuft im Audi Zentrum Hamburg, Kollaustr. 41-63, bei Audi Elbvororte, Rugenbarg 248 und Audi Ahrensburg, Gänseberg 7. HA150314

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Kampf auf Spaniens Automarkt      -     Seat meldet dennoch überraschend einen Gewinn

   Der spanische Automobilmarkt erholt sich deutlich, offenbar aber zum Preis einer Rabattschlacht. Auf der in diesen Tagen stattfindenden Fahrzeugmesse in Barcelona macht vor allem der italienische Anbieter Fiat mit aggressiven Preisen auf sich aufmerksam. So werden dort Autos, sofern sie während der Messetage bestellt werden, mit hohen Abschlägen offeriert. Ein Fiat 500 C S, der laut Liste 17.200 Euro kostet, wird mit dem Hinweis „Spezialpreis Messe" zu 11.450 Euro angeboten, inklusive 4 Jahre Garantie. Das Basismodell des Fiat 500 gibt es dort schon für 7.990 Euro. Der gerade erst auf den Markt gebrachte Jeep Renegade, eine ebenfalls zu Fiat gehörende Konzernmarke, wird bestens ausgestattet statt für 37.270 Euro für 33.600 Euro angeboten. Und falls es noch eines Beweises bedarf, wie es um Lancia steht, der findet hier den Hinweis: Preis des ausgestellten Modells Ypsilon: 16.000 Euro. Messetarif: 8.690 Euro.
   Umso erstaunlicher ist, dass die in Spanien beheimatete Marke Seat einen unerwarteten Erfolg vermeldet. Zum ersten Mal seit 2008 hat das zum Volkswagen-Konzern gehörende Unternehmen ein Quartal mit Gewinn abgeschlossen. Für die ersten drei Monate 2015 weist Seat einen operativen Gewinn von 33 Millionen Euro aus. Man versuche sich durch hochwertigere Autos dem Preisdruck zu entziehen, heißt es von Seat.
   Unternehmenschef Jürgen Stackmann sagt, seit Seat den Auftrag zur Fertigung des Audi Q3 erhalten habe, sei neues Qualitätsdenken in den spanischen Fabrikhallen eingezogen. Das sei nun auch im eigenen Modell Leon sicht- und spürbar. Der in der Golf-Klasse antretende Leon und der kleinere, von Juni an überarbeitet angebotene Ibiza tragen das Geschäft von Seat, die anderen Modelle spielen eine klar untergeordnete Rolle. Und dringend benötigte SUV sind erst in der Entwicklung. Das zeigt, auf welch wackeligen Füßen der Ergebnisumschwung steht. Zunächst aber gilt erst mal: Seat schließt das erste Quartal 2015 mit dem besten Verkaufsergebnis seit 2007 ab. Zum ersten Mal überschritt die Zahl der Auslieferungen zwischen Januar Und März die Grenze von 100.000 Fahrzeugen. Es wurden 102.700 Fahrzeuge ausgeliefert, dies entspricht bei einem Plus von fast 10.000 Stück gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf den Leon entfallen 39.700 Fahrzeuge, der Ibiza fand 41.900 Kunden. FAZ150509hap

Rabattniveau bei Neuwagen gesunken

   Der monatlich vom Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen ermittelte Rabatt- Index ist im April auf den tiefsten Stand seit dem Oktober 2014 gesunken. Durchschnitts-Rabatte bei den Internet- Neuwagenvermittlern verringerten sich von 20,3 Prozent auf 17,8 Prozent, auch die Quote der Eigenzulassungen von Händlern und Herstellern ist um zwei Prozentpunkte auf nur noch knapp 30 Prozent zurückgegangen. Bei einzelnen Modellen existieren aber weiterhin große Preisvorteile, etwa beim auslaufenden Opel Astra, den es im Rahmen einer „Umparken"-Aktion mit bis zu 6.029 Euro Ersparnis gegenüber dem Listenpreis gibt. HA150509sp-x 

Immer mehr Pkw auf der Straße

   Der Pkw- Bestand in Deutschland ist 2014 erneut gewachsen. Bundesweit waren zum Stichtag am 1. Januar 2015 rund 44,4 Millionen Fahrzeuge zugelassen, 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gut jeder vierte angemeldete Pkw entstammt laut KBA der Kompaktklasse, jeder fünfte ist ein Kleinwagen. Unter den Herstellern hat VW mit 21,5 Prozent den größten Marktanteil, gefolgt von Opel (11,8%) und Mercedes (9,4%). Stärkster Importeur ist Renault mit einem Anteil von 4,2 Prozent am Pkw-Bestand. Skoda landet mit 3,7 Prozent vor Toyota (3,0 %) auf Rang zwei. Anders als bei den Neuzulassungen, wo sich Benziner und Diesel nahezu die Waage halten, liegen Pkw mit Ottomotor im Bestand noch klar vorn. Sie kommen auf einen Anteil von 67,2 Prozent, während Dieselautos 31,2 Prozent des Bestandes ausmachen. NOZ150314SP-X

Tageszulassungen bei Autokäufern besonders beliebt

  Immer mehr Autokäufer entscheiden sich statt eines Neuwagens für junge Gebrauchtwagen. Die Zahl der Händler- und Herstellerzulassungen stieg im vergangenen Jahr auf 29,8 Prozent der neu zugelassenen Wagen, wie der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe in Berlin berichtete. Diese Autos kommen nach kurzer Zulassung als Gebrauchte wieder auf den Markt - und sind dann deutlich günstiger, obwohl sie kaum bewegt wurden. Dabei handelt es sich auch um sogenannte Tageszulassungen.
   Die Autohändler reagieren so auf einen derzeit besonders harten Preiskampf. Die durchschnittliche Rendite der Branche sank dem Verband zufolge von 1,3 auf nur noch 1,0 bis 1,2 Prozent. „Das ist absolut nicht ausreichend, um die steigenden Anforderungen an die Autohäuser und Werkstätten zu erfüllen", sagte Verbandspräsident Jürgen Karpinski.
   Insgesamt verkauften die Autohändler im vergangenen Jahr fast 85.000 Neuwagen mehr als im Vorjahr - allerdings nicht an Privatpersonen, sondern an Vermieter, Autoflotten und Händler. Dies und ein stabil gutes Gebrauchtwagengeschäft bescherten ihnen ein Umsatzplus von 6,6 Prozent auf 147,8 Milliarden Euro.
   Für das aktuelle Jahr ist die Branche unter anderem wegen der Krisen in der Ukraine und in der Euro-Zone etwas skeptischer. Etwa 2,95 Millionen neue Autos wollen die Händler verkaufen. Im vergangenen Jahr waren es rund 3,0 Millionen gewesen. HA150227

auto-Garantie-xx   Was Werbe-Versprechen wert sind

Autohändler locken Neuwagenkunden mit Rabatten und Gratisgarantien. Ein kritischer Blick
auf deren wahren Nutzen  Foto: Kia gibt sieben Jahre Garantie - und übernimmt jetzt auch die Wartung

   Sieben Jahre unbeschwert Auto fahren - Kia kümmert sich um die Reparaturen bei Mängeln, wechselt das Öl und spielt sogar regelmäßig Updates aufs Navi. Mit diesem in der Branche bisher wohl einzigartigen Versprechen erregt der koreanische Hersteller seit Jahresbeginn Aufsehen. Die Reaktionen seien sehr positiv, erklärt die Kia-Presse- stelle. Doch Verbraucherschützer warnen - unabhängig von einzelnen Marken - vor Euphorie bei solchen Ange- boten.
   Garantiepakete dürften nicht zum Spontankauf verleiten, sagt Mirko Klimas vom Verbraucherzentrale Bundes- verband. „Einen kühlen Kopf bewahren und sich fragen: Brauche ich dieses Auto und warum?", rät ADAC-Juristin Silvia Schattenkirchner. Entscheidend sei der wirkliche Nutzen für den Autofahrer. Vor allem müsse das Auto laut Klimas für die geplante Nutzungsdauer und den Zweck passen. Wichtiges Argument sei auch der Wiederverkaufs- wert. Wenn dann zwei ähnliche Angebote nebeneinanderstehen, könne die Garantie den Ausschlag geben.
Ärger gibt es zum Beispiel immer wieder bei Durchrostungsgarantien
 
Die Garantieversprechen sind ein kompliziertes Thema, bei dem Verbraucher immer genau auf die Konditionen schauen müssen, betont Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. So gilt die neue Kia-Garantie nur für Privatkunden, das Angebot ist bis zum 31. März 2013 befristet. Die Laufleistung für die kostenlose Wartung ist auf 105.000 Kilometer begrenzt - Vielfahrer dürften diese Grenze nach drei bis vier Jahren überschritten haben. Wartungsmaterial wie Öl, Filter und Bremsflüssigkeit sind inbegriffen, nicht aber Verschleißteile wie Bremsscheiben.
   Ärger und sogar gerichtliche Auseinandersetzungen gebe es etwa immer wieder um Durchrostungsgarantien, die viele Hersteller zwölf Jahre lang übernehmen, berichtet Schattenkirchner. Gemeint ist damit nämlich zur Ver- blüffung vieler Autofahrer nur ein Durchrosten von innen nach außen durch Materialfehler. Reklamationen wegen äußerer Rostschäden würden oft abgeschmettert, weil ein Steinschlag die Schadensursache war oder weil der Rost nur oberflächlich blüht.
   Generell ist in Deutschland eine gesetzliche Gewährleistungszeit von zwei Jahren vorgeschrieben, in der Händler für Sachmängel haften müssen. Eine Nachbesserung gilt während dieser zwei Jahre regelmäßig nach dem erfolg- losen zweiten Versuch als fehlgeschlagen. Der Käufer kann dann Kaufpreisminderung verlangen oder bei einem wesentlichen Mangel vom Kaufvertrag zurücktreten - er fährt also zwei Jahre lang auf Nummer sicher.
   Diese sorgenfreie Zeit ohne Zusatzkosten deutlich zu verlängern, ist natürlich ein verlockendes Angebot der Autobauer, mit dem vor allem Einsteiger oder Unternehmen mit noch geringem Marktanteil für sich werben. Neben Kia bietet beispielsweise die größere Schwester im koreanischen Konzern, Hyundai, eine fünfjährige Garantie. Toyota steht drei Jahre für seine Neuwagen gerade (maximal 100.000 Kilometer). Alfa Romeo hat zum Jahres- beginn seine Neuwagengarantie auf vier Jahre ohne Kilometerbegrenzung erweitert. Große Marken wie Audi, VW, Ford, Mercedes und Opel geben dagegen nur die gesetzlichen zwei Jahre.
   Opel geht allerdings einen neuen Weg, nachdem der Hersteller 2010 mit einer vermeintlich lebenslangen Garantie negative Schlagzeilen gemacht hatte. Das Angebot sorgte für scharfe Kritik der Konkurrenz, weil es eben nicht lebenslang, sondern nach Laufleistung gestaffelt und auf 160.000 Kilometer begrenzt war. 2011 kassierte Opel das Versprechen und bietet jetzt seit wenigen Monaten für Neuwagen eine Geld-zurück-Garantie bei Nichtgefallen innerhalb von 30 Tagen und bis zu 3.000 Kilometer Laufleistung.
Die Sieben-Jahre-Garantie kommt oft noch dem Zweitbesitzer zugute
  
Vorbild dafür könnte ein Angebot von Hyundai während der Finanzkrise 2009 in den USA gewesen sein, ver- mutet Dudenhöffer. Die Koreaner warben damals damit, Neuwagen innerhalb eines Jahres beim Verlust des Jobs zurückgeben zu können. Während der US-Automarkt in dem Krisenjahr um ein Fünftel einbrach, steigerte Hyundai den Absatz sogar noch. Das Opel-Rückgaberecht für einen Monat werde diesen Effekt aber eher nicht auslösen, vermutet der Autofachmann. Wer sich nach langer Suche für ein Auto entscheide, wolle damit fahren und denke nur bei ganz gravierenden Mängeln daran, ihn zurückzugeben. Und die träten bei heutigen Neuwagen in der Regel kaum auf.
     Anders Kias Sieben-Jahre-Garantie: Da Autos derzeit der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) im Schnitt nach 5,4 Jahren verkauft werden, könne das Angebot noch dem zweiten Besitzer zugutekommen und daher den Wiederverkaufswert des Autos steigern, argumentiert Kia. Außerdem binde es - anders als Rabatte - Käufer dauerhaft an die Marke. „Ich bin nicht an einem One-Night-Stand interessiert, sondern an einer langfristigen Beziehung zu unseren Kunden und zu Fahrzeugen", sagt Kia-Deutschlandchef Martin van Vugt. HA130202RolfSchraa

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Achtung: Unterdruck und unter Strom
Wer elektronische Geräte im Auto richtig nutzt und den Reifendruck im Blick hat, kann Geld sparen

 Alle elektrischen Verbraucher belasten die Lichtmaschine und erhöhen dadurch den Kraftstoffverbrauch. Als Faust- formel gilt: 100 Watt Stromverbrauch an Bord bedeuten einen Zusatzverbrauch von rund 0,1 l auf 100 Kilometer. Während ein normales Radio etwa 60 Watt konsumiert, benötigt die HiFi-Anlage mit Vier-Kanal-Endstufe etwa 200 Watt. Der Innenraum-Ventilator braucht auf Maximalstufe etwa 400 Watt.
   Aber nicht nur die Stromfresser setzen das Portemonnaie des Autofahrers unter Druck. Ein weiterer Faktor ist die Bereifung des Wagens. Sie ist für rund 20 Prozent des Energieverbrauchs des Autos verantwortlich. Deshalb sollte der Reifendruck nach Ansicht von Alexander Lührs, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Continental Reifen, alle 14 Tage kontrolliert werden, um Druckverluste und Schäden frühzeitig zu erkennen. Für sinnvoll hält er auch eine Er- höhung des Reifendrucks um 0,2 Bar gegenüber den vom Hersteller angegebenen Werten (steht im Tankdeckel).
   Dadurch verringern sich Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch. Selbst die Einhaltung des vorgeschriebenen Luftdrucks wäre ein Fortschritt, da mehr als 50 Prozent der Fahrzeuge mit zu schlappen Pneus unterwegs sind. Die Folgen: Schon ein um 0,2 Bar zu geringer Luftdruck erhöht den Rollwiderstand um zehn Prozent und den Kraftstoffverbrauch um etwa zwei Prozent; die Laufleistung des Reifens sinkt um mehr als zehn Prozent. Wichtig: Die Luftdruckkontrolle sollte immer am kalten Reifen erfolgen. Ab 2012 müssen alle neuen Fahrzeugmodelle in der Europäischen Union mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgestattet sein. Das ist zu begrüßen, da unzugäng- liche Ventile oft die Kontrolle erschweren - in Kombination mit der Luftdruckservicewüste Tankstelle.
Luftdruckwiderstand und Gewicht
   Der Luftwiderstand des Fahrzeugs steigt mit der Geschwindigkeit überproportional an. Allein das Öffnen der Seitenfenster kann den Luftwiderstand schon erhöhen und bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h einen Mehr- verbrauch von 0,2 1 pro 100 km verursachen. Noch stärker wirkt ein leerer Dachgepäckträger, der den Kraftstoff- verbrauch eines Mittelklassewagens bei 130 km/h um etwa zehn Prozent erhöht, ein beladener Dachgepäckträger steigert den Verbrauch um rund 25 Prozent, also etwa zwei bis vier Liter pro 100 km. Ein zusätzliches Gewicht von 100 Kilo kann den Spritverbrauch eines Mittelklasse-Pkws um bis zu 0,7 Liter auf 100 km erhöhen. Also Kofferraum entrümpeln. Zu guter Letzt: Warten Sie Ihr Auto regelmäßig. Lassen Sie wichtige Verschleißteile in den vorge- schriebenen Intervallen erneuern, so Luftfilter und Zündkerzen. Und sorgen Sie für die richtige Einstellung des Motors.
Klimaanlage und Verbraucher
   Das erste Auto mit Klimaanlage wurde 1954 in den USA produziert, heute sind etwa 90 Prozent der Neuwagen in Deutschland als mobile Kühlschränke unterwegs. Je nach Fahrzeugmodell und Klimaanlagentechnik können vor allem im Stadtverkehr Mehrverbräuche von bis zu 30 Prozent bzw. zwei bis drei Liter/100 km auftreten, dies er- gaben Studien des TÜV Nord. Da der Kompressor der Anlage im Automatikbetrieb oft noch bis zu Außentempera- turen von fünf Grad arbeitet, benötigt die Klimaanlage selbst dann noch etwa einen Liter pro 1/100 km. Einfachste Lösung: Wer seine Klimaanlage gerade nicht braucht, sollte sie komplett abschalten.
   Sollte es im Sommer warm sein, empfiehlt es sich, den Wagen möglichst im Schatten zu parken und vor Fahrt- beginn gut zu durchlüften. In der ersten Abkühlphase kann dann die Umluftfunktion genutzt werden, damit keine warme Außenluft angesaugt wird. In der Regel reicht eine Absenkung der Temperatur auf fünf Grad Celsius unter der Außentemperatur. Kurz vor Fahrtende sollte die Kühlung, aber nicht das Gebläse ausgeschaltet werden. Das verhindert die Bildung von Feuchte im Lüftungssystem, die Bakterien- und Pilzbefall und somit Geruchsbildung begünstigt.
Eine Liste zur Berechnung des individuellen Einsparpotenzials bei Maßnahmen am Fahrzeug:
www.dekra-online.de/co2/sparen.html. Angaben zu den elektrischen Verbrauchern:
www.batterien-direkt.de/stromverbraucher.html    HAZ110806Hans-JürgenLeist

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Wenn der Autofahrer in Ohnmacht fällt

VW packt den neuen Passat voll mit innovativer Technik. Das ist eine Attacke auf Mercedes und BMW. Es gibt aber auch einen möglichen Verlierer im eigenen Konzern.
   Es kommt nicht häufig vor, aber wenn es passiert, sind die Folgen meist dramatisch: Ein Autofahrer fällt während des Fahrens in Ohnmacht. Dann rast das Fahrzeug unkontrolliert weiter und kommt irgendwann auf brutale Art zum Stehen. VW hat auf diese Ge­fahr eine Antwort gefunden. Gemeinsam mit dem Zulieferer Bosch hat Europas größter Autokonzern ein Notfallsystem entwickelt: Sensoren erkennen, wenn der Fahrer plötzlich nicht mehr lenkt, bremst oder beschleunigt. Daraufhin warnt das Auto zunächst akustisch und hernach in Form eines kurzen Bremsers - der Fahrer könnte ja „nur" kurz eingeschlafen sein. Wenn daraufhin immer noch keine Reaktion erfolgt, schaltet das Fahrzeug selbständig das Warnblinklicht ein und lenkt sich selbst hinüber zum Seitenstreifen, wo es langsam zum Halt kommt.
  Nach Angaben von VW ist das eine absolute Weltneuheit. Sie wird erstmals in dem neuen Passat zu haben sein, der im Herbst auf den Markt kommt. Für den Konzernchef Martin Winterkorn beginnt mit diesem Fahrzeug nichts Geringeres als „eine neue Ära in der Mittelkasse", wie er bei der Vorstellung des Wagens im VW-Design-Zentrum in Potsdam sagte. Damit stapelte er sogar tief: VW hat die achte Generation des Passat, der klar als solcher wie- derzuerkennen ist, aber etwas kraftvoller und aggressiver als sein Vorgänger daherkommt, vollgepackt mit neuester Technik und innerlich mit allerlei Luxus verfeinert. Damit ist klar: Die Wolfsburger wollen mit diesem Wagen nicht nur die angestammte Klientel bei der Stange halten, sondern vermehrt auch Mercedes und BMW Kunden abjagen. Die Frage ist allerdings, ob sie damit nicht auch ihr Tochterunternehmen Audi treffen. Die Ingolstädter sind als Premiumanbieter auf Augenhöhe mit BMW und Mercedes. „VW muss schon aufpassen, dass man Audi mit der Höherpositionierung des Passats nicht das Wasser ab­gräbt", sagt Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management in Bergisch-Gladbach. Audi sei nun bei der Neuauflage des A6 seinerseits gefordert, mit einer Fülle von Innovationen den (Preis-)Abstand zu Volkswagen wahren.
   VW geht mit seinem neuen Passat preisaggressiv zu Werke. Obwohl der Wagen seinem Vorgänger in allen Be- langen (Verbrauch, Platz, Komfort, Sicherheit, Gewicht) weit überlegen ist, liegt der Preis des Einstiegsmodells mit 25.900 Euro nur rund 500 Euro oberhalb des bisherigen Modells. Trotzdem verspricht sich Winterkorn von diesem Volumenmodell, das seit seiner Erstaufläge 22 Millionen Mal verkauft wurde und damit neben dem Golf das mit Abstand wichtigste Fahrzeug des Konzern ist, eine steigende Rendite. Denn der Vorstand rechnet natürlich damit, dass sich der neue Passat auf Anhieb besser verkauft als der alte, zumal es auf den Automobilmärkten in Europa, die für den Passat neben China entscheidend sind, weiter leicht bergauf gehen dürfte. Ein höherer Absatz ist wiederum gut für die Auslastung an den Produktionsstandorten in Emden und Zwickau, die nach dem Wolfsburger Stammwerk zu den teuersten im Konzern zählen. Je besser diese beschäftigt sind, umso besser sind die Ergeb- nisse der Marke VW, die zuletzt deutlich unterhalb des Konzerndurchschnitts lagen.
   Die Hoffnung auf bessere Ergebnisse speist sich aber auch aus dem neuen, einheitlichen Baukastensystem, auf dem derPassat sowie etliche andere Konzern­modelle wie der Golf, der Audi A3, der Seat Leon und der Skoda Octavia basieren. Von Getrieben über Motoren bis hin zu Fahrzeugelektronik und Navigationsgeräten können alle möglichen Module markenübergreifend eingebaut werden. Die höheren Stückzahlen führen zu geringeren Kosten. Nur dank dieser Skaleneffekte könne VW nun die neuesten Technologien im Passat einbauen, ohne den Verkaufs- preis deutlich erhöhen zu müssen, sagte Heinz-Jakob Neußer, Entwicklungsvorstand der Marke VW.
   Besonders stolz ist Neußer darauf, dass der neue Passat sogar erkennen kann, wenn ein Kind zwischen parkenden Autos auf die Fahrbahn zu laufen droht. Das am Wagenboden installierte Radar- und Kamerasystem erspäht die Kinderbeine - und löst im Ernstfall eine vielleicht lebensrettende Vollbremsung aus. FAZ140705rit

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Cabrios im Crashtest: Kopf runter!  -  Sicherheit ist nicht bei allen Modellen garantiert

   Im Cabrio sollte man möglichst tief sitzen. Bei einem Überschlag kann das Leben retten, wie aus einem Crashtest des ADAC hervorgeht. Der Automobilclub hat die vier beliebtesten offenen Kompakten in Deutschland auf den Kopf gestellt. Mit nicht immer überzeugendem Ergebnis.
   Mit der Note „gut" schnitten lediglich der Testsieger Opel Cascada und der Renault Megane CC ab. Der Peugeot 308 CC erhielt nur ein „befriedigend", weil die Köpfe der vorn sitzenden Dummys beim Überschlag deutlichen Kontakt mit der Straße hatten. Noch schlechter war das Ergebnis beim VW Golf Cabrio. Dort verbog sich die Windschutzscheibe stärker als erwartet und schränkte den Schutzraum für die Passagiere stark ein. Die Gurtstraffer auf den Vordersitzen reagierten zu lasch, und die Köpfe des Fahrer- und Beifahrer-Dummys schlugen hart auf den Asphalt. Auch einer der Fondpassagiere streifte mit dem Kopf die Fahrbahn.
   Generell empfiehlt der Automobilclub, im Cabrio eine möglichst niedrige Sitzposition zu wählen, um bei einem Überschlag die Sicherheitsreserven zu erhöhen. Zudem sollten auf allen Plätzen Gurtstraffer vorhanden sein.
   Der Opel Cascada bietet guten Schutz bei einem Überschlag.
HAZ150509HolgerHolzer

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Elektroauto fährt mit Salzwasser  Werks-Foto: Nanoflowcell AG

   Die Quant e-Sportlimousine der Nanoflowcell AG ist das erste Kfz mit Flusszellenantrieb. Mit 600 Kilometern Reichweite erhielt die Straßenzulassung und soll nun in Serie gehen«
   Es ist das erste Auto mit Flusszellenantrieb - ein Forschungsfahrzeug einer neuen Automarke. Die Staßen- zulassung ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Serienfertigung. Der Hersteller verspricht für das 5,25 Meter lange Fahrzeug eine Dauer­leistung von 653 PS, in der Spitze würden es die vier Elektromotoren auf 925 PS bringen. Ein maximales Drehmoment von viermal 2900 Newtonmetern soll den 2,3 Tonnen schweren Viersitzer mit den riesigen Flügeltüren in 2,8 Sekunden auf 100 katapultieren. Die End­geschwindigkeit betrage rund 350 km/h. Das allein schon sind unerhörte Werte für einen Stromer, doch was die Konkurrenz aufschrecken lässt, ist die Reichweite: Bis zu 600 Kilometer hat Nanoflowcell ermittelt, und da sei noch Luft nach oben. „Hohlraum für ein größeres Tankvolumen ist da", sagt Firmensprecher Volker Pulskamp-Böcking. Der Prototyp kann zweimal 200 Liter Treibstoff tanken. Wobei Treibstoff hier eine Elektrolyt-Flüssigkeit ist, eine wässrige Lösung mit Metallsalzen. Salopp: Salzwasser. HAZStefanWeißenborn140806 

Urteil zu Vorführwagen

   Autokäufer können bei einem Vorführwagen nicht davon ausgehen, dass es ein neues Modell ist. Ein Vor- führwagen kann auch zwei Jahre alt sein, wie der Bundesgerichtshof entschied Az.: VIII ZR 61/09. Der Kläger hatte 2005 bei einem Händler in Baden-Württemberg ein Wohnmobil gekauft. Laut Kaufvertrag handelte es sich um einen „Vorführwagen zum Sonderpreis" mit 35 gefahrenen Kilometern. Später stellte der Käufer fest, dass es sich um ein Fahrzeug aus dem Jahr 2003 handelte. HAZ100916afp

Sparen bei der Kfz-Versicherung  -  Viele Autofahrer wissen nicht, dass sie ihren Vertrag unter Umständen auch im Verlauf des Jahres kündigen können

   Rund 1,7 Millionen Verbraucher haben Ende vergangenen Jahres ihre Autoversicherer gewechselt und im Schnitt rund 120 Euro pro Jahr gespart - in Einzelfällen auch mehr. Damit hat sich der Wechselboom zum Jahresende deutlich verstärkt. Autofahrer können aber oft auch noch mitten im Jahr einen teuren Anbieter wechseln. Ein sogenannter unterjähriger Wechsel des Kfz- Versicherers kann sich durchaus lohnen, denn die Preisunterschiede am Markt sind enorm.
   Autofahrer dürfen sich einen neuen Kfz-Versicherer suchen, wenn das alte Auto gegen einen Neuwagen oder einen Gebrauchten ausgetauscht wird. Laut Kraftfahrtbundesamt gibt es jährlich weit mehr als sechs Millionen Besitzumschreibungen von Pkw - in jedem einzelnen Fall somit die Möglichkeit, den Versicherer zu wechseln. Hinzu kommen noch 9,5 Millionen Kfz-Haftpflicht- und Kaskoschäden. Auch sie eröffnen immer die Möglichkeit, dem Kfz- Versicherer den Rücken zu kehren.
Im Schadenfall kann der Kunde innerhalb eines Monats aussteigen
 
„Schadenfallkündigungen sind in der Autoversicherung noch immer selten", stellt Arno Schubach vom Deutschen Anwaltverein fest. Aus mehreren Gründen: „Zum einen wissen viele Kunden nicht, dass sie selbst dann kündigen dürfen, wenn der Versicherer die Schäden in vollem Umfang begleicht." Zum anderen erhielt früher der Versicherer bei einer Schadenfallkündigung die gesamte Jahresprämie. Das gilt nicht mehr. Schubach: „Seit 2008 dürfen die Assekuranzen nur noch anteilig, für die Zeit des tatsächlichen Versicherungsschutzes, abrechnen."
   Beim Autowechsel kann man bei der Zulassungsstelle einfach die Versicherungsbestätigung der neuen Asseku- ranz vorlegen. Das gilt dann automatisch als Kündigung. Wer im Schadenfall aussteigen will, muss spätestens einen Monat, nachdem der Versichererden Schaden bezahlt oder eine Leistung abgelehnt hat, aktiv geworden sein.
   Wird beispielsweise eine Antenne gestohlen, lohnt es nicht, den Schaden zu melden, denn der Aufwand für den Ersatz liegt mit Sicherheit unterhalb der Selbstbeteiligung und der Rückstufung. Eine Schadenmeldung kann aber als Grund für den Ausstieg aus der ungeliebten Autopolice genutzt werden
   „Möglich ist das natürlich nur dann, wenn der Schaden auch tatsächlich versichert war und der Versicherer somit zu Unrecht nicht zahlt oder die Leistung kürzt", erläutert Schubach. Die Kündigung muss schriftlich per Mail, Fax oder Brief im Laufe der Monatsfrist beim Versicherer eingehen.
   Bisher machen vor allem die Versicherer selbst vom Kündigungsrecht im Schadenfall Gebrauch. Etwa wenn sie einen Versicherungsbetrug vermuten, aber nicht beweisen können. „Gekündigt wird zudem, wenn die Versicherer fürchten, dass der Autofahrer in Zukunft weitere Schäden anrichtet", so Schubach.  Dieser Kündigung sollte der Versicherte zuvorkommen. Andernfalls können beim nächsten Versicherer Probleme beim Kaskoschutz aufkommen.
   Im vergangenen Jahr haben etliche Millionen wechselwillige Autofahrer ihrer Kfz-Versicherung doch die Treue ge- halten. Nicht immer freiwillig. Einige haben den Wechseltermin zum Jahresende einfach verpasst. Und mancher Autofahrer konnte gar nicht zu diesem Termin umsteigen, weil der Vertrag regulär ein anderes Datum vorsieht. So haben Anbieter wie Allianz, Ergo, Generali, Admiral Direkt oder Direct Line zusätzlich unterjährige Kündigungs- termine eingeführt - was viele Verbraucher noch gar nicht bemerkt haben. HA120613UweSchmidtKasparek

 Winterreifen sollen von Oktober bis Ostern gefahren werden

   Bei Temperaturen von weniger als sieben Grad sind sie den Sommerpneus überlegen Für den Reifenwechsel mit Auswuchten müssen Autobesitzer in der Werkstatt Kosten in Höhe von circa 40 Euro einkalkulieren
   Die „Auto Bild"-Familie mit den Spezialmagazinen „Allrad" und „Sportcars" hat über die Saison 75 Winter- und Ganzjahresreifen in fünf Dimensionen getestet - bei Schnee, Nässe und Trockenheit. Das Ergebnis zeigt: Nicht alle Reifen sind bedenkenlos zu empfehlen. 23-mal wurde vom Kauf abgeraten, 22-mal gab es lediglich die Wertung „befriedigend". 30 Reifen, und damit nicht einmal die Hälfte, konnten die Erwartungen erfüllen. 13 von ihnen er- hielten das Gütesiegel „vorbildlich". Das Hamburger Abendblatt zeigt die jeweils drei besten Pneus der jeweiligen Dimension und sagt, was sie kosten.
Beste Ganzjahresreifen für Kleinwagen, Dimension 175/65 R14: Mit identischer Beurteilung gehen der Goodyear Vector 4Seasons 82 T (circa 280 Euro pro Satz) sowie der Sava Adapto 82 T (circa 220 Euro) als Sieger hervor. Dementsprechend verbindet beide Reifen auch das Gütesiegel „vorbildlich". Schwächen weisen beide nicht auf. Den dritten Platz teilen sich der Hankook Optimo 4S H730 82 T (circa 260 Euro) und der Kumho Solus 4 All Weather 86 T (circa 240 Euro). Die Schwächen: Während der Hankook bei nasser Strecke zum Untersteuern tendiert, hat der Kumho nur befriedigende Nasshandlingqualitäten.
Beste Reifen für Kompakt- und Mittelklasse, Dimension 205/55 R 16: Hier sind die drei besten Pneus mit „vorbildlich" eingestuft. Auf Rang eins landete der Continental WinterContact TS 850 91 H (circa 480 Euro pro Satz) mit seinem dynamischen Nasshandling und niedrigem Rollwiderstand. Es folgt der Bridgestone Blizzak LM-31 91 H (circa 440 Euro), den ausgewogene Handlingqualitäten bei allen Witterungsbedingungen sowie gute Aquaplaning- eigenschaften auszeichnen. Nur der Rollwiderstand ist laut Tester zu hoch. Falsch machen Käufer auch nichts mit dem Michelin Alpin A4 91 H (circa 520 Euro), der von den Top-Reifen der teuerste ist, jedoch eine vorbildliche Kilometerleistung und einen geringen Rollwiderstand aufweist.
Beste Winterreifen für SUV, Dimension 235/55 R17: In diesem Segment gibt es mit dem Continental WinterContact TS 830 P 99 H (circa 960 Euro pro Satz) und dem Pirelli Scorpion Winter 103 V (circa 860 Euro) zwei Gewinner, die als „vorbildlich" kategorisiert sind. Zu den Stärken des Continental zählen die gute Sicherheits- reserve bei Aquaplaning sowie der geringe Kraftstoffverbrauch, dynamische Fahreigenschaften auf verschneiter und trockener Piste zeichnen den Pirelli aus. Abstriche müssen Käufer beim Dunlop SP Winter Sport 4D 99V (circa 950 Euro) machen, der zwar Schneeprofi mit bester Traktion ist, allerdings ein Manko hat: die leicht verlängerten Bremswege auf nasser Fahrbahn.
Beste Winterreifen für die sportliche Mittelklasse, Dimension 225/45 R 17: Mit den drei Top-Platzierten ist der Kunde auf der sicheren Seite, schließlich eint sie allesamt das Gütesiegel „vorbildlich". Und trotzdem ist die Reihenfolge eindeutig, da es Unterschiede gibt. Unschlagbar ist der Dunlop SP Winter Sport 4D 94 V (circa 740 Euro pro Satz). Beste Zugkraft und die kürzesten Bremswege auf Schnee sowie gute Aquaplaningeigenschaften kennzeichnen den Gewinner. Die gute Traktion gepaart mit fahrdynamischen Eigenschaften auf Schnee sind das Plus des Pirelli Winter Sottozero Serie II 94 V (circa 660 Euro), der jedoch auf nasser und trockener Strecke schlechter abschneidet als der Dunlop. Platz drei geht an den Continental WinterContact TS 830 P 94 V (circa 720 Euro). Der ist bei Trockenheit wegen seiner stabilen Fahreigenschaft und guten Seitenführung besser bewertet als die Konkurrenz, bei verschneiter Fahrbahn hat er jedoch das Nachsehen.
Winterreifen Dimension 225/40 R 18 V: Bei den sportlichen 18-Zoll-Reifen sind die drei Erstplatzierten allesamt mit „vorbildlich" bewertet. Testsieger wurde der Goodyear UltraGrip 8 Performance 92 V (Kosten pro Satz circa 800 Euro). Er besticht durch sichere Handlingqualitäten bei allen Witterungsbedingungen. Auf verschneiter Piste zeichnet ihn zudem eine hohe Zugkraft aus. Der Michelin Pilot Alpin PA4 92 V (circa 800 Euro) ist ein Spezialist für den Winter mit vorzüglichen Fahrleistungen auf verschneiter Fahrbahnoberfläche. Auffällig ist sein angenehmer Abrollkomfort. Zu empfehlen ist auch der Nokian WR A 3 92 V (ca. 640 Euro), der die kürzesten Nass- und Trockenbremswege hat, für einen niedrigen Kraftstoffverbrauch steht und stabile Seitenführung zu seinen Stärken zählt. Allerdings hat er im Vergleich zur Konkurrenz eine Schwäche: Der Abrollkomfort bei Trockenheit ist nur befriedigend. HA121027RenéSpukup

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Frisch eingestuft  - In Delmenhorst und Oldenburg wird die Kfz-Haftpflichtversicherung teurer

   Derzeit flattern wieder die neuen Bescheide der Kfz-Versicherungen ins Haus. Fur die Autofahrer mit Haftpflichtversicherung in Osnabruck wird es teurer, in landlich gepragten Zulassungsbezirken gelegentlich sogar gunstiger   
   Derzeit flattern die neuen Bescheide der Kfz-Versicherungen ins Haus. Während in städtischen Bereichen die Prämien für die Kfz-Haftpflicht oft stiegen, können sich die Atiofahrer in ländlich geprägten Zulassungsbezirken über eine gleichbleibende oder niedrigereregionalklasse-Einstufung freuen.
   Das Konzept einer Versicherung ist eigentlich ganz einfach: Alle legen zusammen, um Risiken nicht einzeln, sondern gemeinsam zu stemmen. Die Frage, wann eine solche Verteilung gerecht ist, ist aber so alt wie die Idee der Versicherung.
   Als Antwort haben Kfz- Versicherer dafiir schon vor Jahrzehnten ein ganzes Sammelsurium an Instrumental entwickelt: Zum einen die „Prozente." Wer lange scha- densfrei fahrt, bezahlt dank Schadensfreiheitsrabatt we- niger ein, wer einen Unfall verursacht, wird iiber stei- gende Pramien danach starker zur Kasse gebeten.
Die Regionalklasse
  
Aber das Risiko wird noch feiner verteilt: Uber die Regionalklasse rechnen die Versicherer schon seit iiber 40 Jahren das Unfallgeschehen in den einzelnen Zulassungsbezirken in drei Tarife mit ein. Einfach ausgedriickt: Dort, wo mehr Schadensfalle passieren, miissen die Versicherten mehr einzahlen - unabhangig von der personlichen Schadensbilanz. Je niedriger die Regionalklasse, umso giinstiger ist der Versicherungsbeitrag. Damit es an dieser Stelle nicht zu einfach wird, gibt es bei der Kfz-Haftpflichtversicherung zwolf Klassen, bei der Teilkaskoversicherung 16 und bei der Vollkaskoversicherung neun Klassen.
   In immerhin 36 der 48 niedersachsischen Zulassungsbezirke bleibt bei den Regionalklassen alles beim Alten, darunter auch fur die Autofahrer im Osnabriicker Land, in Aurich, in Emden, in Friesland und in Leer. Die Autofahrer in den Zulassungsbezirken Emsland und Bentheim wechseln bei der Kfz-Haftpflicht sogar in eine giinstigere Regionalkasse. Im Emsland zahlen die Versicherungsnehmer damit fast fiinf Prozent weniger.
   Das wiirden die Osnabriicker auch gerne tun, nur spricht das Unfallgeschehen dagegen: Bei der Haftpflicht werden die Osnabriicker fiir 2016 in eine höhere Regionalklasse eingestuft (entspricht einem Plus von etwa 2,8 Prozent). Das gleiche Schicksal trifft die Autofahrer in den Zulassungsbezirken Delmenhorst und Oldenburg Stadt.
   Lohnt sich fiir Stadter also ein Umzug in das Umland? Die Regionalklassen der Kfz-Haftpflicht sind dort teilweise deutlich niedriger. Das Osnabriicker Land, der Kreis Steinfurt und auch das Emsland werden 2016 in die Regionalklasse 2 eingestuft, Aurich, Emden und Leer sogar in die giinstigste Regionalklasse 1. Zum Vergleich: Der Zulassungsbezirk Stadt Osnabriick wird in die Klasse 7 eingestuft.
   Bei der Teilkasko ist die Tendenz umgekehrt: Hier sind die stadtischen Zulassungsbezirke oft deutlich gunstiger eingestuft. Gut moglich, dass das an den außerhalb der Stadte haufigeren Wildunfallen liegt, fiir deren Schaden im Zweifel die Teilkasko einstehen muss.
Der Fahrzeugtyp
  
Aber da sind ja noch die Typklassen: Rund 26.000 verschiedene Automodelle sind laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf Deutschlands Strafien unterwegs, siiuberlich einsortiert in 16 Typklassen bei der Haftpflicht-, 25 Typklassen bei der Teilkasko - und 34 Typklassen bei der Vollkaskoversicherung. Fiir 70 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge andert sich 2016 an der Typklasse nichts. Rund 14 Prozent erhalten niedrigere Einstufungen, fiir etwa 16 Prozent erhoht sich die Klasse.
   Angesichts der unübersichtlichen Versicherungsarithmetik aus Schadensfreiheitsrabatt, Regionalklassen, Typklassen und Dutzenden anderer Faktoren - von Beruf über Versicherungstreue und Kindern bis hin zum Eigenheim - hilft eigentlich nur, sich von verschiedenen Versicherungen ein Angebot machen zu lassen. Ob das Angebot gut oder eher mau ist, lasst sich schnell über Vergleichsportale im Internet ermitteln.
  
Wichtig: Führt eine Anderung der Typklasse zu einem hoheren Beitrag, so hat der Versicherungsnehmer ein aufierordentliches Kündigungsrecht. Gleiches gilt bei einer Beitragserhohung durch Anderung der Regionalklasse. Ansonsten ist der Wechsel des Kfz-Versicherers in der Regel zum Jahresende moglich. Dazu muss die Kündigung aber spatestens bis 30. November bei der Versicherungsgesellschaft eingereicht werden.
  
Aber nicht nur Versicherungsnehmer konnen kiindigen. Auch Versicherungen beenden zuweilen das Vertragsverhaltnis, wenn der Halter aus ihrer Sicht zu viele Schaden meldet. Deutet die Kfz-Versicherung ihre Kündigungsabsichten an, sollte der Kunde schnell handeln.
   Oft lassen sich die Wogen glatten, indem die Selbstbeteiligung erhoht oder weitere Versicherungen bei dem un- zufriedenen Unternehmen abgeschlossen werden. Winkt der Versicherer immer noch ab, hilft nur, sich möglichst noch ungekiindigt einen anderen Anbieter zu suchen.
   Wem die Tarife egal sind, kann sich allerdings auch bei Kiindigungsdrohungen entspannt zurücklehnen: Da die Kfz-Haftpflicht - nicht aber die Teil- oder Vollkasko - in Deutschland eine Pflichtversicherung ist, kann ein Versicherer sie zum „allgemeinen Unternehmenstarif" nur in wenigen Ausnahmefallen ablehnen.   NOZ151120FrankWiebrock

 Kraftfahrzeugversicherung: Tarife jedes Jahr vergleichen. Manche Versicherungen sind
vier Mal teurer als die Konkurrenz. Autofahrer sollten nicht bei der Haftpflicht sparen.
Ein Vergleich lohnt sich: Die Preisunterschiede bei den Kfz-Versicherungen sind enorm.

  Die Zeitschrift Finanztest hat die Tarife von Kfz-Versicherungen verglichen. Die Preisunterschiede waren enorm. In Ausnahmefällen kostet der teuerste Anbieter fast das Vierfache des preiswertesten. Und für Fahranfänger kann die Haftpflichtversicherung teurer werden als das Auto.
   Zum Jahresende können die meisten Autofahrer ihre Kfz-Versicherungen kündigen. Der 30. November ist der Stichtag, bis zu dem die Kündigungsschreiben bei den Versicherungsgesellschaften eingetroffen sein müssen. Mit dem Wechsel zu einem anderen Tarif oder einer anderen Versicherung können Besitzer von Kraftfahrzeugen mit- unter viel Geld sparen.
   Die Zeitschrift Finanztest hat in ihrer neuen Ausgabe 140 Tarife unter die Lupe genommen und Preisunter- schiede bis zu fast dem Vierfachen festgestellt. „Prüfen Sie jedes Jahr, ob Sie Ihr Auto nicht günstiger versichern können. Es lohnt sich. Die Preisunterschiede sind riesig”, rät Beate-Kathrin Bextermöller, Projektleiterin für Kfz- Versicherungen bei der Zeitschrift Finanztest.
   Wer wechseln möchte, sollte sich zunächst einmal einen Überblick über die Angebote und den eigenen Bedarf verschaffen. Das kann zum Beispiel über eines der zahlreichen Internet-Vergleichsportale oder bei einer Verbrau- cherzentrale geschehen sowie im Gespräch mit Versicherungsvertretern. Sven Kretschmar, Referent für Finanz- dienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt empfiehlt, dabei nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch die Versicherungsbedingungen zu vergleichen. „Am besten die alten Bedingungen vom bestehenden Vertrag und die neuen vom Wunschvertrag direkt nebeneinanderlegen und Punkt für Punkt durchgehen.” Auf keinen Fall sollte bei der Versicherungssumme in der Haftpflichtversicherung gespart werden.
   Üblich seien drei Versicherungssummen: Die gesetzliche Mindestdeckungssumme betrage 2,5 Millionen Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für Sachschäden. Bei drei oder mehr geschädigten Personen betrage die Deckungssumme 7,5 Millionen Euro. Freiwillig können höhere Summen versichert werden: pauschal 50 oder 100 Millionen Euro für Personen- oder Sachschäden. „Der größte mir bekannte Unfallschaden lag bei 42 Millionen Euro, als ein Tanklastwagen ein Brückengeländer durchbrach und abstürzte.” Wer einen besonders schweren Unfall ver- ursache und nur den gesetzlichen Mindestversicherungsschutz habe, müsse persönlich für die höheren Kosten haften.
   Unterschiede zwischen den Versicherungen gebe es unter anderem bei der Rückstufung im Schadensfall und bei der Art der Schadensregulierung. So würden einige Versicherungen ihren Kunden vorschreiben, in welchen Werk- stätten die Reparatur durchgeführt werden müsse. Beim Vergleich der Bedingungen sollte auch die Kündigungs- frist überprüft werden. Üblich ist zwar ein Monat Kündigungsfrist zum Jahresende, Abweichungen sind aber mög- lich.
   Die Kündigung sollte schriftlich per Einschreiben erfolgen, „aber erst, wenn der neue Vertrag auch abgeschlos- sen und von der neuen Versicherung bestätigt ist”. Außer der ordentlichen Kündigung zum Ende des Versicher- ungsjahres ist auch eine außerordentliche Kündigung möglich, wenn sich die Versicherungsbedingungen ver- schlechtern oder die Prämie erhöht. Auch dann gilt die Frist von einem Monat.
   Wer ein neues Auto kauft und versichert, ist ebenfalls nicht an die alte  Gesellschaft gebunden. Und auch nach einem Schadensfall können sich die Wege trennen. Auf der anderen Seite ist es aber manchmal auch möglich, die besseren Konditionen eines Mitbewerbers bei der eigenen Versicherung zu bekommen. Oft bieten die Unterneh- men einen außerordentlichen Rabatt oder bessere Bedingungen, wenn ein guter Kunde ein entsprechendes Ange- bot von der Konkurrenz hat.
   Wie sinnvoll Vergleich und Nachfrage sein können, zeigen zwei Extrembeispiele aus der Zeitschrift Finanztest: Für einen 53-jährigen Kommunalbediensteten, dessen Frau und Sohn das Auto ebenfalls nutzen, haben die Tester für Haftpflicht mit Vollkasko eine Spanne von 381 bis 1.444 Euro im Jahr ermittelt.  Und für einen 19-jährigen Fahranfänger  kamen sie nur für die  Haftpflicht auf 1.660 bis 4.646 Euro im Jahr. Wenn der junge Mann auch andere Personen ans Steuer lassen wollte, stiege die Spanne auf 1.896 bis 6.210 Euro. Der zehn Jahre alte Ford Ka, der dem Tarif des 19-Jährigen zugrunde liegt, kostet dagegen nur noch rund 4.000 Euro auf dem Gebraucht- markt. HAZRalfCKohlrausch071106

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Rabatte und Zuschläge

   Rabatte kann es für Wenigfahrer geben, die unter 6.000 oder 9.000 Kilometer im Jahr fahren, für minderjährige Kinder, Bahnkarten, bestimmte Berufsgruppen, Wohneigentum, Neuwagen oder Oldtimer. Auch langjährige Kun- den können solche Prozente erhalten, es gibt sie für Garagenfahrzeuge oder Carports und für Einschränkungen bei der Zahl der möglichen Fahrer sowie für Zweitwagen. In einigen Tarifen schreiben Versicherer den Kunden vor, in welchen Werkstätten Unfallreparaturen ausgeführt werden müssen, andere zahlen auch bei grober Fahrlässigkeit.
   Zuschläge kann es geben für Vielfahrer, besonders junge oder alte Versicherungsnehmer, exotische Autos, Fahrer,  die schon mehrere Schäden verursacht haben, für Versicherungsnehmer, die nicht Fahrzeughalter sind, Fahrer, die viel ins Ausland fahren oder die nur eine Versicherung bei der Gesellschaft haben.
   Unterschiede gibt es auch bei den enthaltenen Leistungen: Einige Versicherungen verlängern den Zeitraum, in dem sie bei Totalschaden oder Diebstahl den Neuwert ersetzen, schließen einen Mietwagen im Ausland in die Haft- pflichtversicherung ein (Mallorca-Police) oder schließen die Versicherungslücke bei Unfällen, die von - für deutsche Verhältnisse - unzureichend versicherten ausländischen Fahrzeughaltern verursacht wurden.
   Für Fahrer mit hohem Schadensfreiheitsrabatt können sich Rabatt-Retter lohnen, bei denen die Hochstufung in der Schadensklasse nicht mit einer Erhöhung der Prämie verbunden ist, außerdem kann bei höheren Schadensfrei- heitsklassen eine Vollkaskoversicherung billiger sein als eine Teilkasko.
   Die verschiedenen Optionen und die damit zum Teil verbundenen Einschränkungen sollten sorgfältig geprüft werden. Denn wer beispielsweise einen Selbstfahrertarif abgeschlossen hat und nach einer Feier nach Hause ge- fahren werden möchte, hat ein Problem. HAZRalfCKohlrausch071106  

So treten Eltern Kfz-Rabatte an ihre Kinder ab
Sinnvoll ist, die günstige Schadenfreiheitsklasse für einen Zweitwagen zu übertragen

   Autofahrer können ihre Schadenfreiheitsklasse auf den Nachwuchs übertragen. Kinder erhalten dadurch höhere Rabatte für unfallfreies Fahren, die Beitragssätze bei der Kfz-Versicherung sinken. Eltern müssen sich jedoch klar sein, dass sie ihren Status dadurch komplett abtreten: „Die Schadenfreiheitsklasse ist personengebunden. Verzichtet ein Autofahrer darauf, bekommt er sie nie wieder zurück", erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV).
   „Mögliche Empfänger sind Verwandte ersten Grades", sagt Boss. Je nach Versicherung kann die SF-Klasse nicht nur an Kinder, sondern auch an Geschwister, Enkel oder Lebenspartner übertragen werden. Zwar können junge Autofahrer ihren Kfz-Rabatt selbst einfahren. Doch viele Neulinge fahren mit einem Auto, das auf die Eltern versichert ist. Dadurch sammeln sie in der Regel keine Rabatt-Jahre, die von Versicherungen später anerkannt werden.
   Um ihren Kindern vergleichsweise günstige Einstiegskonditionen zu ermöglichen, gibt es für Eltern eine Hintertür. Häufig fahren Sohn oder Tochter den Zweitwagen von Vater oder Mutter. Bei mehreren Fahrzeugen gilt: Die SF- Klasse kann für das zweite Auto auf ein Kind übertragen werden, ohne dass der Halter seine Schadenfreiheitsklasse für den Erstwagen verliert. Die Übertragung der SF-Klasse ist grundsätzlich nur auf eine Person möglich. Eltern müssen bei der Versicherung ein Formular ausfüllen, die sogenannte SFR-Abtretung.  HA180715

Versicherungen verteuern Autotarife - Die Policen für Haftpflicht, Voll- und Teilkasko steigen
 im Durchschnitt um rund fünf Prozent. Ein Preisvergleich der Anbieter hilft Geld sparen

   An der Tankstelle müssen die Autofahrer schon seit Längerem tiefer in die Tasche greifen. Jetzt müssen sich die Autofahrer auch bei der Versicherung ihres Fahrzeuges auf höhere Beiträge einstellen. „Die Anbieter versuchen, höhere Prämien durchzusetzen", sagt Ivana Höltring, Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Nafi, die Kfz- Tarife vergleicht. „Im Marktdurchschnitt sehen wir eine Preissteigerung von rund fünf Prozent sowohl in der Haft- pflicht wie auch in der Voll- oder Teilkasko", sagt die Expertin.
   Das ist nicht verwunderlich, denn für viele Versicherer ist die Kfz-Sparte ein Verlustgeschäft. Doch warum liefert sich dann die Branche jedes Jahr einen gnadenlosen Wettbewerb um neue Kunden? „Die Versicherer hoffen, dass die Kunden neben der Autopolice auch noch andere Versicherungen beim Anbieter abschließen", sagt Höltring. So haben 63 Prozent der Kunden bei ihrem Kfz-Versicherer eine weitere Police abgeschlossen, am häufigsten eine Haftpflichtversicherung und eine Hausratpolice. Außerdem ist die Bereitschaft der Kunden, Tarife zu vergleichen, bei der Kfz-Versicherung besonders ausgeprägt. Knapp jeder dritte Autofahrer liebäugelt mit einem Wechsel in einen anderen Tarif oder zu einem neuen Anbieter.
   Denn auch wenn das Preisniveau im Durchschnitt steigt, kann es für den Einzelnen günstiger werden. Denn die Preisunterschiede sind enorm, wie die Beispielfälle zeigen. „Es lassen sich einige Hundert Euro sparen, ohne dass Leistungseinbußen hingenommen werden müssen, wenn man zu einem günstigeren Versicherer wechselt", sagt Höltring.
   Günstiger kann es in diesem Jahr auch für ältere und junge Fahrer werden, denn einige Versicherer haben eine neue Schadenfreiheitsstaffel (SF) eingeführt. Dazu zählen die Allianz, HUK-Coburg, HDI-Gerling, VGH und Itzehoer. „Die Bevölkerung wird immer älter, es gibt viele Fahrer, die mehr als 25 unfallfreie Jahre aufweisen", sagt Claudia Herrmann von der Allianz. Sie konnten ihre SF-Klasse und damit ihren Beitrag bisher nicht weiter verbessern, weil die Staffel nur bis 25 geht. Das bedeutet, die Prämie beträgt nur 30 Prozent des regulären Beitrags. „Jetzt werden bis zu 35 schadenfreie Jahre berücksichtigt", sagt Herrmann. „Der niedrigste Beitragssatz beträgt nur noch 25 Prozent." Da die neue Staffel, die einheitlich für Haftpflicht und Vollkasko gehandhabt und zunächst nur bei dem neuen Allianz-Tarif „Mein Auto" berücksichtigt wird, kann sich für ältere Fahrer ein Umstieg lohnen.
   Bei der HUK-Coburg sinkt der niedrigste Beitragssatz in der SF 35 sogar auf 20 Prozent. „Die Schadenfreiheit hat - neben der Typklasse - den größten Einfluss auf die Prämienhöhe", sagt HUK-Coburg-Vorstand Jörg Rheinländer. Auch Fahranfänger profitieren von der Streckung der SF-Staffel. Statt 140 Prozent in Klasse 1/2 zahlen sie bei der HUK-Coburg nur noch 75 Prozent und bei der Allianz 70 Prozent. „Tendenziell führt das zu preislichen Vorteilen für die Fahranfänger, auch wenn das Alter noch einen entscheidenden Einfluss auf die Prämie hat", sagt Herrmann.
   Wer keine Lust auf einen Wechsel verspürt, sollte zumindest versuchen bei der bisherigen Gesellschaft einen günstigeren Tarif zu bekommen. Häufig reicht schon das Bekunden der Wechselabsicht für ein günstigeres Ange- bot. Das gilt erst recht für Kunden, die schon lange bei einer Versicherung sind. Heute bestimmen vor allem individuelle Faktoren, wie hoch die Prämie ausfällt.
   „Die Prämien sind mittlerweile so stark auf den Einzelnen zugeschnitten, dass sich pauschal kaum noch sagen lässt, ob ein Anbieter insgesamt zu den teuren oder günstigen Versicherern gehört", sagt Ulrike Steckkönig von der Stiftung Warentest. Die Faktoren Garagenparker, Neuwagenbesitzer und Wenigfahrer (Grenze meist bei 9.000 Kilometern im Jahr) können zusammen durchaus zu 30 bis 40 Prozent Preisvorteil führen. Dagegen kann allein die Tatsache, dass der jüngste Fahrer 18 bis 21 Jahre alt ist, zu einem Zuschlag von 50 Prozent führen. Auch Viel- fahrer (mehr als 30.000 Kilometer) zahlen 30 Prozent mehr.
   Ein Vergleich im Internet für das individuelle Einsparpotenzial ist deshalb Pflicht. Möglich ist das zum Beispiel auf der Seite www.nafi-auto.de. Die Internetseite ist ein reines Vergleichsportal, enthält die meisten Tarife, profitiert auch nicht von der Vermittlung von Versicherungsverträgen und ist von der aktuellen Auseinandersetzung zwi- schen Versicherern und Vergleichsportalen wie Check 24 oder Transparo nicht betroffen.
   Eine erste Orientierung über günstige Anbieter bieten die Vergleichsfälle. HUK, ADAC und R+V 24 kristallisieren sich dabei als preisgünstige Versicherer heraus. Beim Wechsel der Versicherung  „aber sollte man erst die Zusage des neuen Versicherers haben", rät Steckkönig.  HA111018SteffenPreissler

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Was bei Policen wichtig ist

Neben dem Preis
  
muss auch auf die Leistungen einer Kfz-Versicherung geachtet werden. Das sind wichtige Kriterien:
Deckungssumme.
  
Optimal ist ein Betrag von 100 Millionen Euro. Der Eco-Tarif des ADAC reicht nur bis 50 Millionen Euro.
Neuwertentschädigung.
   Für Besitzer eines Neuwagens ist das wichtig. Üblich sind sechs Monate, bei manchen Tarifen sind bis zu 24 Mo- nate möglich.
Mallorca-Police.
In vielen Urlaubsländern liegt die Deckungssumme für Personenschäden unter 500.000 Euro. Die Police gleicht Differenzen zwischen aus- und inländischem Schutz aus.
Marderbiss.
   Gut ist eine Kasko, wenn sie nicht nur für den Marderbiss an Kabeln, sondern auch für die Folgeschäden auf- kommt.
Rabattretter.
   Ab Schadenfreiheitsklasse 25 schützt der Zusatzbaustein vor einer Prämienerhöhung, nicht aber vor einer Rück- stufung in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse.
Werkstattbindung.
  
Im Schadensfall muss das Auto bei Kaskoschäden in einer Partnerwerkstatt der Versicherung repariert werden.
GAP-Deckung.
Sie ist für Besitzer eines Leasingautos wichtig. Bei Totalschaden oder Diebstahl kann so die Lücke (GAP) zwischen den Leistungen der Versicherung und dem von der Leasinggesellschaft geforderten Ablösewert ausgeglichen werden. HA111018SteffenPreissler

Informationen zum Service Technik - Das öffentliche Auto 
Carsharing- und Mietwagen-Angebote werden flexibler

   Ein eigenes Auto kostet viel Geld. Laut ADAC sind es mindestens 200 Euro im Monat - sogar bei einem kleinen, gebraucht gekauften Wagen. Wer nur ab und zu ein Auto nutzt und nicht mehr als 10.000 Kilometer im Jahr fährt, für den lohnt sich der Umstieg auf Carsharing. Man muss sich um keine Reparatur und keine Wartung kümmern, ja sogar das Tanken und die Reinigung übernimmt der Carsharing-Anbieter.
   Der Markt für das Autoteilen ist in den letzten Jahren größer und vielseitiger geworden. Vielerorts haben die Kunden heute die Wahl zwischen unterschiedlichen Systemen.
Die Stadt-Flitzer
   In den Großstädten ist der Trend zum Verzicht auf das eigene Auto vorallem bei jungen Leuten am deutlichsten zu spüren. Hier versuchen nun einige Autohersteller mit modernen, flexiblen Konzepten die neuen Carsharing- Kunden zu gewinnen. BMW ist mit „DriveNow“ dabei und Daimler mit „Car2go“. Die Mietautos sind überall im Stadt- gebiet verteilt.
   Wer sich einmal angemeldet hat, kann jederzeit eines der Autos nutzen. Mit Hilfe einer App auf dem Smartphone, dem Internet, der Hotline oder einfach durch Umschauen findet man das nächste freie Auto. Am Ende der Fahrt wird der Wagen auf irgendeinem Parkplatz innerhalb des Stadtgebietes wieder abgestellt. Abgerechnet wird im Minutentakt. Vorteile: Die Wagen sind an keine Stationen gebunden. Man kann spontan buchen. Da nach Minuten abgerechnet wird, zahlt man nur für die tatsächliche Dauer der Fahrt. Nachteile: Bisher gibt es das Ange- bot nur in einigen Großstädten. Es stehen nur kleine Fahrzeugklassen zur Verfügung (Smart, Mini, 1er BMW).  Fazit: Ideal für kurze Strecken innerhalb einer Stadt.
Die Shopping-Begleiter
 Am weitesten verbreitet ist das klassische Carsharing, bei dem die Wagen an festen Verleihstationen stehen. Ne- ben regionalen Anbietern gibt es auch einige überregionale, deren Autos man in mehreren Städten nutzen kann. Kurzfristige Buchungen sind auch hier möglich. Abgerechnet wird nach Stunden oder Tagen.
   Vorteil: Man kann zwischen unterschiedlichen Fahrzeugklassen wählen.
   Nachteile: Die Autos müssen von den Stationen abgeholt und auch dorthin wieder zurückgebracht werden. Eine monatliche Grundgebühr fällt an.
   Fazit: Wer ein Auto regelmäßig für die gleichen Strecken nutzt oder etwas transportieren muss, der fährt dem klassischen Carsharing-Modell am besten.
Zwei Beispielrechnungen (monatliche Kosten):
6 Kurzfahrten/Monat (Jeweils 2-5 Kilometer)
Car2go/DriveNow: 15-18 Euro
Stationsgebundenes Carsharing: 19-33 Euro
4 Einkaufsfahrten/Monat
(Jeweils 5 km hin und 5 km zurück, 30 Minuten Parken)
Car2go/DriveNow: 35-37 Euro
Stationsgebundenes Carsharing: 16-27 Euro (Kleinwagen), 26-37 Euro (Mittelklasse)
Die Freizeitgestalter
   Für den Wochenendtrip ins „Grüne“ kommt auch ein normaler Mietwagen in Betracht. Denn bei einer Mietdauer von mehr als zwei Tagen ist er in der Regel preiswerter als ein Carsharing-Auto. Abgerechnet wird nach Tagen oder Wochen.
Seitdem viele Mietwagen-Firmen auch eine stundenweise Abrechnung zu akzeptablen Preisen anbieten, kann der Mietwagen dort eine Alternative sein, wo Carsharing-Angebote fehlen.
   Vorteile: Große Auswahl an Fahrzeugtypen. Viele Mietstationen.    Nachteil: Kurzfristige Buchung schwierig.
Die Kombination macht´s
   Wer auf das eigene Auto verzichtet, spart Geld, schont die Umwelt und kann trotzdem mobil sein, wenn er die unterschiedlichen Verkehrsmittel geschickt kombiniert. Kurze Wege legt man am besten zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Ansonsten haben Busse und Bahnen Vorrang. Für alles andere steht das Carsharing-Auto zur Verfügung. Viele Carsharing-Unternehmen bieten verbilligte Tarife für Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs und/oder für Bahn- kunden an. Da bleibt sogar noch Spielraum für die eine oder andere Taxifahrt.
Mehr Informationen
Verbraucherzentrale NRW zu Carsharing, www.vz-nrw.de/UNIQ133242303814012/link17149A.html
Stiftung Warentest zu Carsharing www.test.de/themen/auto-verkehr/test/Carsharing-Teile-und-spare-4330073-4339828/
Bundesverband Carsharing www.carsharing.de

  Mietwagen für wenig Geld      auto-HA-MarikeStucke-z

 Foto: Vergleichen lohnt sich: Abendblatt-Mitarbeiterin Marike Stucke bei der Mietwagensuche im Internet

   Marike Stucke, Mitarbeiterin im Hamburger Abendblatt, hat im Internet die Vergleichsportale verschiedener An- bieter getestet.  Ein Kurztrip ans Meer - die Monate Mai und Juni halten durch einige verlängerte Wochenenden gleich mehrere Möglichkeiten dazu bereit. „Komm, wir fahren am Wochenende an die Ostsee", sage ich zu meinem Freund. Gute Idee, findet auch er. Nachdem die Unterkunft organisiert ist, stellt sich die Frage, wie wir dorthin gelangen. Normalerweise würde ich für den Kurztrip zwei Bahntickets kaufen. Mit einem Auto wären wir aber flexibler und nicht nur an einen Ort gebunden. „Wir könnten ja auch einfach ein Auto mieten", schlage ich meinem Freund vor. Der zeigt sich allerdings wenig begeistert: „Ist das nicht viel zu teuer?"
   Ruft man im Internet die gängigen Seiten der Autovermieter auf, fällt die Kombination aus Mietpreis plus Sprit teilweise recht happig aus. Zusammen mit den Kosten für die Unterkunft könnten wir von dem Geld fast last- minute nach Spanien fliegen. Die weitere Recherche zeigt allerdings, dass es mehrere Webseiten gibt, die günstige Tarife anbieten: Vergleichsportale für Mietwagen. Hier schlägt das niedrigste Angebot für einen Kleinst- wagen mit rund 64 Euro zu Buche.
   Beim Vergleich der Angebote fallen verschiedene Buchungsmerkmale auf. Der günstigste „Kleinstwagen, 2-5 Türen, Polo-Klasse", wird dem Kunden nur mit einer einfachen Haftungsbeschränkung übergeben. Vollkasko und Diebstahl-Versicherung sind jeweils mit Selbstbeteiligung angegeben. Bei einem anderen, sehr günstigen Modell sind nur 600 Freikilometer inklusive. Deshalb sind diese Wagen auch nur mit „Basis Paket" deklariert. „Wir wollen die Angebote für die Kunden so übersichtlicher gestalten", erklärt Frieder Bechtel. Zur Auswahl stünden „Basis Paket", „Gutes Paket" oder „Bestes Paket". Bei Letzterem seien alle Leistungen enthalten - dazu keine Selbstbe- teiligung, keine Kilometerbegrenzung.
In der Hochsaison sind Kombis und Vans auch schnell mal ausgebucht
  
Das kostet dann auch etwas mehr. „Für den Fahrer ist dies aber dann gut, wenn er sich nicht mit einer Selbst- beteiligung von bis zu 2.000 Euro bei einem selbst verschuldeten Unfall belasten will", so Bechtel. Hier müsse Entspannungsfaktor gegen Spareffekt abgewogen werden. Auf jeden Fall lohnt der Vergleich mit anderen Portalen oder bekannten Mietwagenfirmen.
   Hätte man vielleicht noch mehr sparen können, wenn man sich nicht so spontan für den Kurztrip entschieden hätte? Einen Zusammenhang zwischen Preis und Buchungsdatum gebe es schon, erklärt Bechtel. „In den Monaten April bis September ist Hochsaison - sowohl im Ausland als auch im Inland. Natürlich sind die Mietwagen teurer, wenn man erst zwei Wochen vor Reisebeginn bucht." Gerade Kombis und Vans seien nur in kleinerer Stückzahl im Fuhrpark und dadurch auch schnell mal vergriffen. In den Monaten Oktober bis März mache der Buchungszeitpunkt aber preislich kaum einen Unterschied.
   Wer am Wochenende mieten möchte, für den gibt es noch andere Angebote. Die Firma „Enterprise Rent-A-Car" offeriert ein langes Wochenende (Freitag bis Montag) ab 14,99 Euro pro Tag. Insgesamt wären das gerade einmal 44,97 Euro. Auch hier liegt die Selbstbeteiligung bei einem selbstverschuldeten Unfall aber bei bis zu 2.000 Euro. „Sie ist bei den Wochenend-Angeboten höher, da dann erfahrungsgemäß weitere Strecken zurückgelegt werden und dies zu einer anderen Risikokalkulation führt", so die Firma auf Nachfrage. Dafür seien grundsätzlich alle Kilometer inklusive, und der Kunde werde im Service-Radius kostenlos abgeholt. Auch hier gilt:Wer vergleicht, spart.
   Letztendlich entscheiden wir uns für das Wochenendangebot mit dem Kleinstwagen. Die Überraschung beim Abholen des Wagens: Anstelle eines Kompaktautos steht ein Ford S-Max in Silbergau vor uns - ein Van für bis zu sieben Personen und mit 200 PS. Grund: Die Kleinstwagen-Flotte war überbucht, so bekamen wir ein größeres Modell für denselben Preis.
Im Internet gibt es eine große Auswahl an weiteren Vergleichsportalen. Dazu gehören unter anderem:
www.cardelmar.de,     www.check24.de  oder  www.rentalcars.de

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VW präsentiert auf der IAA die Studie L1.  Das Hybridfahrzeug wiegt nur 380 Kilo und verbraucht 1,38 Liter Diesel. - Vision Efficient Dynamics:  Die BMW-Studie wird von einem Turbodiesel und zwei Elektromotoren angetrieben. - Mercedes-Benz Bluezero: E-Cell Plus:Diese Studie fährt zuerst elektrisch,die Reichweite erhöht ein Bordgenerator. 

Der neue sparsame Autotraum  - Eindrücke auf der Internationalen Automobilausstellung IAA
 Klimawandel und Umweltschutz zwingen die Fahrzeugindustrie zum Umdenken. Die Wagen von morgen sind klein, spritarm und voll Elektronik. Die Ansprüche der Zukunft. Eine Analyse.
   „Wir müssen das Auto neu erfinden", ist Daimler-Ghef Dieter Zetsche überzeugt. Die Industrie entwickelt Hybrid-, Wasserstoff- und Elektromotoren und verabschiedet sich von der Abhängigkeit vom endlichen und immer teurer werdenden Öl. Aber auch das Image, das Aussehen und der Gebrauch von Fahrzeugen stehen vor einem grund- legenden Wandel. Die Revolution der Mobilität fordert die traditionellen Autobauer heraus - für einige wird dieser Wandel auch das Aus bedeuten. Experten sagen voraus, dass bis spätestens 2020 von den zwei Dutzend bedeutenden Herstellern nur noch die Hälfte überleben werden. Die Analyse des „Hamburger Abendblatt“ zeigt, wie das Auto von übermorgen aussehen könnte und sich die Branche verändern wird.
Trend zum Minimobil
   Immer mehr Menschen leben in Großstädten. Hier sind platzsparende Modelle gefragt. Der indische Hersteller Tata hat mit seinem Winzling Tata Nano für unter 2.000 Euro außerdem gezeigt, dass ein kleines, kostengünstiges Fahrzeug die mobile Antwort auf die Mobilitätsfrage in Schwellenländern darstellt. Weil in diesen Ländern mit dem wachsenden Wohlstand die Nachfrage stark ansteigt, dürfte sich die Zahl der Autos in zwanzig Jahren auf zwei Milliarden verdoppeln.
Umdenken für die Umwelt
  Herausforderung für die immer größer werdenden Autokonzerne werden immer kleinteiligere Umweltvorschriften. Welcher der Supertanker der Branche ist so flexibel, dass er sich auf die stets steigende Zahl der Gesetze ein- stellen kann, die immer mehr Staaten und sogar Kommunen erlassen? Außerdem müssen die Forscher bei der Entwicklung immer mehr über den Tellerrand hinausblicken und sich von alten Denkmustern lösen: Ein Beispiel aus der Vergangenheit ist das Bionic car vom Auto-Erfinder Daimler: Der Kofferfisch stand Pate für ein Auto, das strömungsgünstig und extrem leicht ist. Denn auch der Tropenbewohner bewegt sich mit geringstmöglichem Energieeinsatz durch die Korallengärten.
Billiger werden Autos nicht
  Im Jahr 2020 werden die Autobauer allein für den europäischen Markt Zusatzkosten für Umwelttechnik in Höhe  von  35 bis 50 Milliarden Euro zu stemmen haben, schätzt die Unternehmensberatung Boston Consulting. Die Kosten müssen die Konzerne zumindest zum Teil an die Kunden weitergeben.
Unterhaltung ist Trumpf
   Die Internetgeneration verlangt nach Fahrzeugen, die Unterhaltungseletronik auf höchstem Niveau bieten. Wenn mehr individueller Verkehr zu mehr Staus führt, soll die Zeit wenigstens genutzt werden. Auch für die Arbeit: BMW hat Studien von rollenden Büros in den Schubladen. Aber auch von Chamäleon-Mobilen, die für mehr Spaß auf der Straße sorgen: Die Hingucker können die Farbe ihrer textilen Außenhaut wechseln und heute in Rot, morgen in Weiß und übermorgen in Schwarz passend zum jeweiligen Outfit gefahren werden.
Abschied vom Statussymbol
    Der Imageverfall großer Geländewagen (SUV) deutet einen Wertewandel an: In Paris wird bei Jugendlichen das „Flachlegen" großer Geländewagen durch Reifenstechen zum Trendsport, in den USA sind Aufkleber mit dem Schriftzug „SUV saufen Terroristenöl" beliebt. Das Statusargument starker Motor dürfte zugunsten von gesell- schaftlich verantwortungsbewussten Fahrzeugen in den Hintergrund treten.
Roboter als Fahrer
   Autos sollen Menschen von A nach B bringen, und zwar selbstständig, und dabei den Weg finden, ihre eigenen Entscheidungen an Kreuzungen treffen, genügend Abstand halten und den Fahrer zur Not bei der Ankunft in der Garage wecken. An dieser Zukunftsvision arbeiten Roboterforscher der Stanford University. Ihr Ziel: Die Zahl der Unfälle senken, weil Maschinen weniger Fehler machen als Menschen. Allerdings haben die Hersteller Bedenken. Sie argumentieren, dass sich die Autofahrer den Fahrspaß nicht nehmen lassen wollen. Außerdem gebe es ein Haftungsproblem: Wer wäre an einem Unfall Schuld, der Fahrer, der Autobesitzer oder der Hersteller?
Auto repariert sich selbst
   Die Forscher von Daimler haben das Science-Fiction-Gefährt „Silverflow" entwickelt, das nicht nur seine Form je nach Fahrbedingung ändern kann: Es repariert sich sogar selber.
Trend zum Carsharing
   Der Verbraucher mietet das Auto per Handy, öffnet es auf dem Parkplatz mit seinem Führerschein und rechnet die Fahrtdauer minutengenau ab. Ein Verkehrskonzept der Zukunft könnte es den Menschen auch erlauben, zum Skifahren mit dem Geländewagen zu fahren, für den Sommerurlaub ein Cabrio zu nehmen und zum Shoppen in die überfüllte Großstadt ein Minimobil zu wählen. Für die Hersteller würde das bedeuten, langfristig nicht mehr Autos zu verkaufen, sondern eine bestimmte Mobilitätsleistung.
Autos für Senioren
    Schon 2008 waren 30 Prozent aller Autokäufer älter als 60 Jahre. Der Trend wird sich verstärken und provoziert neue Technologien: Der Computer sucht die Parklücke, manövriert durch komplizierte Kreuzungen und warnt den Fahrer beim Sekundenschlaf. Kameras und Radarsensoren sehen Fußgänger und Radfahrer früher als jeder Mensch und helfen gerade den immer zahlreicher werdenden älteren Autofahrern.
Konkurrenz aus Fernost
   Die weltweite Nachfrage wird weiter wachsen, 2020 dürften weltweit 70 Millionen Neuwagen verkauft werden, 22 Prozent mehr als 2008. Auch in den gesättigten Märkten Europas dürften Ökosubventionen oder -strafen die Kunden zum Neuwagenkauf bewegen. Die Branche dürfte daher auch in Deutschland immer noch weit mehr als eine Million Menschen beschäftigen und eine der Schlüsselindustrien bleiben. Regionen mit Newcomern in der Autobranche werden dagegen einen Ausleseprozess erleben: In China gibt es derzeit noch rund 200 verschie- dene Autohersteller. Die großen unter ihnen dürften auf westliches Know-how schielen und weiter zukaufen. Chinesen hatten in der Vergangenheit bereits Rover gekauft, Tata aus Indien übernahm Land Rover und Jaguar.
Revolution bei Zulieferern
   Der derzeit sich ankündigende Systemwechsel zur Elektromobilität wird besonders auch bei den Zulieferern zu massiven Einschnitten und Veränderungen führen, sagte Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen-Geislingen dem Hamburger Abendblatt. Bosch muss keine Einspritzpumpen mehr bauen, Eberspächer wird seine Abgasreinigungsanlagen nicht mehr absetzen können, Kolbenschmidt wird mit Kolben keine Chance mehr im Markt haben. Diese Produkte werden mit dem Ende des Verbrennungsmotors, das mit dem Versiegen der Ölquellen unvermeidlich ist, zum Fall für das Automuseum. HA090914MelanieWassink

„Keiner kann auf Dreizylinder verzichten"   auto-FerdinandDudenhöffer-x     Ferdinand Dudenhöffer CAR-Institut

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Dreizylinder-Motor?
   Das große Thema heute ist, den Treibstoffverbrauch zu senken und emissionsloser zu fahren. Da hat der Drei- zylinder viel Potenzial. Der Dreizylinder wird in der Zukunft an Bedeutung gewinnen, da er leichter ist und mit den modernen Einspritz- und Aufladesystemen dieselbe Leistung bringt, die wir zuvor bei Vier- und gar Sechszylindern gesehen haben.
Werden Dreizylinder künftig auch in der Mittel- und Oberklasse zu finden sein?
   In der Mittelklasse auf jeden Fall, also beim VW Passat, Audi A4 oder 3er BMW. Das ist sehr gut vorstellbar. Bei Ford wird der Mondeo mit dem neuen Dreizylinder in absehbarer Zeit kommen. Also, der Dreizylinder wird auch in der oberen Mittelklasse kommen.
Stichwort Flottenverbrauch: Müssen zukünftig alle Hersteller auf Dreizylinder-Motoren setzen?
   Ich denke schon, dass das ein Trend wird, bei dem alle Hersteller in der Zukunft, zunächst in Europa, später dann auch in den USA und China auf moderne Dreizylinder setzen werden. Darauf kann kein Hersteller verzichten.
Wie lautet Ihre Einschätzung zur Langlebigkeit der Dreizylinder?
   Noch sind die Dreizylinder-Motoren ja nicht so stark verbreitet, doch ich gehe davon aus, dass die modernen Motoren ebenso langlebig sind wie die bisher üblichen. Moderne Technologie und neue Werkstoffe helfen uns, dieses Aggregat trotz starker Aufladung dauerhaft fahren zu können. HAZ121020Interview:MarkusBeimsechen? Dreimal darf man raten. FAZ080906fbs 

Warum immer weniger Privatleute Neuwagen kaufen
Studie erklärt Negativrekord: Gute Alternativen und geringes Interesse junger Menschen

   Das Auto mag noch des Deutschen liebstes Kind sein, für ein nagelneues Fahrzeug extra zu zahlen, dazu sind viele nicht mehr bereit. Nur gut ein Drittel (36,8 Prozent) aller Neuwagen wurden 2014 auf Privatkunden zugelassen. Ein Negativrekord, meint Autoexperte Fer­dinand Dudenhöffer. Das sei auch ein Indikator dafür, dass der Markt satt sei.
   Seit 1990 wurden in Deutschland nicht mehr so wenige Neuwagen privat zugelassen, wie in diesem Jahr. Ein langfristiger Trend: Mit Ausnahme des Abwrackprämien-Jahres 2009 sinkt der Anteil der Privatkunden am deutschen Neuwagenmarkt, 1990 betrug er noch 63,3 Prozent.
   Den ersten strukturellen Rückgang verzeichnet Dudenhöffer um 1995, als der Nachholbedarf in den neuen Ländern gedeckt war - mit der Wiedervereinigung war die Nachfrage dort erheblich angestiegen. Zudem sei in den letzten 25 Jahren der Anteil der persönlich zugeordneten Dienstwagen, die auch privat genutzt werden, gestiegen, teilweise wurden so private Autos durch Firmenfahrzeuge ersetzt.
   Das deutlich gewachsene Angebot an alternativen Mobilitätsangeboten - Mietwagen, Carsharing, ausgebauter ÖPNV, vergünstigte Flugverbindungen - lassen Jahreskilometerleistungen der privaten Fahrzeughalter sinken. „Da Fahrzeuge nach dem Tacho altern und nicht unbedingt nach der Zeit, reduziert sich der jährliche Ersatzbedarf der Privatkäufer", sagt Dudenhöffer. Hinzu kommt, dass für junge Menschen, besonders in Großstädten, ein eigenes Auto nicht mehr so wichtig ist. HA141203SP-X 

Ehemaliger Autohändler steigt in Internethandel ein

  Die RaffayGmbH&Co. KG, einst Hamburger Autohändler mit Marken wie VW, gehört seit Kurzem zum Gesell- schafterkreis von MeinAuto. de, einem Internetvermittler von Neuwagen. Damit engagiert sich die Raffay Unter- nehmensgruppe erstmals wieder in der Automobilbranche. „Das Internet als Verkaufskanal wird für den Neu- wagenhandel in den nächsten Jahren enorm an Bedeutung gewinnen", sagte Jochen Gutbrod, Vorsitzender der Geschäftsführung. HA120404

Autokauf über das Internet macht Händlern das Leben schwer

   Heute gibt es kaum noch einen Artikel, der nicht problemlos über das Internet zu bestellen wäre. Sogar vor Autos macht die Entwicklung nicht Halt, auch wenn sie vergleichsweise langsam voranschreitet. „Das Auto ist das teuerste und beratungsintensivste Konsumgut, das es gibt", sagt Andreas Partz, Sprecher der MeinAuto GmbH. Und entsprechend groß seien die Hemmungen der Kunden, vom angestammten Autohaus zum unbekannten Onlineportal zu wechseln, auch wenn dort höhere Rabatte winken.
   Gut 50.000 Fahrzeuge wurden nach Branchenschätzungen im Jahr 2012 über das Internet an Privatleute ver- kauft. Das sind vier Prozent aller 1,2 Millionen Neuzulassungen, die das Kraftfahrt-Bundesamt Privatfahrern zugerechnet hat. „Gegen den Trend" einer allgemein schwachen Nachfrage erwartet Hermann Wolters vom Portal Carneoo in diesem Jahr etwa 80.000 Onlineverkäufe. Jeder fünfte deutsche Autofahrer (22 Prozent) hat nach einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Accenture schon einmal online ein Fahrzeug gekauft, aber nur jeder neunte einen Neuwagen.
   Onlinevermittler wie MeinAuto, Autohaus24 oder Carneoo locken die Kundschaft mit Preisnachlässen von bis zu 40 Prozent. Sie unterbieten damit den Händler vor Ort. Die Portale fungieren als Makler. Die Fahrzeuge liefern etwa 240 Autohändler, die möglichst große Stückzahlen loswerden wollen, um dafür von den Herstellern Boni zu kassieren.  Die  Vermittlerportale erhalten eine Provision, nach Wolters' Angaben 1,35 bis 1,85 Prozent vom Listenpreis.
   „Wir dürfen das nicht einfach so auf uns zukommen lassen", warnt der Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes, Robert Rademacher. Er schlägt vor, dass die Hersteller mit ihren Vertragshändlern eigene Marken-Internetportale etablieren. Diese müssten, anders als bislang üblich, alle Informationen und Transaktionsmöglichkeiten bieten. Der Kunde soll sein Auto mit allen Wunschdetails zusammenstellen, zugleich Preise und Lieferzeiten der Händler sehen und dann einen Händler aussuchen können. „Das Projekt ist zum Scheitern verurteilt", sagt Wolters vom Portal Carneoo. Abgesehen von den höheren Rabatten sei es nur auf ihren Webseiten möglich, für eine Wagenklasse die Modelle verschiedener Hersteller nach Preis und Ausstattung zu vergleichen.  HA130213BerndRöder

Autohändler in Angst - Im Internet machen Neuwagenvermittler wie Meinauto.de
den etablierten Autosalons immer erfolgreicher das Geschäft streitig.

   Alexander Bugge hätte nie davon geträumt, dass sein Geschäftsmodell derart gut ankommen würde. „Noch im Jahr 2007 war das nur eine Idee in meinem Kopf, erzählt der erst 33 Jahre alte Unternehmer. Bugge gehört der in Köln angesiedelte Internet-Neuwagenvermittler Meinauto.de. Gut 80 junge Leute - im Durchschnitt sind sie gerade einmal 27 Jahre alt - arbeiten für ihn. Die meisten waren vorher Verkäufer bei einem Vertragshändler oder haben in einem Call Center Kunden bedient. Jetzt stellen sie ihre Überzeugungskünste in den Dienst eines neuen Arbeit- gebers. Kunden stellen sich auf dem Neuwagenportal ihr Wunschfahrzeug per markenübergreifendem Konfigu- rator zusammen, erhalten hauptsächlich über Telefon eine unabhängige Kaufberatung und kaufen über den Ver- mittler zum Internetpreis im Autohaus.
   Die Schreibtische mit Computern und Telefon-Headsets der Meinauto-Leute belegen inzwischen schon zwei Etagen im Kölner Bürohochhaus „Patrizia Towers". Vom Stadtteil Ehrenfeld aus, einem ehemaligen Arbeiterviertel, rollt der junge Trupp im Moment die Autohändler-Branche von hinten auf: Im vergangenen Jahr wurden über die Internetseite Meinauto.de 10.000 Neuwagen an den Kunden gebracht, in diesem Jahr sollen es schon 15.000 werden. Damit wäre Meinauto.de der viertgrößte Neuwagenhändler in ganz Deutschland - hinter der Gottfried Schultz GmbH & Co. KG in Ratingen.
   Tatsächlich versetzt der schnelle Erfolg von Meinauto.de schon die gesamte Autohändlerbranche in Aufruhr. Denn wie sollen sich die teuren Paläste aus Glas und Stahl rentieren, wenn die Leute ihren Wagen nach der Probefahrt dann doch einfach im Internet zum billigsten möglichen Preis bestellen. Wer genau weiß, welches Modell er will, und deshalb keine Probefahrt benötigt, bekommt seinen Neuwagen im Internet - ohne zu ver- handeln - mit einem Abschlag von etwa 15 Prozent auf den Listenpreis. „Nur das fehlende Vertrauen und die mangelnde Erfahrung hält viele Leute noch davon ab, bei uns zu kaufen", sagt Bugge.
   „Die Kunden wollten umfänglich beraten werden und kamen dazu gerne ins Autohaus", sagt Ulrich Fromme. Der Vizepräsident des Autohändlerverbands ZDK erinnert sich, „wie Mitte bis Ende der neunziger Jahre dann auch Kunden mit Ausdrucken aus dem Internet zu uns kamen". Mittlerweile jedoch kommen immer weniger Kunden ins Autohaus. Wer unter 30 Jahre alt ist, konfiguriert sein neues Auto unbeeinflusst von Ladenöffnungszeiten abends um 23 Uhr auf dem Computer. Es ist dann nur noch ein kleiner Schritt, auch noch auf die Probefahrt zu verzichten.
   Leute, die das übers Herz bringen - weil sie eine weniger emotionale Bindung zum Auto haben -, sind Kunden von Meinauto.de. Sie probieren den Wagen ihrer Wahl bei einem Händler vor Ort aus und kaufen ihn dann im Internet - da, wo er am billigsten ist. Anbieter wie Meinauto.de verhandeln günstige Preise mit ihren Partner- händlern und geben diese Preise, abzüglich einer Provision von ein bis zwei Prozent, an die Kunden weiter. Ausgeliefert wird das Auto dann wieder vor Ort.
   Tatsächlich haben die etablierten Händler sogar einen Anreiz, mit Meinauto.de zu kooperieren. Denn je mehr Autos ein Händler verkauft - egal ob im eigenen Salon oder über einen Internetvermittler -, eine desto höhere Marge je Fahrzeug gewährt ihm der Autohersteller. Die Vertragskonditionen der Branche treiben somit die Händler in die Arme der Internetvermittler,die wiederum das traditionelle Handelsgeschäft unter Druck setzen.
   Entsprechend düster sieht es schon seit Jahren für die Gilde der Autohändler aus. Gut 38.000 Kraftfahrzeug- betriebe - also Händler und Werkstätten - gibt es noch in Deutschland. Die Zahl der Beschäftigten ist jedoch in den vergangenen 15 Jahren von 540.000 auf 460.000 zurückgegangen. Von dem Gedanken, mit dem Autohandel Geld zu verdienen, haben sich viele Betriebe verabschiedet. Zwar lag die Umsatzrendite im Jahr 2010 mit 2 Prozent so hoch wie seit über zehn Jahren nicht mehr - war aber dennoch kaum auskömmlich.
   Ein Teil der schwierigen wirtschaftlichen Situation vieler Autohändler ist auch auf die Vorgaben der Hersteller zurückzuführen. Sie fordern von den Händlern kostspielige Glaspaläste, die den Kunden das Gefühl für eine Marke vermitteln sollen. Nach Einschätzung von ZDK-Präsident Robert Rademacher kommt es jedoch darauf an, für jeden Standort die angemessene Größe zu wählen. „Ein gutes Vorbild für uns kann die katholische Kirche abgeben: Sie baut Kathedralen in den Metropolen, Kirchen in den Städten und Kapellen auf dem Land", sagt Rademacher. FAZ120427ChristophRuhkamp

Neuwagenkauf im Internet - Warum Autohändler besser werden müssen

   Ohne die beliebte Probefahrt sähe es schon viel düsterer aus: Autohändler müssen sich anstrengen, gegenüber den Online-Kanälen nicht zurückzufallen. Amazon lauert in Japan.
   Viel zu viele potentielle Autokäufer sind von der Beratung im Autohaus nicht angetan - und immer mehr Menschen können sich im Gegenzug vorstellen, ihr Auto auch über das Internet zu kaufen. Dabei gilt: Je mehr Geld ein Autokäufer verdient, desto stärker sieht er das Internet als brauchbaren Weg an,  ein neues Fahrzeug zu erwerben. Insofern ist es kein Wunder, dass BMW seit einiger Zeit versucht, sein Modell „i3" in Japan auch über den Online- Händler Amazon an die Frau oder den Mann zu bringen.
   Über den reinen Kaufprozess hinaus gilt, dass Hersteller und Autohäuser im Meinungsbildungsprozess der Verbraucher zunehmend mit dem Internet konkurrieren. Ob Testbericht, Blog-Beitrag oder Forendiskussion: Nie war es für den Konsumenten einfacher, neben Hersteller- und Händlerinformationen auch auf weitere Entscheidungshilfen zurückzugreifen. Die Kunden tun dies ausgiebig. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 1000 Privatpersonen, die im Juni dieses Jahres im Auftrag der Lease Trend AG durchgeführt wurde. Dabei wurden Personen, die den Kauf eines Fahrzeugs planen oder vor kurzem ein Fahrzeug gekauft haben, befragt.
   Mit dem Entschluss, sich ein neues oder gebrauchtes Auto zu kaufen, fängt die Planung an. Dabei sind vor allem die Kosten von Interesse: Rund drei Viertel der Neuwagenkäufer holen im Vorfeld die Preise ein. Darüber hinaus erkundigen sie sich über die Ausstattungsmöglichkeiten (62 Prozent), die laufenden Kosten und den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch (je 59 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Gebrauchtwagenkäufern, von denen sich gut drei Viertel über die Preise erkundigen. Noch wichtiger ist ihnen allerdings der Zustand des Fahrzeugs, der für die Preisverhandlungen entscheidend ist. Am wenigsten befassen sich die Käufer dagegen mit den Finanzierungsmöglichkeiten: Lediglich ein gutes Drittel der Neuwagenkäufer und jeder vierte Gebrauchtwagenkäufer erkundigen sich im Zuge der Informationsbeschaffung über Finanzierungsmodelle.
   Dabei hat das Internet den Autohänd­ler, Familie und Bekannte mittlerweile als Informationsquelle abgelöst. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Neuwagen­käufer und vier Fünftel (81 Prozent) der Gebrauchtwagenkäufer nutzen gezielt das Internet bei ihrer Recherche. Obwohl sich die Käufer zunächst online informieren, tauschen sich gut 40 Prozent der Neu- oder Gebrauchtwagenkäufer aber auch noch mit den Händlern vor Ort aus.
   Für Neuwagenkäufer sind die Internetauftritte der Hersteller bei ihrer Online- Recherche im Internet dennoch der wichtigste Anlaufpunkt geworden: Gut jeder Zweite informiert sich auf den jeweiligen Web-Präsenzen. Sie werden beim Kauf eines neuen Fahrzeugs sogar häufiger konsultiert als Suchmaschinen (50 Prozent) oder die Online- Angebote der Händler (46 Prozent). Bei den Gebrauchtwagenkäufern sind dagegen unabhängige Autobörsen und Online-Portale (63 Prozent) die Informationsquelle der ersten Wahl. Mehr als die Hälfte recherchiert darüber hinaus bei Suchmaschinen wie Google, während 41 Prozent sich auch bei Testberichtportalen und 38 Prozent bei unabhängigen Vergleichsportalen schlaumachen.
   Auch die direkten Erfahrungen anderer Kunden dienen mittlerweile als Entscheidungshilfe beim Autokauf. So gaben 25 Prozent der Neuwagen- und 36 Pro­zent der Gebrauchtwagenkäufer an, auch in Automobilforen und Blogs nach Informationen zu stöbern. Diese Varianten des „Mitmachwebs" spielen bei der Entscheidungsfindung somit eine größere Rolle als Online-Fachmedien: Nur jeder vierte Neuwagen- und jeder fünfte Gebrauchtwagenkäufer nutzt die Websites der Fachzeitschriften als Informationsquelle.
   Obwohl das Internet beim Autokauf also immer mehr Bedeutung gewinnt, bleibt der Markenhändler aber die erste Wahl - jedenfalls noch: Während 93 Prozent der befragten Autokäufer ihren Neuwagen beim niedergelassenen Händler vor Ort erwerben, setzen lediglich 6 Prozent auf den Online-Kauf über ein Portal oder beim Hersteller. Bei den Ge­brauchtwagenkäufern zeigt sich dagegen eine heterogenere Verteilung: 35 Prozent von ihnen kaufen ihr Fahrzeug beim Markenhändler, 31 Prozent von Privat und 25 Prozent beim freien Gebrauchtwagenhändler. Das große Plus der Händler: Beim Autokauf ist die Probefahrt nach wie vor unverzichtbar. Sie ist für fast jeden zweiten Autokäufer das Alleinstellungsmerkmal des Händlers vor Ort. Dies gilt vor allem für Gebrauchtwagenkäufer, von denen 56 Prozent die Testfahrt als entscheidenden Vorteil des stationären Handels einstufen. Doch in Zeiten des wachsenden On-line-Angebots, gestiegener Kundenerwartungen und sprunghaften Medienverhaltens gilt es mehr denn je, eine hohe Beratungsqualität zu bieten. Und dies scheint den meisten Verkäufern zwar meistens, aber doch viel zu selten zu gelingen: Nur drei Viertel der befragten Neuwagenkäufer sind mit der Beratungsleistung ihres Autohändlers zufrieden. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt fühlen sich nur 62 Prozent der Käufer von ihren Händlern gut beraten.
   Somit wundert es nicht, dass sich jeder zweite Befragte grundsätzlich vorstellen kann, sein nächstes Fahrzeug online zu erwerben. Dies gilt vor allem für Männer (49 Prozent) und Neuwagenkäufer (53 Prozent), von denen jeder zweite den Vertriebskanal für sich nutzen würde. Dagegen ziehen nur 38 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer den Online-Kauf eines Autos vor. Dabei variiert die Aufgeschlossenheit mit dem Alter der Befragten: Nahezu jeder zweite Autokäufer unter 50 Jahren würde beim Autokauf online gehen, während bei den über 50-Jährigen noch immerhin 41 Prozent ihre Bereitschaft signalisieren.
   Gleichzeitig korreliert die Bereitschaft zu einem Autokauf im Internet mit dem Gehalt: Während nur 40 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Netto- Haushaltseinkommen von bis zu 2.000 Euro den nächsten Autokauf im Netz tätigen würden, ziehen dies 58 Prozent der „Besserverdiener", deren Gehalt über 4.000 Euro liegt, in Betracht.
   BMW testet derzeit in Asien neue Vertriebswege wie zum Beispiel den Online-Händler Amazon, um die Marktabdeckung zu erhöhen. Doch wer würde hierzulande sein Auto in den Amazon-Warenkorb legen? Die Antwort: Ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, das Traumauto bei einem entsprechenden Angebot direkt bei einem solchen Online-Händler zu kaufen, der mit Autos bisher nichts zu tun hatte. Dies gilt vor allem für Neuwagenkäufer, von denen 41 Prozent dem Versandhändler eine Chance geben, während es bei den Gebrauchtwagenkäufern nur 28 Prozent sind.
   Auch hier zeigen sich Unterschiede bei Geschlecht und Alter: Während mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Männer den Kauf über Amazon tätigen würde, wären nur 27 Prozent der Frauen dazu bereit. Dabei zeigen die Befragten in den Altersklassen bis 30 Jahre (37 Prozent) und 41 bis 50 Jahre (38 Prozent) höhere Bereitschaft als die Autokäufer über 50 Jahre (29 Prozent). Gleichzeitig korreliert die Bereitschaft für den Amazon-Kauf mit dem Gehalt. Vor allem Autokäufer mit höherem Netto-Haushaltseinkommen zeigen Interesse. Nahezu die Hälfte der Autokäufer mit einem monatlichen Einkommen über 4.000 Euro steht dem neuen Verkaufskanal offen gegenüber. FAZ150716kno

CBAutoIntern-xx

   Nur Mut: Wer einen Neuwagen im Internet sucht, findet keine skurrilen Gefährte, sondern satte Rabatte. Auf welchen Seiten die beliebtesten Fahrzeuge besonders günstig sind, verrät COMPUTERBILD.
   Listenpreis? Zahlt kein Mensch für ein neues Auto. 5 bis 10 Prozent Rabatt? Schon besser. Aber wer richtig sparen will, sucht seinen Neuwagen im Internet und spart locker 20 oder sogar knapp 30 Prozent. Auf welchen Internetseiten sie die besten Schnäppchen finden und worauf Sie beim Kauf achten sollten, lesen Sie hier.
Welche Vorteile bringt der Autokauf im Internet?
 Probefahrten gibt's zwar nicht per Internet, aber im Netz finden Sie alle Informationen und die günstigsten Preise für Neuwagen.
> Automagazine bieten Informationen und Tests zu allen gängigen Neuwagen-Typen.
> Auf den Herstellerseiten können Sie Ihr Wunschauto mit allen Extras zusammenstellen. Sie sehen es meistens in Ihrer Wunschfarbe und erfahren den Listenpreis.
> Bei Online-Autobörsen lassen sich Autos nach vielen Kriterien suchen und Preise vergleichen.
Wo finde ich günstige Neuwagen im Internet?
Es gibt unterschiedliche Arten von Online-Händlern und -Marktplätzen für den Autokauf.
> In Autobörsen wie Autoscout24.de oder Mobile.de bieten Privatleute und Händler Gebrauchtwagen an. Daneben gibt's dort auch Händler-Angebote für Neuwagen. Die Suche nach „Neuwagen” und „Händlerangeboten” bringt nur die passenden Anzeigen auf den Schirm. In vielen gewerblichen Anzeigen weisen Angaben wie „Bestell- beispiel” oder „Irrtum/Zwischenverkauf vorbehalten” darauf hin, dass das Angebot nicht verbindlich ist. Meist be- sorgt der Händler das Auto erst, wenn ein Kunde es bestellt. Viele Händler berücksichtigen auch Ausstattungs- wünsche des Kunden. Der Kaufvertrag kommt erst zustande, wenn der Händler die Bestellung bestätigt.
  Auch Rabattvermittler wie Meinauto.de oder Neuwagenschnaeppchen.de handeln mit Neuwagen. Sie bieten Autos vieler Marken mit Rabatten an, die meist über den Nachlässen der Autohäuser liegen. Dabei arbeiten sie mit Ver- tragshändlern zusammen, mit denen der Kaufvertrag zustandekommt. Der Kunde kann die Ausstattung selbst zusammenstellen und erfährt dabei gleich den Preis für den Wagen. Manche Vermittler bieten Neuwagen unter bestimmten Bedingungen besonders günstig an.
   Bei Neuwagenschnaeppchen.de etwa sind Autos von Ford,  Opel und einigen anderen Marken am billigsten, wenn sie für die ersten sechs oder zwölf Monate auf einen Händler angemeldet sind. Mercedes-Fahrzeuge gibt's billiger, wenn sie bei der Lieferung eine Tageszulassung erhalten. Abgesehen vom Eintrag in den Fahrzeugbrief entsteht dem Kunden dabei kein Nachteil.
Welche Autoarten gibt es?
> Neuwagen haben ein deutsches Serviceheft, einen Fahrzeugbrief und waren noch nie angemeldet. Meist werden Neuwagen auf Bestellung hergestellt.
> Lagerfahrzeuge hat der Händler dagegen vorrätig. Vorteil: Sie sind schnell lieferbar. Dafür lässt sich die Aus- stattung nicht frei wählen.
> EU-Neuwagen sind ebenfalls fabrikneue Autos, die in Dänemark, Holland oder anderen europäischen Ländern billiger sind als in Deutschland. Sie werden mit Importpapieren, der sogenannten COC-Bescheinigung, eingeführt. Damit erstellt die Zulassungsstelle den Fahrzeugbrief. Es gibt zwei Einfuhrmethoden: Der Anbieter vermittelt einen Vertrag zwischen dem Käufer und einem Händler im Ausland. Oder der Anbieter kauft Autos im Ausland und verkauft sie weiter. Das ist für den Kunden sicherer, denn so ist sein Vertragspartner ein deutscher Händler. COMPUTERBILD untersuchte deshalb nur die Preise solcher EU-Neuwagen.
> Tageszulassungen hat der Händler für einen Tag angemeldet, aber nicht gefahren - ein Trick, mit dem Hersteller ihre Marktanteile in der Zulassungs-Statistik erhöhen. Die Fahrzeuge sind mit Neuwagen vergleichbar, wenn die Zulassung nicht zu lange her ist.
> Noch günstiger sind Kurzzulassungen oder Vorführwagen, die für Probefahrten im Autohaus dienten. Sie gelten aber meist als Gebrauchtwagen.
Sind Internetautos immer billiger als beim Händler?
   In der COMPUTERBILD-Untersuchung waren alle Autos über Online-Händler oder -Vermittler günstiger zu haben als bei Vertragshändlern. Je nach Marke variieren die Rabatte: Für einen Mini gab's maximal 7,8 Prozent, bei Opel oder Ford waren mehr als 20 Prozent drin. Üblicherweise lässt aber auch der Vertragshändler nach dem ersten Angebot noch mit sich reden.
Wie komme ich zu meinem Neuwagen?
   Auch ein im Internet gekauftes Fahrzeug müssen Sie bei dem Händler abholen, der das Auto verkauft. Rechnen Sie deshalb die Reise zum Händler und zurück in den Kaufpreis mit ein. Manche Händler bieten eine Lieferung gegen Aufpreis an.
   Wer über einen Rabattvermittler bestellt, kauft das Autos zwar meist über einen Vertragshändler, er muss es aber direkt beim Hersteller abholen, etwa bei Volkswagen in Wolfsburg. Einige Händler schicken auf Wunsch vor der Abholung den Fahrzeugbrief zu. So kann man das Auto anmelden und mit Kennzeichen abholen. Alternativ gibt's so genannte Kurzzeit-Kennzeichen.
Wie und wann muss der Wagen bezahlt werden?
   Bezahlt wird bei der Übergabe. Händler erwarten Barzahlung oder einen von der Bank bestätigten Scheck. Anzahlungen sollten Sie auf keinen Fall leisten. Nur bei Werksabholung ist der Kaufpreis vorab fällig, sobald das Auto dort zur Abholung bereitsteht.

Rechtsanwalt Christian Oberwetter: CBChristianOberwetter Rechtliche Fragen zum Autokauf

Wie unterscheiden sich Neuwagen von Tageszulassungen?
   Autos gelten als Neuwagen, wenn sie maximal einen Monat alt sind und weniger als 1.000 Kilometer gefahren wurden. Das ist entscheidend für die Versicherung. Bei Totalschaden zahlen Haftpflicht- und Kasko-Versicherung den vollen Kaufpreis, solange das Auto als Neuwagen gilt. Eine Tageszulassung von über einem Monat ist also kein Neuwagen.
Welche Garantien haben Käufer von EU-Importautos?
 Der Kunde hat zwei Ansprüche: die Herstellergarantie und die Gewährleistung des Händlers. Kauft man einen EU- Neuwagen über einen Vermittler bei einem Händler im Ausland, dann trägt dieser Händler die Gewährleistung: Er muss nachbessern oder das Auto zurücknehmen, wenn es Mängel hat. Dabei gilt ausländisches Recht, ein Ver- fahren kann kompliziert werden. Besser ist der Kauf bei einem deutschen Händler. Er trägt die Gewährleistung nach deutschem Recht und muss das Auto im Falle eines Mangels zurücknehmen. Die Garantie unterscheidet sich nicht: Neuwagen haben meist eine europaweite Herstellergarantie. Der Kunde sollte deren Bedingungen beim Hersteller erfragen und sich bestätigen lassen, dass deutsche Vertragswerkstätten Garantieleistungen über- nehmen.
Hat der Kunde das Recht, genau das Auto zu bekommen, das ein Händler im Internet anbietet?
   Im Prinzip ja. Haben Angebote aber Vermerke wie „Bestellbeispiel” oder „Zwischenverkauf vorbehalten”, dann kommt ein Kaufvertrag erst zustande, wenn der Käufer das Produkt bestellt und der Händler die Bestellung be- stätigt. So wird vermieden, dass mehr Wagen bestellt werden als der Händler liefern oder bestellen kann. Lockt der Händler aber mit Preishämmern nur Kunden an, um ihnen andere Fahrzeuge zu verkaufen, können etwa Verbraucherverbände ihn abmahnen. Er darf dann nicht mehr in dieser Form werben.

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Die günstigsten Autoanbieter im Internet
   Hier lohnt sich die Suche nach günstigen Autos: Bei den acht Autobörsen und -Vermittlern auf dieser Seite fan- den die COMPUTER-BlID-Experten besonders günstige Angebote. Alle boten mindestens ein Auto zum Bestpreis. Bei zwei weiteren Internethändlern waren die Konditionen weniger attraktiv:
> Der Online-Rabattvermittler pkw-rabatt.de bot zwar ansehnliche, aber bei keinem der abgefragten Modelle die besten Nachlässe für Neuwagen.
> Bei motors.ebay.de gab's nur sehr wenige Neuwagen-Angebote. Dafür erschienen nach Suchanfragen häufig Verweise auf Angebote der Seite mobile.de.
autobild.de
   Auf dieser Seite gab's neben Tausenden gebrauchten auch viele EU-Neuwagen. Eine spezielle Neuwagen-Suche war leider nicht möglich, auch Modellvarianten wie „Sports-line” ließen sich nicht eingeben. Die Seite merkte sich die letzten drei Suchanfragen. So ließ sich die Suche verfeinern und später wieder die vorige Auswahl nutzen.
autoscout24.de
   Hier gab's zwar einen speziellen Bereich für Neuwagen, aber auch unter „Gebrauchtwagen” tauchten immer wieder neue Autos, Vorführwagen oder Tageszulassungen auf. Die Suche war einfach, die Eingabe von Modell- varianten führte recht schnell zum jeweiligen Wunschfahrzeug. Im Vergleich hatte autoscout24.de mit Abstand die meisten Neuwagen-Angebote.
bsw.de
   BSW bietet zahlenden Mitgliedern seit vielen Jahren Rabatte bei verschiedensten Händlern und Dienst- leistungen. Der Beitrag beträgt 29 Euro im Jahr, eine Testmitgliedschaft für drei Monate ist kostenlos. Die Auto- rabatte waren im Vergleich zwar nicht die höchsten, dafür gab's einige sehr günstige Spezialangebote. Leider haben nur Mitglieder Zugang zu den Rabatt- und Angebotsseiten.
intercar-24.de
  Hier können Neuwagenkäufer ihren Wunschwagen zusammenstellen und mit Rabattpreis bestellen. Auf anderen Seiten gab's zwar höhere Rabatte, interessant war aber das große Angebot an kurzfristig lieferbaren Lagerfahrzeugen mit und ohne Tageszulassung, die intercar-24.de in einer speziellen Rubrik anbot. VW-Neuwagen gab's hier mit Nachlässen von 30 Prozent und mehr.
meinauto.de
   Ähnlich wie bei intercar-24.de können Interessenten hier ihr Traumauto mit allen Extras zusammenstellen. Am Ende präsentierte der Rabattvermittler mehrere Händlerangebote fürs gewünschte Auto. In zwei Fällen gab's hier den günstigsten Preis: Für den Peugeot, 207 und den Renault Clio. Sonderaktionen oder Lagerfahrzeuge sind auf der Seite aber nicht zu finden.
mobile.de
   Diese Autobörse bietet eine spezielle Neuwagensuche - hier kann der Kunde präzise nach einzelnen Aus- stattungsmerkmale suchen. Bei der Eingabe von Suchbegriffen wurde bereits die Zahl der zu erwartenden Treffer angezeigt. Viele Händler hatten eigene Unterseiten mit ihren Autoanzeigen. Insgesamt gab's auf der Seite mehr deutsche Neuwagen und Tageszulassungen als EU-Neuwagen.
netcar.de
   Dieser Vermittler bot zwar nicht die höchsten Rabattsätze, punktete aber mit regelmäßigen Specials wie einem gut ausgestatteten Renault Scenic,  der fast ein Drittel unter dem Listenpreis zu haben war. Komfortabel: Interessenten konnten sich auf der Seite ein Wunschauto mit alten Extras selbst zusam- menstellen und erhielten am Ende einen Vergleich von Netcar- und Listenpreis.
neuwagen-schnaeppchen.de
   Dieses Neuwagenangebot bot sehr hohe Nachlässe - allerdings dank spezieller Bedingungen: Der Neuwagen muss für bestimmte Zeit über den Händler angemeldet sein. Für jedes Modell gab's eine Preisliste für die Basisversionen. Den Preis mit Extra-Ausstattung zeigte die Seite nach Eingabe des Hersteller-Listenpreises, den der Nutzer selbst suchen muss.

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20 Prozent Rabatt beim Autokauf

  20 Prozent Rabatt auf den Preis eines Neuwagens bietet Ford allen Inhabern eines Schwer- behindertenausweises mit einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent. Wie der Bund behinderter Auto- Besitzer in Saarbrücken auflistet, offerieren die Marken Audi, Citroen, Fiat, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Renault, Seat, Skoda oder VW Preisnachlässe bis zu 15 Prozent mit entsprechendem Ausweisvermerk: G (gehbehindert); aG (außergewöhnlich gehbehindert); B (Begleitung erforderlich) oder H (hilflos). Details und Voraussetzungen für die verschiedenen Angebote finden sich auf der Website des Verbandes. ddpNOZ070906  Internet: www.bbab.de 

Neuwagenkauf: Vergünstigungen für Behinderte

   Der ADAC hat für Sie bei den Herstellern nachgefragt: Viele Fahrzeughersteller bieten Sondernachlässe beim Neuwagenkauf auf Basis der “Unverbindlichen Preisempfehlung” (“Listenpreis”) an. Den Rabatt gibt's dann über den Händler, der in der Regel eine Rückvergütung über den Hersteller erhält. Bitte beachten Sie: Natürlich hat der Händler das letzte Wort, d.h. mit diesem müssen Sie verhandeln, denn in seinem Ermessen liegt letztlich die Rabattgewährung.  Nicht unerheblich ist Ihr Verhandungsgeschick, denn - wie Sie in der Tabelle* sehen - oftmals gibt's einen Spielraum seitens des Händlers. 
   Vorausgesetzt wird im Allgemeinen ein Behinderungsgrad von mindestens 50% mit Merkzeichen “G” (gehbehin- dert), “aG” (außergewöhnlich gehbehindert), “H” (hilflos), “BL” (blind) oder “B” (auf ständige Betreuung ange- wiesen). Teilweise wird dem Behinderten eine Mindesthaltedauer auferlegt oder die Vorlage des Behinderten- ausweises bzw. Versehrtenausweises gefordert. Oft wird auch gefordert, dass das Fahrzeug auf den Behinderten (also auch auf ein behindertes Kind) zugelassen wird. Einzelheiten hierzu klären Sie bitte am besten selbst mit dem Verkäufer ab. Alle Angaben sind selbstverständlich unverbindlich.
* Die Tabelle finden Sie unter: www.adac.de/.../neuwagenkauf/verguenstigung_behinderte/default.asp?

Höhere Rabatte für Männer

   Beim Neuwagenkauf schlagen Männer einer Umfrage der Münchener Unternehmensberatung Progenium zufolge höhere Rabatte heraus als Frauen. Die Unterschiede können je nach Autoklasse mehr als 1.000 Euro betragen. Dies geht aus einer Befragung von 2.000 Personen vor und nach ihrem Autokauf hervor. Demnach erzielten Männer als Neuwagenkäufer einen durchschnittlichen Rabatt von 13,7 Prozent. Wenn Frauen ein neues Auto kaufen, kommen sie im Schnitt auf 11,3 Prozent Nachlass. Auch zwischen anderen Gruppen von Autokäufern gibt es den Angaben zufolge Unterschiede beim Rabatt:  Die 41- bis 50-Jährigen setzen die höchsten Nachlässe durch. Sie zahlen durchschnittlich für ihren Neuwagen 14,2 Prozent unter Listenpreis. HAZ091207ap

Tageszulassung und Reimport

   Eine Tageszulassung bedeutet nicht, dass der Wagen immer nagelneu ist. Denn die Tageszulassung sagt nichts darüber aus, wie lange der Pkw schon beim Händler auf dem Hof steht. Im Extremfall ist das Auto bereits viele Monate alt, wodurch sich auch die Dauer der Gewährleistung verringert. Deshalb ist es ganz wichtig, sich vom Händler noch einmal zusichern zu lassen, dass der Wagen nur ein paar Tage oder Wochen alt ist oder dass man die Garantiezeit verlängern kann.
   Eine andere Möglichkeit, beim Autokauf zu sparen, ist ein Reimport. Hierbei machen sich Privatpersonen, Vermittler oder auch die Autohändler selber die Preisunterschiede innerhalb der EU zunutze. Zwar sind bei den Premiummarken die Preise mittlerweile identisch, aber in der Mittelklasse können noch gut 25 Prozent Ersparnis erzielt werden. Dabei sollten Autokäufer sich allerdings vorher informieren, ob das Fahrzeug deutschen Standards entspricht. Die Reimporte machten immer noch zehn Prozent des gesamten Autoabsatzes in Deutschland aus, sagt Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. MelanieWassinkHA070608

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Die drei Wege zum neuen Wagen - Autobanken bieten inzwischen individuelle Mobilitätspakete an,
die auch Service- und Garantieleistungen einbinden

   Die Zeiten, in denen man beim Kauf eines Neuwagens dem Händler Bares auf den Tisch gelegt hat, sind Geschichte. Heute wird der Großteil der Finanzierungen über die herstellerverbundenen Automobilbanken abgewickelt. „Auch der Kaufpreis eines Autos spielt für den Kunden nicht mehr die entscheidende Rolle", sagt Harald Bertsch von der Mercedes-Benz Bank AG, „Vielmehr interessiert ihn, was ihn der Wagen monatlich kostet. Denn der Trend geht eindeutig zur Nutzung eines Autos, nicht so sehr ums Eigentum." Und sein Kollege Dietmar Kupisch von der Volkswagen Financial Services AG ergänzt: „Wir verkaufen Mobilität und verstehen darunter Komplettpakete, inklusive Serviceleistungen und Versicherungen. Andere Banken verkaufen lediglich Geld." Grundsätzlich gibt es für Privatkunden drei verschiedene Wege, an einen Neuwagen zu gelangen.
   Klassischer Ratenkredit: Ideal für Kunden, die von vorneherein wissen, dass sie das Eigentum am Fahrzeug erwerben wollen. Der Kunde schließt mit einer Bank einen Kreditvertrag ab und bezahlt mit diesem Geld das Auto. Ist der Kredit abbezahlt, gehört das Auto dem Kunden. Der Vorteil: Feste Zinsen und gleichbleibende Raten sowie eine geringere Kapitalbindung im Vergleich zum Barkauf. Die Höhe der Monatsrate ergibt sich aus den Faktoren individueller Anzahlungsbetrag, Fahrzeugpreis, Vertragslaufzeit und dem effektiven Jahreszins.
   Drei-Wege-Finanzierung: Zurzeit der Königsweg: Hier bleibt der Autokäufer flexibel, solange er nicht weiß, ob er das Fahrzeug nur nutzen oder später Eigentümer werden möchte. Dieses Modell kombiniert die Vorteile einer Finanzierung mit niedrigen Raten des Leasings. Die monatliche Belastung setzt sich aus folgenden Parametern zusammen: Fahrzeugmodell, Anzahlung, Laufzeit, gefahrene Kilometer und dem sich daraus ergebenden Restwert. Bei Vertragsende stehen dem Kunden drei Optionen offen:
1) Er bezahlt die Schlussrate und erwirbt damit das Auto.
2) Er schließt eine Anschlussfinanzierung der Schlussrate ab.
3) Er gibt das Fahrzeug zum garantierten Restwert an den Händler zurück. Die Vorteile liegen auf der Hand:
   Der Restwert ist eine fest kalkulierbare Größe, die bei Vertragsabschluss genau berechnet wird. Ist das Auto der Marktsituation entsprechend weniger wert, trägt der Händler das volle Risiko beim Weiterverkauf. Ist das Auto dagegen mehr wert, kann der Kunde es auf dem freien Markt verkaufen und die Differenz zwischen dem erzielten Preis" und der Schlussrate als Gewinn einstreichen. Aber Vorsicht:
   Wer die monatliche Belastung mit einer geringen Kilometerleistung drücken will, obwohl er weiß, dass er wesentlich mehr unterwegs ist, wird am Ende pro gefahrenen Kilometer zur Kasse gebeten. Und: Das Auto muss in einem vorher fest definierten Zustand zurückgegeben werden. Dafür können für vergleichsweise geringes Geld Mobilitätspakete wie erweiterte Garantie- und Serviceleistungen in die Finanzierung mit eingebunden werden.
   Hier sind die Autobanken gegenüber anderen Geldinstituten in einem deutlichen Vorteil, weil kein normales Geldinstitut ein Auto zurücknimmt, der Händler dagegen dazu verpflichtet ist.
   Privatleasing: Hier geht es ums Nutzen, statt des Besitzens. Wer gerne immer aktuelle Automodelle fahren möchte, ohne das Fahrzeug später erwerben zu wollen, ist mit dieser Finanzierungsform bestens bedient - zumal er sich auch nicht um den Wiederverkauf des Fahrzeugs kümmern muss. Beim Privatleasing zahlt der Kunde nur, was er auch nutzt, also den Wertverlust des Fahrzeugs in monatlichen Raten. Diese werden auf Basis des geschätzten Wertverlustes plus Zinsen kalkuliert. Eine Anzahlung von zehn bis 30 Prozent in Höhe des Anschaffungswertes ist üblich. Wer hier höher rangeht, kann die Monatsraten über die gesamte Vertragslaufzeit sehr niedrig halten. Bei Vertragsende wird das Auto an den Händler zurückgegeben.
   Sonderausstattungen aus den Optionslisten lassen sich problemlos in den Leasingvertrag integrieren. Natürlich spielt auch hier der Zustand des Autos eine wichtige Rolle. Der Kunde wird allerdings schon bei Vertrags-bschluss darüber informiert, nach welchen Kriterien das Auto am Ende bewertet wird. AZ091212GerdPiper

Wenn Leasingangebote schöngerechnet werden. Die Monatsraten sind nicht alles: Beim Autoleasing kann nach Ende der Laufzeit eine Nachzahlung fällig werden, wenn der Restwert falsch kalkuliert wurde

Ist die Laufzeit des Vertrags zu Ende, kommt für manche Kunden das böse Erwachen
   Es klingt so gut: Für wenige hundert Euro im Monat steht ein Neuwagen in Wunschfarbe und Wunschausstattung vor der Tür - Leasing macht es möglich. „Das dicke Ende kommt meistens zum Schluss", warnt Rechtsanwältin Yasmin Dome. Aus verschiedenen Klauseln im Vertrag entstünden leicht vierstellige Zusatzkosten, und danach stehe man trotzdem ohne Auto da: „Viele Unternehmen bieten ja nicht mal die Möglichkeit, den Wagen am Ende zu kaufen."
   Wahrend Besitzer eines Pkw oft genau die unterschiedlichen Versicherungen vergleichen, ist diese in der Regel im Leasingvertrag enthalten. Doch das kann teuer werden, warnt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Ihr Tipp: „Wenn bestimmte Klauseln nicht mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen, sollte man Leasing- und Versicherungsvertrag trennen." Die meisten Probleme treten im Zusammenhang mit dem Wert des Autos bei Vertragsende auf, sagt Rechtsanwältin Dome.
Wer alle Fallstricke kennt, sieht die Monatsraten in einem anderen Licht
   Beim Kilometerleasing darf der Kunde über die Laufzeit die Kilometer verfahren, die im Vertrag festgelegt sind. Mehrkilometer müssen extra bezahlt werden. Beim Restwertleasing verkauft die Leasingbank das Auto nach Vertragsende zu einem bestimmten Restwert, meist an Dritte, manchmal aber auch an den bisherigen Kunden. Erzielt die Bank dabei nicht den gewünschten Preis, muss in manchen Verträgen der bisherige Nutzer des Wagens die Differenz bezahlen.
   Vor solchen Verträgen warnen Experten, weil der Marktwert von Faktoren abhängt, die der Kunde nicht beeinflussen kann. „Als die Abwrackprämie kam, waren neue Autos auf einmal attraktiver als drei Jahre alte Leasing-Rückläufer", erinnert Christian Janeczek, Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Manchmal beeinflusse auch ein Überangebot den Preis, ergänzt Dome.
„Will ich kaufen oder nicht, diese Op­tion bei Vertragsende sollte man sich offenhalten", rät sie
   Doch auch wenn der Restwert vertraglich festgelegt ist, wird das Auto vor der Übergabe von einem Gutachter taxiert. „Dabei geht es immer wieder um die Frage, ob ein Kratzer im Lack oder ein Fleck auf dem Sitz eine übliche Gebrauchsspur ist", erläutert Janeczek. Ist es eine übliche Abnutzungserscheinung, muss das Leasingunternehmen damit leben. Ist es ein Zeichen „übermäßigen Gebrauchs", muss der Kunde die Wertminderung ausgleichen.
   Im letzten Fall versuche der Gutachter häufig, die Kosten für die komplette Reparatur auf den Leasingnehmer abzuwälzen. „Zulässig ist aber nur die Wertminderung", so Janeczek. Außerdem dürfe bei dieser Wertminderung keine Umsatzsteuer berechnet werden, was ebenfalls gerne versucht werde. Anwältin Dome rät, sich schon bei Abschluss des Vertrags zusichern zu lassen, dass man bei der Wahl des Sachverständigen mitreden kann oder ein Vetorecht hat. „Wenn man jemanden kennt, kann man diese Person auch gleich in den Vertrag aufnehmen lassen." Wer keinen Experten kennt, könne sich bei einem Verkehrsanwalt informieren.
   Hatte das Auto während der Leasingzeit einen Unfall, kann der Lea­singgeber auch bei sach- und fachge­rechter Reparatur am Ende des Vertrags eine Wertminderung geltend machen, sagt Janeczek. Dagegen kann man sich versichern, bei einigen Unternehmen ist eine solche Versicherung auch Bestandteil des Vertrags.
   Böse Überraschungen kann es auch geben, wenn der Wagen mehr gefahren wurde als festgelegt. Das Auto nicht mehr zu bewegen, wenn sich der Zähler der vereinbarten Kilometermarke nähert, sei sicherlich eine überzogene Reaktion, so der Dresdner Anwalt. „Wenn ich aber am Wochenende längere Fahrten plane, sollte ich mich bei Vermietern informieren - da gibt es durchaus Angebote, wo ich für 100 Euro am Wochenende durch ganz Deutschland düsen kann."
   Wer alle Fallstricke beim Leasing kennt, sieht die günstigen Monatsraten möglicherweise in einem neuen Licht. Yasmin Dome rät Privatpersonen, die nicht als Selbstständige arbeiten, deshalb oft von einem Leasingvertrag ab. Wer sich keinen Neuwagen leisten kann, soll lieber vom Leasing anderer profitieren und sich einen drei Jahre alten Rückläufer kaufen. Damit fahre man deutlich günstiger. HA150613ClemensSchöll 

Rehacare-xx    Rehacare - BMW 

Von der Stange oder nach Maß - Behindertengerechte Fahrzeuge auf der Fachmesse Rehacare

   Das Angebot an behindertengerechten Fahrzeugen ist mittlerweile breit gefächert. Die Palette reicht von ein- fachen Umbauten für Gehbehinderte oder einseitig Gehandicapten bis hin zu Konstruktionen für Krankheitsbilder wie Multipler Sklerose anderer individuell anpassbarer Technik.
   Die meisten Autohersteller führen in ihrem Sonderfahrzeug-Programm verschiedene Umbauten. Dennoch waren nur sechs Automobilunternehmen auf der Fachmesse „Rehacare International” in Düsseldorf vertreten, die sich auf Menschen mit Behinderung spezialisiert hat. Unter ihnen stellt hier erstmals auch BMW seine Umbauten vor. Ebenso wie Audi, Volkswagen, Toyota, Daimler Chrysler und Opel bieten auch die Münchner die klassische Hand- gas-Schaltung in Kombination mit Automatikgetriebe für Rollstuhlfahrer an oder haben die Bedienelemente für Einarmige seitenverkehrt umgerüstet. Auch können sie mit einem Schwenksitz als Einstiegserleichterung oder einer Rollstuhlverladehilfe ausgestattet werden. Unterschiede finden sich nur im Detail, denn sowohl die auf der Messe ausstellenden Hersteller als auch die meisten der Abwesenden wie beispielsweise Ford, Nissan oder Renault arbeiten überwiegend mit dem Umrüster Reha Group Automotive zusammen. Das Hildener Unternehmen hat mittlerweile sechs Standorte in Deutschland aufgebaut, um die Fahrzeuge der verschiedenen Automobil- hersteller entsprechend der Bestellung zu verändern.
   Doch es besteht auch die Möglichkeit, sich ein normales Serienfahrzeug zu kaufen, und es bei einem Umrüster auf die eigenen körperlichen Einschränkungen hin umbauen zu lassen. Die Kosten können je nach Modell und einzubauender Technik sehr unterschiedlich sein und sind zuvor stets genauestens zu kalkulieren. Einige Umrüster wie etwa Reha Automobile aus Bad Zwischenahn haben sich auf Transporter und Stadtlieferwagen aller Hersteller spezialisiert. NOZmid071027

Sicher Auto fahren trotz Behinderung

    Für behinderte Autofahrer sollen elektronische Hilfssysteme das Fahren noch sicherer und einfacher machen. Das Unternehmen Rücker AG hat seine Basis-Software für behindertengerechte Pkw erweitert. Neu ist eine geschwindigkeitsabhängige Steuerung des Lenk-Stick und die Einbindung von Fahrerassistenz-Systemen wie einem Tempomaten mit Abstandsregler (ACC) und einer Bremshilfe. Bereits seit 2005 bietet der baden- württembergische Umrüster Paravan so genannte Drive-by-Wire-Systeme für behinderte Autofahrer an. Das „Space Drive” kann in jedem Pkw eingebaut und individuell auf den Kunden zugeschnitten werden. Die Kosten für den Umbau zum behindertengerechten Fahrzeug beginnen bei etwa 15.000 Euro. midNOZ070630

Trotz Behinderung mobil

   „Mut zur Mobilität” heißt ein neuer Ratgeber für Körperbehinderte, der die Möglichkeiten des Führerschein- erwerbs aufzeigt. Auf den 68 Seiten werden Hilfen zur Überwindung bürokratischer Hürden, eine Erläuterung der Gesetzeslage, Hinweise zu finanziellen Beihilfen sowie praktische Tipps zur Umrüstung von Fahrzeugen gegeben. Das Buch kann gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten Rückumschlags (DIN-C5) bestellt werden bei: GTÜ, Stichwort „Behinderten-Ratgeber”, Vor dem Lauch 25, 70567 Stuttgart. midHAZ041016

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 Hilfe für Behinderte. Drive-by-Wire-System von Paravan erhält TÜV-Freigabe

  Das komplexe Drive-by-Wire-System für behindertengerechte Pkw hat jetzt die Freigabe vom TÜV erhalten. Das System zum Fahren und Lenken eines Pkw arbeitet ohne mechanische Kraftübertragung. Bei Drive-by-Wire wird die Steuerung von Gas und Bremse sowie die Lenkbewegung mit elektrischen Leitungen auf die Aggregate übertragen. „Space Drive” heißt das System des Umrüsters Paravan, das nun auf Grund der TÜV-Freigabe in Pkw eingebaut werden darf.
  Aus Sicherheitsgründen verlangt der Technische Überwachungsverein, dass die Daten schnell und über mehrere unabhängige Leitungen parallel übertragen werden, so dass beim Ausfall eines Systems die gleichgeschalteten Leitungen die Funktion übernehmen.
   Nur so wird sichergestellt, dass ein Automobil mit Drive-by-Wire auch bei einem plötzlichen Ausfall der Elektronik weiterfahren kann. Dies soll bei „Space Drive“ nun der Fall sein. Nach Angaben des Leiters des Paravan- Forschungs- und Entwicklungszentrums, Ralf Giesler, kann die Technik an jede Behinderungsart von multipler Sklerose bis hin zu Kinderlähmung anpasst werden.
  Sollte es doch einmal zu einem Fahrfehler kommen, drosselt das digitale Fahr- und Lenk-Sicherheitssystem des Umrüsters das Tempo und verhindert eine weitere Beschleunigung. Die Technik kann dabei zwischen einem klassi- schen Lenkfehler und einem ruckartigen, aber gewollten Ausweichmanöver wie beispielsweise bei Wildwechseln unterscheiden. Mittels Minilenkrad oder Vier-Wege-Joystick wird das Fahrzeug sowohl gelenkt als auch beschleu- nigt und gebremst. Das Paravan-System ist nahezu in allen Pkw einsetzbar. Das „Space-Drive”-System startet preislich ab 15.000 Euro. Der Gesamtpreis hängt von den gewählten Einzelkomponenten und den zu leistenden Einstellungen je nach Art und Umfang der Behinderung ab. Hinzu kommen die Anschaffungskosten für den Pkw.
Informationen:
Paravan GmbH, Paravanstraße 1-5, 72539 Pfronstetten-Aichelau, Telefon (0 73 88) 99 95 91,
Fax 9 99 59 99, eMail: info@paravan.de, Internet: www.paravan.de     midHAZ050924

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  Mit Fakten gegen Klischees - IAA zeigt besondere Autos für Ältere und Behinderte

   Auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen fahren Auto und sind vielleicht sogar stärker darauf angewie- sen. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sind mittlerweile in Deutschland rund 1 Million besonders ausgestattete Fahrzeuge für Ältere und Behinderte zugelassen. Deshalb findet auf der IAA auch erstmals ein Fachsymposion (25. September) und über die gesamte Messedauer bis zum 27. September eine Ausstellung zu diesem Thema in der Halle 4.0 am Stand D30 statt.
  Dort werden besondere Fahrzeugausstattungen gezeigt - darunter Schwenk- und Drehsitze, Abstandswarner und besondere Armaturenbretter. Die Autos können vor Ort auf einer Freifläche vor der Halle 9 auch ausprobiert werden, der Zugang zur Messehalle ist barrierefrei.
   Veranstalter ist neben dem VDA auch der Verband der Fahrzeugumrüster für mobilitätseingeschränkte Personen(VFMP).
   Wissenschaftler, Verkehrssicherheitsexperten und Fahrzeugumrüster stellen ihre neuesten Erkenntnisse vor und diskutieren mit Kunden über deren besondere Bedürfnisse. Unter anderem treten sie dem Vorurteil entgegen,dass Ältere im Straßenverkehr ein größeres Unfallrisiko darstellten als Jüngere. Eine abschließende Podiumsdiskussion mit Experten und Betroffenen widmet sich der Frage, worin genau die Einschränkungen behinderter und älterer Personen bestehen.Daraus soll unter anderem der Entwurf für ein ideales seniorengerechtes Fahrzeug entstehen. FAZ090914cru

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Noch ein Preis für Paravan - Innovative Rollstühle von der Schwäbischen Alb
 Fotos: Paravan-Chef Ronald Arnold und der „Space-Drive

   Das schwäbische Unternehmen Paravan, das seit 1996 Fahrzeuge umbaut, um die Mobilität behinderter Men- schen zu vereinfachen, hat jetzt eine weitere Dienstleistung anzubieten: Auf einem neuen Verkehrsübungsplatz am Rande von Pfronstetten-Aichelau, dem Firmensitz, können sich die Kunden gleich nach der Übergabe des neuen Autos damit vertraut machen.
   Paravan gehört zu den bedeutendsten Unternehmen auf diesem Geschäftsfeld und ist schon mit vielen Aus- zeichnungen bedacht worden, unter anderen mit dem Deutschen Handwerkspreis und dem Bayerischen Staats- preis 2008. Allerdings liegt Aichelau in Baden-Württemberg, und Staatssekretär Hillenbrand aus Stuttgart er- nannte Paravan zum „Ausgewählten Ort 2009 der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft im Land der Ideen" - noch ein Titel mehr.
   Die Idee für den behindertengerechten Umbau von Fahrzeugen hatte Firmengründer Ronald Arnold, als er einer Frau auf einem Autobahnparkplatz half, deren behinderten Mann aus dem Rollstuhl ins Auto zu heben. Auf die Frage, ob es denn keine technischen Lösungen gebe, erfuhr er, dass dergleichen nicht angeboten werde. Aus Ar- nolds damals kleiner Autowerkstatt auf der Alb entstand dann ein Musterbetrieb mit heute fast 100 Angestellten, und ein Ende der Expansion ist kaum abzusehen.
   Paravan beschäftigt sich nicht nur mit dem behindertengerechten Umbau von Autos. Man hat überdies einen Rollstuhl entwickelt, mit dem man ins Auto fahren und auf dem Fahrerplatz andocken kann, um dann den Wagen mit dem Joystick des Rollstuhls zu steuern. Der Elektrorollstuhl mit seinem patentierten „Space-Drive-System" kostet 16.900 Euro. Ein weiterer Vorteil des „Space-Drive" ist die vom TÜV bestätigte Crashsicherheit.
   Als Anreiz für einen Wechsel zu einem modernen bietet Arnold jetzt eine Art „Abwrackprämie" für alte Rollstühle. Alle Modelle, egal welchen Alters, werden angenommen und bei Kauf eines neuen „Space-Drive" mit 2.500 Euro verrechnet. Die abgegebenen Rollstühle werden auf ihre Funktionen geprüft und, sofern es sich lohnt, von Para- van-Technikern instand gesetzt und dann als Spende an bedürftige Menschen im In- und Ausland weitergegeben.
   Neu bei Paravan ist zudem eine Kooperation mit der Renault-Tochter Dada: Der Logan wird in seiner Kombi- version mit einer Laderampe versehen, im Fahrzeuginnern werden Haltepunkte für den Rollstuhl angebracht. Komplett mit diesem Paket wird dieses Fahrzeug unter der Bezeichnung DX-1 für 15.990 Euro angeboten.     FAZ090425DietmarStanka   
Informationen:
Paravan GmbH, Paravanstraße 1-5, 72539 Pfronstetten-Aichelau, Telefon (0 73 88) 99 95 91,
Fax 9 99 59 99, eMail: info@paravan.de, Internet: www.paravan.de

Opel plant Multi-Taxi für Behinderte   ttOpelBehindertenTaxi-x

 Mit dem Vivaro Multi Taxi hat Autobauer Opel jetzt in Berlin die Studie eines Fahrzeugs vorgestellt,
das speziell auf die Bedürfnisse von Behinderten zugeschnitten ist.

  Entwickelt wurde das Auto von Opel Special Vehicles, der auf Sonderserien und Umbauten spezialisierten Opel- Tochter. Aufgrund seines variablen Innenraums ist es auch als konventionelles Großraumtaxi oder Privatfahrzeug nutzbar. Ohne einen behinderten Passagier bietet die Studie bis zu sieben Mitfahrern Platz. Gemeinsam mit einem Rollstuhlfahrer an Bord können fünf weitere Passagiere mitfahren. Damit ist die Kapazität im Vergleich zum Vivaro- Serienfahrzeug nur um einen Sitzplatz reduziert.
   Das Multi-Taxi ist mit einer Luftfederung ausgestattet, die den Rampenwinkel durch Absenken des Hecks innerhalb von wenigen Sekunden deutlich reduziert. Für Gehbehinderte gedacht ist die seitliche, hydraulische Absenkung, die die Einstiegshöhe sogar unter Pkw-Niveau verringert. Eine beleuchtete Einstiegshilfe kann bei Bedarf ausgefahren werden und bietet bei Dunkelheit zusätzliche Sicherheit.Die zweite Sitzreihe ist zudem drehbar.
  Bei ausreichender Nachfrage könnte den Rüsselsheimer zufolge das Konzeptfahrzeug schnell umgesetzt werden. Der Aufpreis für die gesamte Behindertenausstattung könnte im Vergleich zum Serien-Vivaro abhängig von den Stückzahlen deutlich unterhalb der 10.000 Euro-Marke liegen, hieß es. midNOZ040219

Parkerlaubnis für Behinderte gilt bundesweit

   Behinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Blinde können bei der für ihren Wohnort zuständigen Straßenverkehrsbehörde auf Antrag einen “Parkausweis für Behinderte” nach neuem EU-einheitlichen Muster erhalten. Er gewährt nach Angaben des Auto- und Reiseclubs Deutschland bundesweit Sonderrechte beim Parken auch in “Parkraum-Bewirtschaftungszonen”, wo es sonst Knöllchen gibt, und im eingeschränkten Halteverbot, also nicht nur auf besonders ausgewiesenen Behindertenparkplätzen.
   Dies stellt jetzt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage im Parlament klar. Die Erlaubnis gelte auch dann, wenn der Behinderte das Fahrzeug nicht selbst führen kann oder keine Fahrerlaubnis besitzt. midHAZ021130

Das Jahr 2008 bringt auch Umweltzonen

   Ab Januar 2008 wurden in mehreren Städten in Deutschland Umweltzonen eingerichtet. Somit ist dann die Fahrt in und durch diese Zonen nur noch mit Autos gestattet, die die entsprechende Plakette tragen. Wie dazu von der Rechtsabteilung des ADAC zu erfahren ist, sind von der Plakettenpflicht und von den kommenden Fahrverboten Kraftfahrzeuge ausgenommen, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbe- hindert, hilflos oder blind sind und dies durch die nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 der Schwerbehindertenaus- weisverordnung im Schwerbehindertenausweis eingetragenen Merkzeichen „aG”, „H” oder „Bl” nachweisen.
DKB08/04

Pannen-Notdienst für Gehörlose bei VW

  Einen Notdienst für gehörlose Autofahrer, die im Besitz eines Handys sind, hat Volkswagen eingerichtet. Die Betroffenen können sich von unterwegs bei einer Autopanne oder auch bei einem Unfall per SMS melden und Hilfe anfordern.
   In der Nachricht sollten Name, Autokennzeichen, Typ und Baujahr des Autos,  Angaben zum Standort sowie zur Notsituation enthalten sein. Damit es schneller geht, können die Basisdaten bereits als Textbaustein im Handy gespeichert werden. Die Nummern lauten aus den Netzen
D1/D2: (08 00) 1 23 41 07,  E-Plus: (15 51-08 00) 1 23 41 07 und  O2: (3 29-08 00) 1 23 41 07.
Der VW-Notruf ist unter 0800-123 4107 auch per Fax erreichbar. midHAZ040906

Trotz Behinderung mobil

  „Mut zur Mobilität” heißt ein neuer Ratgeber für Körperbehinderte, der die Möglichkeiten des Führerschein- erwerbs aufzeigt. Auf den 68 Seiten werden Hilfen zur Überwindung bürokratischer Hürden, eine Erläuterung der Gesetzeslage, Hinweise zu finanziellen Beihilfen sowie praktische Tipps zur Umrüstung von Fahrzeugen gegeben. Das Buch kann gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten Rückumschlags (DIN-C5) bestellt werden bei: GTÜ, Stichwort „Behinderten-Ratgeber”, Vor dem Lauch 25, 70567 Stuttgart.  midHAZ041016

Kassettenlift-xx   Kassettenlift 

Mobil bleiben trotz Behinderung. Viele Modelle können je nach Bedarf umgebaut werden

   Der Kassettenlift ermöglicht das seitliche Einfahren mit dem Rollstuhl. Während der Fahrt befindet sich der Lift in einer Kassette unter dem Fahrzeugboden, benötigt also keinen Raum im Wagen. Mit Einbaukosten um die 11.000 Euro ist diese Lösung recht teuer, günstigere Lösungen mit einem Lift im Wageninneren kosten etwa 6.000 Euro.
Fachleute informieren über die Technik und die möglichen Kostenerstattungen
   Welchen Wagen soll man sich kaufen. Für den größten Teil der Kaufinteressenten geht es dabei um Komfort, PS oder den Spritverbrauch. Ganz andere Fragen stehen dagegen im Vordergrund, wenn der Käufer eine Behinde- rung hat und der Neuwagen entsprechend umgebaut werden muss.
  „Wir haben im Jahr etwa zehn Anfragen von Personen mit Behinderungen, die sich einen Neuwagen aussuchen und entsprechend umbauen lassen müssen”, sagt Michael Wieben, Verkaufsleiter der Fiat Niederlassung am Nedderfeld. Bis vor ein paar Jahren wurden die nötigen Umbauten direkt in der Fiat Niederlassung vorgenommen, inzwischen werden derartige Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem Aufbau Service Petersen ASP und dem Käufer gelöst. „Für Fiat bauen wir vorwiegend den Doblo um”, sagt Hinrich Petersen, der mit seinem Unternehmen auch Fahrzeuge von VW, Mercedes oder Citroen behindertengerecht umbaut. Dabei geht es zum Beispiel um Roll- stuhleinzüge, Handbediengeräte, Steuersatelliten, Joystick-Lenkungen und Bremsanlagen, die nachträglich einge- baut werden können.
   Besonders wichtig für die erfolgreiche Maßnahme sei die Zusammenarbeit mit dem Kunden, sagt Petersen. Obwohl viele Behinderte durch ihre Krankenkassen oder Ärzte über die Möglichkeiten informiert werden, muss man sich mit dem Behinderten und der Art der Behinderung genau auseinandersetzen: Welche Handgriffe kann er noch selbst machen? Wie viel Kraft ist nötig, um sich richtig hinzusetzen? Und wie kann der Umbau verbessert werden, wenn sich das Krankheitsbild verändern sollte?
   Die reine Umbauzeit dauert in den meisten Fällen an die sechs Wochen. Sie ist aber natürlich abhängig vom Um- fang der Behinderung des Käufers. Leicht kommen für diese Maßnahmen Kosten in Höhe von 4.000 bis zu 12.000 Euro zusammen. Der Umrüster ASP, bundesweit gibt es an die 50 Firmen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, unterhält für die schwierigen technischen Arbeiten einen Standort in Parchim, kleinere Arbeiten oder Reparaturen werden dagegen in Hamburg am Friedrich-Ebert-Damm gemacht.
   Auch bei Fragen der Finanzierung bietet ASP Informationen. So kann man sich zum Beispiel an die Reha-Abteilun- gen der Agentur für Arbeit wenden, an die Rententräger oder an die Versicherungen. In jedem Fall, so Petersen, sei beim Kauf des Neuwagens ein Schwerbehindertenausweis vorzulegen. Die Rabatte schwanken laut Tabelle des Bundes behinderter Auto-Besitzer (BbAB) zwischen 10 Prozent zB.  für einen Mercedes, elf Prozent für einen BMW und 20 Prozent für einen Ford oder Renault. Aber auch Seat, Skoda, Audi, Opel, Toyota, Fiat, Mitsubishi, Peugeot oder Volkswagen bieten Rabatte an. Voraussetzung für die Gewährung eines Rabattes ist, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen Neuwagen handelt und dieser auf die behinderte Person zugelassen wird. Es spielt dabei aber keine Rolle, ob die behinderte Person selbst am Steuer sitzt oder mit dem Wagen befördert wird.
  „Wer als Behinderter selber fahren möchte, muss in jedem Fall wieder Fahrunterricht nehmen”, sagt Jürgen Stein, Verkaufsleiter für VW im Autohaus Elmshorn. Kleinere Umbauten oder auch Rückbauten übernimmt das Autohaus, Neuwagen wie zum Beispiel Polo, Golf, Golf Variant oder Passat Variant werden von VW im Werk umgerüstet. Jeden ersten Mittwoch im Monat kommt aber auch ein Experte aus Wolfsburg in das Autohaus Elmshorn, um vor Ort beratend tätig zu sein - denn die individuelle Betreuung des Kunden ist bei dem umfangreichen Thema beson- ders hilfreich. www.bbab.de    www.a-s-p.de    HAConradBauerSchlichtegroll080405

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Viele Händler bieten Modelle für Behinderte an. Hilfe für Autofahrer mit Handicap

  Nicht nur für das Fahren an sich benötigen Behinderte spezielle Ausrüstungen. Auch der Rollstuhl muss verstaut werden können.
Audi stellt Wagen für Krankenhaus zur Verfügung
  „Mobilität”, sagt Jean-Jaques Glaesener, „ist gerade auch für Patienten nach schweren Erkrankungen oder Eingriffen ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität.”„Mobilität”, sagt Volker Fritz, „ist ein bedeutender Teil unserer Markenwerte.” Beide Herren wissen, wovon sie sprechen. Jean-Jaques Glaesener ist Leitender Arzt der Abteilung für Fachübergreifende Frührehabilitation in der Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg, Volker Fritz ist Geschäftsführer beim Raffay Audi Zentrum Hamburg.
   Beide wissen aber auch, dass es viele Menschen gibt, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Und beide haben sich zusammengetan, um genau diesen Menschen zu helfen: Die Firma Raffay und die Audi AG haben der Tages- klinik in St. Georg einen behindertengerecht umgerüsteten Audi A4 zur Verfügung gestellt, der dort in der Therapie eingesetzt wird.
   Der Wagen ist mit einem Handbediengerät für Gas und Bremse sowie einem Drehknauf am Lenkrad ausgerüstet. „Ein solcher Standardumbau kostet etwa 3.000 Euro”, sagt Volker Fritz. Damit können auch Menschen mit Behinderungen in den Beinen den Wagen selbsttätig fahren. Das kann freilich im Krankenhaus noch nicht geübt werden. „Aber wir trainieren den sogenannten Transfer vom Rollstuhl in das Auto”, erklärt Jean-Jaques Glaesener. „Für die Patienten ist es wichtig, sich bereits in einem frühen Stadium der Rehabilitation mit dem Thema Mobilität auseinanderzusetzen”, so Glaesener weiter. „Wir machen ihnen damit Mut im Hinblick auf den weiteren Lebens- weg.”
  So unterschiedlich wie die Wünsche und Vorstellungen der Autokäufer sind oftmals auch die Behinderungen. Insofern stehen heute individuelle Umrüstlösungen im Vordergrund. Einige Autohäuser bieten die Umbauten selbst an, andere beraten intensiv und arbeiten für die technische Umsetzung mit Spezialfirmen zusammen.
  Der VW- und Audi-Händler Köster Hamburg-Altona hat mit der Linie „Charity Car” verschiedenste Umbaulösungen im Angebot, die in der eigenen Werkstatt umgesetzt werden. Auch Fahrzeuge anderer Marken können hier in- dividuell ausgestattet werden. Die Mercedes Niederlassung Hamburg betreibt im Hauptbetrieb am  Friedrich-Ebert- Damm eines von bundesweit acht „More Mobility”-Centern, in dem speziell geschulte Verkäufer für die Beratung zur Verfügung stehen.
   Den Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. So bietet Köster Charity Car einen Umbau an, damit Gas- und Bremspedal mit dem linken Fuß betätigt werden. Aber nicht nur für Menschen mit eingeschränkten Beinfunkti- onen können Autos umgerüstet werden.
  Für Querschnittsgelähmte, die nur ihre Finger bewegen können, gibt es gibt es einen Drehknopf als Fern- bedienung für die Steuerung. Gänzlich ohne Lenkrad geht es notfalls auch: Die so genannte Linearhebellenkung beispielsweise wird ausschließlich mit den Füßen bedient.
  Für Rollstuhlfahrer stellt sich zudem ein weiteres Problem: Erst wenn man alleine in der Lage ist, auch den Rollstuhl zu verstauen, ist man wirklich mobil. Für klappbare Modelle gibt es so genannte Einzugssysteme, die den Rollstuhl in den Kofferraum, auf die Rückbank oder gar das Dach transportieren. Größere Autos, wie etwa Merce- des Vaneo oder VW Caddy,  bieten zudem die Möglichkeit, den Rollstuhl über eine separate Rampe hinter den Fahrersitz zu parken. HinnerkBlombachHA060225

Blinde erleben Autofahren. Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz helfen mit Kommandos

   Die meisten blinden Menschen kommen mit ihrer Behinderung gut zurecht. Ihre fehlende Sehkraft kompensieren sie weitgehend mit einer im Vergleich zu Sehenden wesentlich besseren Geräuschwahrnehmung und einem feineren Tastsinn.  Nur eines bleibt Blinden verwehrt: das Autofahren.
Für Abhilfe hat Ford zusammen mit der Caritas mit einer gemeinsamen Aktion gesorgt. Sieben Fahrschulautos wur- den einer 39-köpfigen Gruppe von blinden und sehbehinderten Menschen zur Verfügung gestellt. Auf dem Ford- Testgelände in Köln-Merkenich konnten sie sich hinter das Steuer setzen und Gas geben. Die fehlende Sehkraft wurde mit Fahrlehrern kompensiert, die vom Beifahrersitz aus die Fahrtrichtung angaben. Über die zweite Peda- lerie konnten sie notfalls eingreifen.
  Für einige Menschen, die erst im Laufe ihres Lebens erblindet sind, war diese Veranstaltung eine Möglichkeit, nach langer Zeit wieder einmal ein Auto zu lenken und damit ein Stück verloren gegangenes Lebensgefühl zurück zu gewinnen. Für andere Teilnehmer war es das erste Mal, ein Auto selbst steuern zu dürfen. „Das habe ich wie ein großes Abenteuer empfunden und genossen”, sagte ein blinder Teilnehmer.  MID-NOZ060902

 Auto für Blinde setzt auf Sensoren-Technik

  US-Forscher der Universität von Virginia arbeiten an einem Auto für Blinde. Es soll Sehbehinderten ermöglichen, selbstständig zu fahren. Der Prototyp könnte schon 2011 fertig sein. Kern der Technologie sind Sensoren, die dem Fahrer Informationen über die Umgebung übermitteln - etwa ob ein anderes Auto oder ein Mensch in der Nähe sind. HA100705apn

Hybrid-Autos - für Blinde gefährlich?

   Eine US-Blindenorganisation warnte: Tests hätten gezeigt, dass Blinde die Hybrid-Autos nicht hören könnten, wenn sie eine Straße überqueren wollen. afpNOZ070215
Blinde kritisieren lautlosen Antrieb. Song gegen Hybrid
   Der US-Blindenverband protestiert mit einem Lied gegen Autos mit dem geräuschlosen Hybridantrieb. Sehbe- hinderte können die leisen Fahrzeuge überhören und direkt vor ihnen auf die Straße laufen. „Der lautlose Tod naht schnell heran.” Woran denkt man, wenn man diese Zeilen liest? Die Mitglieder der US-Blindenvereinigung NFB (Na- tional Federation of the Blind) meinen damit Autos mit Hybridantrieb wie den Toyota Prius oder den Honda Civic.
   Seit Jahren kritisieren die Sehbehinderten „silent cars", lautlose Autos, und da gehört die neue Antriebstechno- logie an vorderste Stelle. Bei niedriger Geschwindigkeit werden Hybridautos zumeist nur vom Elektromotor an- getrieben und produzieren fast gar keine Fahrgeräusche. Bei einem Test mit Toyota Prius und Honda Civic Hybrid nahmen Probanden den Civic erst wahr, als er schon zehn Meter vor ihnen war. Den Prius hörten die Seh- behinderten noch später. Jetzt hat der Verband ein Lied schreiben lassen und ins Netz gestellt, das auf die Problematik von sehbehinderten Verkehrsteilnehmern aufmerksam machen soll. Die NFB fordert, diese Fahrzeuge mit einem akustischen Warngerät auszustatten, das zum Beispiel ein leises Brummen von sich gibt und auf diese Weise auch von Blinden rechtzeitig wahrgenommen würde.
   Humorvoll heißt es in der vorletzten Strophe: „Wir benötigen kein dröhnendes Brumm-brumm; es geht auch ein feines Summ-summ.” Der Song schließt mit der ironischen Feststellung: „Dann können wir alle in Sicherheit über die Straße gehen - ohne Angst, zufällig einem Hybridauto zu begegnen.”
   Toyota hat auf die Forderungen vorsichtig reagiert: „Wir müssen einen Schritt zurück machen und uns das ge- nauer anschauen”, zitiert ein Magazin eine für Sicherheit zuständige Toyota-Führungskraft. Jetzt wurde dem US- Verkehrsministerium ein Gesetzentwurf vorgelegt, der unter anderem auch die gefährliche Geräuschlosigkeit von Hybridautos behandelt. Die Behörde plane eine zweijährige Studie, bevor über die Eingabe entschieden werde.dkb08
Toyotas Elektro-Autos - Warntöne im Test
  Ein akustisches Warnsystem für Fußgänger entwickelt Toyota für seine Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Das System soll Passanten auf die bei geringen Geschwindigkeiten kaum hörbaren Autos aufmerksam machen und so das Unfallrisiko reduzieren. In der Erprobung werden verschiedene Warntöne getestet. So will Toyota den passenden Ton in der richtigen Lautstärke finden, so dass Fußgänger zwar gewarnt, aber nicht gestört werden. HA090912mid

Auch lautlose Elektroautos brauchen ein Motorengeräusch

   Auch ansonsten lautlose Elektroautos kommen nicht ohne ein künstlich erzeugtes Motorengeräusch aus. Auf entsprechende Regelungen haben sich jetzt die Vereinten Nationen (Uno) geeinigt. Die Vereinbarung soll schon ab diesem Sommer gelten.
   Handlungsbedarf besteht nach Ansicht von Experten deswegen, weil bei Elektrofahrzeugen die typische Ge- räuschentwicklung von Verbrennungsmotoren entfällt. Somit fehlt anderen Verkehrsteilnehmern das Motoren- geräusch zur akustischen Orientierung und als Warnung vor herannahenden Autos. Am Klang soll erkennbar sein, ob das E-Mobil beschleunigt, bremst oder mit gleichbleibender Geschwindigkeit unterwegs ist. Zugleich sollen E- Autos nicht lauter fahren als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die mit etwa Tempo 20 unterwegs sind. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer begrüßt den Vorstoß. Die geräuschlose Gefahr betreffe „gerade schwä- chere Verkehrsteilnehmer wie Blinde, Fußgänger oder Fahrradfahrer", sagte der Minister.
   Bisher sind die Autohersteller das Problem unterschiedlich angegangen: Während viele Anbieter von Hybrid- und Elektrofahrzeugen auf künstliche Fahrgeräusche verzichtet haben, bietet Toyota sein Modell Prius in Japan optional mit künstlichem Motorengeräusch im Strombetrieb an. Nissan rüstet sein Elektroauto Leaf mit „Flug- Geräuschen" aus. Und am Elektro-Roadster Tesla lässt sich durch Zutun des Tuners Brabus auf Knopfdruck sogar ein V8-Motorengeräusch aktivieren. HA110312mid

au-eCar-HB-z     Blinde fürchten Elektroautos

E-Fahrzeuge sind viel leiser als Autos mit Verbrennungsmotor - Wissenschaftlicher Test in Bremen.
Foto: Blinde Menschen stehen unter einer Eisenbahnbrücke in Bremen und versuchen das Fahrgeräusch
von Elektroautos im Vergleich mit konventionellen Fahrzeugen einzuordnen und kennenzulernen

   Elektrofahrzeuge sind deutlich leiser als normale Wagen. Was Anwohner von viel befahrenen Straßen freut, be- reitet Blinden Sorgen. Sie können die leisen Flitzer kaum hören, wie nun ein Test in Bremen zeigte.
   Straßenbahnen, Busse und Autos rauschen über die Kreuzung in Bremen. Es ist so laut, dass man sich nur mit erhobener Stimme unterhalten kann. Vor der Ampel warten mehrere Wagen auf Grün. Motoren heulen auf, doch einige fahren fast geräuschlos an. „Ich hör die nicht", sagt Petra Heiden. Die 45-Jährige ist nahezu blind. Im Straßenverkehr muss sie sich deshalb auf ihre anderen Sinne verlassen. Doch bei Elektroautos versagen diese. „Da fehlt ein dominantes Geräusch", urteilt Heiden. Auf einem Parkplatz und einer belebten Kreuzung hat das Bremer Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) getestet, wie Blinde und Sehbehinderte die leisen Flitzer wahrnehmen. Interessenverbände fordern schon seit Längerem, dass diese mit einem Geräuschgenerator ausgestattet werden müssen. Auch die Vereinten Nationen arbeiten gerade an einer entsprechenden Regelung.
   Doch wie könnte der künstlich erzeugte Lärm genau aussehen - und in welchen Situationen wäre er nötig? Mit- hilfe des Tests wollen die Wissenschaftler neue Erkenntnisse sammeln. „Im Moment werden die Gesetze gemacht von Menschen, die nicht blind sind und E-Autos nicht verstehen", erläutert der IFAM-Projektleiter für elektrische Systeme, Thorsten Müller.
   Rund 35 Testpersonen aus Bremen, Niedersachsen und Berlin haben die Forscher eingeladen, um in einer wenig befahrenen Einfahrt und an einer belebten Kreuzung die Geräusche der Stromer zu beurteilen. Als Erstes fahren zehn batteriebetriebene Wagen hintereinander über die Einfahrt, immer wieder gefolgt von normalen Autos. In der relativ ruhigen Umgebung kein Problem für Klaus Berling. „Ich habe die Elektroautos genauso gut gehört wie die anderen."
   Doch als dann ein Bus über die Einfahrt brettert, muss der 39-Jährige passen. Die Geräusche der E-Autos gehen komplett unter. Genauso läuft es später auf der Kreuzung. Besonders schwierig wird es, wenn diese langsam fahren oder einparken - egal, ob die Umgebung laut oder leise ist. Geht es nach dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, müssen alle Elektroautos bei niedrigen Geschwindigkeiten bis etwa 40 Stundenkilometer einen Ton von sich geben, der sich nicht abschalten lässt. „Wir wollen keinen Lärm, aber irgendwie wahrnehmbare Geräusche",sagt Verbandsexperte Hans-Karl Peter. Und vor allem: Es muss ein unverwechselbares Geräusch sein, das bei jedem Modell gleich ist.
   Wieso können Elektroautos nicht wie Lastwagen beim Zurücksetzen piepen? Berling hält das für eine gute Idee. Heiden würde sich außerdem wünschen, dass das Geräusch wie bei einem Verbrennungsmotor variieren kann - damit Blinde erkennen können, ob der Wagen anfährt oder abbremst und in welche Richtung er abbiegt. Bis 2020 will die Bundesregierung eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen bringen. In Zukunft könnte es also ruhiger im Verkehr werden. Denn je mehr Stromer unterwegs sind, umso geringer ist auch die Geräuschkulisse von anderen Fahrzeugen. „Dann würde es auch reichen, wenn die E-Autos leise Töne von sich geben", meint Heiden.
BN110609IrenaGüttel

Entfernungspauschale für Menschen mit Behinderung “G”

   Behinderten Menschen, deren Grad der Behinderung mindestens 70 oder weniger als 70, aber mindestens 50 beträgt, und die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind (Merkzeichen “G"), bleibt die bisherige Rechtslage erhalten. Sie können an Stelle der Entfernungspauschale die tatsächlichen Kosten für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ansetzen. Das gilt auch für die ersten 20 km und etwaige Kosten für öffentliche Verkehrsmittel. Der Grad der Behinderung ist durch amtliche Unterlagen nachzuweisen.
Vom ersten Kilometer an Geld zurück. Behinderte Arbeitnehmer können mehr absetzen
  Für Arbeitnehmer gilt der Weg zur Arbeit seit diesem Jahr mehr oder weniger als Privatvergnügen: Nur noch Stecken ab dem 21. Kilometer lassen sich steuerlich absetzen. Behinderte hingegen sind davon nicht betroffen. Wer einen Grad der Behinderung von mindestens 70 Prozent hat oder aber von 50 bis 70 Prozent, aber zusätzlich das Merkzeichen „G” oder „aG” (für „gehbehindert” beziehungsweise „außergewöhnlich gehbehindert”), kann mehrere steuerliche Vergünstigungen bei den Fahrten zur Arbeit beanspruchen:
   Vom ersten Kilometer an: Die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte können vom ersten Kilometer an abgesetzt werden; das gilt auch für die Rückfahrt.
   Tatsächliche Kosten statt Pauschale: Statt der Entfernungspauschale können bei den Fahrten zwischen Woh- nung und Arbeitsstätte im eigenen Auto die tatsächlichen Kosten pro Kilometer (erhöht möglicherweise wegen Umbauten) oder die Dienstreisepauschale von 0,30 Euro für jeden gefahrenen Kilometer angesetzt werden (§ 9 Absatz 2 Satz 11 des Einkommensteuergesetzes).
   Mehrfachfahrten am Tag zählen mit: Ein behinderter Lehrer etwa, der vormittags und nachmittags zum Unter- richt fährt, kann alle Fahrten von der Steuer absetzen. Bei nichtbehinderten Arbeitnehmern wirken sich mehrere Fahrten pro Tag nicht auf die Steuerbelastung aus.
   Leerfahrten: „Sogar Leerfahrten können bei Behinderten die Steuerlast mindern”, erklärt der Krefelder Steuerberater Markus Pfeifer. „Leerfahrten fallen an, wenn der Behinderte zum Beispiel vom Ehegatten zur Arbeit gefahren wird.” Der Weg zurück nach Hause ist für den Ehegatten eine Leerfahrt, ebenso die Anfahrt zur Arbeitsstätte des behinderten Ehepartners für den Rücktransport. Voraussetzung dafür ist laut Lohnsteuer- richtlinien (H 42 LStR): Der Behinderte hat keinen Führerschein oder kann wegen der Behinderung nicht selbst fahren.
   Öffentliche Verkehrsmittel: Benutzt der behinderte Arbeitnehmer öffentliche Verkehrsmittel, so entfällt der für andere Arbeitnehmer gültige Jahres-Höchstbetrag von 4.500 Euro. Bahnkosten von zum Beispiel 6.000 Euro im Jahr lassen sich somit bei der Steuer voll geltend machen. ftxHAZ070217

Autoadapt01x   neue Dachbox für Rollstühle: autoadapt 

Die erste Dachbox, die einen Rollstuhl von beiden Fahrzeugseiten laden kann

ROOF SPIDER - Die Dachbox, die Ihren Rollstuhl übernimmt!
   Da der ROOF SPIDER von beiden Fahrzeugseiten aus ein- und ausladen kann, spielt es jetzt keine Rolle mehr, ob Sie als Rollstuhlfahrer das Fahrzeug selbst fahren oder sich als Passagier entspannen wollen. Mit der Hand- steuerung wählen Sie, auf welcher Seite der Rollstuhl stehen soll.
   Der ROOF SPIDER ist für einen zusammengeklappten Faltrollstuhl von max. 25 kg ausgelegt. ROOF SPIDER ist crashtestgeprüft mit 25 kg Last und wurde auch weiteren Tests unterzogen, z.B. zur Prüfung der Schlagfestigkeit bei –20 Grad, der Festigkeit bei +60 Grad, der Empfindlichkeit gegenüber elektro-magnetischer Störungen oder der Feuerfestigkeit. Das Produkt trägt die CE-Kennzeichnung. Dank des geringen Eigengewichts von <54 kg ist die Auswahl unter den Fahrzeugmodellen so gut wie unbegrenzt. Wählen Sie im Hinblick auf Garageneinfahrten ein nicht zu hohes Fahrzeugmodell: Mit der Dachbox wird das Fahrzeug 47 cm höher (ab Dachreling).

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   Viele Autofahrer, die einen Rollstuhl benutzen, montieren die Räder des Rollstuhls ab und heben den Rest des Stuhls auf den Beifahrersitz - eine beschwerliche, schmutzige und ermüdende Arbeit für einen behinderten Fahrer. Die Dachbox „Roof Spider” hebt den Rollstuhl ganz automatisch in den Dachgepäckträger. Es handelt sich dabei um die erste Dachbox, mit der das Beladen von beiden Seiten des Fahrzeugs möglich ist.
   Der Roof Spider ist ein ultraleichter Dachträger für alle Standard-Faltrollstühle mit Kreuzstrebe, die ein Höchst- gewicht von 25 kg haben. Es ist die erste Dachbox auf dem Markt, die mit einem Dual Side-System arbeitet, so dass die Box von beiden Seiten geöffnet werden kann. Der Roof Spider wiegt nur 54 kg und erhöht das Fahrzeug um lediglich 470 mm – er ist also kaum grösser als eine ganz gewöhnliche Dachbox.
   „Dies ist eine Sensation in der Autoanpassungsbranche. Es ist die leichteste Dachbox für Rollstühle auf dem Markt und sie wirkt sich noch nicht einmal massgeblich auf das Gesamtgewicht des Fahrzeugs aus”, erklärt Harald Freytag, Marketing Manager von Autoadapt. Autoadapt ist ein international führender Produktanbieter im Bereich der Autoanpassung für Senioren und Behinderte.
   Die witterungsbeständigen und staubdichten Roof Spider können auf den meisten Fahrzeugmodellen montiert werden. Dies eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Rollstuhlfahrer, die sich mit dem Fahrzeug fort- bewegen können und eine automatische und komfortable Aufbewahrung des Rollstuhls benötigen, mit der der Fahrzeuginnenraum sauber und trocken bleibt. Die aus Fiberglas bestehende Box wurde so entwickelt, dass sie ihre Funktion optimal erfüllt, den kleinstmöglichen Luftwiderstand aufweist und noch dazu ansprechend aussieht.
   Der Roof Spider wird auf dem Dachträger des Fahrzeugs befestigt und öffnet sich elektrisch. Ein integriertes manuelles Hilfssystem sorgt für absolute Sicherheit im Falle eines Ausfalls der Elektrik. „Unser Ziel war es, eine völ- lig neue Funktionalität in einem attraktiven und kompakten Paket zu entwickeln und somit einen vollständigen Paradigmenwechsel am Markt für Dachboxen zu erreichen”- erklärt Harald Freytag. Der Roof Spider ist ein echtes schwedisches Qualitätsprodukt, das von der Firma Autoadapt entworfen und entwickelt wurde und in den eigenen Fertigungsbetrieben in Schweden hergestellt wird. Selbstverständlich ist der Roof Spider mit der CE-Kennzeich- nung versehen, ist crash-getestet und erfüllt die Sicherheitsvorschriften aller wichtigen Länder.
   Wenn Sie nähere Informationen zum Roof Spider oder zur gesamten Produktreihe für Mobilität und Erreich- barkeit von Autoadapt wünschen, wenden Sie sich bitte an:
Autoadapt AB, Hedeforsvägen 6, SE 44361 Stenkullen, Schweden, Tel.: +46-302 559 20, Fax: +46-302 558 29,
Harald Freytag, Marketing Manager, Mobile +46 - 706 18 58 15, eMail: harald.freytag@autoadapt.se 
Internet: www.autoadapt.de

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 So verstauen Sie Ihren Rollstuhl in der Dachbox:

Setzen Sie sich vom Rollstuhl um auf  den Fahrzeugvordersitz. siehe die fünf Fotos oben!
   Positionieren Sie den Rollstuhl passend für den Hebebalken. Drücken Sie auf die Taste der Handsteuerung, die der entsprechenden Ladeseite entspricht. Daraufhin öffnet sich die Dachbox, und die Hebevorrichtung wird zum Rollstuhl hinuntergefahren. Klappen Sie den Rollstuhl zusammen und klemmen Sie den Hebebalken zwischen die Armlehnen, so dass diese fest am Rollstuhl eingehakt sind. Drücken Sie auf die Taste der Handsteuerung (Pfeil nach oben), um den Rollstuhl in die Dachbox zu laden. Roof Spider lädt den Rollstuhl wahlweise von links oder rechts ein.

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Ford setzt auf Senioren als Kunden meint Bernhard Mattes von der Geschäftsführung der Ford-Werke.
Hamburger Abendblatt: Welche Projekte beschäftigen die Forscher bei Ford aktuell am meisten?
   Mattes: Einer der Schwerpunkte ist der Markt der Senioren. Schon heute verkaufen wir mehr als jeden zweiten Ford Fusion an Kunden über 60 Jahre. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Älteren steigen, die immer mehr Wert auf individuelle Mobilität legen.
Hamburger Abendblatt:  Wie stellen Sie sich auf diese Zielgruppe ein?
   Mattes: Wir bauen in die Fahrzeuge höhere Sitze ein, leichter zu bedienende Schalter und ermöglichen eine bessere Rundumsicht. HA090917MelanieWassink

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Seniorengerechte Autos. Autofahrer werden immer älter - Offene Wünsche

    Deutschlands Autofahrer werden immer älter. Doch obwohl die Liste der Sonderausstattungen moderner Pkw kontinuierlich wächst, bleiben viele Wünsche älterer Fahrzeugbesitzer bisher unerfüllt.
    Laut Befragung des TÜV Süd rangieren aufrechte Sitzposition, ein bequemer Einstieg und große Türöffnungs- winkel auf der Wunschliste ganz oben. Dafür sind die mobilen Senioren sogar bereit, mehr zu bezahlen. Nichts halten ältere Autofahrer dagegen von einem speziellen Seniorenauto.
   Komfort-Extras wie Navigationssysteme und Klimaanlagen stehen bei älteren Autofahrern hoch im Kurs. Aller- dings sollten sie möglichst einfach zu bedienen sein und über wenige, aber große Regler verfügen. Übersichtlich- keit und leichte Bedienbarkeit sind auch für Instrumente wie Tankanzeige, Wassertemperatur, Tachometer oder Drehzahlmesser wichtige Kriterien. „Die A-Klasse von Mercedes-Benz kommt den Wünschen der Autofahrer über 60 schon sehr nahe”, sagt Reinhard Staebler, Mitglied der Geschäftsleitung des TÜV Süd.
   Mit dem Anstieg des Anteils der Senioren unter den Autofahrern öffnet sich den Fahrzeugherstellern ein neuer großer Markt. Schon heute haben SUV und Vans ihren Siegeszug unter anderem der Tatsache zu verdanken, dass Autofahrer zunehmend den leichten Einstieg  und die hohe Sitzposition schätzen. Senioren brauchen sich beim Einsteigen nicht mehr zu bücken, sondern können in Stehhöhe auf den Sitz gleiten.
   Ebenso leicht fällt bei diesen Fahrzeugen das Aussteigen. Zudem gibt es mehr und mehr Hochdach-Varianten bestehender Modelle  wie etwa den vom Ford Fiesta abgeleiteten Fusion oder den VW Golf Plus. Besonders leicht fällt der Einstieg beim Peugeot 1007 Foto oben mit seitlichen Schiebetüren.
   Nachholbedarf besteht dagegen in vielen Details. Autos mit hohen Türschwellern zum Beispiel machen das Einsteigen unbequem. Das Herausdrehen des Fahrersitzes zum Einsteigen wäre wünschenswert, ist aber noch nicht lieferbar. Geradezu altenfeindlich sind Schalensitze, wenn sich Senioren über Seitenteile quetschen müssen. Verbessern lässt sich auch der Innenraum: So liegen Zündschlösser oft arg versteckt.
   Kleine Türgriffe, dazu noch versenkt, sind ebenfalls nicht seniorengerecht. Auch die Erreichbarkeit des Gurtes lässt häufig zu wünschen übrig. Gerade bei zweitürigen Wagen bedarf es eines übergroßen Griffes nach hinten, um den Gurt zu erreichen. Weil auch das Kopfdrehen im Alter oft nicht mehr beschwerdefrei geht, sind Rück- fahrkameras als Einparkhilfe altengerecht, wie sie in immer mehr Fahrzeugen eingebaut werden.
  Zu einem seniorengerechten Auto gehören außerdem zwei elektrisch einstellbare Außenspiegel, großflächige und individuell einstellbare Sonnenblenden und große Innentürgriffe, die möglichst in der Dunkelheit beleuchtet sein sollten. Auch eine Umfeldbeleuchtung unter den beiden Rückspiegeln sollte nicht nur gegen Aufpreis geliefert werden. midNOZ070113 

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Alte Hasen bevorzugen den Hochsitz. Die Senioren von heute schätzen ein Höchstmaß an Mobilität
bis ins hohe Alter. Fachleute sind sich einig: Spezielle Seniorenautos sind wenig sinnvoll,
denn von einem ergonomisch gestalteten Fahrzeug profitieren alle.

   Die Zahl der Führerscheinbesitzer, deren 50. Geburtstag bereits ein paar Jahre zurückliegt, steigt stetig, doch in der Automobilwerbung wird diese Tatsache konsequent ignoriert.  Alt möchte keiner sein, glauben die Marketing- strategen, und deshalb störe sich auch kaum ein Senior daran, dass neue Modelle fast immer von jungen, dynamischen Typen vorgeführt werden.
   Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass sich Fahrzeughersteller den Begriff Seniorenauto verkneifen und statt dessen betonen, dass bei der Entwicklung jedes Fahrzeugs die menschliche Ergonomie in ihren unter- schiedlichsten Erscheinungsformen berücksichtigt werde. Das Spektrum, das es abzudecken gelte, sei riesig und eigentlich nicht am Lebensalter festzumachen, bestätigt Ernst Assmann, der für Innenraum- und Fahrerarbeits- platz-Ergonomie zuständige BMW-Spezialist. Aufgabe des Diplom-Physikers ist es, die Produkte der Bayern für kleine schmächtige Frauen genauso gut nutzbar zu machen wie für sehr große kräftige Männer. Wenn man es schaffe, diese Größenunterschiede einigermaßen auszugleichen, findet der Ergonomie-Experte, brauche man über die Eignung für ältere Leute nicht mehr allzu lange nachzudenken. Leute jenseits der 50 oder 60 bilden nämlich genauso wenig eine homogene Gruppe wie die Jüngeren. Gemeinsam ist den Älteren allenfalls eine verstärkte Nei- gung zur Weitsichtigkeit und, daraus resultierend, die Unfähigkeit, klein angezeigte Ziffern und Buchstaben abzu- lesen. Doch auch wenn es kein speziell auf die Autofahrer im Rentenalter ausgerichtetes Fahrzeug gibt, liegen die Spötter, die den Cayenne als ersten Senioren-Porsche bezeichnen, nicht ganz falsch: Ist die körperliche Beweg- lichkeit eingeschränkt, bereitet der Einstieg in ein hohes Fahrzeug weniger Schwierigkeiten als der tiefe Fall in einen Sportwagensitz. Nur für kleine Leute, schränkt Ernst Assmann ein, gelte diese Feststellung nicht: „Den Körperschwerpunkt nach oben zu verlagern, ist nicht weniger anstrengend, als ihn abzusenken.”
   Um von dieser Annehmlichkeit zu profitieren, müsse man nicht unbedingt einen großes SUV erwerben und einen Allradantrieb spazieren fahren: Auch bei Kompaktvans und den von kleinen Stadtlieferwagen abgeleiteten Pkw nach Art des VW Caddy können ziemlich viele Leute davon ausgehen, dass der Einstieg in etwa auf der richtigen Höhe liegt. Wie schnell die älteren Autofahrer den Vorteil dieses Konzepts erkannt haben, belegt ihre Vorliebe für die A-Klasse, mit der Mercedes-Benz eigentlich jugendliche Kunden ansprechen wollte.
   In jedem Fall rät Ernst Assmann zu einer möglichst langen Probefahrt. Das Gute daran sei, dass man während- dessen auch feststellen könne, ob die Instrumente und die Beschriftung in der Mitte des Armaturenbretts gut ab- lesbar und alle Hebel, Knöpfe und Schalter problemlos erreichbar sind und sich das Lenkrad, wie von Assmann empfohlen, in Längsrichtung und Höhe verstellen lässt. Eine elektrische Sitzverstellung ist in den Augen von Assmann ebenfalls kein Luxus, denn sie erlaube es, während der Fahrt gefahrlos eine andere Position einzunehmen: „Keine Haltung ist auf Dauer bequem.”
   Die Liste der Extras gibt zumindest in Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse noch weitere Hilfen her: Beispiels- weise Sensoren, die das Einparken erleichtern, Head-up-Displays, die Informationen ins direkte Sichtfeld des Fahrers einspiegeln, oder Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion.
  Auch im Kofferraum steckt Komfortpotenzial für Senioren: Über eine niedrige Ladekante lassen sich schwere Gegenstände leichter ins Heck hieven. Verfügt der Wagen über eine große Heckklappe, ist es zudem vorteilhaft, wenn sie nicht einfach weit nach oben schwingt, sondern auch in einer niedrigeren Position einrastet und dadurch für kleine Leute leichter zuzuziehen ist. Wer seinem Rücken Schwerstarbeit ersparen will, sollte außerdem auf ausbaubare Fondsitze verzichten: Ein Schnell-Falt-System, mit denen sich das Gestühl im Wagenboden versenken lässt, ist in diesen Fällen besser geeignet.  GerlindeFröhlich-MerzHAZ070623

Komfortelemente auf dem Wunschzettel. Tipps zum Fahrzeugkauf:
Auf bequemen Einstieg und gute Sitzposition kommt es an.  Hilfreiche Extras sind gefragt

  Von einem speziellen Seniorenauto halten ältere Autofahrer in der Regel gar nichts. Dennoch haben sie spezielle Wünsche, die der eine oder andere Autohersteller auch durchaus erfüllen kann. Laut einer Befragung des TÜV Süd rangieren eine aufrechte Sitzposition, ein bequemer Einstieg und große Türöffnungswinkel auf der Wunschliste ganz oben. Dafür sind die mobilen Senioren sogar bereit, etwas mehr zu bezahlen.
   Komfort-Extras wie Navigationssysteme und Klimaanlagen stehen bei älteren Kunden hoch im Kurs. Allerdings sollten sie möglichst einfach zu bedienen sein und über wenige, aber große Regler verfügen. Übersichtlichkeit und leichte Bedienbarkeit sind auch für Instrumente wie Tankanzeige, Wassertemperatur, Tachometer oder Drehzahl- messer wichtige Kriterien.
   Nachholbedarf besteht dagegen in vielen Details. Autos mit hohen Türschwellern zum Beispiel machen das Ein- steigen unbequem. Das Herausdrehen des Fahrersitzes zum Einsteigen wäre wünschenswert, ist aber noch nicht lieferbar. Geradezu altenfeindlich sind Schalensitze, bei denen sich die Senioren über die Seitenteile quetschen müssen. Entwicklungsspielraum bietet auch der Innenraum: So liegen Zünd- schlösser zum Teil arg versteckt.
   Kleine Türgriffe, dazu noch versenkt, sind ebenfalls nicht seniorengerecht. Auch die Erreichbarkeit des Gurtes lässt häufig zu wünschen übrig. Gerade bei  zweitürigen Wagen bedarf es eines übergroßen Griffes nach hinten, um den Gurt zu erreichen. Weil auch das Kopfdrehen im Alter oft nicht mehr beschwerdefrei geht, sind Rückfahr- kameras als Einparkhilfe altengerecht.
   Zu einem seniorengerechten Auto gehören außerdem zwei elektrisch einstellbare Außenspiegel, großflächige und individuell einstellbare Sonnenblenden und große Innentürgriffe, die möglichst in der Dunkelheit beleuchtet sein sollten. Auch eine Umfeldbeleuchtung unter den beiden Rückspiegeln sollte nicht nur gegen Aufpreis geliefert werden.
  

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Sicherheitstechnik hält zuverlässig wach

  Der Sekundenschlaf beim Autofahren ist ein tödliches Risiko. Er kündigt sich an, man merkt ja selbst, dass man müde wird. Es fallen einem die Augen zu, außerdem nickt meistens auch der Kopf auf die Brust. Hier kommt „Nick" ins Spiel, ein Alarmsystem gegen das Einnicken beim Fahren. Das Ding sieht aus wie ein Headset fürs Handy und wird auch so getragen. Wer also in die Nacht startet und Bange hat einzuschlafen, klemmt sich Nick ans rechte Ohr und wird von dessen erbarmungslosem Signalton aufgeschreckt, sobald der eingebaute Sensor merkt, dass sich der Kopf unter den voreingestellten Winkel neigt. Wir haben es ausprobiert, es funktioniert zuverlässig. Nick wiegt so gut wie nichts, ist auch für Brillenträger geeignet und braucht drei Knopfzellen GP 192, die im Liefer- umfang nebst Ersatzbatterien enthalten sind. Nick kostet 14,95 Euro und ist im Stahlwarenhandel und in Ge- schäften für Sicherheitsbedarf zu finden. Bezugsquellenhinweise unter:  www.kh-security.de  FAZ090922smm

Ratgeber im Internet  -  Die besten Adressen im Überblick

   Es gibt eine Fülle von Websites, die einem helfen, das passende Auto zu finden und dabei keinen Schrott- haufen angedreht zu bekommen. Einige Angebote beziehungsweise Abfragen sind allerdings kostenpflichtig:
Tipps allgemein-
-www.autokiste.de      
-www.kfz-auskunft.de  
-www.autoherseller.org
Internethändler
- www.dir.web.de (Rubrik Gebrauchte) bietet Überblick über Internethändler;
- www.mobile.de    und
- www.autoscout24.de sind die größten Onlinehändler;
www.videu.de/mobile ist ein Portal, auf dem Autos per Videofilm angeboten werden;
Fahrzeugbewertungen
- www.autobudget.de ist kostenlos und umfangreich;
- www.schwacke.de verlangt 7,90 Euro pro Anfrage;
- www.dat.de ist kostenlos, listet aber nur Händlereinkaufspreise;
- www.adac.de  nur für Mitglieder;
Verbrauchermeinungen
- www.ciao.de;    
- www.motortalk.de
Kaufsicherheit
- www.sicherer-autokauf.de warnt vor Betrugsmethoden;
- www.avd.de (Rubrik Service)  bietet kostenloses Vertragsformular.   Stern-Journal0745 

Online-Kodex für Autokauf im Internet

   Ein Kodex für den Fahrzeughandel im Internet soll dem Verbraucher künftig mehr Sicherheit bieten. Formuliert wurden die verbindlichen Regeln vom ADAC, dem Deutschen Kfz-Gewerbe (ZDK) sowie den Autobörsen Mobile.de und autoscout24.de. Der Kodex wird in den allgemeinen Geschäftsbedingungen beider Anbieter festgeschrieben; ZDK und ADAC wollen über die Einhaltung wachen. HA090812dpa

Cars Vivendi für Endkunden online

     80 Prozent aller Autokäufer informieren sich inzwischen auch im Internet. Jetzt gibt es eine neue Adresse für den Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen sowie Ersatz- und Zubehörteilen:
                                                    www.carsvivendi.de.
   Bisher war die Online-Anwendung ausschließlich für angeschlossene Autohändler und Werkstätten zugänglich. Der Name und das dazugehörige Logo sind patentrechtlich geschützt, hinter dem Angebot steht Paul Fuchs, ein ehemaliger Renault-Händler, der mit Cars Vivendi den kleineren Händlern, eine Plattform oder vielleicht sogar ein Bollwerk gegen die Großen des Marktes bieten will. „Wer als Händler bei Cars Videndi mitmacht, bündelt seinen Einkauf, stärkt den Absatz, spart Kosten, gewinnt Zeit und steigert den Ertrag,” verspricht Fuchs. Als Cars-Vivendi- Händler bekommt man Zugriff auf die Reparaturdaten aller Marken (inklusive Hotline für alle Marken), und der Einkauf von Original-Ersatzteilen verbilligt sich deutlich. Fünf von knapp 100 Cars-Vivendi-Händlern stellen jetzt ihre Angebote für alle zugänglich ins Netz. Fuchs: „Das ist eine Pilotphase, wir wollen lernen, was wir im Umgang mit dem Endkunden noch falsch machen.”  FAZ080913

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