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Kirche online

Auf dieser Seite lesen Sie:
1. “second life” für Freiburg
2. Yfaith - Im Internet zum Glauben surfen
3. virtuelle Kirche eingeweiht: funcity
4. Pilotprojekt der Kirche: Kircheneintrittstelle
5. Glaube an Christus - wie geht das?
6. Jesuit Martin Löwenstein: Crashkurs Glauben
7. Christ-werden: Projekt Internet-Seelsorge

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Second life für Freiburg

   Das Erzbistum Freiburg stößt in neue Dimensionen vor: Als erstes katholisches Bistum weltweit gründet es eine Niederlassung in der computergenerierten, dreidimensionalen Welt des „Second Life”. Geboten werden in der „Parzelle St. Georg” Möglichkeiten zu Begegnung und Gespräch, mit Wortgottesdiensten und Gebetszeiten, Bildungs- und Informationsangeboten. Die Online-Kirche ist dem über 1100 Jahre alten romanischen Gotteshaus auf der Bodenseeinsel Reichenau nachempfunden. Das seit 2003 bestehende „Second Life” hat inzwischen mehr als elf Millionen registrierte Benutzerkonten, über die rund um die Uhr meist rund 60.000 Nutzer gleichzeitig in das System eingeloggt sind. Zur virtuellen Präsenz der Erzdiözese Freiburg in dieser Parallelwelt gelangt man über die Internetadresse www.kirche-in-virtuellen-welten.de.
   Das Second-Life-Team der Erzdiözese Freiburg besteht aus fünf leibhaftigen Personen. Sie starten den Betrieb der Internet-Georgskirche mit der Komplet, dem kirchlichen Nachgebet. RVpm081028sk

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Programm:
  
An drei Abenden pro Woche können Sie sicher ein Mitglied des Teams in Second Life antreffen. Wir stehen als für Informationen zum Projekt und Gespräche über Glaube und Kirche gern zur Verfügung. Zeit: jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag Abend, 21 Uhr bis 22 Uhr (12-1 Uhr sl-Zeit)
Komplet - Kirchliches Nachtgebet. Die Komplet, das Nachtgebet, ist Teil des Stundengebetes der Kirche. Wir beten es in unserer virtuellen Kirche St. Georg per voice chat.
Zeit: Jeden Mittwoch und Sonntag um 22 Uhr (1.00 sl-Zeit)
Prayer of Hope / Gebet der Hoffnung
In diesem zweisprachig (deutsch und englisch) gebeteten Wortgottesdienst bringen wir unsere eigenen Gebets- anliegen vor Gott. Beteiligung ist per voice chat oder text chat möglich.
Zeit: Jeden ersten Sonntag im Monat; 21 Uhr (12.00 sl-Zeit)

Surft Gott?

  Nicht zum Gottesdienst am Morgen, sondern zur Komplet um 22 Uhr, dem kirchlichen Abendgebet, treffen sich am Sonntag mehrere Nutzer einer Internetkirche - obwohl jeder dabei zuhause allein vor seinem Computerbildschirm sitzenbleiben kann. Kirchenglocken läuten keine, auch die Orgel spielt nicht. Aber jeder dieser Besucher der Kom- plet hat zuhause das gleiche Bild einer Kirche mit Altar auf seinem Bildschirm, und dort reden, bewegen sich und sitzen wie in einem Computerspiel die Gottesdienstbesucher. Manche Teilnehmer der Komplet tippen auf der Tastatur ihrer Computer Gebetsanliegen ein, und bekreuzigen sich am Schreibtisch zuhause. Seit fünf Jahren lädt das Erzbistum Freiburg Gläubige und Suchende über die Internetgemeinschaft „Second Life" zu solchen Internet- Treffen in die virtuelle St.-Georgs-Kirche auf dem Computerbildschirm ein.
   Der Trick eines Online-Gottesdienstes ist dabei: Jede einzelne dieser Computerfiguren, die sich auf dem Bild- schirm bewegen, auf dem eine Kirche mit Altar abgebildet ist, und das alle Teilnehmer der Komplet auf ihren Com- putern sehen können, gehören zu je einem realen Menschen, der diese Figur von seinem Computer zuhause aus steuert. Die realen, einzeln zuhause sitzenden Menschen haben dabei einen Kopfhörer auf und können in ein Mikrofon sprechen. Was sie dort hineinsprechen, wird dann von den Computerfiguren auf dem Bildschirm gesagt, sodass es so aussieht, als würden diese Computerfiguren tatsächlich miteinander reden und einander zuhören. Die realen Menschen haben diese Bildschirrmfiguren, die sie wie eine Art Doppelgänger im Internet für sich sprechen, zuhören und bewegen lassen können, zuvor mit entsprechenden Computerprogrammen nach ihren Vorstellungen gestaltet. Avatare heißen diese Figuren in der Fachsprache. Und als solche Avatare bewegen sich die realen Computernutzer im Internet, bauen dort virtuelle Häuser, treffen sich mit anderen Avataren, oder besuchen eben einen virtuellen Gottesdienst - das ist das Prinzip, das sich hinter dem Stich wort Web 2.0 und „Second Life", dem zweiten Leben, versteckt: Reale Menschen simulieren eine künstliche Bildwelt im Computer, in der sie mit Hilfe von Atavaren kommunizieren.
   Die Kapelle St. Georg, die als Vorbild für die virtuelle. St.-Georgs-Kirche des Erzbistums Freiburg dient, gibt es wirklich, und zwar auf der Insel Reichenau am Bodensee. Dort haben sich die Internetchristen diesen Herbst zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht getroffen, nachdem sie sich vorher nur als ihre künstlichen Doppelgänger, als ihre Atavare kannten. Angereist sind Menschen zwischen 30 und 50 Jahren. „Wir sind eine echte Kern- gemeinde, eine Community", sagt Norbert Kebekus im Anschluss ans Gebet. Zusammen mit sechs Ehrenamtlichen betreut er das Internetprojekt seit Anfang November 2008 in Freiburg. Zwischen acht und vierzehn „User" (Benutzer) schalten sich in den Abendstunden ins Computernetz ein.
   „Viele kommen aus der Region. Aber auch die Schweiz und Nordfriesland sind mit dabei", sagt Kebekus. Auch habe es schon manche Amerikaner zu ihm verschlagen, die „einfach mal neugierig" gewesen seien. Behinderte, die es körperlich nicht in die nächste Kirche schafften, kämen gerne. Sakralbauten gibt es viele im Netz, zum Beispiel die Marienkirche am Berliner Fernsehturm. Doch kirchliche Angebote wie in St. Georg gab es bislang noch nicht.
   Der Bibelkreis trifft sich zweimal im Monat mittwochs. Zweimal die Woche trifft man sich zum Abendgebet. „Wir wollen keine Konkurrenz zum Gottesdienst im echten Leben sein", sagt Kebekus. Der Seelsorger und sein Team wollen bestehende Angebote der Ortskirchen ergänzen. „Wir spenden keine Sakramente, auch kann ich keinen Avatar taufen", sagt er. Trotzdem will Kebekus seine Kirche klar positionieren. „Wir sind nicht irgendein Kuschel- klub im Netz." Vielmehr will der promovierte Seelsorger dem Nächsten dienen, Zeugnis für Jesus Christus sein und die frohe Botschaft verkünden. Mit diesen Worten umschreibt er die Theologie seiner Online-Kirche, ganz analog zur Kirche im realen Leben. Aber die Barrieren vor der Internetkirche sind niedriger, findet er.
   Viele kommen zu St. Georg im Internet, weil ihnen im echten Leben etwas fehlt. Deswegen bietet Kebekus auch theologische Themenabende an. Kürzlich ging es um „Himmel und Hölle". Übers Fegefeuer zu reden, das wider- spreche doch dem Vorurteil, im Netz könne man nur seichtere Fragen beantworten, sagt der 50-Jährige. In der Online-Kirche treffen sich Gläubige und Suchende zwischen 20 und 72 Jahren regelmäßig. „Eine unerreichte Ziel- gruppe der Kirche", betont Kebekus. „Wir teilen unseren Glauben mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen." Er selbst hätte seinen Avatar gerne etwas älter gestaltet, „im Second Life gibt es leider keine Falten". Andere würden sich lieber etwas schminken. DT091126JanThomasOtte 

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im Internet zum Glauben surfen…  Yfaith

   Die Bischöfe von England und Wales gehen mit der Website “Yfaith” online, um junge Menschen zum katholi- schen Glauben zu führen. Zielgruppe sind die 10-13-jährigen Jungen und Mädchen, die so zu überzeugten Glau- benszeugen werden. Gegründet wurde diese Homepage durch die Katholische Agentur zur Unterstützung der Evangelisierung CASE.  
   Emily Davis von CASE koordiniert diesen Internet-Auftritt. Er ist eine Antwort auf Fragen katholischer Eltern und geht nun – nach vierjähriger Vorarbeit – ans Netz.  “Ich bin begeistert”, sagt sie nach dem Start der Seite. “Wir hoffen, dass junge Menschen hier den Raum finden, tiefer ihren Glauben kennenlernen. Es gibt ein spirituelles Interesse unter jungen Leuten, und dieses Suchen wird stärker. Wenn Spiritualität in einer ansprechenden und begeisternden Weise angeboten werden, sind junge Leute dafür offen.”
  Die Website bietet interaktive Seiten und Themen von allgemeinem Interesse in dieser Altersgruppe wie Haus- tiere, Mobbing, Familien, Freunde. Aber “Yfaith” bietet ihnen auch die Möglichkeit, sich mit dem Glauben zu be- schäftigen, tiefer zu verstehen und darüber zu sprechen. Diese Site hat noch keinen chat room,  bietet aber jun- gen Menschen über einen Moderator an, anderen ihre Ansichten und Meinungen mitzuteilen. Hier ist auch Raum, Bücher und Filme zu besprechen, und auch eigene neue Geschichten zu schreiben. 
   Emiliy Davis sagt mit Stolz, dass es in Großbritannien keine vergleichbare Internet-Site gibt. Für ältere Jugendliche jedoch ist die sehr gute und christlich geprägte Site    Die Bischöfe von England und Wales gehen mit der Website “Yfaith” online, um junge Menschen zum katholischen Glauben zu führen. Zielgruppe sind die 10-13-jährigen Jungen und Mädchen, die so zu überzeugten Glaubenszeugen werden. Gegründet wurde diese Homepage durch die Katholische Agentur zur Unterstützung der Evangelisierung CASE.  
   Emily Davis von CASE koordiniert diesen Internet-Auftritt. Er ist eine Antwort auf Fragen katholischer Eltern und geht nun – nach vierjähriger Vorarbeit – ans Netz.  “Ich bin begeistert”, sagt sie nach dem Start der Seite. “Wir hoffen, dass junge Menschen hier den Raum finden, tiefer ihren Glauben kennenlernen. Es gibt ein spirituelles Interesse unter jungen Leuten, und dieses Suchen wird stärker. Wenn Spiritualität in einer ansprechenden und begeisternden Weise angeboten werden, sind junge Leute dafür offen.”
   Die Website bietet interaktive Seiten und Themen von allgemeinem Interesse in dieser Altersgruppe wie Haustiere, Mobbing, Familien, Freunde. Aber “Yfaith” bietet ihnen auch die Möglichkeit, sich mit dem Glauben zu beschäftigen, tiefer zu verstehen und darüber zu sprechen. Diese Site hat noch keinen chat room,  bietet aber jungen Menschen über einen Moderator an, anderen ihre An- sichten und Meinungen mitzuteilen. Hier ist auch Raum, Bücher und Filme zu besprechen, und auch eigene neue Geschichten zu schreiben. 
   Emiliy Davis sagt mit Stolz, dass es in Großbritannien keine vergleichbare Internet-Site gibt. Für ältere Jugend- liche jedoch ist die sehr gute und christlich geprägte Site www.lifeteen.com im Netz. “In der Vorbereitung unserer Homepage haben wir mit Life Teen zusammengearbeitet. Yfaith wird gesponsert von Kardinal Cornac Murphy- O'Conner, Westminster, und Erzbischof Vincent Nichols, Birmingham. Der Kardinal hält  diese Seite www.Yfaith.co.uk für kreativ, wertvoll und zeitgemäß gleichermaßen für Kinder, Eltern und Lehrer. Erzbischof Nochols unterstützt die Entwicklung dieser Site: “Wir suchen in der Kirche neue und kreative Wege, Kinder und junge Leute näher mit ihrem Glauben bekannt zu machen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, Jesus, den auferstandenen Herrn zu begegnen.” Yfaith spricht die Sprache der Jugend. Auf interessante Weise können junge Leute Gott antworten in Gebet und Aktion. CTSimonCaldwell080907

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Dear God,   I enter this sacred space.
I come with humility and love, to praise you and give thanks.
To pray and ask for help, to ask for forgiveness,
and to be still with you.

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 “funcity”: Anfragen aus dem Internet kann Rainer Gelhot von überall aus beantworten.
Paulus hätte Internet, meint Gemeindereferent Rainer Gelhot in der Internetkirche.
Weihbischof Hans-Georg Koitz Foto rechts hat die virtuelle Kirche eingeweiht.

   Er ist einer von 21 Seelsorgern, die sich um die Besucher der Internetkirche Sankt Bonifatius kümmern. Rainer Gelhot ist im richtigen Leben Gemeindereferent in Gesmold und Schledehausen.
  „Anonymität schafft Nähe” sagt Rainer Gelhot. Wer ihm in der Internetkirche sein Herz ausschütte, komme schnell zur Sache. „Es wird über Vertrauliches geredet, denn die Nutzer können sicher sein, dass ich nicht weiß, wer sie sind und sie deshalb auf der Straße nicht erkennen werde, so der Gemeindereferent. Seit sechzehn Jahren sind die niedersächsischen Bistümer in der virtuellen Stadt vertreten, die einst vom Radiosender ffn gegründet wurde.
   In „funcity” können die Bewohner Wohnungen mieten und sich im Rathaus anmelden; es sieht aus wie in einer richtigen Stadt. Von den Nutzern selbst kam der Wunsch, eine Kirche zu bauen. Der Hildesheimer Weihbischof Hans-Georg Koitz spendete im Frühjahr 1998 seinen Segen. Seitdem treffen sich Internetnutzer regelmäßig zum Austausch, den einer der Seelsorger leitet. Wer es möchte, kann den Seelsorger um einen persönlichen Kontakt bitten, den niemand mitlesen kann.
   „In den Gesprächen geht es um Tod, Trauer oder materielle Armut - die Bandbreite ist groß”, sagt Rainer Gelhot. Viele seien dankbar für ein paar tröstende Worte. Die Seelsorger stellen auch ihre Grenzen dar: „Wenn wir nicht weiterhelfen können, versuchen wir, den Kontakt zu Beratungseinrichtungen oder zur Ortsgemeinde herzustel- len”,  so Gelhot. „In jedem Fall wollen wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten.”
  Persönliche Kontakte kommen selten zustande. Während der Nutzer weiß, mit wem er es zu tun hat, lesen die Seelsorger selbst nur einen Decknamen des Nutzers, den sogenannten Nickname. „Wenn wir bei Großveranstal- tungen Werbung für uns machen, kommt manchmal jemand an den Stand und stellt sich vor.” So geschehen ge- rade beim Katholikentag. ,Aber das ist selten, denn viele Nutzer kommen gar nicht aus der näheren Umgebung.” 880 Empfänger erhalten den wöchentlichen Gemeindebrief, sie sind in aller Welt verzeichnet.
Es gibt keinen Einblick in Gestik und Mimik
   Ein Kontakt per eMail stellt den Seelsorger Gelhot vor Herausforderungen. „Ich kann ja nur lesen, was der ande- re schreibt. Ich sehe keine Gestik und keine Mimik, ich kenne erst einmal keinen Hintergrund der Frage.” Anders als im Pfarrbüro, wo der Gesprächspartner meist schon bekannt ist oder der Seelsorger sein Gesicht sehen kann. „Weil mir im Internet die Gefühlswelt des Gesprächspartners verschlossen bleibt, muss ich vorsichtig tastend argumentieren”, so Gelhot.  Auf keinen Fall wolle er aber auf diese Möglichkeiten verzichten. Paulus habe auch nicht nur in der Kirche gepredigt, sondern habe in Athen mit dem Areopag einen ungewöhnlichen Verkündigungs- ort gewählt. Der Apostel, so sind viele Internetbegeisterte überzeugt, hätte auch das weltweite Netz für die Ver- kündigung genutzt. „In der Apostelgeschichte heißt es, dass einige gezweifelt haben, andere ließen sich taufen. So erleben wir es auch.” Wichtig sei den Seelsorgern, dass sie alle Menschen erreichen könnten. Um Sankt Boni- fatius besuchen zu können, bedarf es keiner Anmeldung. Bislang hat Gelhot seinen Dienst neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent versehen. Seit kurzem hat er dafür einen offiziellen Auftrag. Der bezieht sich auch auf die Internetplattform
                                                      www.katholisch-werden.de
Diese Seite kann anwählen, wer sich für den Eintritt in die katholische Kirche interessiert.
 Während vor Jahren noch die Frage im Raum stand, ob Kirche wirklich im Internet vertreten sein müsse, habe sich das längst beantwortet, so Gelhot. „Das Internet hat ja auch die Kommunikation in den Gemeinden verändert.” Einladungen zu Sitzungen etwa würden per eMail verschickt, ebenso Protokolle von Treffen. Anmeldungen zu Kursen ließen sich so vereinfachen. „Trotz allem hat das persönliche Gespräch nicht ausgedient.”
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Die Internetkirche Sankt Bonifatius in der virtuellen Stadt „funcity” wird sechzehn Jahre alt. Im Frühjahr 1998 wurde die Kirche gegründet und vom Hildesheimer Weihbischof Hans-Georg Koitz eingeweiht. www.kirche.funcity.de

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Die virtuelle Kirche:         www.funcity.de  

   Mit rasanter Geschwindigkeit hat sich das Internet ausgebreitet. Bei der Internetkirche Sankt Bonifatius in www. funcity.de handelt es sich um ein profiliertes Angebot in einem kirchenneutralen Umfeld: in der auf Spass und Fun ausgerichteten Community. Jeder Internet-Nutzer kann diese virtuelle Stadt im Internet als „Gast” besuchen, sich als „Einwohner” anmelden, danach eine „Wohnung” suchen, diese dann mit Bild und Text persönlich gestalten und erhält damit u.a. einen eMail-Kasten, über den eMails verschickt und empfangen werden können. Aufgrund der Möglichkeiten des Internets ist die Bonifatius-Kirche an sieben Tagen pro Woche für 24 Stunden geöffnet.
  Wenn die Startseite von www.funcity.de aufgerufen ist, liegt die Kirche nur noch einen Mausklick entfernt, ist also sehr schnell zu erreichen. Innerhalb der Kirche kann der Besucher mit maximal zwei weiteren Klicks alle Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten ansehen. Da die meisten das Internet privat nutzen, bietet diese Internetkirche eine gute Möglichkeit, einfach mal schnell und „unerkannt” ein kirchliches Angebot wahrzunehmen.
   Das „Land” die „Stadt” ... 1997 war „Funcity” zunächst gedacht als Internet-Treffpunkt für die Hörerinnen und Hörer von fünf privaten Hörfunksendern Norddeutschlands. Der Zuspruch junger (und jung gebliebener) Leute zwischen 12 und 40 Jahren hat sich ständig erhöht.
   ... und die Kirche mittendrin.  Seit dem Start am 6. 4. 1998 hat die virtuelle Stadt eine Kirche mit dem program- matischen Namen St. Bonifatius. Etwa 20 Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem norddeutschen Raum gestal- ten das Angebot. In einem an Unterhaltung orientierten Internetauftritt vermuten viele zunächst kein reales, echtes kirchliches Angebot. Kann die katholische Kirche sich mit ökumenischer Ausrichtung in einem solchen Spass- Umfeld behaupten?, fragen viele. In St. Bonifatius stoßen Menschen auf eine „ernst gemeinte” Kirche. So folgende Rückmeldung: „Hätte ich nicht gedacht, dass gerade die katholische Kirche sich hierher traut. Ist gut so und macht weiter.”
   Die Kirche bietet so etwas wie „City-Pastoral im Internet” Hier surfen kirchennahe Menschen vorbei, und dis- tanzierte, kritische, ablehnende bemerken das ernste Angebot in einer Fun-Umgebung. Menschen kommen mit der Kirche in Kontakt, die „im wirklichen Leben” nicht wahrgenommen wird. Das Kirchlein hebt sich von den anderen, teilweise futuristisch aussehenden Neubauten ab: Alt hat hier eine innere Verbindung zu Beständigkeit und Verlässlichkeit. Wird auf die „Kirche” geklickt, eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten.

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Unsere Angebote
Pfarrhaus

   Vom Vorraum der Kirche in der City aus kann das Pfarrhaus erreicht werden, in dem sich die Team-Mitglieder mit einem Kurztext vorstellen. Direkt von dort aus sind alle per eMail zu erreichen. Ein wesentlicher Teil des Angebots besteht in der Beantwortung der persönlichen eMail-Anfragen. Hier kommen existentielle Fragen von Menschen zur Sprache. Anfragen werden spätestens innerhalb eines Tages beantwortet.
Chat
  Da ist zunächst im Eingangsbereich eine offene Tür zu sehen, mit Blick in den Mariendom von Hildesheim. Dahin- ter verbirgt sich der Chat. Dieser ist ohne Unterbrechung durchgehend geöffnet. Er wird dienstags und donners- tags von 21 bis 23 Uhr von zweien aus dem Seelsorgeteam seelsorgerisch moderiert. Über ein vorgeschlagenes Thema wird angeregt diskutiert, Persönliches hat ebenfalls Zeit und Raum. Etwa 30 bis 50 Chatter finden sich dort zu dieser Zeit ein. Inzwischen ist es zu einer guten Übung geworden, die Chat-Zeiten mit einem Vaterunser zu beenden. Damit haben wir eine Idee von Chattern aufgegriffen - und auf „ein Zeichen der Zeit” reagiert. Wer möchte, kann in dieser Zeit zu einem Einzelchat mit einem Seelsorger in einen geschützten Gesprächsraum wechseln oder sich gezielt hierzu verabreden.
Fürbittbrett
  Im Innern der Kirche findet sich der Zugang zum Fürbittbrett. Hier können eigene Texte, persönliche Anliegen, Gebete und Gedanken hineingeschrieben werden. Neben eher traditionellen Gebeten finden unkonventionell formulierte persönliche Nöte und spirituell-religiöse Fragen ihren Platz. Gebetsanliegen tauchen in einer neuen Sprache auf, dazu persönliche Bekenntnisse und geistliche Selbstoffenbarungen. Die Seelsorger haben es sich zum inneren Anliegen gemacht, die dort eingetragenen Gebete und Bitten in ihre privaten Gebetsanliegen aufzunehmen. Sie suchen bei Bedarf den Mail-Kontakt, ebenso die Leser dieser Seiten untereinander.
Worte zum Nachdenken
   Auf dieses Brett schreiben die User Gedichte und Texte, Sätze und Aphorismen, die einen nach-denkenswerten Schatz für eigene Überlegungen bieten.
eMail-Seelsorge
   Aus den manchmal scheinbar oberflächlichen Kontaktaufnahmen entwickeln sich oft persönliche Mailkontakte, auch über einen längeren Zeitraum. Die Ratsuchenden finden hier gezielter Hilfe und persönlichen Zuspruch, und wenn gewollt, vermitteln wir an reale Beratungsstellen weiter. Hin und wieder entwickeln sich aus solchen Kontakten Telefonate und persönliche Treffen.
Gemeindebrief
   Zum Weihnachtsfest 1999 haben wir allen registrierten Surfern eine Weihnachts-eMail geschickt, die knapp gehalten und in Stil und Inhalt auf die jugendlichen Nutzer abgestimmt war. Aus dieser Mail hat sich ein wöchentlich am Samstagabend erscheinender Gemeindebrief mit kurzen Glaubens-Impulsen entwickelt. Durch Schneeballeffekt („Weiterleiten an”) existiert inzwischen ein Abonnentenkreis, der weit über die Funcity hinaus- reicht und sich weltweit verteilt mit einer redaktionellen Gesamtauflage von 2.500.
Internet-Exerzitien im Alltag
   In der Adventszeit 2001 gab es zum dritten Mal das Angebot für Exerzitien im Alltag. Interessenten bekamen drei bis vier Wochen lang täglich einen Gebets- und Meditationsimpuls zugemailt. Wöchentliche Treffen von etwa zwei Stunden in einem geschützten Chat-Raum wurden für Austausch und weitere Impulse genutzt. Die Alters- spanne von 19 bis 71 Jahren macht dem Team deutlich, dass hier ein über www.funcity.de hinausgehendes Interesse besteht. Zusätzlich zu den 20 Teilnehmern wurden, quasi als niederschwelliges Angebot, die Impulse per eMail an jeweils 50 Interessierte weiter- verbreitet.
Online-Gottesdienst
   Jeweils am letzten Sonntag eines Monats leitet ab 21.30 Uhr der Hildesheimer Diözesanjugend-seelsorger Pfarrer Martin Tenge zusammen mit anderen aus dem Seelsorgeteam einen Online-Gottesdienst. Er hat einen festen liturgischen Ablauf: Begrüßung - Hymnus - Rückblick - Gebet - Evangelium - Predigtgespräch - Dank und Fürbitten  - Vaterunser - Segen.
Chancen der Internetseelsorge
   Die meisten kirchlichen Angebote im Internet finden sich auf speziellen kirchlichen Internet-Seiten, die bewusst aufgesucht werden. St. Bonifatius dagegen steht in einem säkularen Umfeld.
   Die Nutzer der virtuellen www.funcity.de surfen öfter dort, als dass sie kirchliche Angebote wahrnehmen. Das ist in diesem Umfeld kein Manko, sondern Chance. Freiwillig und selbstbestimmt tarieren die Besucher der Internet- Community ihre Nähe und Distanz zur Internetkirche. Wenn auf welchem Weg auch immer Kontakt erwünscht ist, wird er vom Team aufgegriffen. Dabei gilt für die Authentizität des Teams der Glaubwürdigkeits-Test: „Bist du wirklich aus Überzeugung Priester?” - „Warum arbeitest du bei der Kirche?”
   Wir öffnen uns dabei den vielfältigen Erfahrungen von Menschen, zeigen unser Profil durch verschiedene Mög- lichkeiten der Teilhabe: Chat, Bretter-Einträge, Kontakt zu einem Seelsorger usw. ermöglichen durch das Medium Internet eine missionarische Ausrichtung der Arbeit,  die auch deshalb wirkt, weil sie sichtbar ist.
BonifatiuswerkPriesterjahrheft2006NorbertLübke

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Virtuelle Kirche: Sankt Bonifatius online:    www.funcity.de  

   Klicken Sie diese Internet-Adresse an, und Sie finden die Tür zur Kirche Sankt Bonifatius Hildesheim geöffnet! Im Vorraum liegt auf einem Pult ein Buch mit der Möglichkeit, Fürbitten einzutragen. An der Wand ein Kreuz, ein Kerzenständer. Doch wer in Sankt Bonifatius eintreten möchte, muss sich nicht bewegen: Ein Mausklick genügt. Denn Sankt Bonifatius ist eine virtuelle Kirche im Internet. Die Kirche feiert ihr sechsjähriges Bestehen.
  Sankt Bonifatius liegt - wie sollte es anders sein - in der Kirchstraße. Die befindet sich in der virtuellen Stadt “Fun- city”. Eingeweiht wurde sie am 6. April 1998 vom Hildesheimer Weihbischof Hans-Georg Koitz. Im März wurden die kirchlichen Seiten nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle rund 33.500 mal angeglickt. Insgesamt besuchten die Surfer die Angebote von Funcity 11 Millionen mal.
   Michael Tenge, Jugendseelsorger im Bistum Hildesheim, ist einer von 20 Seelsorgern, die sich um die virtuellen Kirchgänger kümmern. Und das sind nach seinen Worten nicht nur Jugendliche. Auch viele Besucher jenseits der 30 wagten den Schritt in die virtuelle Kirche. Dabei seien nicht alle Besucher überzeugte Christen: “Der Einstieg in Funcity ist meist kein kirchlicher. Die meisten Leute landen zufällig bei unserem Angebot”, sagt Tenge.
   Auch Vanesse hat außerhalb von Funcity mit Kirche nichts mehr am Hut. “Ich war zum letzten Mal bei meiner Konfirmation in der Kirche”, meint die Funcity-Teilnehmerin. In der realen Kirche fühle sie sich nicht wohl. Mirjam ist fast von Beginn an als Chatterin dabei. Sie ist auch im wirklichen Leben engagierte Christin und spricht darüber im Chat: “Ich habe kein Problem zu sagen, wer ich bin”, meint die 20jährige Schülerin, die im Chat unter dem Pseudonym “Mama Pontifex” auftritt.
   Im virtuellen Fürbitten-Buch finden sich auch kritische Einträge. Ein User offenbart zum Beispiel, dass er ein Anti- Christ sei. Solche kritischen Beiträge werden laut Tenge nicht zensiert. “Solange es nicht beleidigend wird oder unter die Gürtellinie geht, lassen wir die Einträge stehen. Mit Kritik an der Kirche haben wir kein Problem.”
     Neben den Fürbitten gibt es auch noch weitere Angebote in Sankt Bonifatius. Außer dem regelmäßigen Chat, bei dem immer zwei Seelsorger anwesend sind, gibt es einen Gemeindebrief sowie Seelsorge per eMail. Und sogar ein virtueller Beichtstuhl steht in Sankt Bonifatius: “Wir können natürlich im Internet nicht das Bußsakrament spen- den”, sagt Tenge. “Wer in den Beichtstuhl geht, darf aber sicher sein, dass sein Gegenüber ein Priester ist”, erläutert der 39jährige. Und so ist der Beichtstuhl in der Internet-Kirche für manche ziemlich real: “Ich bin dabei nervöser als im echten Beichtstuhl”, meint die 33jährige Iris. Die Beichte im Internet ist für Pfarrer Tenge beson- ders reizvoll: “Die Anonymität des Beichtstuhls können wir auch im Internet gewährleisten. Aber in der Realität wird die Beichte von vielen Menschen nicht mehr angenommen.” Dafür im Internet umso mehr: Viele Menschen meldeten sich, um online mit einem Geistlichen Kontakt aufzunehmen. “Im Internet kann der Nutzer den Kontakt jederzeit abbrechen. Die Hemmschwelle ist daher viel geringer”, meint Tenge.   SalzgitterZeitung020416

„Osterwege“: Fastenbriefe aus Funcity. Spirituelle Impulse
via Newsletter-Internet- Projekt der Bistümer Hildesheim und Osnabrück

   Schon mal in St. Bonifatius gewesen? Nein? Nur keine Berührungsängste - das Betreten des Kirchenportals in Funcity geschieht nur virtuell. Die Seelsorger, die hinter dem Projekt stehen, sind allerdings echt. Zur Fastenzeit liefern sie spirituelle Impulse mit den Mitteln der modernen Kommunikation.
   Newsletter abonnieren, ja/nein? Welcher Internetnutzer kennt diese Abfrage nicht, bei der er stets Gefahr läuft, zukünftig jede Menge Werbung in seinem Postfach zu haben? Weniger einen Kauf -, denn einen geistigen Impuls will das Team der Internetkirche St. Bonifatius mit dem Newsletter „Osterwege” geben: Unter dem Leitmotiv „Bewegen und bewegen lassen - auf Ostern hin” erhalten die Abonnenten an jedem Tag der Fastenzeit via eMail das Evangelium des Tages, angereichert  mit einem Satz, einer Frage, zur Besinnung. „Einmal am Tag sollte Zeit sein, den Anker zu werfen und kurz innezuhalten”, wünschen sich die Verantwortlichen - Rainer Gelhot, Gemeinde- referent in Gesmold und Schledehausen, für das Bistum Osnabrück, und Norbert Lübke, Fachbereichsleiter Jugendpastoral beim Bistum Hildesheim.
  Zum dritten Mal betreuen sie den Fastenkalender. Anders als in den Vorjahren, als die Beiträge überwiegend von den Nutzern bereitgestellt wurden, haben die beiden diesmal selbst ihre Gedanken zum Evangelium formuliert. „Dies wurde erforderlich, um Wiederholungen zu vermeiden”, erklärt Rainer Gelhot.
   Die wären vermutlich nicht ausgeblieben, da die Zahl der Abonnenten des religiösen Newsletters mit jedem Jahr wächst: Für den aktuellen Brief gibt es bereits 500 Anmeldungen - und die Fastenzeit hat gerade begonnen. Dabei ist die Aktion nur eines der Angebote von Sankt Bonifatius. Schwerpunkte sind betreute  Themenchats,  online- Gottesdienste  und  die  Seelsorge  per  eMail. 8.000 Besucher zählt die virtuelle Kirche pro Monat, rund 1.000 davon suchen hier geistigen Beistand bei einem der 20 mitwirkenden Seelsorger - Zahlen, von denen so manche Pfarrgemeinde „im wirklichen Leben” nur träumen kann.
   „Unsere Kirche ist wohl besonders für Menschen interessant, die den Draht zur Kirche verloren haben, die aber dennoch nach Antworten suchen”, beschreibt Gelhot die Kirchgänger von St. Bonifatius. Dabei müsse niemand den erhobenen Zeigefinger fürchten: „Wir geben Anregungen”, betont er. Und: „Wir sind bundesweit die einzige Internetkirche auf einem kommerziellen Server. Möglicherweise  ist da die Schwellenangst nicht so groß.”
   1998 wurde St. Bonifatius, „die Kirche mit katholischem Profil und ökumenischer Offenheit”, geweiht. Damit wurde sie zur Institution von Funcity, das seinerzeit als Homepage von Radio ffn an den Start ging. Inzwischen hat der Sender einen anderen Internetauftritt, Funcity, die virtuelle Stadt mit allem was dazu gehört, ist geblieben. Und aus dem Pfarrhaus kommen nun die Fastenbriefe. An Aschermittwoch geht’s mit dem Mattäusevangelium los. „Du aber geh’ in deine Kammer, wenn du betest, und schließe die Tür zu”, heißt es da. Wer in der Internetkirche betet, genießt gar den Schutz der Firewall.
  Unter www.kirche.funcity.de ist St. Bonifatius rund um die Uhr geöffnet; der Fastenbrief „Osterwege” kann abon- niert werden über: Oster-Wege@bistum-hildesheim  balxNOZ060301

Ein morgendlicher Impuls für die Fastenzeit
  „Ein kleiner morgendlicher Impuls, Tag für Tag, bewegt und macht innerlich beweglich” - diese Überlegung der beiden Theologen Rainer Gelhot und Norbert Lübke liegt den „Osterwegen” zu Grunde, einem Angebot der Internetkirche St. Bonifatius.
  Den Impuls haben offenbar viele schätzen gelernt, wie Rainer Gelhot, Gemeindereferent in Gesmold und Schledehausen, versichert: „Im nunmehr vierten Jahr bieten wir diese Art des Fastenkalenders via Internet an - und erfahren damit von Jahr zu Jahr mehr Zuspruch.” Dass es sich bei den fast 900 „Osterwege”- Abonnenten im vergangenen Jahr sowohl um Gläubige als auch um Nichtgläubige gehandelt hat, wissen Gelhot und sein Kollege Norbert Lübke, Leiter der Jugendpastoral im Bistum Hildesheim, aus vielen Rückmeldungen - ansonsten sei bei dem Internet-Angebot selbstverständlich die Anonymität sichergestellt. Die „Osterwege”, die von der virtuellen Stadt www.funcity.de aus angeklickt werden können, funktionieren wie ein Newsletter-Abonnement: Mit dem „subscribe” erhält der Abonnent den täglichen Fastenbrief. „Pünktlich ab Aschermittwoch bis Ostersonntag”, verspricht Gelhot und versichert weiter: „Die Daten werden nicht weitergeleitet oder gespeichert, nach Ostern ist Schluss. Bei Nichtgefallen kann man sich ohnehin jederzeit wieder austragen.”
  Und wie sieht die tägliche Mail aus St. Bonifatius aus? Gelhot: „Wir zitieren die Lesung des Tages  und stellen deren Kernaussage sozusagen als Losung heraus. Verstärkt wird die Aussage durch eine praktische Frage, die uns unser Verhalten und unseren Glauben in dieser Hinsicht überprüfen lässt.” Das Ganze, so Gelhot weiter, sei bewusst nicht zu theologisch, sondern „kurz, prägnant, knackig” gehalten. Eher die „Frohe Botschaft to go” also? Gelhot: „In gewissem Sinne schon, denn erfahrungsgemäß wird der Newsletter morgens gelesen, unmittelbar nachdem der Rechner hochgefahren wurde und die Arbeit wartet.” Die „Osterwege” sind also kein Spaziergang, sondern ein virtueller und spiritueller Denkanstoß auf dem Weg zu Ostern. balxNOZ070216
Internet:  www.kirche.funcity.de  ist St. Bonifatius rund um die Uhr geöffnet; der Fastenbrief „Osterwege” kann abonniert werden über Oster-Wege@bistum-hildesheim. Mehr Infos zum Angebot: www.st-bonifatius-funcity.de

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Internet-Kirche als Ratgeber in Glaubensfragen. - „Kein Ersatz für den direkten Kontakt”.
Foto oben: Rainer Gelhot hat an dem Buch: „Per Mausklick in die Kirche” mitgewirkt.

   „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen”, heißt es bei Matthäus. Im Medienzeitalter muss der Begriff der Versammlung weiter gefasst werden: Die Internet-Kirche eröffnet neue Möglichkeiten der Kommunikation. Auch das Bistum Osnabrück verstärkt sein Engagement. in der virtuellen Welt. St. Bonifatius ist eine virtuelle Kirche in Trägerschaft der Bistümer Osnabrück und Hildesheim sowie des bischöflich- münsterschen Offizialats in Vechta, in der immerhin circa 20 Seelsorger über www.funcity.de als Ansprechpartner in Glaubensfragen zur Verfügungstehen.
   Einer von ihnen ist Rainer Gelhot, der seine Tätigkeit als Gemeindereferent in Gesmold und Schledehausen reduzieren, dafür aber Aufgaben der Internetseelsorge beim Bistum Osnabrück wahrnehmen will. Denn: „Auch für die Kirche  gewinnt das Internet mit erweiterten Möglichkeiten der Kontaktaufnahme an Bedeutung”, erläutert Hermann Haarmann, Pressesprecher des Bistums, die Entwicklung. Der Nutzer, so Haarmann, könne sich zunächst anonym und unverbindlich informieren und sich dann „eher sachte” annähern - besonders wenn Schwellenängste vor dem Kirchenportal bestünden. So werde insbesondere vom Angebot www.katholisch-werden.de Gebrauch ge- macht, das sich an Erwachsene richte, die sich für Taufe und Wiedereintritt interessierten.
   Die Betreuung dieses bundesweiten Internetseelsorge-Netzwerks innerhalb des Bistums wird also in Zukunft Rainer Gelhot übernehmen und dabei als Schnittstelle zu den pastoralen Mitarbeitern vor Ort fungieren. Dabei kann er seine Erfahrungen aus St. Bonifatius einbringen, die ihn um Möglichkeiten und Grenzen der Internet- seelsorge wissen lassen. „Einerseits schafft gerade die Anonymität Vertrauen, das sich anders vielleicht nicht so schnell aufbauen lässt. Andererseits ist das Internet kein Ersatz für den direkten Kontakt, wie er bei Trauer, längerfristiger Begleitung oder aber auch im Umgang mit Kindern erforderlich ist”, sagt Gelhot.
   Dennoch ist er überzeugt, dass beispielsweise der geistige Austausch in der Internet-Kirche nicht mit Realitäts- einbußen einhergehen müsse. Vereinfacht gesagt: „Real ist immer das, was einen betroffen macht.” Zudem befreie die Kommunikation übers Netz von Äußerlichkeiten, sie sei konzentrierter, weil sie Präzision in der For- mulierung und Sensibilität in der Interpretation verlange.
   Über alle Facetten der „realen Seelsorge in der virtuellen Welt” haben er sowie zwei weitere Internet- Seelsorger übrigens ein Buch verfasst, das vor wenigen Wochen unter dem Titel „Per Mausklick in die Kirche” im Verlag Haus Altenberg erschienen ist. NOZ080809balx

Ordensleute eröffnen Kloster im Internet

   Ein „virtuelles Kloster” ist jetzt in der Internet-Community www.funcity.de eröffnet worden. Das Internetkloster soll vor allem jungen Leuten die Möglichkeit geben, einen Erstkontakt zu Ordensgemeinschaften herzustellen. Insgesamt elf Ordensleute (ein Franziskaner, neun Ordensschwestern und eine Benediktineroblatin) stehen in speziellen „Klosterzellen” für Fragen und Gespräche zur Verfügung – per Mail und im Chat. Zusammen mit dem Beauftragten für Internet-Seelsorge des Bistums Hildesheim wurde das Projekt realisiert. Die Internetkirche „St. Bonifatius” der virtuellen Community Funcity wurde 1998 vom Hildesheimer Weihbischof Hans-Georg Koitz geweiht. Sie zieht monatlich rund 75.000 Besuche an.    pm081201mc

Ein Tor wird aufgemacht! Pilotprojekt der Kirche
Gespräch über Glaubensfragen und Kirche. 12 Priester stehen im Internet bereit!

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  Frühere Katholiken haben jetzt die Möglichkeit, sich per Internet über einen Wiedereintritt in die Kirche zu infor- mieren. Unter www.kircheneintritts-stelle.de können Interessenten mit Angestellten der Bistümer Berlin und Osna- brück „unkompliziert über Fragen zu Glauben, Kirche und einem möglichen Wiedereintritt in Dialog treten”. Das Pilotprojekt wird von der Deutschen Bischofskonferenz unterstützt. In Berlin begründete es der Theologe Mathias Heidemann  mit  wachsendem  Interesse am Wiedereintritt. Allein 2002 seien 8.721 Deutsche in die Kirche zurückgekehrt, so Heidemann, der das Projekt entwarf. Zehn Jahre zuvor seien es jährlich nur rund die Hälfte gewesen. Bislang verweisen die Kirchen Menschen, die ihnen beitreten wollen, in der Regel auf die Pfarreien ihres Wohnorts. FAZ040612
    Mit Hilfe des Internets will die katholische Kirche ihre „verlorenen Schafe” wieder einsammeln. Die Bistümer Osnabrück und Berlin stellen ab sofort die Website www.kircheneintritts-stelle.de ins Netz. Das Pilotprojekt ermöglicht Interessierten, „unkompliziert”  mit Seelsorgern über Glaubensfragen und Kirche ins Gespräch zu kommen. Wie das Bistum Osnabrück mitteilte, stünden hier zwölf Geistliche als Ansprechpartner zur Verfügung. In Berlin seien es vier.
       Im  Bistum  Osnabrück  leben  581.000  Katholiken. Dies sind 27,6 Prozent der Einwohner. In Berlin stellen 307.000 Katholiken neun Prozent der Einwohner. NOZ040612

  www.katechumenat.de    Glaube an Christus - wie geht das?
Das steigende Interesse an Glaubenskursen zeigt: Katholisch zu sein ist attraktiv

   „Katholische Kirche Langen” hat die blonde junge Frau in die Suchmaschine „google” im Internet eingegeben und stieß auf die Telefonnummer von Pfarrer Heiner Doli von St. Albertus Magnus in ihrem Wohnort Langen in Südhessen. „Ich glaube seit mehreren Jahren an Gott und hatte nie den Mut, den Schritt in die Kirche zu tun.” Doch „gewisse Ereignisse in meinem Leben” brachten sie dazu, anzurufen und sich regelmäßig mit Pfarrer Doli und anderen Menschen, die in die katholische Kirche eintreten wollen, zu treffen. In der Osternacht dieses Jahres wurde sie gefirmt. Ihren Namen will sie nicht nennen. „Glaube ist für mich etwas sehr Intimes und Persönliches.”
   „Das Interesse an der katholischen Kirche ist seit einigen Jahren ungebrochen”, berichtet Rainer Stephan, der im Bistum Mainz für Menschen zuständig ist, die den Weg in die katholische Kirche suchen. 857 seien es im vergangenen Jahr im Bistum Mainz gewesen, die diesen Weg auch gefunden haben. Davon seien 555 ehemalige Katholiken wieder in die Kirche eingetreten, etwa 111 seien ungetauft gewesen und hätten sich taufen lassen, 191 kämen aus anderen Konfessionen.
Keine Abwertung aus anderen Religionen und Konfessionen
   Der bewegende Tod von Papst Johannes Paul II., die Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zu Papst Benedikt XVI. und die große Begeisterung beim Weltjugendtag in Köln und auch der Papstbesuch in Bayern viel dazu beige- tragen, dass die katholische Kirche an Attraktivität gewonnen habe.
  Als Antwort auf dieses Interesse an der katholischen Kirche gibt es nicht nur im Bistum Mainz immer mehr Glau- benskurse. Dreißigtausend grüne Handzettel mit der Aufschrift „Katholisch werden - Ein Glaubenskurs” wurden kürzlich in alle Briefkästen Neu-Isenburgs, der südlichen Nachbargemeinde Frankfurts, geworfen. Eingeladen wird darin zu acht Abenden mit Impulsen zu zentralen christlichen Themen wie „Der Mensch als fragendes Wesen und das christliche Gottesbild” „Jesus Christus”, „Leid und Schuld” oder „Einführung in eine christliche Spiritualität”. Zugrunde liegt ein im Bistum Speyer erprobter Glaubenskurs, der neben der Vermittlung von Glaubenswissen die persönliche Glaubenserfahrung in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Titel „Katholisch werden” will der Neu-Isenburger Pfarrer Heribert Kronenberger, der den Kurs für das Dekanat anbietet, Menschen erreichen, „die nicht religiös ge- bunden und auf der Suche sind”. Die Kursteilnehmer sind  zu den Abendveranstaltungen zu den Sonntags- gottesdiensten eingeladen. „Wir begleiten Sie dabei inhalt- lich und helfen Ihnen, die Liturgie zu verstehen”, steht in der Einladung.

P.MartinLöwensteinSjx JPII-santo-subito-x

   Es reicht nicht, von der Kanzel herunter zu Glaubenskursen einzuladen. Missionare sind gefragt, die auf die Straßen gehen und dazu einladen.
   Vier junge Erwachsene haben sich dazu bereit erklärt, mit ihrem Gesicht für einen ungewöhnlichen „Crash-Kurs Glauben für Jungbanker” zu werben: Zu finden sind die Plakate derzeit in der Frankfurter Innenstadt und den U- Bahn-Stationen.
   Dahinter steht der Jesuit Martin Löwenstein Foto oben links, der zuletzt 2002 mit einem Projekt in der Banken- szene aufgefallen ist. Mitten in der Krise des Finanzsektors sammelte er sechzig arbeitslos gewordene Jungbanker zu einem Workshop „Anders wieder anfangen”. Nun geht es mit dem „Crash-Kurs Glauben” an die Grundlagen. Dieser Kurs ist an der Katholischen Hochschulgemeinde in Zusammenarbeit mit rund 20 Studierenden und jungen Berufstätigen im Sommer 2006 neu entwickelt worden.
   Der Crash-Kurs Glauben findet in der Jesuitenhochschule St. Georgen statt und richtet sich vorrangig an junge Berufstätige und Studenten. Der Hochschulgeistliche an der Frankfurter Universität, Pater Löwenstein, hat dabei nicht nur Katholiken und Kirchenmitglieder im Auge. Im Gegenteil: Der Kurs ist vielmehr für alle, die auf der Suche nach ihrem eigenen Lebensweg sind und sich dafür interessieren, existenzielle Fragen im Licht des christlichen Glaubens zu erörtern. Oder auch für diejenigen, die einfach nur verstehen wollen, was Christen glauben. Die Teilnehmerzahl ist auf sechzig Männer und Frauen beschränkt.
   Debattiert werden sollen Fragestellungen wie: Was steht in der Bibel? Wer war Jesus Christus? Was sagt der christliche Glaube über den Sinn des Lebens? Löwenstein betont dabei jedoch, dass der Kurs nicht alle Antworten an einem Wochenende gibt. Vielmehr sei er dazu gedacht, einen roten Faden aufzuzeigen und zur eigenen Mei- nungsbildung anzuregen.
Glaube - nicht bloß eine Sache des Kopfes
   Deshalb wurde ein intensiver Crash-Kurs konzipiert, der über zwei Tage geht. Wem das nicht ausreicht, der könne, so Löwenstein, weitere Informationen verschiedener Kirchen und Gemeinden erfragen. Die Angebote „Katholisch werden” und „Crash-Kurs Glauben” sind nur zwei Beispiele von vielen. In allen Bistümern gibt es Ansprechpartner für den (Wieder)-Eintritt, eine eigene Homepage www.katechumenat.de erweist mit der Überschrift „Christ werden” an die verschiedensten Angebote. Dazu kommen weitere freie Initiativen: So hat die katholische Gemeinschaft Emmanuel einen „santo-subito”-Kurs für Jugendliche entworfen, dessen Idee es ist es, dass Glaube verkündet, gefeiert und gelebt werden muss.
  Im Laufe der Glaubenskurse - ob nun von Pfarreien, Hochschul-Gemeinden oder neuen geistlichen Gemein- schaften initiiert - entsteht erfahrungsgemäß bei Teilnehmern der Wunsch, katholisch zu werden und sich taufen zu lassen. Die Bistümer Mainz und Limburg haben in den letzten Jahren zu der alten Tradition zurückgefunden, zu Beginn der Fastenzeit alle Taufbewerber zu einer zentralen Feier mit dem Bischof einzuladen. Dort feiern sie als „Katechumenen” die Zulassung zu den Sakramenten. Die Taufe findet in den Ortsgemeinden statt.
AntoniavAltenDT061012 

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   Projekt Internetseelsorge ist Seelsorge im Rahmen der Möglichkeiten, die das Medium Internet eröffnet.
Seelsorge erzählt von Gott. Seelsorge im Internet hält die Botschaft Jesu im Gespräch. Sie informiert und antwortet auf Glaubens- und Lebensfragen. Sie gibt Zeugnis von dem Glauben, der die Kirche erfüllt.
Seelsorge im Internet ist Evangelisation.
   Darum finden Sie auf dieser Plattform Internetseelsorge nicht nur Informationen zu Glaube und Leben, sondern jeden Monat wechselnd ein kleines Online-Magazin: Glauben heute.
Seelsorge sucht den Kontakt und die Begegnung mit Menschen.
   Sie öffnet sich den Fragestellungen und Problemen der Zeit. Sie begleitet Menschen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg. Sie bietet Hilfe, Trost und Unterstützung in schweren Zeiten. Sie ist Hilfe zum Leben. Seelsorge im Internet ist Dasein für die Menschen.
    Unter dem Link Beratung Online finden Sie aus dem breiten Angebot professioneller, kirchlicher und diözesaner Beratungsdienste Links zu jenen Beratungsangeboten, die direkt im Internet angefragt und von Ihnen wahrge- nommen werden können.
Seelsorge ist Erfahrung von Kirche.
  Seelsorge hilft, den eigenen Glauben in der Gemeinschaft mit anderen lebendig zu halten und zu vertiefen. Seelsorge führt auf die Spur Gottes. Internetseelsorge nutzt die Möglichkeiten des Internet, um den Menschen auf diesem Weg nahe zu sein. Durch das Zeugnis lebendigen Glaubens wirbt sie für die Gemeinschaft der Glaubenden in den Gemeinden vor Ort.
Seelsorge im Internet ist Weggemeinschaft.
   Für viele ist das Internet ein Raum der Erstbegegnung mit Glaube und Kirche. Zur Plattform Internetsetseelsorge gehören darum auch die Seiten www.katechumenat.de für Menschen, die Christ werden und sich taufen lassen möchten oder auch  www.katholisch-werden.de, die Seite für getaufte Christen, die der katholischen Kirche (wieder) beitreten möchten.
  Viele Millionen Menschen weltweit nutzen das Internet. Bald werden 60 Millionen der Deutschen über einen Internetanschluss verfügen. Immer mehr Menschen nutzen selbstverständlich die Service-Möglichkeiten dieses Mediums: Sie suchen hier und finden; sie kaufen und verkaufen; sie gehen hier zur Bank und auf die Post, erledigen hier ihre Behördengänge, sie machen Termine und treffen Verabredungen. Sie sind beruflich im Internet unterwegs und nutzen es zuhause als Medium privater Unterhaltung. Das Internet ist aus dem Alltag der Menschen nicht wegzudenken.
Kirche will dort sein, wo Menschen sind.
   Sie hält sich dort auf, wo Menschen sich bewegen. Internetseelsorge ist antreffbare Kirche.

            kbwn:Kirche online

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