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Mel Gibson: Passion

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Die Passion Christi
und über weitere Filme von Mel Gibson

MelGibson7     Dreht Mel Gibson einen Film über das “3. Geheimnis” von Fatima?

 Bei den Beerdigungsfeierlichkeitn von Johannes Paul II. in Rom war Mel Gibson mit einem eigenen Kamerateam dabei. Mehr über das 3. Geheimnis von Fatima: Fatima-Geheimnis

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 Wird Mel Gibson einen Film über das 3. Geheimnis von Fatima drehen?
   In Filmkreisen wird erwartet, dass  Mel Gibson nun einen Film über das 1982 erfolgte Attentat auf Papst Johan- nes Paul II. vorbereitet. Der Regisseur hat die Filmrechte des amerikanischen Bestsellers „Stealing from Angels”  erworben – gerade zehn Tage nach dem Tod der Seherin Schwester Lucia, die im dritten Teil des „Geheimnisses von Fatima“ den Gewaltakt gegen den Papst vorhergesagt hat. Foto unten, mehr dazu auf unserer Seite: Fatima
  In einem Interview erklärt Gibson, wie sehr ihm sein tiefer katholischer Glaube geholfen hat, die „Passion Christi” im Film darzustellen. In der redigierten Fassung hat der Regisseur die grausamsten Szenen herausgenommen, damit jetzt auch Jugendliche diese DVD anschauen können. 
   Die Ablehnung der Nominierung seines Films für die „Oscar-Preisverleihung” spielt der Autor herunter und meint: er hätte erwartet, ignoriert zu werden. Vor Beginn der Dreharbeiten hätte er sich schon 15 Jahre über diesen Film Gedanken gemacht und von einigen katholischen Theologen Rat geholt. „Ich bin in einer frommen und großen Fa- milie aufgewachsen”, erklärt er. “Wir wurden schon in einem sehr frühen  Alter über vieles unterrichtet,  und auch darüber, was für das Leben wichtig ist.” Obwohl ich später meine eigenen Wege gegangen bin und – wie viele von uns – wilde Jahre erlebte, gab es doch ein unverlierbares Merkmal tief in mir,  das man einfach nicht auslöschen kann. Wohin auch immer man geht  nimmt man den katholischen Glauben mit, gleichsam wie eine Überlebens- ausrüstung. Ich war nicht immer erfolgreich – wir alle fallen mal hin - und ich poliere hier nicht etwa meinen Heiligenschein -  nein, das ist es nicht; aber zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt wird dieser Glaube real, hand- fest, und dann ist es notwendig, dies auch auszudrücken. Ich denke, dass die Entwicklung dieser besonderen Ge- schichte der Passion Christi über 15 Jahre in Anspruch nahm, während ich mit Theologen und den unterschied- lichsten Menschen darüber sprach. Ich habe diesen Film nicht aus einem Nichts geschaffen – wie es in der Presse oft zu lesen war. Ich hatte mich sehr gut informiert. Schließlich musste es aus mir heraus, wenn es in mir nicht erstickt werden sollte.” Dann spricht Gibson über seine Familie: “Mit meiner Frau Robin habe ich sieben Kinder zu katholischen Christen erzogen. Meine Familie betet täglich gemeinsam. Wir leben zusammen, wir machen alles gemeinsam – und so wird es gelingen.”
   Gibson sagte, er hätte nicht erwartet, dass die Passion Christi einen „Oscar“ erhalten würde. „Das war keine Enttäuschung, weil ich ja auch nichts erwartet hatte. Drei unserer Schauspieler wurden nominiert, sie waren auch da, aber keiner hat einen Preis bekommen. Sie alle verdienen Auszeichnungen für das, was sie geleistet haben, ich denke, es war eine exzellente Arbeit.”
   Mel Gibson sagt dann, dass er einige grausame Szenen aus dem Film herausgeschnitten habe, damit sich auch Jugendliche dieses Werk anschauen können. Ich bekam einige Briefe in denen Ähnliches stand wie: ‚die Passion Christi ist ein großer Film – und ich hätte gern Tante Martha oder Onkel Franz mitgenommen’  Sie kamen nicht mit, weil sie von einigen  harten Sequenzen gehört hatten. Ja, einige Stellen sind ziemlich brutal – aber das war so gewollt. Nun habe ich einen Weg gesucht, den Film einem größeren Publikum zugänglich zu machen, in dem ich einige Sequenzen herausgeschnitten habe, ohne die Wirkung und die Integrität dieses Films zu verändern.  Das ist es, was ich getan habe. Der Film ist immer noch hart, aber nicht mehr ganz so schwer. Der Unterschied zur Urfassung ist nicht sehr groß. Diese Abmilderung macht den Film attraktiv für ein breiteres Publikum. Ich denke, das ist gelungen. Und wenn nicht, soll es mir auch recht sein.”  Diese revidierte Version der „Passion Christi” hat Mel Gibson dann freigegeben.
   Es wird berichtet, dass Gibson die Filmrecht des Bestsellers „Stealing from Angels“ erworben hat. Diese Story handelt von einem jungen Iren, der an einem Verbrechen in New York beteiligt ist, bevor er mit einer jungen katholischen Frau nach Italien reist. Dort erleben sie das Attentat auf Papst Johannes Paul II. Dieses Buch findet großes Interesse bei katholischen Christen in Amerika. Bei einer Sondervorführung seines Films „Passion Christi” im Karmel zu Coimbra traf Mel Gibson Schwester Lucia dos Santos – die Seherin von Fatima. Der neue Film ist offenbar in Arbeit. AloysiusRocastleCT050320

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Jetzt auch auf DVD
   Die Passion Christi ist jetzt auch auf DVD und VHS im Handel. In der ersten Woche wurden bereits über neun Millionen Kopien verkauft. Es ist der meist verkaufte Film aller Zeiten, meint die Verleihfirma 20th-Century-Fox gegenüber einem Hollywood-Reporter. Selbst der bisherige Rekordhalter “Herr der Ringe”  wurde  übertroffen.  In den Kinos wurden bisher über 500 Millionen Euro eingespielt - damit wurde der Film zum Kino-Event des Start- jahres.  040919CT

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Die letzten zwölf Stunden im Leben des Jesus von Nazaret
   Nach dem Abendmahl begibt sich Jesus in den Garten Gethsemane, um dort zu beten. Tief in sich gekehrt, erscheint ihm Satan und Jesus erfährt eine Vision dessen, was ihm in den kommenden Stunden widerfahren wird. Doch er ... 
Regie: Mel Gibson; Mit Jim Caviezel, Monica Bellucci, Maia Morgenstern u.a. Die Passion Christi, DVD, Paramont, 17,95 Euro
Mel Gibson:  
   “Ich entdeckte, sobald man das Gebet vernachlässigt, fällt man ins Chaos. Der einzige Weg, das Chaos zu been- den: erneut zu Gott zurückzukehren. Darum begann ich wieder zu beten, und mein Glaube begann zu wachsen.”

Der Jesus-Darsteller in Mel Gibsons: “Passion Christi” beim Papst
Bericht über Jim Caviezel, 36, stark gekürzt aus Der Tagespost Marie Czernin 050324

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   Im Jahr 2000 begegnete Jim Caviezel in Hollywood Mel Gibson. Gibson erzählte ihm ausführlich von einer tiefen inneren Krise vor 15 Jahren und von seiner Absicht, einen Film über das Leiden Jesu zu drehen. Vor 15 Jahren hatte Gibson die Schriften der seligen Anna Katharina Emmerich entdeckt, in denen der Schriftsteller Clemens Brentano die Visionen der deutschen Mystikerin über das Leiden Jesu aufgezeichnet hat. Dieser Text hatte in Gibson eine Bekehrung ausgelöst.
„Wir sind berufen, unser Kreuz zu tragen”
   Caviezel erinnert sich genau an das Gespräch mit Gibson. Er habe dessen Gedanken geahnt und gefragt: „Du willst, dass ich Jesus spiele?” Gibson habe dann seine Zigarette beiseite gelegt, aber ihm nicht in die Augen ge- schaut. „Daraufhin sagte ich: ,Okay, ich werde es tun.' Doch einige Tage später rief Mel mich an und fragte: ,Bist du sicher, dass du diese Rolle spielen willst? Weißt du, was das bedeutet? Du wirst mit Verfolgung rechnen müs- sen! Da antwortete ich ihm: ,Wir sind nicht hier auf Erden, um ein leichtes Leben zu führen. Wir sind dazu berufen, unser Kreuz aufzuheben und es selbst zu tragen, sonst werden wir nur von seinem Gewicht erdrückt.'”
   „Ich wollte nicht am Ende meines Lebens zu mir sagen müssen: Mein Gott, was habe ich mit meinem Leben nur gemacht. Ich hätte all dies tun können, aber ich hatte Angst, ich war zu feige, Dich öffentlich zu bekennen”, sagt Caviezel. Ein mutiges Bekenntnis zu Christus: Kein Wunder, dass man dem Schauspieler das perfekte Ende seiner Karriere voraussagte. Doch das Gegenteil trat ein. „Die Passion Christi” wurde - trotz heftiger Debatten - zu einem der international meist gesehenen Filme. Im Herbst brach dann auch der DVD-Verkauf alle Rekorde. Allein in den Vereinigten Staaten wurden in nur einer Woche rund neun Millionen Kopien des Films auf DVD und VHS verkauft. Nach Angaben von „20th Century Fox” wurde Gibsons Passion zum bestverkauften „Live-Action-Film” aller Zeiten.
   Wenn Caviezel an die Dreharbeiten zu „The Passion” zurückdenkt, erinnert er sich besonders an die physischen Strapazen. Er habe einen Beistand von „oben” gebraucht, um mit den Herausforderungen dieser Rolle fertig zu werden, sagt er. Diesen Beistand habe er im Gebet und in der täglichen Messfeier gefunden. Die Dreharbeiten seien belastender gewesen, als bei anderen Filmen, erzählt Caviezel. Der Drehtag begann bereits um drei Uhr früh mit einer achtstündigen Make-up-Sitzung, die seinen Körper in einen von Wunden übersäten Leib verwandel- te. Unter dieser Kunsthaut hab es ihn schrecklich gejuckt. Beim Aufheben des Holzbalken renkte er sich eine Schulter aus. Ein Stuntman musste ihm schließlich beim Kreuztragen helfen. Unabsichtlich verletzte ihn ein „römischer Soldat” während der Geißelszene. „Ich wurde zweimal getroffen, und die Geißel ging direkt in mein Fleisch. Ich konnte weder schreien, noch atmen, weil es so weh tat. Ich habe am Boden gelegen und habe gekämpft, dass ich wieder zu Luft komme.” Danach habe er schreckliche Angst vor der Geißelszene gehabt, weshalb die Szene schließlich ohne Geißeln gedreht werden musste und später mit Computersimulation eingefügt wurde.
  Neben der physischen Belastung bedeuten die Dreharbeiten auch eine intellektuelle Herausforderung. „Anfangs, als ich meine Rolle auf Aramäisch, Lateinisch und Hebräisch lernen sollte, glaubte ich, Mel mache einen Witz. Ich sagte zu ihm: ,Du meinst das wohl nicht ernst, oder'? Aber Mel meinte es ernst und ich musste einen Weg finden, um diese schwierigen Sprachen zu lernen.” Zufällig entdeckte Caviezel den „Brief an die Künstler” von Johannes Paul II. Dieses Schreiben des Papstes sei für ihn „zum Schlüssel” geworden, um diese schwierige Rolle inter- pretieren zu können, sagt er. „Dieser Brief half mir sehr. Es ist wunderbar, dass der Papst selbst Schauspieler war, deshalb versteht er das alles. Aber er war nicht nur Schauspieler, sondern er gab diese Leidenschaft auf, um Priester zu werden.  Er spricht aus seinem Herzen.  Deshalb hören die Menschen auf ihn.”
    Als Caviezel und seine Frau kurz vor der Europa-Premiere von „der Passion Christi” vor einem Jahr die Gelegen- heit hatten, Johannes Paul II. in Privataudienz zu begegnen, stellte der Privatsekretär des Papstes, Erzbischof Stanislaw Dziwicz, den Schauspieler humorvoll mit den Worten vor: „Hier kommt Jesus”.
   Der junge Hollywood-Star kniete vor dem alten, kranken Pontifex Foto oben und für einen Moment war es, als bestünde tiefes Einverständnis zwischen den beiden Schauspielerkollegen. Caviezel dankte dem Papst für dessen Zeugnis und sagte ihm, dass auch er die Muttergottes sehr verehre. Er dankte dem Papst für sein Wirken und seinen „Brief  an die Künstler”, der ihn tief beeindruckt habe. Der Papst seinerseits war sichtlich erfreut über die Begegnung mit Caviezel und dessen Familie. Sein Lob drückte er damals mit einer energischen Geste und einem „Bravo, bravissimo!” aus.

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Mel Gibson: Ich ging zu den Wunden Christi, so konnte ich meine Wunden heilen.

Bericht über sein Leben     tn_JimCaviezel_psd

 Gibson ist in den USA geboren, seine Jugendjahre verbrachte er in Australien. In seinen Film “Die Passion Christi” investierte er selbst 20 Millionen Dollar. Für das Abenteuer seines Films fand er zunächst keinen Verleih. Inzwi- schen wird sein hoch angesehener Film weltweit auf mehr Leinwänden gezeigt als bestseller wie etwa “Herr der Ringe”. Das Interesse in Europa ist ebenso hoch wie in den USA.
   Die zahlreichen herben Kritiken vor dem Start ließen einen “Flop” in den Kinos erwarten, bestenfalls würde er auf DVD gebrannt oder in “Art-Houses” gezeigt werden. Nun ist er bereits zum Klassiker geworden, schneller als z.B. “Vom Winde verweht”.
   Auf die Frage, was er mit seinem Film erreichen will, antwortet er: “Ich möchte, dass dieser Film Herzen verän- dert”. Und er fährt fort: “Ich habe ihn einem Freund, der nicht an Gott glaubt, gezeigt. Am Tag darauf hat er alle vier Evangelien gelesen. Er sah den Film, und das machte ihn neugierig auf das Buch.”
    Gibson, 53, wurde geboren als einer von elf Geschwistern in Peeksill, New York. Der Glaube war dem Jungen ein wichtiger Teil seines Lebens. Aber als Jugendlicher entfernte er sich von dem, was ihm so viel Kraft gegeben hatte. In dieser Zeit der religiösen Wüste, die 18 Jahre andauerte, reifte der Gedanke an die “Passion Christi”.
    “Ich war gefangen in den fürchterlichen Gefühlen von Einsamkeit und Isolation. Ich fühlte großen Schmerz, Be- dauern und Verzweiflung. Ich hatte meinen Glauben seit ich 17 Jahre alt war verleugnet. Nun war ich 35. Ich betete, wenn ich in Schwierigkeiten war, aber das war auch alles. Ich entdeckte, wenn man aufhört zu beten, fällt man ins Chaos.
   Der einzige Weg, das Chaos zu beenden, ist erneut zu Gott zurückzukehren. Das war der Moment, wo ich wie- der anfing zu beten und mein Glaube fing wieder an zu wachsen. Der Glaube verlässt uns nicht, auch wenn wir ihn nicht beachten, bleibt er latent verborgen, und es liegt an uns, ihn wieder zu ergreifen”, erklärt Gibson.
   Die Gliederung des Films entspricht exakt den Gesätzen des “Schmerzhaften Rosenkranzes”,  einem Gebet, das Gibson täglich verrichtet. Es beginnt mit dem Mysterium “Der für uns Blut geschwitzt hat”; dann folgen: ... “Der für uns gegeißelt wurde”, ... “Der für uns mit Dornen gekrönt wurde”, ... “Der für uns das schwere Kreuz getragen hat”, ... “Der für uns gekreuzigt wurde”. Diese Gliederung seines Films zeigt, für Gibson ist dieses Filmwerk ein Gebet. So sagt er auch: “Dieser Film ist nicht geplant als ein historisches Dokument. Er ist eine Betrachtung in dem Sinn, dass man sich zu einer geistlichen Erinnerung aufgerufen fühlt, die man nicht näher ausdrücken, die man nur erfahren kann. In diesem Opus erscheint das Glühen meines Gebetslebens. In den letzten drei Jahren hat mich die Passion äußerst stark beschäftigt. Ich ging zu den Wunden Christi - um meine Wunden zu heilen. Während ich dieses tat - durch Lesen und Studieren, Meditieren und Beten - erfasste dies mein Verstand mehr und mehr. Es war wie eine Geburt. Die Geschichte, die Sicht, wie ich das Leiden Christi erlebte, erfüllte mich und wuchs heran und erreichte einen Punkt, wo ich sie nur noch erzählen, freisetzen musste.”
   Viel ist über den traditionellen Glauben Gibsons geschrieben, dass er während der Filmarbeiten täglich mit allen Schauspielern die Heilige Messe in lateinischer Sprache mitfeierte und auch über die Kirche, die er für den triden- tinischen Ritus des Messopfers gebaut hat. Aber “Die Passion Christi” wurde von so unterschiedlichen christlichen Gemeinschaften gelobt wie den fundamentalistischen Baptisten der Südstaaten und auch von liberalen hochkirch- lichen katholischen Christen.
   Dem Film wurde vorgeworfen, eine Blutorgie zu zeigen. Es wurde behauptet, dass die Zuschauer reihenweise in Ohnmacht fallen und dass sie nur durch die furchtbare Gewalt des Leidens Jesu an die Sitze gefesselt würden. Ja, es fließt eine Menge Blut in dem Film, aber es ist nicht dasselbe, wie es Holywood gewohnt ist.
   “Der Film zeigt harte Gewalt. Ich weiß, wie der Film gedreht wurde, aber als ich ihn zum ersten Mal auf der Leinwand sah, fand ich es sehr hart hinzuschauen. Aber ich denke ich muss ehrlich sein und die Zuschauer leiden lassen, damit sie besser verstehen. Ja, es ist Kunst, es springt dir ins Gesicht -  und spricht dich an. Der Strom von Opferblut ist zum Verständnis wichtig.
    Im Alten Bund wurde Blut verlangt. Im Neuen Bund wurde Blut verlangt. Jesus hätte nur einen Finger heben müssen, er tat es nicht: er ging den Weg zu Ende.” Gibson, Vater von sieben Kindern, sagt: “Ich empfehle Kindern unter 12 Jahren nicht, den Film anzusehen.”
    Aus Liebe zur “alten Religion” studierte er die Schriften von Schwester Anna Katharina Emmerich, einer Augusti- nerin aus dem 18. Jahrhundert aus Westfalen, die mystische Visionen vom bitteren Leiden unseres Herrn hatte. Viele Einzelheiten in seinem Film stammen aus diesem Buch Anna Katharina Emmerich: Das bittere Leiden unse- res Herrn Jesus Christus, 18. Auflage, 2003, Christiana-Verlag. Aus diesem Buch stammt auch die Szene von Maria und der Frau des Pilatus, die der Gottesmutter ein Tuch gibt, um das Blut ihres Sohnes abzuwischen. Eine andere Szene aus diesem Buch ist kraftvoll dramatisch, aber auch theologisch bezeichnend. Emmerich schreibt, dass während der Todesangst Christi im Garten am Ölberg der Satan ihm in einer Vision alle Sünden der Menschheit zeigte. “Satan brachte vor Christus unzählige Versuchungen, wie er es auch früher in der Wüste getan hatte, und er wagte verschiedene Anklagen gegen ihn vorzubringen”. Siehe dazu Zitate aus dem Buch unten auf dieser Seite!.
    Satan, so schreibt Emmerich, sprach Jesus an mit Worten wie diesen: “Nimmst du auch diese Sünde auf dich? Willst du die Strafe dafür tragen? Bist du bereit, Genugtuung für alle diese Sünden zu leisten?” Bei Gibson wird Jesus von einer blassen, verhüllten Frau versucht, die ihm einflüstert: es sei zu schwer für ihn, die Sünden der Welt zu tragen, er solle umkehren. Und aus dem Gewand der Versucherin entgleitet eine Schlange. Dieser Moment metaphorischer Kraft zielt direkt auf das 1. Buch Mose Gen 3,15. Jesus zertritt das Haupt der Schlange mit dem Hacken seiner Sandale. Solche Momente sind für Gibson Zeichen des kosmischen Kampfes zwischen Gut und Böse.
    “Ich benutze eine verhüllte Gestalt um das Böse darzustellen”, sagt Gibson. Das Böse nimmt die Form der Schönheit an. Das Böse ist immer schön. Es ist das Nachäffen Gottes. Aber die Maske ist schief; da ist immer etwas schlecht. Es sind Masken des Bösen. Aber wenn deine Antenne steht, wirst du es aufdecken.  Das ist ein groß- artiges Bild, nicht wahr? Auch in anderen Szenen sieht Gibson einen spirituellen Kampf. Während der Bergpredigt wurde Jim Caviezel, der Jesus-Darsteller, zweimal vom Blitz niedergestreckt. Während der Aufrichtung des Kreuzes an der Ecke eines 300-m-hohen Felsens kommt plötzlich Sturm auf.
    “Hindernisse blockieren oft den Fortgang der Dreharbeiten. Je dichter man an den Punkt der Vollendung kommt, um so stärker erscheinen die Hindernisse, daher weiß man, je stärker der Widerspruch, um so näher ist man am Ziel; da muss man durch. Das passierte oftmals in der Produktion und auch danach. Die Produktion war harte Arbeit. Das Nacharbeiten ist brutal. Und wenn das Werk fertig ist, revoltiert die Welt!”
   Einige Gruppen protestierten und meinten die “Passion Christi” wecke antisemitische Gefühle und könnte rechts- radikalen Gruppen Anlass sein, Juden zu verfolgen. Gibson weist diese Anwürfe unruhig und verletzt zurück.
   “Wenn irgendjemand den Schuldigen für die Kreuzigung Jesu sucht, dann müssen wir auf uns selbst sehen. Ich weiß, das ich das tue.” Es scheint paradox, aber Gibson übernimmt am Ende der Kreuzigung eine kleine Rolle, um seine eigene Schuldhaftigkeit zu unterstreichen. Er erklärte einem Schauspieler, wie man mit dem Hammer die Nä- gel in Hände Jesu treibt, und wie es gemacht werden soll. Er bemerkte dabei nicht, dass die Kamera dabei wei- terlief. Daher sind die Hände, die Jesus ans Kreuz nageln im Film tatsächlich Mel Gibsons Hände - nicht jüdische - , sondern die Hände eines in Amerika geborenen katholischen Christen, Sohn irischer Eltern.
    Gibson möchte mit seinem Film die Menschen daran erinnern, wie Jesus sich vollkommen dem Willen des Vaters zur Sühne für die Sünden der Welt überliefert hat. Und dann sagt Gibson noch: “Das griechische Wort für Wahrheit bedeutet wörtlich “nicht-Vergessen”. Nachdem er den Film gesehen hatte, sagte vor dem Kino ein Zuschauer: “I’m sorry. I forgot” - “Pardon, ich vergaß”.  JamesHastingsCT/040306

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  Maria wird in diesem Passionsfilm von Maia Morgenstern gespielt, deren Eltern den Holocaust überlebt haben. Sie hält den Film nicht für antisemitisch. Sie meint der Film zeige aber, wie sehr die Menschen von ihren politischen und militärischen Führern manipuliert werden könnten. “Mel Gibson ist ein großer Künstler. Er drängt keinem seine religiöse Überzeugung auf”, sagt Maia Morgenstern, 42, und will damit die Kritiker zurückweisen, die meinen, der Film würde einem Antisemitismus Nahrung geben. Der Regisseur selbst, der auch den Film finanziert, bestreitet, dass die “Passion” Juden Schaden zufügt. Manche denken jedoch, dass der Film die Juden für den Tod Christi ver- antwortlich mache. “Die Menschen, die in diesen Film gehen”, sagt die rumänische Schauspielerin, “werden vor allem ein Kunstwerk sehen.” Muslime, Atheisten, Christen und Juden wirken in diesem Film mit - ohne Ansehen von Rasse und Religion, sagt Maia Morgenstern.  CT040215

Bischof Joseph Devine von Motherwell / Schottland     tn_epDevine_psd

Bischof Devine hat die Passion Christi von Mel Gibson gesehen und war fast “zu Tode erschrocken”.
  
Nach der Sondervorführung in London lobte der Bischof den Film als “tief religiös”, hält ihn aber wegen der star- ken Gefühle für unter 15jährige für nicht geeignet. Der Bischof sagt: “Es wurde gesagt, der Film sei antisemitisch und könnte antijüdische Gefühle wecken. Ich sehe darin eine Gefahr, weil es ein sehr emotionaler Film ist, der fragt: ‘Wie konnte das geschehen? Wer ist verantwortlich?’ Wir selbst sind verantwortlich, aber Gibson macht das nicht klar. - Ich war bestürzt von der Gewaltdarstellung, die ich zuletzt in einem Film vor 25 Jahren gesehen habe in: ‘Der Exorzist’. Ich verabscheue Gewalt. Die Geißelung und Kreuzigung in der Passion Christi war fürchterlich.”
   “Sado-Masochismus wurde diesen Szenen unterstellt. Das aber denke ich nicht. Es war das Strafmaß von 39 Hieben, wobei die römischen Soldaten freie Hand hatten. Viele weinten bei der Geißelungs-Szene und ich selbst war auch nicht weit davon entfernt. Es war echt hart.”
    Bischof Devine meint, dass Mel Gibson eine starke Überzeugung hat und lobt seine Botschaft von Gewalt, Opfer und Leiden als Erlösungshandlung über die Sünde. “Das ist exzellent durch den Film ins Bild gesetzt durch die Rückblende von der Kreuzigung zum Letzten Abendmahl. Wie Gibson den Teufel ins Spiel bringt ist einfach grandios. Wir sehen, wie er Jesus versucht, in dem er sagt, kein Mensch kann die Sünden der Welt tragen. Die Todesangst Christi im Ölberg war wunderbar dargestellt. Die harte Folterung war außerordentlich ergreifend.”
    Der Bischof lobt die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller, die die Texte lateinisch sprechen, durch Untertitel übersetzt. “Der Film zeigt sehr gut die Schwäche des Pontius Pilatus. Er scheint stark zu sein, wird aber von Angst getrieben. Gibson hat eine brillante Konzeption. Er hat die Geschichte nicht erfunden, aber er hat sie wundervoll illustriert.”
   Der Film, so meint Bischof Devine, wird das Gespräch über den Glauben zwischen Glaubenden und denen, die noch zweifeln, voran bringen. “Zum Beispiel ist Gibson überwältigt von der Sünde und der Unermesslichkeit der Sünde. Vielleicht hat er das Schreiben von Papst Johannes Paul II. über die Buße gelesen, wo es heißt: die größte Sünde der heutigen Zeit ist, dass die Menschen die Sünde verdrängt haben. Als ob die Sünde nicht real existierte. In diesem Film kann man sehen, wie fürchterlich Böses gegen eine Person geschieht, sündhaft, und das wird das Thema Sünde neu ins Gespräch bringen.” Der Bischof wünscht sich, dass sich viele Menschen diesen Film ansehen und dann darüber diskutieren. “Ich war sehr beeindruckt von der Aufmerksamkeit und dem Schweigen des Publikums bei der Vorführung des Films. Die Menschen waren wie betäubt. Auch im Film vom Untergang der Titanic kannten die Menschen die Geschichte und wie sie ausgeht. Und trotzdem waren sie gefesselt. Ich denke, der Vatikan wird diesen Film gern sehen.” JamesHastings/CT/040307

“Die Passion Christi muss man sehen”,
haben die schottischen Bischöfe an alle Pfarrgemeinden im Land geschrieben.

   Bischof Joseph Devine, Präsident der Nationalkommission für Kommunikation, beschrieb den umstrittenen Film als “den stärksten, den ich jemals gesehen habe”. Er sagt, dieser Film „dämonisiert keine Gruppe” und sei die authentische Darstellung, über das Leiden Christi. Der Bischof fügte hinzu: “Der Film setzt ohne jede Frage Ge- fühle frei, die ich in dieser Stärke noch nie zuvor erlebt habe”. Er stellt einen erstaunlich erfolgreichen Versuch dar, ein außergewöhnliches Ereignis zu verfilmen.
  “Trotz der um die Produktion geführte Kontroverse ist er unbestreitbar ein zutiefst religiöser Film. Ich denke, dass er nicht versucht irgendeine Gruppe anzugreifen oder zu dämonisieren. Die Kern-Botschaft des Films ist: Christi Leiden und Tod führt zur Erlösung der Menschheit. Als Christen glauben wir, dass Christus litt und starb, obschon dieser Glaube von uns oft einfach hingenommen wird und wir nicht im Einzelnen darüber nachdenken. Dieser Film stellt uns dieses Leiden in lebendigen, brutalen und manchmal nicht anschaubaren Bildern ausführlich vor Augen. Das zwingt den Zuschauer, sich mit dieser zentralen Wahrheit der christlichen Botschaft auseinander zu setzen.”
   Weiter fügt Bischof Devine noch hinzu: “Ich denke, dies ist die authentischste Darstellung der Passion, die je verfilmt wurde, und das sollte alle ermutigen, den Film anzusehen, bevor sie ein Urteil darüber fällen.” Bischof Devine schließt mit dem Satz: „Kardinal Dario Castrillon Hoyos hält diesen Film wirksamer als alle Predigten, die er je halten werde.”

Der Koordinator der Internationalen Forschungsgruppe Film und Theologie
Joachim Valentin schreibt zum Film in  “Communio”0412

 ... Mel Gibsons blutiges Passionsdrama hat inzwischen auch ernst zu nehmende englisch- und deutschsprachige Buchpublikationen angestoßen. Die Begeisterung ist nahezu einhellig, wenn es um Gibsons zarte, wie hingehaucht wirkenden Frauenfiguren geht. Die Mutter Gottes, Maria Magdalena, Veronika und Claudia, die Frau des Pontius Pilatus, aber auch der feminin wirkende Simon von Cyrene und der Lieblingsjünger Johannes, verleihen dem ansonsten inszenatorisch eher schwerfällig wirkenden opus magnum eine luzide Magie und spirituelle Kraft. 
Die literarische Grundlage. Der Münsteraner Exeget und Filmexperte Reinhold Zwick meint:
 «Gibson folgt Brentanos ungemein visueller, ja geradezu «filmischen Inszenierung der ‘Gesichte’ Emmerichs oft bis in die Einzelheiten, angefangen mit der Getsemani-Szene, wenn ein Strahl des Mondlichts wie ein (himmlisches) Spotlight Jesus umfließt, über die Architektur der Paläste des Kaiphas und Pilatus bis hinein in ‘apokryphe’ Kon- kretionen der Grausamkeiten: etwa, wenn Jesus auf dem Weg zum Hohenpriester über eine Brücke gestürzt wird und kurz vor dem Aufprall hart mit den Ketten, die ihn fesseln, abgefangen wird; oder auch wenn die Geißelung vorgestellt wird als sich in Stufen steigernde, systematisch die gesamte Körperoberfläche zerarbeitende Barbarei. ...Vor allem aber sind von diesem Buch etliche der Szenen inspiriert, über deren Herkunft und Bedeutung viele Zuschauer rätseln: beispielsweise dass Claudia, die Frau des Pilatus, der Mutter Jesu und Magdalena am Rande der Geißelung reine Tücher bringt, die diese anschließend benutzten, um die großen Blutlachen in peinlichster Sorgfalt aufzuwischen ... Kurzum: Im Handlungsaufriss wie in einzelnen Inszenierungsideen, in der Figuren- zeichnung und selbst in den Dialogen finden sich derart starke Konvergenzen, dass man mit Fug und Recht sagen kann, Gibsons Arbeit sei auf weite Strecken eher eine Verfilmung von Emmerich/Brentano als der Evangelien.»
Vor allem die Blicke der Frauen laden bei Gibson zum Mitleidenein.
   Als Reaktion auf die Wendung weiblicher Zartheit ins dämonisch Verschlagene, ja metaphysisch Böse wirkt Jesu Todesangst im Garten Gethsemane momentweise tatsächlich titanisch, erregt die Verzweiflung des Judas und des Petrus ob des eigenen Verrats am Erlöser das Mitgefühl des Zuschauers und schlägt selbst die zu Recht kritisierte martialische Geißelungsszene noch einige soteriologische Funken.
    Lediglich das Zitat aus Jes 53,5, das im Vorspann gezeigt wird, schlägt ja eine Brücke von der Filmhandlung zum stellvertretenden Sühneleiden. Dem Film selbst gelingt es wohl, Züchtigung und Wunden darzustellen, das Heil für die Vielen dagegen bleibt unsichtbar.
Undarstellbarkeit im Jesusfilm
  
Angesichts der hier aufscheinenden Grundlagenprobleme bei der filmischen Darstellung von Glaubenswahr- heiten darf wohl an das Wort Joseph Kardinal Ratzingers erinnert werden, der geäußert hat, er sei persönlich «überhaupt gegen Jesus-Filme, weil ich glaube, dass man diese Gestalt, die alle menschlichen Maße bricht, nicht schauspielerisch darstellen kann». Diese Äußerung ist theologisch außerordentlich bedenkenswert, ohne die auch und gerade Mel Gibsons Werk nicht angemessen gewürdigt werden kann.

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Anna Katharina Emmerich, “Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus” -
(Auszug aus dem Kapitel “Jesus am Ölberg”, Seite 89-93):

   “Es war ungefähr 9 Uhr, als Jesus mit den Jüngern nach Gethsemane kam. Auf der Erde war es düster, der Himmel war mondhell. Jesus war sehr traurig und verkündete die Nähe der Gefahr. Die Jünger waren bestürzt dar- über, und er sagte zu acht von seinen Begleitern im Garten von Gethsemane, wo eine Art Lusthaus von Laubwerk ist: «Bleibt hier, während ich an meinen Ort zu beten gehe.» Den Petrus, Johannes und Jakobus den Älteren nahm er mit sich und ging über einen Weg einige Minuten weiter in den Ölgarten am Fuße des Berges hinan. Er war un- beschreiblich traurig; er fühlte die ihm nahende Angst und Versuchung. Johannes fragte ihn, wie er, der sie sonst immer getröstet, nun so bange sein könne. Da sagte er: «Meine Seele ist betrübt bis zum Tode,» und er blickte umher und sah sich von allen Seiten Angst und Versuchung, wie Wolken voll schrecklicher Bilder, nahen, und da war es, wo er den drei Aposteln sagte: «Bleibet hier und wachet mit mir, betet, auf dass ihr nicht in Versuchung fallet», und sie blieben an dieser Stelle. Jesus ging noch etwas vorwärts, aber die Schreckensbilder drangen der- maßen zu ihm heran, dass er tief geängstigt links von den Aposteln hinabging und sich unter dem Felsenüber- hang, über welchem sie rechts in einer Vertiefung geblieben waren, in eine etwa sechs Fuß tiefe Höhle verbarg. Der Boden senkte sich sanft in diese Höhle, und es ging vom überragenden Felsen so vieles Gesträuch über den Eingang nieder, dass man hier nicht bemerkt werden konnte.           
   Als Jesus sich von den Jüngern trennte, sah ich rings einen weiten Kreis von Schreckensbildern heranziehen und sich immer mehr um ihn verengen. Seine Trauer und Angst wuchsen, und erzog sich zagend in die Höhle zurück, gleich einem, der, von einem furchtbaren Ungewitter verfolgt, ein Obdach sucht, um zu beten; aber ich sah alle die drohenden Bilder ihm in die Höhle nachfolgen und immer deutlicher und deutlicher werden. Ach! es war,  als um- fasse diese enge Höhle die Greuel- und Angstbilder aller Sünden und ihrer Last und ihrer Strafe, vom Fall der ersten Menschen bis zum Ende der Welt ... - Also ganz seiner Menschheit hingegeben, fiel  er, in unendlicher Trauer und Angst zu Gott flehend, auf sein Angesicht nieder, und er sah alle Sünden der Welt und ihre innere Scheußlichkeit in unzähligen Bildern und nahm sie alle auf sich und erbot sich in seinem Gebet, der Gerechtigkeit seines himmlischen Vaters, für alle diese Schuld leidend, genugzutun. Der Satan aber, der sich in furchtbarer Gestalt zwischen allem diesem Gräuel mit grimmigem  Hohn bewegte, erbitterte immer heftiger gegen Jesus und rief, immer schrecklichere Sündenbilder der Welt vor seiner Seele vorüber führend, wiederholt der Menschheit Jesu zu: «Wie! auch dies willst du auf dich nehmen, auch hierfür willst du die Strafe erleiden? Wie kannst du für dieses genugtun?» Jedoch von der Weltgegend zwischen 10 und 11 Uhr morgens her strahlte vom Himmel eine schmale Lichtbahn zu Jesus, und ich sah eine Reihe von Engeln in derselben von oben bis zu ihm nieder erscheinen, von welchen ihm Kraft und Stärkung zuströmte. Der übrige Raum der Höhle war ganz von den Schrecken und Gräuelbildern der Sünde und von dem Hohn und der Anfechtung der bösen Geister erfüllt. Jesus nahm alles dieses auf sich, er fühlte als das einzige Gott und die Menschen vollkommen liebende Herz mitten in dieser Wüste des Abscheulichen den Gräuel und die Last aller Sünden mit Entsetzen und zerreißender Trauer. Ach! ich sah da so vieles, ein Jahr würde nicht zureichen, es auszusprechen. Als nun die ganze Masse der Schuld und Sünden in einem Meer von Gräuelbildern an der Seele Jesu vorübergegangen war, und er sich für alles als Sühnopfer dar- geboten und alle Pein und Strafe auf sich herabgefleht hatte, brachte der Satan wie damals in der Wüste unendliche Versuchungen über ihn; ja er erhob eine Reihe von Beschuldigungen gegen den reinsten Heiland selbst. «Wie?», sagte er zu ihm, «du willst dieses alles auf dich nehmen und bist doch selbst nicht rein? Sieh! hier und hier und hier», und nun rollte er allerlei erdachte Schuldbriefe vor ihm auf und hielt sie ihm mit höllischer Frechheit unter die Augen. Er beschuldigte ihn aller Fehler seiner Jünger, aller Ärgernisse, die sie gegeben, aller Verwirrung und Unordnung, die er durch die Trennung von den alten Gebräuchen in die Welt gebracht habe. Der Satan tat wie der feinste, arglistigste Pharisäer: er beschuldigte ihn der Veranlassung des Kindermordes des Herodes, der Not und Gefahr seiner Eltern in Ägypten, der Nichtrettung Johannes des Täufers vom Tode, der Auflösung vieler Familien, des Schutzes verworfener Menschen, der nicht erfolgten Heilung mancher Kranken, der Beschädigung der Gergesener, weil er den Besessenen gestattet, ihre Getränkkufe umzustürzen und den Untergang ihrer Schweineherde im See veranlasst habe; er beschuldigte ihn der Schuld Maria Magdalenas, weil er ihren Rückfall in Sünde nicht verhinderte, der Vernachlässigung seiner Familie und des Vergeudens von fremden Gütern; kurz, alles, was der Versucher einem gewöhnlichen Menschen, der ohne höhere Veranlassung solche äußerliche Handlungen vollbracht hätte, auf dem Todeswege vorwerfen könnte, brachte der Satan hier vor die zagende Seele Jesu, um ihn zu erschüttern; denn es war ihm verborgen, dass Jesus der Sohn Gottes war, und er versuchte ihn als einen  unbegreiflich gerechtesten Menschen. Ja, es gab sich unser göttlicher Erlöser dermaßen seiner heiligen Menschheit hin, dass er auch jene Versuchung über sich zuließ, welche heilig sterbende Menschen in bezug auf den inneren Wert ihrer guten Werke anzufechten vermag. Er ließ es zu, um den Kelch des Vorleidens ganz zu erschöpfen, dass der Versucher, dem seine Gottheit verborgen war, ihm alle Werke seiner Wohltätigkeit als ebenso viele der Gnade Gottes noch nicht getilgte Verschuldungen vorrückte. Der Versucher warf ihm vor, wie er für andre Schulden tilgen wolle, da er, selbst verdienstlos, Gott für die Gnade für mancherlei so genannte gute Werke noch genugzutun habe. Die Gottheit Jesu ließ es zu, dass der böse Feind seine Menschheit so versuchte, wie er einen Menschen versuchen könnte, der seinen guten Werken einen eigenen Wert außer dem alleinigen, den sie aus ihrer Vereinigung mit den Verdiensten des Erlösungstodes unseres Herrn und Heilands gewinnen können, zuschreiben möchte. So rückte ihm denn der Versucher alle Werke seiner Liebe als verdienstlos an sich und als Schulden gegen Gott vor und als deren Wert gewissermaßen auf die Verdienste seines noch nicht voll- endeten Leidens, dessen Würde der Versucher noch nicht kannte, vorausgenommen und daher noch nicht für die Gnade zu diesen Werken genug getan. Er zeigte ihm für alle seine guten Werke Schuldbriefe vor und sagte, auf diese hindeutend: «Auch für dieses und dieses Werk bist du noch verschuldet.» - Endlich rollte er auch noch einen Schuldbrief vor Jesus auf, dass er die Verkaufssumme für Maria Magdalenas Gut in Magdalum von Lazarus empfan- gen und ausgegeben habe, und sagte zu ihm: «Wie durftest du fremdes Eigentum vergeuden und die Familie dadurch schädigen?» Ich habe die Vorstellungen von allem gesehen, zu dessen Sühnung der Herr sich erbot, und die Last vieler Beschuldigungen, die der Versucher ihm machte, mitgefühlt; denn unter den Bildern der Sünden der Welt, die der Heiland auf sich genommen, sah ich auch meine eigenen vielen Sünden, und aus dem Kreise der Versuchungen floss auch ein Strom auf mich, in welchem mir alle Mängel meines Tuns und Lassens beängstigend vorgerückt wurden. Ich blickte jedoch in dieser Teilnahme immer auf meinen himmlischen Bräutigam, ich rang und betete mit ihm und wendete mich mit ihm zu den tröstenden Engeln. Ach! der Herr krümmte sich gleich einem Wurm unter der Last seiner Trauer und Angst! Während aller dieser Beschuldigungen des reinsten Erlösers musste ich mich immer mit der größten Anstrengung zurückhalten; ich war so ergrimmt gegen den Satan.”
Anna Katharina Emmerich: “Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus” -
Auszug aus dem Kapitel “Maria während der Geißelung” (Seite 89-93):

   
“Ich sah, da Jesus nach der Geißelung an der Säule niedergesunken war, dass Claudia Procle, des Pilatus Frau, der Muttergottes einen Pack großer Tücher sendete. Ich weiß nicht mehr recht, ob sie glaubte, Jesus werde freigelassen werden, und dann solle die Mutter des Herrn seine Wunden damit verbinden, oder ob die mitleidige Heidin die Tücher zu der Handlung sendete, wozu die heilige Jungfrau sie gebrauchte.
    Maria, wieder zu sich gekommen, sah ihren zerfleischten Sohn von den Bütteln vorüber treiben. Er wischte das Blut aus seinen Augen mit seinem Gewand, um seine Mutter anzusehen; sie hob die Hände schmerzvoll nach ihm und sah seinen blutigen Fußstapfen nach. Nun aber sah ich die heilige Jungfrau und Magdalena, als das Volk sich mehr nach einer andern Seite wendete, dem Geißelplatz nahen, und sie warfen sich, von den andern heiligen Frauen und einigen guten Leuten, die um sie her traten, umschlossen und gedeckt, auf die Erde bei der Geißelsäule nieder und trockneten das heilige Blut Jesu mit jenen Tüchern auf, wo sie nur eine Spur fanden.”

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Zwei Quellen verwandte Mel Gibson für seinen Film “Passion Christi”:  
Die Bibel und auch “Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus” nach den Betrachtungen der Augustinerin Anna Katharina Emmerich. - Bücher von Anna Katharina Emmerich:
 - Geheimnisse des Alten und Neuen Bundes € 21,80
 - Das bittere Leiden unseres Herrn (18. Auflage 2003)
Christiana  Verlag, Stein;  Internet: www.christiana.ch
 eMail: info@christiana.ch Bestellungen:  orders@christiana.ch

   Das erschütterndste Ereignis der Weltgeschichte war und ist die Kreuzigung Christi auf Golgota. Es gibt in der gesamten christlichten Literatur keine Darstellung der Passionsgeschichte des Herrn, die so wirklichkeitsnah, so echt, so bis in alle Details und so dramatisch das ganze Geschehen wiedergibt wie 'Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus'. Von allen Emmerichbüchern ist es das bekannteste und meistgelesene, ein Buch, das ganze Generationen von Katholiken tief erschüttert hat. Anna Katharina schaute nicht nur Bilder wie von ferne, sondern sie war, unter Führung ihres Schutzengels, durch eine besondere Zulassung Gottes Augenzeugin im Heiligen Land, sie war mitten im Geschehen, sie hat oft aufgeschrien und geweint. Es handelt sich also um den Tatsachenbericht einer Augenzeugin. Das bittere Leiden ist das einzige Werk, das Clemens Brentano selbst zusammengestellt hat. Während fünfeinhalb Jahren hat er an ihrem Krankenbett gesessen und ihre Visionen aufgezeichnet und damit 48 Folienbände gefüllt. Auf Lager<BR>innerhalb 3 bis 5 Tagen lieferbar       18,80 Euro   www.christiana.chD

Ein neuer Film von Mel Gibson: Apocalypto

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     Lob und Kritik erntet Mel Gibson Bildmitte für seinen neuesten Film “Apocalypto”. Über den Film hat eine öffentliche Diskussion begonnen und zahlreiche renommierte Kritiker feiern den Film als Meisterwerk. Die Berliner Zeitung sieht  '... ein visionäres Epos, das die Geschichte des Mediums Film fortschreibt', die WELT spricht von einer  '... cineastischen Offenbarung', der Spiegel urteilt: 'oskarreif'.

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 Mel Gibson, Hollywood-Schauspieler und Regisseur, . . .  

    . . . will einige Szenen seines nächsten Films in einem mexikanischen Gefängnis drehen. „Mein Freund Mel kommt für einige Monate hierher nach Veracruz, um zu arbeiten", sagte der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaats, Fidel Herera Beitran, vor Journalisten. Während der Dreharbeiten für den Film werden die Häftlinge werden in andere Gebäude verlegt. Gibson hatte für die Opfer der Sturmkatastrophe in Veracruz eine Million Dollar gespendet. NOZ091209

   Mel Gibson, Hollywood-Schauspieler und Regisseur, will einen Wikinger-Film drehen. Wie das Branchenblatt „Variety" berichtete, soll Leonardo DiCaprio eine Hauptrolle darin übernehmen. An dem Filmprojekt seien „einige der besten Talente der Kino-Industrie" beteiligt, erklärte Produzent Graham King. DiCaprio träume bereits seit Jahren davon, in einem Film über die Wikinger mitzuspielen, da er von den kriegerischen Seefahrern fasziniert sei.

                kbwn:Mel Gibson: Passion

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