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Region Osnabrück

KATHOLISCHES BLINDEN- UND SEHBEHINDERTENWERK NORDDEUTSCHLAND E.V.
Herbert Foit, Vorsitzender
kbwn-Geschäftsstelle Moränenweg 203*38228 Salzgitter,  Telefon: 05341/867913
Regionale Tagesausflüge

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Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unseren beliebten Tagesreisen und Fahrten!  kbwn

Fotos von unseren Regionaltreffen in der Region Osnabrück finden sie auf dieser Seite.
Wir bringen Fotos von Fürstenau, Osnabrück, von unserer Kulturfahrt nach >
Ahmsen
und Osnabrück und dem unvergesslichen Regionaltreffen in Bad Rothenfelde

  Ausstellung in Osnabrück   O-MHO-5-xxx

Wir machen das Beste daraus und behalten den Durchblick!
Weiter-gehen – Weiter-sehen
Hilfen zur Bewältigung im alltäglichen Leben
Informationsveranstaltung - nicht nur für Betroffene!
Ausstellung in den
Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück,
Hier wurden spezielle optische und elektronische Sehhilfen
sowie nützliche Alltagshilfen mit und ohne Sprachausgabe präsentiert.
 A.Schweizer Optik GmbH, LowVision-Vertretung, Wolfsburg
 Baum-Retec AG, Hamm
B&M Ing.büro GmbH, Scharbeutz
Dt. Schule für Blindenführhunde, Berlin
Handytech Elektronik GmbH, Köln
Landeshilfsmittelzentrum (LHZ), Dresden
Vistac GmbH, Teltow
Westf. Blindenhörbücherei, Münster

Vom Besuch dieser Ausstellung bringen wir hier die ersten Fotos.
Einen ausführlichen Bericht von den neuen technischen Hilfsmitteln finden Sie auf unseren Seiten:

> Vorlesen > Monitor für Blinde  > Braille Tech > suchen & finden  > CD-Book-Player

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In Fürstenau treffen wir uns im Reginenstift, Buten Porten. mittwochs 15 - 17 Uhr. Gäste willkommen!

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In Osnabrück sind wir zu Gast im Kinderheim St. Johann und im Kapitelsaal von St.Johann.
Samstags 16-18 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen!

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In Fürstenau sind wir zu Gast im Reginenstift

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Regionaltreffen in Bad Rothenfelde

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BdR-07ZZ Haus Sankt Elisabeth an der  Großen Saline

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7  70 Teilnehmer des Katholischen Blindenwerkes Norddeutschland e.V. aus der Region Emsland / Bremen / Osnabrück und zahlreiche Gäste aus der Region Südoldenburg (Vechta / Cloppenburg) und aus der Diözese Hildesheim (Hannover / Hildesheim / Salzgitter / Braunschweig) so wie Gäste vom Sankt-Hedwigs-Kreis Osnabrück verlebten einen wertvollen Tag der Begegnung im Haus Sankt Elisabeth in Bad Rothenfelde. Wir erlebten in der Hauskapelle die Euchrastiefeier, in der festlich geschmückten Sporthalle erfreuten uns Kaffee und Kuchen und eine Sonderausstellung von opto-elektronischen Hilfsmitteln gab uns Einblick in die neueste Technik der Bildschirm- lesegeräte.

* Neues erfahren * Schönes erleben * Freunde treffen   >    kbwn

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„Blindheit ist eine Behinderung für zwei”.
 Ein Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung über unser Regionaltreffen in Bad Rothenfelde.
Foto: Alois Schürmann, langjähriges Vorstandsmitglied wird von Msgr. Johann J. Meyer geehrt.

    „Blindheit ist eine Behinderung für zwei.” Heinz Dittert, neuer Vorsitzender des katholischen Blindenwerkes Norddeutschland, sagte dies mit Anerkennung für die sehenden Partner. Zum Regionaltreffen reisten jetzt Mitglieder aus Bremen, dem Emsland, Hannover, Salzgitter und dem Raum Osnabrück nach Bad Rothenfelde.
  „Je später ein Mensch betroffen ist, umso schwerer fällt es, sich mit der Situation abzufinden”, erklärte Dittert im Haus Sankt Elisabeth. Der 65-jährige gehört zu den spät Erblindeten und ist seit rund 20 Jahren auf seine Frau Hildegard angewiesen; auch beim Engagement im Blinden- und Sehbehindertenverein Oldenburg, den Dittert seit zehn Jahren leitet. Wenn jemand erblinde, müsse sich jedes Familienmitglied umstellen.
   Disziplinierte Ordnung sei das A und O für einen störungsfreien Alltag. Jedes Ding benötige seinen festen Platz. Das müssten auch die sehenden Angehörigen lernen, und das fordere allen Seiten Verständnis und Geduld ab, wusste Dittert. Lob und Anerkennung für sein Engagement zollte ihm im Namen des Bistums Osnabrück Monsignore Johann J. Meyer, Blindenseelsorger der Diözese Osnabrück. Er überraschte auch das einstige Vorstandsmitglied Alois Schürmann aus Georgsmarienhütte. Schürmann habe die Interessen der Blinden stets fröhlich vertreten, sagte Meyer und schenkte ihm einen Satz seltene vatikanische Euromünzen. Sie werden ihren Platz in Georgsmarienhütte erhalten und den drei Kindern präsentiert. Dort führen Schürmann, der als Jugendlicher sein Augenlicht verlor, und seine erblindete Frau Theresia ihren Haushalt. Nette Nachbarn kaufen für sie ein.
   “Anders ergeht es Schürmanns Nachfolger: Der Emsländer Hermann Bergmann hat den Hund „Amboss”, der 42 Kommandos versteht. „Am Boss” müsste das Tier heißen, so Meyer schmunzelnd. Und: Für Blinde seien diese Treffen wichtig, „weil sie Kontakte knüpfen und sich schreiben”, sagte Meyer. Wie? Sie versenden Hörkassetten.
Foto: Hermann Pentermann/Bericht:NOZ040422/gre

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     Seit mehr als 200 Jahren ist Bad Rothenfelde mit seinen 7.000 Einwohnern weit über die Region als Sole-Kurort bekannt. Wahrzeichen des Städtchens sind die Gradierwerke, die so genannten "Salinen". In Bad Rothenfelde finden Sie alle Angebote, die Sie von einem renommierten Kurort erwarten dürfen - von der behinderten- freundlichen Einkaufspassage über ein buntes Programm mit Festen und Konzerten bis hin zu vielfältigen Kurangeboten.

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  Eine Mischung aus der Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts prägt das Ortsbild. Das Kurmittelhaus stammt aus dem Jahr 1909. Zusammen mit den beiden Gradierwerken bildet es das Zentrum des Heilbades. Weitläufige Parkanlagen mit altem Baumbestand laden zu Spaziergängen ein.
Das Salz in der Suppe…
   "Das heute so preiswerte und in Massen vorhandene Salz war einst äußerst kostbar. Wer keines besaß, musste es teuer aus anderen Gebieten importieren. Der geschäftstüchtige Fürstbischof Ernst-August von Hannover residierte auch zeitweilig in Osnabrück und wusste, dass es in dieser Gegend Salzbäche gibt. Wo Bäche sind, da muss unterirdisch mehr sein, dachte er sich ganz richtig. Da man aus Quellsole diese teure Handelsware gewinnen kann, lag es nahe, die Suche nach ergiebigen Brunnen fachmännisch anzugehen. Damit wurde der Spezialist Johann-Christian Märcker beauftragt.
   Als Anno Domini 1724 die erste ergiebige Solequelle entdeckt wurde, gab es nur Felder und einige Höfe in den Gemarkungen Erpen und Aschendorf. Das sollte sich bald ändern. Das Geschäft mit dem "Weißen Gold", dem Salz, florierte bestens. Der Salinenbetrieb bot Arbeitsplätze, und die Salzsieder, Verwalter, Fuhrleute bauten sich hier ihre Häuser. Zunächst war die Salzproduktion auf das Areal des heutigen Konzertgartens konzentriert. Nach dem Bau des Alten Gradierwerkes wurde auch das Siedehaus zu klein. Das neue Betriebsgelände mit großen Siedehäusern wurde auf dem Platz errichtet, wo nun die Klinik im Kurpark ihren Standort hat. Die Blütezeit des Salinenbetriebes war sicherlich Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts und wurde langsam und stetig von einem anderen Wirtschaftszweig abgelöst.
   1826 entdeckte man die Heilkraft der Sole zur Linderung unterschiedlichster Erkrankungen, insbesondere der Skoliose - einer weit verbreiteten Kinderkrankheit. Parallel zum Siedebetrieb entwickelte sich das Kurwesen. Rothenfelde wurde zum Anziehungspunkt für Erholungssuchende. So manches Privathaus richtete "Fremdenzimmer" ein und vermietete an "Logiergäste". Jahr für Jahr waren die Reisemöglichkeiten leichter, ein Bahnanschluss verband den Ort mit den großen Städten. Von der Bahnstation brachten zunächst Pferdefuhrwerke und später Automobile die Gäste zu den Pensionen und Hotels.
   Um die Jahrhundertwende war der Bau eines großen Kurmittelhauses geplant und wurde 1906 beendet. Zwischen den beiden Weltkriegen sowie bis in die 70-er hatte sich Bad Rothenfelde einen Namen als Kinderkurort gemacht. Heute ist Bad Rothenfelde ein moderner Kur- und Erholungsort mit unterschiedlichsten Übernachtungs- und Freizeitangeboten sowie ein bekannter Standort für 9 Fachkliniken.
    Wer nochmals auf den Spuren der Vergangenheit gehen möchte, der kann mit dem Begleitheft "Historischer Ortsführer" einen Rundgang durch den Ort unternehmen und dabei Geschichten über Häuser und Plätze nachlesen. Auch im Heimatmuseum an der Wellengartenstraße wird die alte Zeit der Salzsieder wieder lebendig,  wenn  dienstags und donnerstags die Sole in der Siedepfanne zum Kochen gebracht wird.“
www.bad-rothenfelde.de

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   Im Volksmund heißen sie Salinen, und jeder denkt dabei an prickelnd-frische Luft und den leichten Salz- geschmack auf den Lippen. Dabei sind diese Bauwerke nur - wenn auch nicht unwesentlicher -  Bestandteil der Salinen oder Salzfabriken. Die ersten Gradierwerke sollten keineswegs der Gesundheit dienen. Als Teil der Salzproduktionsstätten übernahmen sie die Aufgabe der Salzwiesen, die es im Mittelmeerraum gibt. Auf diesen Flächen verdunstet das Meerwasser, bis die Salzkonzentration so groß ist, dass die Zeit für die Salzsiedung auf ein Minimum reduziert wird.
   In vielen Gebieten, wo es zwar Quellsole, aber nicht genügend Verdunstungsflächen gibt, wurde diese Erfindung aus der Lombardei in Italien errichtet. Bad Rothenfelde hat übrigens mit 10.000 qm Rieselfläche die längste Gradierwerksanlage Westeuropas.
   Gradierwerke sind in Holzständerbauweise aus Fichtenholz errichtet und mit Schwarzdorn ausgefüllt. Die feine Verästelung des Schwarzdorns bewirkt einen optimalen Verdunstungsprozess. Außerdem verliert dieser selbst unter der Einwirkung der Sole seine Rinde nicht. Die bizarren Versteinerungen an den Wänden bestehen keineswegs aus Salz, sondern sind eine Ablagerung aus Eisen, Gips und Kalk. Diese Partikel hat die Sole neben Mineralstoffen und Kohlensäure von ihrem langen Weg aus 3.000 m Tiefe mitgebracht. Das Abrieseln der Quellsole ist damit auch gleichzeitig ein Reinigungsprozess. Es dauert ca. 30 - 40 Jahre bis, die Steinwände so dicht werden, dass sie durch frischen Schwarzdorn ersetzt werden müssen.
   Aus der Quelle oder den Brunnen kommt nun die Sole mit einem Salzgehalt von 5-6% und wird so oft an den Rieselflächen abgetröpfelt, bis dieser auf 25% oder Grad, wie es damals bezeichnet wurde, angestiegen ist. Daher stammt auch der Name Gradierwerk. Erreicht man einen höheren Prozent-Satz, beginnt das Salz an den Dornen zu kristallisieren. In den Zeiten der Saline durfte es dazu natürlich nicht kommen, sollte doch jedes Körnchen Salz verkauft werden.
   Die Bad Rothenfelder Gradierwerke werden seit der Schließung des Rothenfelder Salzwerkes in 1969 als Freiluft- Inhalatiorien genutzt. In 1989 stürzte ein Teil des Alten Gradierwerkes ein. Erst 7 Jahre nach dem Einsturz wurde ein Totalabriss und Wiederaufbau dieses Denkmals realisiert. Möglich war es nur durch zahlreiche Spenden, Fördermittel und viel Privatinitiative. 1993 wurde zu diesem Zweck der heute über 550 Mitglieder zählende "Förderverein zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke e. V." gegründet, der seitdem auch für Sanierungs- sowie Erhaltungsmaßnahmen Mittel sammelt.
   Seit Sommer 2001 ist der Kurort Dank der Initiative und Spenden dieses Fördervereins um eine weitere Attraktion reicher. Im "Neuen Gradierwerk" ist ein 80 m langer Demonstrationsgang mit anschließender Inhalationskammer eingerichtet worden. Innen bietet sich dem Besucher ein völlig anderes Bild. Sie schauen auf die alte Balkenkonstruktion und die Reisigbündel ohne Ablagerungen. Stellenweise wird der Blick nach oben auf Jahrhunderte alte Holzröhren und Tröpfelrinnen gewährt. In der Inhalationskammer wird Sole pur vernebelt, die dann besonders Ihren Atemwegen Gutes tut.
   Waren Sie auch schon einmal "über den Dächern von Bad Rothenfelde"? Bei der Gradierwerksführung erklärt Ihnen ein Fachmann alles ganz genau über das weiße Gold und die schwarzen Dornen. Gleichzeitig haben Sie einen schönen Ausblick auf das Panorama der Parkanlagen. Führungen finden von Mai - September jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15.00 - 17.00 Uhr statt.
Für Gruppenführungen gibt's Sondertermine, die Sie bitte unter Kontakt anmelden.

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  Durch unsere Regionaltreffen in der Caritas-Senioren-Erholungs- und Kur-Einrichtung Sankt Elisabeth in Bad Rothenfelde haben zahlreiche Mitglieder unseres kbwn das Haus gegenüber der großen Saline im Zentrum des Kurortes als erste Wahl für ihren persönlichen Urlaub entdeckt. Es gehört zu den bestgeführten Kuranlagen der Kirche im Norden. Begleitet von Schönstätter Marienschwestern finden Sie Ruhe und Erholung in 64 Einzelzimmern und 6 Doppelzimmern, 3 behindertengerechte Appartements  mit WC, Dusche, Telefon, Zimmer-TV, Aufzug, Aufenthaltsräume, Garten, beheiztes Schwimmbad -  Nähe: Salinen, Kurmittelhaus, Soleschwimmbad.

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Wenn Sie das Haus Sankt Elisabeth auch privat schöne Tage verbringen wollen, wenden Sie sich an:
Haus Sankt Elisabeth Bahnhofstr. 19 - 49214 Bad Rothenfelde  Tel.: 05424 - 217 20  Fax: - 217 25 90
Leitung: Frau Elke Koch.
Foto unten.  www.seniorenerholung-st-elisabeth.de
Unser Tipp: wegen der starken Nachfrage empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung!

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beheiztes Schwimmbad  BdR-Schwimmbad-xx

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Regionaltreffen 2013 in Osnabrück-Altstadt

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vom Altstadt-Bahnhof ist es nur ein kurzer Weg zum Rathaus der Friedensstadt Osnabrück

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in diesem Rathaus wurder  und in Münster wurde 1648 der Frieden von Osnabrück und Münster geschlossen

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12.30 Uhr Mittagessen im Forum Osnabrück Auf dem Foto rechts neben dem Dom.
14.00 Uhr Domführung -

Führung für Blinde und Sehbehinderte im Osnabrücker Dom  -  Anfassen erwünscht
   Das Taufbecken hat Ausmaße wie ein Kessel, der Sandstein der Mauern fühlt sich kühl und rau an: Bei einer Domführung konnten Blinde und Sehbehinderte alles in Ruhe erfühlen.
Der Auftakt zur Domführung ist an der Darstellung der Stadt vor dem Hauptportal.
   Rote T-Shirts, Sonnenbrille, Sommersachen - die kleine Besuchergruppe, die sich an diesem Tag vor dem Hauptportal des Osnabrücker Doms sammelt, wirkt wie eine der üblichen Touristengruppen, die auf ihre Gästeführerin wartet. Einige der Teilnehmer haben lange weiße Stöcke dabei, andere werden von einer Begleitperson am Arm genommen und geführt. Die Gruppe besteht aus Blinden und Sehbehinderten, die von Jessica Lösche durch den Dom geführt werden.

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   Start ist jedoch am Löwenpudel, wo ein Modell der Stadt Osnabrück aufgebaut ist, das Touristen verdeutlicht, wie die Bebauung der Stadt ausgesehen hat, als es noch eine Stadtmauer gab. Ganz in Ruhe fahren die Teilnehmer mit den Händen über das Modell hinweg, ertasten Häusergiebel und Kirchtürme. Schnell haben die Blinden und Sehbehinderten die zwei unterschiedlich dicken Haupttürme des Osnabrücker Doms ausgemacht.
   Dann geht es vom Modell zum Dom hinüber. An der Nordwest-Fassade des Doms, dem ältesten Teil des Gebäudes, befühlen die Teilnehmer den kühlen Sandstein der Fassade und die Säulenreihen am seitlichen Portal, das einst der Haupteingang des Doms war. Auch im Dom selbst besteht Gelegenheit, das Bauwerk in Ruhe zu ertasten: die dicken Säulen, die Apostelfiguren, die Bankreihen und das Taufbecken von 1220.
   Die Besucher stehen um das Becken und tasten die Form mit der Hand ab. „Das ist ja ein richtiger Kessel", sagt eine der Teilnehmerinnen. Ja, tatsächlich seien die Säuglinge im Mittelalter darin bis zu den Schultern eingetaucht worden, erzählt Löscher, Museumspädagogin am Diözesanmuseum. Aber Feuer habe es unter dem Kessel wohl keins gegeben, stattdessen habe man vermutlich heiße Steine mit hineingegeben, damit das Kind sich nicht zu sehr erschreckt und nicht verkühlt.

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Der Altarraum ist das Herz
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Wie fühlt sich der Sandstein an? Jessica Löscher
rechts führte die Gruppe durch den Dom.
Fotos: Thomas Osterfeld
   Dann geht es zur Petrusfigur auf der gegenüberliegenden Seite in den Altarraum. Anhand von Papierkreuzen erklärt Löscher den Aufbau des Doms aus Quer- und Mittelschiff und die symbolische Bedeutung der einzelnen Teile. „Hier im Altarraum befinden wir uns sozusagen im Herz." Löscher reicht aus Pappe und Filz gebastelte Bischofswappen herum. So können die Teilnehmer das Osnabrücker Rad, das Paderborner Kreuz, den Baum am Wasser und das Herz-Kreuz-Wappen von Niels Stensen ertasten.
   Im Vorfeld habe sie sich natürlich Gedanken gemacht, wo es im Dom Dinge gibt, die man gut durch Tasten erfahren könne, erzählt Jessica Löscher. Doch im Grunde sei der Rundgang mit den Blinden und Sehbehinderten nicht viel anders gewesen als eine Führung für sehende Besucher. Auch für Hörgeschädigte und Gehbehinderte biete man Domführungen an.
   Der Besuch der Regionalgruppe des Katholischen Blindenwerks Norddeutschlands kbwn im Osnabrücker Dom ist eine von verschiedenen Veranstaltungen der Blinden und Sehbehinderten. Sprecher der Regionalgruppe ist Rainer Appelbaum. Gesprächspartner merken ihm kaum an, dass er nur noch wenig sehen kann. Er ist dem Gegenüber zugewandt und bewegt sich relativ selbstsicher. „Nur wenn ich Treppen heruntergehe, habe ich Probleme", berichtet Appelbaum. Infolge eines Infarkts hat er vor einigen Jahren sein Augenlicht fast vollständig verloren. Die Kirche habe ihm in dieser sehr schweren Phase viel Kraft und Mut gegeben, erzählt er Jetzt engagiert er sich für andere Betroffene. Nachdem Thomas Puke als Blindenseelsorger ausgeschieden war, waren die Treffen etwas seltener geworden.
   Christiane van Melis, die zusätzlich zu ihrer Arbeit als Referentin für das dritte und vierte Lebensalter im Seelsorgeamt auch Diözesanbeauftragte für Menschen mit Behinderung ist, bat Schwester Christa, ehemals Lehrerin am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, geistige Leiterin einer regionalen kbwn-Gruppe zu werden. Appelbaum soll ihr als selbst Betroffener mit Rat und Kontakten zur Seite stehen.
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15.30 Uhr Kaffeetafel im Forum
17.00 Uhr Hl Messe in der so genannten Kleinen Kirche - der Gymnasialkirche des Carolinums.
Foto unten

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