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1. Pen-Friend audio labeller - Sprechende Aufkleber. Weitere Themen auf dieser Seite:
2. Einführung von RFID bei Karstadt Düsseldorf
3. EinkaufsFuchs - der sprechende Einkaufsassistent. 4. Findus - Produkterkennungssystem
5. Funk-Erkennung “RFID”. 6. RFID-Feldversuch für Blinde
7. RFID unterstützt selbstbestimmtes Leben (Fraunhofer Institut). 8. Handy-Ortung für jedermann.
9. Nav4blind Navigationsprojekt für blinde Fußgänger

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Pen Friend audio labeller - Sprechende Aufkleber

   Kleine Etiketten mit einem speziellen Punktcode können ab sofort blinden Menschen bei der Identifikation von Gegenständen helfen. Zum System gehört außer den Aufklebern auch ein kleines Gerät, das etwa die Größe eines Textmarkers hat. An seiner Spitze befindet sich eine Scanner-Einheit, mit der sich die Punktcodes ablesen lassen. Sobald der Code eingelesen ist, spielt das Gerät die dazu passende Tonaufzeichnung ab. So lassen sich zum Beispiel Kleidungsstücke, Lebensmittel-Verpackungen oder auch Medikamente kennzeichnen. Die Idee ist nicht neu, bisherige Systeme nutzen aber die deutlich teureren RFID-Funketiketten. 
Royal National Institute of Blind People, Großbritannien 

Pen Friend audio labeller  - „Pen-Friend“ beschreibt sprechende Aufkleber
   Das Royal National Institute of Blind People in Großbritannien bietet vielseitig verwendbare leicht zu besprechenden selbstklebenden Etiketten im Kleinformat an.  Die schnell aufgenommenen Informationen können mit dem einfach zu handhabendenen “Pen-Friend” sofort abgehört werden – ein Computer ist dabei nicht erforderlich.
Wo kann man die sprechenden Aufkleber verwenden?
   auf Konserven, Lebensmitteln im Kühlschrank und Froster, für Filme und CD-Sammlungen, für  Haushaltsgeräte  und Medikamente; für Briefe und Papiere; für Einkaufslisten und auch, um eine Nachricht zu hinterlassen.
   Sprechende Aufkleber können als Notizen mitgenommen werden: Dazu wird eine Nachricht auf ein Etikett gesprochen und in ein Notizbuch oder Taschenkalender geklebt. Auch Sachen, die in der Schule gebraucht werden, lassen sich damit organisieren.
Weitere Informationen: www.rnib.org.uk/penfriend.
Prooduktinfoirmation:
- Sprechen Sie Ihre Notiz mit dem Pen-Friend auf ein selbstklebendes Etikett und  befestigen Sie es  auf einem Gegenstand. Zum Lesen halten Sie den Pen-Friend über das Etikett und so hören Sie die Aufschrift von jedem einzelnen Etikett.
- Die Länge der Nachricht ist unbegrenzt
- Der Pen-Friend hat eine Aufnahmekapazität bis zu 70 Stunden
- Nach Wunsch können auch MP3-Stücke, Bücher und Musik auf die Etiketten geladen werden
Lieferumfang:
- Das Gerät mit eingebautem Lautsprecher, Halsband und USB-Kabel
- 127 Etiketten verschiedener Größen und Formen werden mitgeliefert
- und zwei AAA-Batterien.
Optional:
- Mikrophon (DL76M) für Distanz-Aufnahmen
- Zusätzliche Etiketten:  Pack A 380 (DL77)
Bitte, beachten Sie: zur Zeit kann nur ein Pack A-Etiketten für jeden PenFriend gebraucht werden, da sie besonders codiert sind. Zusätzliche Packs (B, C, D usw) sind in Vorbereitung
Eine kurze Video-Demonstration über PenFriend ist auf You Tube zu sehen: www.youtube.com
DL76 - PenFriend audio labeller Preis: £ 63.24 (Inc. VAT)
DL77 Pack A, 380 zusätzliche Etiketten  : £ 11,49
DL78 Pack B, 380 zusätzliche Etiketten  : £ 11,49
Information und Tagespreis erfahren Sie unter: Telefon  0303 123 9999. Vorwahl für England: 0044

Der Pen-Friend audio labeller ist jetzt unter dem Namen Labelfreund in Deutschland erhältlich
Der „Labelfreund“ - Einfach einfach ... Einfach Label aufkleben, Information aufnehmen und jederzeit wieder abspielen - dies ermöglicht Ihnen der Labelfreund .
Handhabung
   Nehmen Sie ein codiertes Label aus der Packung und kleben Sie diesen auf das zu markierende Produkt auf. Schalten Sie den Labelfreund ein. Drücken Sie die Aufnahmetaste und berühren Sie das Label. Es ertönt ein kurzer Gong. Halten Sie den Aufnahmetaste gedrückt und sprechen Sie den gewünschten Text in das Mikrofon. Dann lassen Sie die Aufnahmetaste los. Wenn Sie jetzt das Label mit dem Labelfreund berühren, hören Sie den von Ihnen ausgesprochenen Text.
Anwendungsbeispiele
Markieren Sie:
-Lebensmittel (auch Gefriergut)
-Film und Musiksammlungen
-Haushaltshilfen
-Wichtige Dokumente
-Kalender
Übersicht  
-Kompakt wie ein großer Malstift
-Leicht ( 70 g mit Batterie)
-72 Stunden Aufnahmezeit
-Es sind 91 kleine und 36 große Label im Lieferumfang
-Wechselbare Batterie (2 AAA)
-Computeranschluss über USB
-Abspielen von MP3 Dateien
-Optionales externes Mikrofon
-Optionales Labelpack (380 Label)
Ihr Preis: — 129 € —  Labelpack A 25 €. Alle Preise inkl. 19% MwSt. zzgl. 4 € Versandkosten
B&M Ingenieurbüro GmbH, Strandallee 101 * 23683 Scharbeutz * Tel.: 04503 - 70 22 22 *
Fax : 04503 – 70 23 99 eMail: bm@bm-ing.de * Web: www.bm-ing.de * Shop: www.bm-webshop.de

WLAN als Wegweiser
   Das Fraunhofer-Institut in Erlangen will Fußgängern die Orientierung in fremden Städten erleichtern. Erste Ergebnisse des laufenden Tests in Nürnberg wurden auf der CeBIT vorgeführt. Als Alternative zu dem in Innen- städten ungenauen GPS sollen multimediafähige Mobiltelefone und PDAs mit drahtlosen Funknetzwerken kommunizieren und Informationen wie etwa Standorte von Apotheken, Hotels oder Restaurants in der Nähe auf dem Display anzeigen können. Auch soll es beispielsweise möglich sein, ein Taxi zum aktuellen Aufenthaltsort zu rufen. Dieser soll mit einer Genauigkeit von drei bis sieben Metern ermittelt werden können, versprechen die Forscher. HAZdoe080119
Fußgängernavigation ohne GPS
   Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für integrierte Schaltungen haben ein Fußgängernavigationssystem entwickelt, das nicht über den Empfang der GPS-Satelliten ortet, sondern über Wireless-Lan-Signale, die von „Hotspot” und privaten Routern ausgesendet werden.  Der Nutzer erfasst nur die W-Lan-Zugangspunkte, bucht sich aber nicht in diese ein. Die geographischen Koordinaten der Basisstationen sind auf einem zentralen Server hinterlegt. Das System wird derzeit in Nürnberg auf einer Fläche von 25 Quadratkilometer erprobt. Dort befinden sich in der Innenstadt durchschnittlich 2.000 Funknetzwerke je Quadratkilometer. Damit soll eine Ortung in Gebäuden mit einer Genauigkeit von drei Meter und im Freien von 7 bis 10 Meter erreicht werden. Für den Einsatz der Fußgängernavigation muss man eine Software auf seinem W-Lan-fähigen Taschencomputer oder Handy installieren. Dann soll man mit der W-Lan-Ortung etwa den Weg zur nächsten Apotheke oder zum nächsten Taxistand finden können.  FAZmisp080122

Karstadt setzt auf RFID-Funk-Etiketten

   Karstadt setzt als erster Einzelhändler in Deutschland die neue Radiofrequenztechnik RFID im normalen Verkauf ein. In der Düsseldorfer Warenhausfiliale werden mit Hilfe der Funketiketten Jeans verkauft. Karstadt-Chef Peter Wolf kündigte an, dass alle Warenhäuser in der Herrenmodeabteilung mit den neuartigen Etiketten ausgestattet werden sollen. Die RFID-Chips sollen langfristig den Strichcode ersetzen. Karstadt erhofft sich von der RFID-Tech- nologie Millioneneinsparungen.
   Preis- und Sortimentsänderungen könnten künftig deutlich schneller umgesetzt werden, die aufwendige Jahres- inventur entfalle. Falsch einsortierte Ware werde mit Hilfe von RFID-Scannern leichter und schneller entdeckt. Der Bestand verfügbarer Textilien im Regal und im Lager wird jederzeit abrufbar, hieß es. Sieben Jeanshersteller hätten sich bereit erklärt, die Waren bereits vor der Anlieferung mit den Etiketten auszustatten und damit jeder einzelnen Hose einen individuellen Produktcode zu verpassen.
   Der Datenschutz werde gewahrt: Die Produktdaten würden mit den Kundendaten nicht verknüpft, versicherte die zum Essener Arcandor-Konzern gehörende Warenhauskette. An der Kasse werde der RFID- Chip entfernt.
HA070911

ttt-1-PocketShopper-1xxx    Pocket-Shopper und andere Helfer für den Einkauf

   Gleich drei Systeme, die Produkte anhand ihres Strichcodes erkennen, wurden auf der Sight-City in Frankfurt präsentiert. Vorreiter in Sachen Einkaufshilfe war wohl der Einkaufsfuchs der Firma Synphon. Diesen gibt es jetzt auch als kabellose Variante für ca. 3.100 €. Nahezu alle Hilfsmittelanbieter Deutschlands vertreiben den Ein- kaufsfuchs siehe den folgenden Artikel unten.
   Der Pocket-Shopper von Elumo ist ein System für Handynutzer. Voraussetzung ist ein Handy-Screenreader wie Talks oder Mobile Speak. Nachdem die Pocket-Shopper-Software auf dem Handy installiert ist, wird das Handy drahtlos via Bluetooth mit einem handlichen Strichcodescanner verbunden.
   Woodscan heißt der Einkaufshelfer der Schweizer Firma Bones (Milestone). Hier wird der Strichcodescanner per USB an den Milestone angeschlossen.
PocketShopper - Die praktische Einkaufshilfe für Ihr Handy
Mit PocketShopper selbständig und ohne fremde Hilfe einkaufen gehen! Stöbern Sie mit dem schnurlosen, mobilen Barcodescanner durch die Supermarktregale. Die auf Ihrem Handy installierte Software PocketShopper liest Ihnen vor, welchen Artikel Sie gerade in der Hand halten. Von Dis- counterprodukten über Drogeriewaren bis hin zu Büchern und CDs – anhand des aufgedruckten Strich- codes erkennt PocketShopper die meisten im Handel erhältlichen Produkte.
   Der praktische Hand-Scanner ist drahtlos mit Ihrem Handy verbunden und leicht mit einer Hand zu bedienen. Doch das ist noch nicht alles: Weitere Funktionen wie die integrierte Einkaufsliste erleichtern den Einkaufsbummel. Außerdem können zusätzliche Barcodes individuell verwendet werden, um Artikel in Ihrer Vorratskammer, Ihrem Bücherregal oder Ihrem CD-Ständer zu kennzeichnen.
PocketShopper – Einkaufen leicht gemacht!
Scannen:
Fahren Sie das Produkt mit dem schnurlosen Scanner ab. Das Handy können Sie dabei bequem in Ihrer Hosentasche oder Ihrem Einkaufskorb verstauen. Piep! Der Barcode wurde gefunden. Sobald der Scanner den Strichcode gefunden hat, ertönt ein Piepton.
Vorlesen
   Nun liest PocketShopper automatisch den Namen des Produkts und einige Zusatzinformationen (Marke, Größe oder Gewicht) über die Lautsprecher des Handys oder einen Kopfhörer vor.
Funktionen
   PocketShopper ist nicht nur eine praktische Einkaufshilfe, sondern erleichtert mit seinen vielfältigen Zusatzfunktionen auch die Kennzeichnung von Waren zu Hause.
Schnurlos und mobil
   Der Barcodescanner ist via Bluetooth mit dem Handy verbunden. Starten Sie die PocketShopper- Software auf Ihrem Handy und los geht’s. Die Verbindung wird selbständig hergestellt.
Finden des Strichcodes
   Jedes Produkt ist mit einem Strichcode (Barcode) gekennzeichnet. Der Scanner findet  diesen Code auf den Produkten automatisch. Halten Sie die Scantaste gedrückt und fahren Sie den Artikel aus ca. 20 cm Entfernung ab. Sobald der Scanner einen Strichcode findet, piept er und die Artikelinformationen werden auf dem Handy angezeigt und vorgelesen.
Einkaufsliste
   Jeder vergisst mal etwas. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn man – zu Hause angekommen – merkt, dass eine wichtige Zutat „nicht mit kam“. Das lässt sich mit der praktischen PocketShopper-Einkaufsliste vermeiden. Um Ihren individuellen Merkzettel zu erstellen, genügt es, Produktverpackungen zu scannen und den Artikel in die Einkaufsliste einzufügen. Im Supermarkt oder der Drogerie können Sie sich die Auflistung von PocketShopper dann vorlesen lassen. Wenn Sie den Artikel gefunden und im Einkaufskorb verstaut haben, haken Sie ihn am besten in Ihrer Einkaufsliste ab und lassen sich dann die aktualisierte Liste noch mal vorlesen. Nun wissen Sie, was für Produkte Sie noch benötigen.
Zusatzbarcodes
   Um auch Gegenstände in Ihrem Haushalt zu kennzeichnen, die keinen Strichcode besitzen, werden mit PocketShopper selbstklebende Barcodes geliefert. Mit Hilfe der Sprachaufnahme oder der Texteingabe Ihres Handys können Sie diese Codes individuell zu benennen. Die Aufkleber sind besonders nützlich für Blinde und Sehbehinderte, die eine Alternative zur Braillebeschriftung suchen.
Regelmäßige Updates der Artikeldatenbanken
   PocketShopper kennt die meisten im Handel erhältlichen Artikel. Das Warenangebot der Supermärkte, Buch- handlungen und Plattenläden erweitert sich aber ständig. Aus diesem Grund bietet Ihnen Pocket Shopper regel- mäßig Datenbankaktualisierungen an. Diese Updates können Sie mit einem Tastendruck automatisch und kosten- los auf Ihr Handy laden.
Gut verständliche Sprachausgabe
   Um das Gescannte vorzulesen,  nutzt PocketShopper die Sprachausgabe des Handys. Voraussetzung ist ein Symbian-Handy mit MobileSpeak oder Talks.Sprecher, Geschwindigkeit und Stimmhöhe können Sie, wie gewohnt,  nach Ihren Vorlieben anpassen.
Viele Handymodelle zur Auswahl
  PocketShopper unterstützt viele aktuelle Handys. Die Software wird laufend an neue Modelle angepasst, so dass Sie stets die Wahl verschiedener Handys haben. Informieren Sie sich über die unterstützen Handymodelle auf unserer Website.
info: elumo GmbH, Mendelstraße 11, 48149 Münster
Kontakt: Telefon: 0251 - 980 24 24 eMail: pocketshopper@elumo.net

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EinkaufsFuchs  -  sprechendes Produkterkennungssystem

   Sprechendes Produkterkennungssystem, liest den EAN-Code der Verpackung und gibt u.a. Produktnamen, Her- steller und gegebenenfalls weitere Informationen wie Verpackungs- und Mengeneinheit
   Der EinkaufsFuchs verschafft Ihnen einen klaren Überblick. Nicht nur beim Einkauf, sondern auch im Haushalt, in der Schule, im Büro. Stöbern Sie mit demEinkaufsFuchs zu Hause im Regal oder in Ihrer Vorratskammer. Behalten Sie denDurchblick in Ihrer CD Sammlung und in den Aktenschränken. Erledigen Sie eigenständig Ihre täglichen Besorgungen. Mit den mitgelieferten selbstklebenden Strich-code-Etiketten kennzeichnen Sie zum Beispiel Ordner, Lernmaterialien für die Schule, Ihre Tiefkühlbestände, Einmachgläser und alles was Sie sonst noch leicht wiederfinden möchten.
   Der EinkaufsFuchs erkennt Produkte durch die Auswertung des Strichcodes, der auf fast allen Verpackungen zu finden ist. Seine riesige Datenbank enthält etwa 900.000 handelsübliche Artikel, die Sie in der Mehrzahl der deutschen Geschäfte und Supermärkte finden: Wichtige Gebrauchsgüter für den Haushalt, Lebensmittel, Drogerie- waren und fast alle erhältlichen Musik-CDs und Kassetten.
   Der umfangreiche Artikelbestand wird regelmäßig erweitert, durch den einfachen Austausch der Speicherkarte, die alle Produktdaten enthält. Mit Hilfe des eingebauten Mikrofons sind Sie im Stande, neue unbekannte Artikel selbst zu erfassen.
   Den EinkaufsFuchs tragen Sie bequem am Gürtel oder in der Tasche. Mit dem kleinen Scanner finden Sie den Strichcodeproblemlos, schnell und zuverlässig auf jeder Verpackung, ohne sich um die genaue Lage und Ausrichtung zu kümmern. Der EinkaufsFuchs ist batteriebetrieben und wiegt etwa 800 Gramm. Er spricht klar und deutlich mit den Stimmen „Dagmar“ oder „Thomas“.
Technische Details:
   Nennspannung 6V, Nennstrom 500mA inkl. Scanner, Gewicht: ca 500g inkl. Batterien,
Maße: ca 15 x 8 x 4cm, 128 MB Speicherkarte, OKI Sprachausgabe weiblich oder männlich,
NiMH-Akkus (ca. 3 Stunden ununterbrochene Betriebsdauer), Eingebautes Mikrofon bzw. Lautsprecher, Kopfhörer- und Lautsprecheranschluss, Batterieladegerät 12 V, 5A. “Dehner”, Typ SYS 1183-6012.
Lieferumfang: Einkaufsfuchs, 2 x Akkus, 1 x Ladegerät, 64 Strichcodeetiketten, Anleitung in Schwarz- schrift und Punktschrift.
Wir fanden diesen Artikel bei Marland www.marland.de. Preis: auf Anfrage.
   Der EinkaufsFuchs - sprechendes Produkterkennungssystem -wird beim LHZ  - Landeshilfsmittelzentrum des BSVS e. V. Dresden  zum Preis von 3.094,00 Euro zzgl. Versandkosten angeboten. Der EinkaufsFuchs ist ein anerkanntes Hilfsmittel. Beachten Sie, bitte, das Urteil zur Sache vom 03.12.2008 Sozialgericht Detmold, S 5 KR 207/07 auf unserer Rechtsseite > Blindenhilfsmittel

EinkaufsFuchs-x EinkaufsFuchs: Die sprechende Einkaufsassistenz

   Wollten Sie nicht schon immer wissen, was sich in einer Dose befindet, ohne diese öffnen zu müssen?
Der EinkaufsFuchs sagt es Ihnen
   Der EinkaufsFuchs ist eine Einkaufshilfe mit digitaler Sprachausgabe für blinde und stark sehbehinderte Menschen. Er ermöglicht es erstmalig, ohne fremde Hilfe Recherchen z.B. im Supermarkt ‘um die Ecke’ oder in der häuslichen Vorratskammer durchzuführen. Der EinkaufsFuchs erkennt die Produkte durch die Auswertung des Strichcodes, der auf den allermeisten Verpackungen zu finden ist.
   Seine Datenbank enthält viele Produkte, die Sie in allen deutschen Supermärkten finden können. Der EinkaufsFuchs kennt mittlerweile fast 900.000 verschiedene Artikel, vorwiegend die wichtigsten Gebrauchsgüter im Haushalt, Lebensmittel und alle erhältlichen Musik-CDs und Kassetten. Veränderungen und Erweiterungen der Artikeldaten sind jederzeit möglich, durch den einfachen Austausch einer Speicherkarte, die alle Produktdaten enthält. Außerdem können Sie neue unbekannte Artikel selbst eingeben. Dabei hilft Ihnen ein Mikrophon, das direkt im EinkaufsFuchs eingebaut ist. Mit den mitgelieferten selbstklebenden Etiketten, können Sie alle möglichen Gegenstände “akustisch” markieren: Leitzordner, Lernmaterialien für die Schule, Einmachgläser, Umzugskartons usw.
   Der EinkaufsFuchs ist bequem am Gürtel oder in der Tasche zu tragen. Dazu gehört ein kleiner tragbarer omnidirektionaler Scanner. Dieser ist problemlos einzusetzen und ermöglicht blinden Menschen das rasche Auffinden des Strichcodes, ohne sich um dessen Ausrichtung auf der Verpackung kümmern zu müssen. So finden Sie im Nu den gewünschten Artikel.
   Der EinkaufsFuchs hilft Ihnen, eigenständig Ihre täglichen Einkäufe und Besorgungen zu erledigen. Der EinkaufsFuchs ist zum Patent angemeldet und wird von namhaften Einzelhandelsketten unterstützt.
Technische Daten und Zubehör:
Gewicht: ca. 500 g inkl. Batterien, Maße: etwa 15 cm * 8 cm * 4 cm, 128 MB Speicherkarte mit den Artikeldaten, OKI-Sprachausgabe weiblich oder männlich, Nickel-Metallhydrid-Akkus (ohne Memoryeffekt) Ca. 2 Stunden ununterbrochene Betriebsdauer, Eingebautes Mikrophon und Lautsprecher, Kopfhörer- und Lautsprecher- anschluss. Externes Batterieladegerät
EinkaufsFuchs - Produkterkennungsgerät
Einkaufshilfe EinkaufsFuchs inkl. NiMH-Ackus, Flashcard mit aktuellem Datenbestand (ca. 900.000 Artikel), omnidirektionelem Scanner 5 Bögen mit 64 Strichcode-Etiketten zur Kennzeichnung beliebiger Gegenstände.
   Komplettpreis EinkaufsFuchs mit omnidirektionalem Scanner und Servicepaket  3.438,50 EUR. Jeder weitere Bogen mit 64 Strichcode-Klebeetiketten  2,- Euro  SynPhon - Die Firma mit Ideen.

EinkaufsFuchs2x    Das sprechende Produkterkennungssystem   

    Möchten Sie wissen was sich in einer Verpackung befindet ohne diese öffnen zu müssen? Der EinkaufsFuchs sagt es Ihnen. Der EinkaufsFuchs verschafft Ihnen einen klaren Überblick. Nicht nur beim Einkauf, sondern auch im Haushalt, in der Schule, im Büro oder im Betrieb. Stöbern Sie mit dem EinkaufsFuchs zu Hause im Regal oder in Ihrer Vorratskammer. Behalten Sie den Durchblick in Ihrer CD Sammlung und in den Aktenschränken im Büro. Erledigen Sie eigenständig Ihre täglichen Besorgungen.
   Mit den mitgelieferten selbstklebenden Strichcode-Etiketten kennzeichnen Sie zum Beispiel Einmachgläser, Leitzordner, Lernmaterialien für die Schule, Ihre Tiefkühlbestände und alles was Sie sonst noch leicht wiederfinden möchten.
   Der EinkaufsFuchs erkennt Produkte durch die Auswertung des Strichcodes, der auf fast allen Verpackungen zu finden ist. Seine riesige Datenbank enthält etwa 900.000 handelsübliche Artikel, die Sie in der Mehrzahl der deutschen Geschäfte und Supermärkte finden: Wichtige Gebrauchsgüter für den Haushalt, Lebensmittel, Drogerie- waren und fast alle erhältlichen Musik-CDs und Kassetten. Der umfangreiche Artikelbestand wird regelmäßig von uns erweitert, durch den einfachen Austausch der Speicherkarte, die alle Produktdaten enthält. Mit Hilfe des eingebauten Mikrofons sind Sie im Stande, neue unbekannte Artikel selbst zu erfassen.
   Den EinkaufsFuchs tragen Sie bequem am Gürtel oder in der Tasche. Mit dem kleinen omnidirektionalen Scanner finden Sie den Strichcode problemlos, schnell und zuverlässig auf jeder Verpackung, ohne sich um die genaue Lage und Ausrichtung zu kümmern.
   Der EinkaufsFuchs ist batteriebetrieben und wiegt nur 500 Gramm. Er spricht klar und deutlich mit den Stimmen „Dagmar” oder „Thomas”. Der EinkaufsFuchs wird von namhaften Einzelhandelsketten unterstützt. Er ist in den Hilfsmittelkatalog aufgenommen worden und kann von Ihrer Krankenkasse finanziert werden.
Findus
Produkterkennungsprogramm mit Strichcodescanner für zuhause
  Produkterkennungsprogramm Findus mit Metrologic-Strichcodescanner, aktuellem Datenbestand (ca. 900.000 Artikel), 5 Bogen mit 64 Strichcode-Etiketten zur Kennzeichnung beliebiger Gegenstände und Bedienungsanleitung Komplettpreis Findus mit Metrologic-Scanner inkl. MwSt. 980,00 EUR, jeder weitere Bogen mit 64 Strichcode- Klebeetiketten 2,-- Euro
Bitte fragen Sie uns nach weiteren Informationen oder vereinbaren Sie einen Vorführtermin.
SYNPHONGmbH Mobile Hilfen für Blinde, Im Steinig 6, 76703 Kraichtal
Telefon: 07250 92 95 55    eMail: synphon@t-online.de    Internet: www.synphon.de

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Einkaufs-FuchsFindus-x     Findus

Das intelligente Produkterkennungs-System - EinkaufsFuchs

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Blinder Entwickler konstruiert Hilfe für den Alltag: Ein Chip hilft blinden beim Suchen: Tag it
Foto:
Entwickler Hans-Gerd Lienert

Die Findemaschine Tag itwurde zum Patent angemeldet. Gegenstände werden mit RFID-Chips beklebt und in einer Datenbank verwaltet. Das Suchgerät sendet Signale aus - und Funkchips antworten „Hier bin ich”.

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   Als Hansjörg Lienert sieben Jahre alt war, erkrankte er an einem Augenleiden, das seine Sehfähigkeit immer mehr beeinträchtigte. Heute, mit Mitte 40, kann Lienert fast nichts mehr sehen. Doch schon seit Jahren widmet sich der Marburger der Entwicklung von Hilfsmitteln für Blinde. Seine jüngste Entwicklung, deren Patentanmeldung gerade läuft, ist „Tag it”, ein neuartiges System, das erblindeten Menschen hilft, jeden beliebigen in Büro, Haus oder Wohnung abgelegten oder aufbewahrten Gegenstand schnell, leicht und ohne fremde Hilfe aufzufinden. Das Verfahren ist so ausgereift, dass der Blinde selbst unterschiedliche Medikamentenpackungen finden, identifizieren und sich deren Beipackzettel vorlesen lassen kann. Voraussetzung ist lediglich, dass ein sehender Helfer diese Informationen ein einziges Mal irgendwann zuvor in eine Datenbank eingelesen hat.
   Lienert: „Ich war es leid, beim Anziehen immer jemanden aus der Familie fragen zu müssen: Welche Farbe hat die Jacke? Welche die Schuhe? Oder mir eine bestimmte CD herauszusuchen oder ein Aktenstück ... Mit ,Tag it’ kann ich das jetzt selber.” Wie das geht? „Mit modernster RFID-Technik (Radio Frequency Identification) haben wir das Problem angepackt und äußerst zufrieden stellend gelöst“, sagt Lienert.
  „Tag it” heißt auf Englisch soviel wie „Markiere es”. Dieses Markieren eines Gegenstandes erfolgt mit Hilfe eines so genannten Funketiketts. Funketiketten gibt es in mehreren Größen und Ausführungen, für „Tag it” sind sie nicht größer als eine Briefmarke. Sie sind selbstklebend und werden bei Bedarf von einer Rolle abgezogen. Sie sind waschmaschinenfest und können deshalb auch in Hemden, Unterwäsche oder ähnlichem angebracht werden.
  Jedes Funketikett enthält einen Elektronik-Chip, der es zu einem sogenannten Transponder macht. Das heißt: das Funketikett benötigt keine eigene Energiequelle, wie etwa eine Batterie, um ein Signal auszustrahlen. Es ist passiv. Erst wenn es vom Funksignal des Suchgeräts getroffen wird, wirft es das Signal wie ein Echo zurück, um sich zu melden. Ein solches Etikett kostet zur Zeit 50 Cent, die Massenproduktion wird den Preis senken.
   Soll ein Gegenstand markiert werden, wird das Etikett darauf geklebt. Dann wird der Gegenstand, etwa eine Musik-CD, vom Blinden oder von einem Sehenden benannt. „Tschaikowsky, 5. Symphonie“.
   Diese gesprochene Information wird via Mikrofon über ein Stimmerkennungsprogramm zusammen mit dem Code des jeweiligen Funketiketts in einer Datenbank des PC gespeichert. Und so läuft dann die Suche ab: Das Suchgerät ist über Kabel oder Funk mit dem Heimcomputer verbunden. Sobald der Blinde einen Knopf am Such- gerät betätigt, verbreitet dieses ein elektromagnetisches Feld. Dann sagt der Blinde ähnlich wie zu einem Blindenführhund: „Suche Mundharmonika“ und tastet nun mit dem Suchgerät einen Raum, einen Tisch oder ein Regal ab, in dem er die Mundharmonika vermutet. Sobald die Mundharmonika in Reichweite des Suchsignals gerät, wird ihr Funketikett mit dem Strom des Suchsignals versorgt  und schickt als Echo seine Codenummer zurück. Also eine Art „Hier bin ich“- Meldung.
  Umgekehrt kann der Blinde aber auch markierte Gegenstände vor das Suchgerät halten, zum Beispiel zuvor markierte Schlüssel, Lebensmittelpackungen oder Medikamente. „Tag it“ registriert die jeweiligen Codes, greift auf die Datenbank zurück und sagt dann wahlweise mit synthetischer Computerstimme oder in natürlicher Sprache, um welchen Gegenstand es sich handelt.
   Lienert: „‘Tag it’ hilft, Dinge zu finden, auch wenn diese von anderen Personen an einem anderen Ort abgelegt wurden und der Blinde selber nichts davon weiß. Mit ,Tag it’ kann der Blinde eine gute von einer nicht mehr so guten Hose unterscheiden. ,Tag it’ warnt, sollte der Blinde versuchen ein Kleidungsstück, das nur mit 40-Grad- Buntwäsche hell gewaschen werden darf, mit 60-Grad-Buntwäsche dunkel zu waschen. Auch in Ordnern abgelegte Aktenstücke lassen sich mit ,Tag it’ finden und natürlich jede gewünschte Sprechkassette oder jedes Buch aus der Blindenschrift-Bibliothek.“
   Der Blinde Hansjörg Lienert hat sich mit seiner Firma „Dräger und Lienert“ inzwischen selbständig gemacht: Das Such- und Finde-System bietet er etwa als Ausführung für Arbeitsplätze in Büros und als kleine Variante für die private Nutzung an. Lienert berichtet von einer Plattenfirma, in der ein blinder Mitarbeiter mit Hilfe von „Tag it“ Musikredakteure mit gewünschten CD-Platten beliefert. Bei einem anderen Unternehmen ist ein fast blinder Techniker in der Lage, mit Hilfe der Funkchips Software und Hardware von und für Computer zu verwalten.
   Das System kostet für Arbeitsplatzausstattungen etwa 4.000 Euro und wird vielfach mit behördlichen Zuschüssen finanziert, um Blinden einen Arbeitsplatz zu verschaffen. Ein Gerät für den persönlichen Gebrauch kostet etwa die Hälfte - und das ist weit weniger als etwa der Preis eines Elektrowagens für Gehbehinderte. Die Kostenübernahme können Blinde bei ihrer Krankenkasse beantragen. CordChristianTroebstHA051117

   Die folgenden Bilder wurden aufgenommen auf der SightCity 2005 in Frankfurt/ Main, auf der sich viele interessierte Blinde, Firmen- und Verbandsvertreter vor Ort überzeugen ließen, wie Tag it den Alltag von sehbehinderten oder blinden Menschen, vereinfachen kann, am Arbeitsplatz und zuhause.

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Foto oben: Das Lesegerät  RFID-Reader mit Kabel. Die Verbindung zum Computer erfolgt über USB.
Foto unten:
drahtloser Reader mit Headset, der via Bluetooth mit dem Computer verbunden ist
und freie Bewegung im ganzen Haus ermöglicht.

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    Tag it im Kücheneinsatz Foto ganz oben. Lebensmittelbehälter mit RFID-Tag werden vom Lesegerät erfasst. Lebensmittel, die permanent in dafür bestimmten Behältern aufbewahrt werden, zum Beispiel Linsen, Rosinen, Salz, Zucker oder Nudeln, lassen sich so leicht unterscheiden.
     Teepackung mit RFID-Tag. Lebensmittel in Wegwerf-Verpackungen wie auf dem Foto unten lassen sich mit Gummiband und einem Anhänger, auf den der RFID-Tag geklebt wird, temporär kennzeichnen und somit wieder verwenden. Ist die Packung leer, wird der Anhänger einfach an der neuen, vollen Packung angebracht.

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   Tag it an der Pinwand Abholschein für die Apotheke. Der RFID-Tag ist an einer Klammer befestigt, die Sie zum Beispiel an Ihrer Pinwand befestigen können. Natürlich können Sie den RFID-Tag mit neuen Informationen verknüpfen: so wird aus Ihrem Abholschein für die Apotheke die Quittung für die Reinigung oder der Überweisungsträger für die Bank. Mit Tag it lassen sich Medikamente kennzeichnen und zusätzliche wichtige Informationen wie die richtige Dosierung oder das Haltbarkeitsdatum speichern.

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   Tag it am Schlüsselbrett. Die RFID-Tags lassen sich einfach auf den Schlüsselanhänger kleben. Tag it für die CD- Sammlung. Finden Sie immer die CD, die Sie hören wollen. Ihre Musik-Sammlung lässt sich mit Tag it leicht kata- logisieren. Tag it speichert alle relevanten Informationen: ob Titel, Titelnummer, Songtext oder Erscheinungsjahr.

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Tag it bei der Verwaltung von Dokumenten. Foto oben: Dokument-Ablage mit Reitern. Die RFID-Tags sind an den Reitern befestigt. So lassen sich wichtige Dokumente leicht und einfach ablegen und ordnen.

  Die Tags gibt es in vielen Formen. Sie können aussehen wie ein kleines Etikett in Briefmarkengröße, wie ein Chip, wie eine Kreditkarte oder wie ein nur wenige Millimeter langes ganz dünnes Röhrchen. Gemeinsam ist ihnen, dass Sie eine Spule enthalten und einen winzigen Chip. Gerät der Tag in die Reichweite eines RFID-Readers, der ein elektromagnetisches Feld ausstrahlt, entsteht via Induktion in der Spule des Tags Strom. Dieser wiederum speist den Chip, der daraufhin aktiviert wird,  und eine Identifikationsnummer und andere Daten funkt. Der RFID-Reader, der zugleich als Empfangsantenne fungiert nimmt diese Daten auf und leitet sie zum Rechner. Im Rechner läuft eine komplexe Software, welche alle weiteren Prozesse steuert. Zwischen Reader und Tag muss im Gegensatz zu den Bar-Code-Etiketten keine Sichtverbindung bestehen. Der Reader findet Dokumente auch in Mappen und Aktenordnern.

tag-it-03-x    Die Geschichte der drahtlosen Kennung

   Der Begriff „Radio Frequency Identification“ (RFID) kommt aus dem Englischen und bedeutet „Funk-Erkennung“. Die Datenübertragung zwischen einem Transponder (als Aufkleber auf CD) und der Lese-Empfangs-Einheit (Suchgerät) findet mittels elektromagnetischer Wellen statt.
  Vorläufer der RFID-Technik, die auf der Mikrowellentechnik basiert, wurden bereits ab 1970 auf Lebensmittel- verpackungen in Supermärkten eingesetzt, um auf diese Weise Diebstähle zu verhindern. Nach 1979 benutzte man Funketiketten zum Beispiel in der Landwirtschaft,  um Kühe und Schweine zu kennzeichnen. Heute findet man überall RFID-Technik: an Autobahn-Mautstellen, auf Skipässen, als elektronische Wegfahrsperren. Angeblich erwägt die Europäische Zentralbank, Banknoten durch RFID-Kennzeichnung fälschungssicher zu machen.  Auch die Tickets für die Fußball-WM geben mittels Chips Auskunft über ihren Inhaber. Ein Deutscher hat sich sogar einen RFID-Chip in die Hand einpflanzen lassen, um damit seine Haustür öffnen zu können.  hpakrHA051117

Dräger & Lienert Informationsmanagement GbR, Stadtwaldstr. 62;  D 35037, Marburg, 
Tel: 06421 - 16 55 55; Fax: 06421 - 16 55 56    eMail: info@dlinfo.de

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RFID-Chips zur Hilfe für Blinde und Sehbehinderte - wie im Bericht oben beschrieben - haben Zukunft.
Ein Blick auf die Cebit in Hannover unterstreicht das: Computer mit Augen und Ohren

 RFID-Chip auf der Cebit: Computer mit Augen und Ohren
 Der Minichip mit Antenne steht vor einem Siegeszug

   Transportpaletten und  Verpackungen, Eintrittskarten und Skipässe werden intelligent, ein bisschen jedenfalls. Sie können künftig zwar nicht selbst denken. Sie werden aber auf einem winzigen Chip Daten transportieren, die von Computern intelligent verarbeitet werden können. Dahinter verbirgt sich die sogenannte Radiofrequenz- Identifikation, die abgekürzt RFID-Technik genannt wird. „Mit der RFID-Technik bekommen Computer Augen und Ohren”,  sagte Edgar Fleisch, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität St. Gallen und der ETH Zürich, auf einer Informationsveranstaltung des Handelskonzerns Metro in Düsseldorf.
   Hinter RFID versteckt sich nicht nur der winzige Datenchip mit Antenne, der in einem Funkumfeld seine Daten preisgibt. Der kleine Chip ist vielmehr Bestandteil einer ganzen Computer-Systemlösung, die es ermöglicht, Ob- jekte automatisch zu verfolgen und aufzuspüren. Der große Unterschied zu früher: Informationen über bestimmte Objekte müssen im Rahmen der RFID-Technik nicht mehr manuell eingegeben oder eingescannt werden. Vielmehr „sprechen” die Waren selbst, sie vernetzen sich mit den Systemen der Informationstechnologie sowie geben Informationen über den Preis und in welchem Zustand sie sich gerade in welcher Menge und wo befinden.
   Fleisch hat vor diesem Hintergrund die Vision eines „Internet der Dinge”, bei dem sich jedes Produkt im Internet verfolgen lässt, was zum Beispiel bei einem Produktrückruf immense Vorteile hätte.
   RFID ist trotz des futuristisch anmutenden Kürzels längst keine Zukunftsmusik mehr: Metro-Mitarbeiter brauchen dank der Nutzung der Technik für den Wareneingang pro Palette nur noch 70 statt bisher 90 Sekunden. Ein weiteres großes Einsatzfeld ist das Gesundheitswesen. Der Chiphersteller Intel, Siemens Business Services und der Computerhersteller Fujitsu Siemens haben am Klinikum Saarbrücken schon im Juli 2005 das erste RFID- Pilotprojekt in deutschen Krankenhäusern begonnen. Ziel ist es, komfortabler auf Patientendaten zuzugreifen und die Medikamenten- und Dosierungssicherheit zu erhöhen.
    In das Projekt werden tausend Patienten eingebunden. Die Patienten erhalten bei der Aufnahme ein Armband mit RFID-Chip, das die Patientennummer enthält. Über tragbare Computer können Ärzte und Pflegepersonal diese Nummer lesen und die Patienten identifizieren. Über ein drahtloses Funknetz haben sie Zugriff auf eine Datenbank mit Details zu den Patientendaten einschließlich der verabreichten Arzneimittel. Das Projekt basiert auf einer RFID- Lösung, die schon im Jacobi Medical Center in New York im Einsatz ist. RFID wird außerdem schon heute in der Gepäckbeförderung im Flughafen, in Unibliotheken oder In der Paketabfertigung eingesetzt. Bei der Zugangs- kontrolle für Skilifte, Hotelzimmer oder Discotheken werden ebenfalls RFID-Chips verwendet, auch die Fußballfans, die während der Weltmeisterschaft im Sommer die Stadien besuchten, mussten sich am Eingang mit einer RFID- Eintrittskarte ausweisen. Angesichts dieser Dynamik erstaunt es nicht mehr, dass RFID auch ein großes Thema auf der Computermesse Cebit in Hannover waren. Die von zahlreichen Absagen geplagte Cebit kann sich deshalb über einen prominenten wie ungewohnten Neuzugang unter den Ausstellern freuen: Die Metro Future Store Initiative hat in Halle 6 Anwendungen rund um die RFID-Technik gezeigt. Die Präsentation drehte sich zum einen um technische Lösungen für verschiedene Stationen entlang der Prozesskette im Handel, aber auch um andere Lebensbereiche, zum Beispiel im Sport, in Bibliotheken oder im Transportwesen. „Wir waren auf der Cebit mit insgesamt 25 Partnern vertreten und hatten eine Standfläche von 2800 Quadratmetern beleget, sagt Gerd Wolfram, der zuständige Metro- Geschäftsführer. Zu den Metro-Partnern zählen der Softwarekonzern SAP, Intel, der Computerkonzern IBM und der IT-Dienstleister T-Systems.
   Bei der Metro und anderen Handelsunternehmen soll RFID zunächst die Logistik und das Lagermanagement optimieren - und dadurch natürlich auch Geld sparen. Ab September dieses Jahres wird Metro die zweite Gene- ration der RFID-Chips einsetzen. Die Chips zeichnen sich durch eine höhere Speicherkapazität als die zur Zeit ver- wendeten Vorgängermodelle aus, zudem ermöglicht der neue Standard eine größere Schreib- und Lese- geschwindigkeit. Damit sind nach den Worten von Wolfram die Voraussetzungen geschaffen, RFID-Chips zum ersten Mal auch auf den Versandkartons der Hersteller zu verwenden. Bis zum Einsatz der Chips auf einzelnen Produkten sei es hingegen noch ein weiter Weg von vielleicht zehn bis fünfzehn Jahren.
   Das wesentliche Hindernis für einen solchen umfassenden Einsatz ist der zu hohe Preis der Funketiketten von derzeit noch immer 14 bis 15 Cent. Für die Verwendung auf einzelnen Produkten müsste dieser Preis nach den Worten von Wolfram auf weniger als 1 Cent sinken. Bei der Metro wird aber auch eingeräumt, dass neben der reinen Kostenbetrachtung auch der Aspekt des Datenschutzes beim RFID-Einsatz eine große Bedeutung bekommen wird. Letztlich müsse aber allein der Verbraucher darüber entscheiden, ob er die Vorteile, die der RFID-Einsatz irgendwann bei der Kontrolle der eigenen Vorräte oder bei etwaigen Rückrufaktionen bieten könnte, nutzen wolle oder nicht. CKnopFAZ060114

RFID-Etiketten,xx„RFID wichtiges Thema auf der CeBIT“

    Bei der Hannoverschen Firma Höft & Wessel verspricht man sich ganz viel vom Rummel um RFID - um die „Radio Frequency Identification“. Viele Aussteller haben den Verbrauchern auf dieser CeBIT erklärt, warum die kleinen Funkchips mit der RFID-Technik unseren Alltag erobern sollen. Und wenn sich die per Funketiketten tatsächlich durchsetzen, dürfte Höft & Wessel dabei kräftig mitverdienen. Schließlich sind die Hannoveraner nach eigenen Angaben Marktführer in Deutschland bei mobilen Datenerfassungsgeräten - und die wiederum braucht man unter anderem zum Ablesen der RFID-Chips.
  Zur CeBIT brachte Höft & Wessel neben mobilen Lesegeräten für die Funkchips noch mehr Produkte mit, die man für die neue Technik braucht: zum Beispiel RFID-Drucker. „Das Thema RFID stand bei der CeBIT dieses Jahr ganz klar im Mittelpunkt”, sagt Anne Bentfeld. Außerdem zeigt die börsennotierte IT-Firma, für die die CeBIT ein selbstverständliches Heimspiel ist, noch ihr neues „Self-Checkout-Terminal”, das extra für den Handelskonzern Metro konzipiert wurde: eine Selbstbedienungskasse.  HAZ060306

Wie die Dinge des Alltags miteinander funkend kommunizieren.
Radio Frequency Identification ein großes Thema. Wozu sie sich nutzen lässt und wie sie funktioniert

   Ein Blinder hat es uns gezeigt: Wenn er etwas sucht, eine Schallplatte zum Beispiel oder eine Schachtel Soft- ware, dann befragt er seinen Laptop. Der sagt ihm, in welchem Regal er sie gelassen hat. Hansjörg Lienert führte das auf der Cebit 2006 vor. Mit seinem Programm „Tag It” hat er eine Arztpraxis in Unterfranken ausgestattet, für weniger als 10.000 Euro. Jetzt wird dort keine Patientenakte mehr verlegt. Gesucht und gefunden wird stets über einen PC. Die letzten Zentimeter - oder Meter - überbrückt RFID, die „Radio Frequency Identification”-Funktechnik. Wie ein Scanner im Laden mit seinem Laserstrahl den dreizehnstelligen Artikelcode liest, so holt sich ein Lesege- rät, ein Radio sozusagen, die Nummer des Funk reflektierenden Etiketts.
   Über Funk zu identifizieren bringt große Vorteile. Das ist wie der Schritt von Infrarot zu Bluetooth bei Handy- Nahverkehrsverbindungen. Die Ware braucht nicht mehr gedreht und gewendet zu werden. Mehrere RFID- Etiketten, englisch „Tags”, lassen sich zugleich lesen. Lienert führt nur den Handleser das Regal entlang, schon registriert sein PC alles, was dort drin ist - wenn zuvor einmal eingegeben worden war, was sich real hinter dem Code eines Etiketts verbirgt. Das Entscheidende an der RFID-Technik ist nämlich nicht das Lesen über Funk  statt über Sicht, sondern die dahinterliegende Online-Warenwirtschaft. Die Tags (technisch Transponder genannt) be kommen vom Hersteller laufende Seriennummern und sind damit individuell. Klassisch können sie 112 Byte speichern, neuere UHF-Tags nur 12. Bezeichneten ISBN-Nummern für Bücher und EANs für Produkte nur Gattun- gen, so benennt RFID das Individuum.
   Funk zur Identifikation gibt es schon lange. Die Lufthansa nutzte 1995 kontaktlose Chipkarten für VIP-Kunden, Skipässe arbeiten berührungslos, elektronische Diebstahlsicherungen schützen Kaufhäuser. Italiens Hunde be- kommen Chips unter die Haut, und Australiens Rindviecher sind an den Ohren elektronisch markiert, Stehlampen im Wohnzimmer werden funkfernbedient. Die Techniken dafür - Energieversorgung, Frequenzen, Funk- und Ausleseverfahren - sind unterschiedlich.
   Bei der klassischen Warenwirtschaft mit RFID, wie sie Lienert nutzt, werden etwa 50 Cent teure Etiketten verwendet, die weltweit auf 13,56 Megahertz (MHz) hören, das ist Hochfrequenz (HF) auf Kurzwelle. Die Tags bestehen aus einer flachen Spule, die vom elektromagnetischen Lesefeld Energie aufnimmt und mit ihrer Identifikation modulierend antwortet. Eine eigene Energiequelle hat der Tag im Gegensatz zu aktiven Systemen,  etwa zum Autoaufschließen oder zur Personenortung, nicht.
   Die unsichtbare Identifikation durch Funk-RFID wird auch in den maschinenlesbaren Reisepässen verwendet - hat freilich außer ein wenig Funk (2 Watt) persönliche Ängste freigesetzt. Wird künftig jemand hinter den Kulissen die Marke der Mütze auslesen können, mehr noch, erfahren, wo sie wann gekauft und produziert worden war? Wird man dem Buch elektronisch ansehen, wer es gekauft hat, wie dank RFID den Fußball-Weltmeister- schaftskarten ihren Besitzer? Digitales Rechtemanagement mag sich da hart mit persönlichem Datenschutz treffen. Handys mit speziellen Sim-Karten und RFID-Antennen - beschönigend „Nahfeldkommunikation“ genannt - machen (ebenfalls über 13,56 MHz) in Hanau bargeldloses Busfahren möglich, Patienten mit Tags am Arm werden schneller mit ihrer Akte verbunden. All das hängt, wie gesagt, hauptsächlich vom Online-System ab, seiner Erreichbarkeit, seiner Diskretion oder Offenheit, aber auch von den Kosten der Leser und ihrer Anschlüsse. Zukunftsszenarien wie ein „Internet der Dinge” mit selbstbestellenden Kühlschränken sind noch weit hergeholt. Die eigentliche RFID- Funktechnik hat einen interessanten, weiten Weg hinter sich und ganz gewiß vor sich. FritzJörnFAZ060502

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Foto:  Mit bloßem Auge kaum zu sehen ist der RFID-Chip, auf den der rote Pfeil weist. Bald sollen die Chips,
die Informationen über weite Strecken senden können, nur noch Staubkorngröße erreichen.

Kleiner Chip – große Wirkung. Mit RFID-Technologie schlagen Blusen Alarm,  und Bücher melden, wo sie sind.

   Die schöne neue Warenwelt versteckt sich in einem schmucklosen Gewerbegebiet in Neuss. In einer der vielen grauen Hallen hat der drittgrößte Handelskonzern der Welt, die Metro-Gruppe, sein Zukunftslabor versteckt: Hier sprechen die Spiegel in der Umkleidekabine, Kühlschränke geben Auskunft über ihren Inhalt, Blusen schlagen Alarm, wenn jemand sie stehlen will.
  Hinter diesen Erfindungen steckt die RFID-Technologie. Etiketten, die per Funk abgefragt werden, sollen die Strich-Codes auf den Verpackungen bald ablösen und die Welt des Handels revolutionieren. In einem raumgroßen Metall-Container versuchen derzeit in Neuss die Ingenieure, Kinderkrankheiten zu beheben. Wie Strahlenkanonen aus „Krieg der Sterne” sehen die Messgeräte aus, die auf ein paar Flaschen Mineralwasser gerichtet sind. Irgend- wo an ihrer Verpackung ist ein winziges Funk-Etikett versteckt. „Probleme haben wir nach wie vor mit Etiketten auf Flüssigkeiten und auf Metall”, räumen die Entwickler ein.
   Die Funk-Etiketten werden immer winziger und günstiger. So werden sie sich in einigen Jahren im Handel auch durchsetzen, sind die Experten überzeugt. Immerhin sei der Preis pro Chip zuletzt von 30 auf 10 Cent gefallen, sagt Metro-Sprecher Albrecht von Truchseß. Außerdem sind die Etiketten so hauchdünn geworden, dass sie in Papier eingedruckt und in Stoff eingewebt werden können. Bald sollen sie auf Staubkorn-Größe schrumpfen.
   Die kleinen Etiketten gewinnen rasant an Bedeutung. Die Handelskonzerne versprechen sich immense Ein- sparungen von den smarten Chips.  Noch mindestens zehn Jahre werde es aber dauern, bis RFID den Strich-Code ersetzt hat, schätzt von Truchseß.
   In Neuss werden schon jetzt Lagerbestände mit RFID permanent angezeigt, Paletten verraten per Funk Ziel, Zahl und Inhalt ihrer Fracht. Differenzen vom Soll, etwa durch Diebstahl, fallen sofort auf: „Liefer-Treue 99 Prozent”, vermerkt der Computer in warnend großer Schrift, weil auf der Euro-Palette eine von mehreren hundert Packungen Waschmittel fehlt. Supermarkt-Regale zeigen automatisch Preis und Namen der Artikel an. Wechselt die Sortierung, wechselt automatisch auch die Anzeige. Droht der Ausverkauf, ordert der Computer im Lager Nachschub.
   Auch der Job der Kassiererin gerät in Gefahr. Sekunden nachdem der Kunde seinen Einkaufswagen durch die funkgesteuerte Kassenzone geschoben hat, erscheint der Preis für den gesamten Einkauf auf einem Display, ohne dass jemand die Produkte im Einkaufswagen berührt hätte. Warteschlangen vor der Kasse - bald ein Gespenst von gestern, frohlocken die Förderer von RFID.
   Doch die schlauen Etiketten sind nicht nur Zukunftsmusik. Sie haben sich in vielfältigen Anwendungen längst in den Alltag eingeschlichen: Etwa beim Skipass mit RFID-Chip, der nicht mehr lästig an jedem Lift aus der Tasche genestelt werden muss. In Bibliotheken sorgen die Chips ebenfalls schon für Ordnung und Schutz vor Diebstahl. „Früher war ein falsch einsortiertes Buch praktisch verloren, heute meldet es sich und den Fehler.” Auch Marathon- Läufer tragen im Wettkampf den Chip am Schuh, der dort die exakte Zeitmessung und Zuordnung ermöglicht.
   Als einen Anreiz für die Zukunftstechnik hat der US-Funk-Chip-Hersteller Paxar mit einer Partnerfirma ein „Einkaufserlebnis” kreiert, das auch in Neuss präsentiert wird: den sprechenden Spiegel, der die Kunden in der Umkleidekabine begrüßt. Zum ausgewählten Kleidungsstück hat er nicht nur umfassende Informationen parat, die auf der Spiegelfläche aufleuchten, er empfiehlt auch dazu passende weitere Garderobe.
   Durch Antippen kann der Kunde - wenn alles klappt - die Hose auch eine Nummer größer oder in einer anderen Farbe ordern, ohne sich wieder anziehen und selbst auf die Suche gehen zu müssen. Eine Verkäuferin soll mit dem gewünschten Beinkleid erscheinen, wenn der Funkbefehl auf ihrem tragbaren Empfangsgerät eintrifft. Ein Nachteil muss dem mehrere Tausend Euro teuren Spieglein an der Wand aber noch ausgetrieben werden: Wer mit mehr als einem Kleidungsstück die Kabine betritt, stürzt es in heillose Verwirrung. dpaNOZhpet070515

RFID: Schon im Zweiten Weltkrieg im Einsatz

   RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation. Es ist ein Verfahren, mit dem zum Beispiel Gegenstände automatisch identifiziert und lokalisiert werden können. Und das sogar über längere Distanzen und ohne Sichtkontakt. Wie das Internet ist auch RFID ursprünglich eine militärische Entwicklung. Schon im Zweiten Weltkrieg unterschieden die Alliierten feindliche von eigenen Bombern durch eine Funk-Erkennung. Heute soll RFID gegen Produktpiraten in die Handelsschlacht geführt werden. Wenn bald jedes Produkt mit individueller Kennung die Fabrik verlässt, können Fälschungen schnell und sicher identifiziert werden. dpaNOZhpet070515

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Wenn der Ausweis funkt: Die neuen „ePässe“ was sich wann und wo bei der Einreise ändert

  Der Reisepass ist abgelaufen? Dann nichts wie hin zur Gemeinde, damit der Neue rechtzeitig vor dem Urlaub fertig wird. Seit November 2005 werden die biometrischen Pässe für Erwachsene ausgestellt, seit Januar 2006 auch für Kinder. Und ab nächstem Jahr kommen noch einige Änderungen hinzu. Wir haben das Wichtigste zusammengestellt.
   Gerade haben Experten aus 38 Nationen in Berlin getestet, ob die neuen Lesegeräte überhaupt mit den elektronischen  Reisepässen zurechtkommen. An zwei Testtagen wurden mehr als 400 Ausweise unterschiedlicher Länder in Kombination mit 50 Lesegeräten verschiedener Hersteller geprüft. Künftig werden nicht nur Deutschland, sondern alle EU-Staaten sowie Länder wie Japan, Australien, Russland, Kanada und die Schweiz die so genannten ePässe einführen. Die technischen Standards sind dabei weltweit einheitlich. Die Pässe, die es bereits gibt, sind mit einem ersten biometrischen Merkmal  im Chip, dem digitalen Passfoto, ausgestattet.
   Wer verreist, sollte sich vorher unbedingt erkundigen, welche Dokumente er für den Grenzübertritt benötigt. Zwar gelten generell auch die bisherigen Pässe weiter, wenn sie nicht abgelaufen sind. Doch zur Einreise in die USA zum Beispiel muss der rote, maschinenlesbare Reisepass, auch Europapass genannt, vorgelegt werden. Ab Oktober 2007 verlangen die USA dann einen biometrischen Reisepass oder ersatzweise ein biometrisches Visum, voraussichtlich auch für Kinder. Wer einen gültigen grünen, also den vorläufigen und nicht  maschinenlesbaren Reisepass besitzt, muss bei der Einreise in die USA ein zusätzliches Visum vorlegen.
   Der Unterschied zwischen dem neuen, elektronischen und dem alten Pass liegt auf einem unscheinbaren Chip: Dort sind Daten wie Größe, Augenfarbe und ausstellendes Land gespeichert. Der so genannte RFID-Chip - RFID steht für Radio Frequency Identification - kann diese Daten ohne Berührung über eine Distanz von mehreren Metern zur Verfügung stellen. Der Grenzbeamte liest also nicht mehr nur aus dem Pass ab, aus welchem Land der Urlauber kommt, wie groß er ist und welche Augenfarbe er hat. Über Funk kann er diese Informationen auch auf seinem Lesegerät erkennen.
   Bislang sind auf dem RFID-Chip das Passfoto und eine digitale Unterschrift erfasst, ab 2007 werden auch die Fingerabdrücke der beiden Zeigefinger neuer Antragsteller darauf gespeichert, ein Scan der Iris ist ebenfalls vorgesehen. Die neuen Pässe sollen zu den fälschungssichersten Dokumenten der Welt gehören. Was den Datenschutz angeht, so soll ein unbemerktes Auslesen unmöglich sein. Auch werden die Daten eines Einzelnen nicht in der Bundesdatenbank gespeichert. Wer sicher gehen will, dass auf dem Chip im neuen Pass alle Daten richtig gespeichert wurden, kann bei der Passbehörde mit speziellen Geräten die auf dem Chip gespeicherten Daten einsehen.
   Der neue Pass ist wie der alte zehn Jahre lang gültig. Er kostet 59 Euro. Für Jugendliche bleibt er fünf Jahre lang gültig und kostet 37,50 Euro.
Weitere Informationen: Service-Center des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik,
Tel. 01805/-2 74-3 00, eMail: epass@bsi.bund.de   Internet: www.epass.de   SrtNOZ060715    

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   Seit der Einführung des neuen Personalausweises ist der RFID-Chip in aller Munde. Dabei gehört der von seinen Kritikern auch Schnüffelchip genannt Minispeicher und Sender schon lange zu unserem Alltag. Ob beim Auto fahren (Funkschlüssel) oder im Winterurlaub (Skipass) - fast überall werden inzwischen Lösungen mit RFID angeboten.

   In einigen amerikanischen Städten tragen sogar Vorschulkinder derartige Chips am Körper. So kann überprüft werden, ob sich die Kinder in der Mittagspause im Speisesaal einfinden oder wer sich häufiger unerlaubt vom Gelände entfernt. Auch viele deutsche Universitäten und Fachhochschulen spicken ihre Studentenausweise mit RFID. Ausgelesen werden die Chips oder auch Tags meist in den Bibliotheken und in der Mensa, wenn die Aus- weise in die Nähe des Lesegerätes gehalten werden.
   RFID steht für das englische Kürzel Radio Frequency Identification (Funkerkennung) und bezeichnet eine Methode, um Daten lesen und speichern zu können, ohne sie direkt sehen oder berühren zu müssen. RFID gibt es in ganz unterschiedlichen Formen. Es kommt immer auf die Anwendung an, für die sie bestimmt sind. Sie finden sich in Kundenkarten, im Innern einer Produktverpackung, integriert im Wellpappe-Karton, aber auch auf oder hinter Aufklebern und Etiketten. RFID-Tags können sogar auf Packungen aufgedruckt werden.
   Denn der Tag besteht nur aus einem klitzekleinen Chip mit Drähten, die die Antenne bilden. Im Regelfall brauchen sie keine eigene Batterie. Sie funktionieren per Funk: Ein Lesegerät sendet einen Funk-Impuls, und der Schnüffelchip sendet eine auf ihm gespeicherte weltweit einmalige Nummer zurück.  Mit der Seriennummer der RFID-Etiketten kann man nun herausfinden, dass der Kunde nicht beispielsweise irgendeinen Schokoriegel gekauft hat, sondern genau diesen einen.
   Die Datenschützer kritisieren, dass mit den günstig herstellbaren RFID-Chips immer mehr Gegenstände eine weltweit einzigartige Identifikationsnummer bekommen. Sie halten es für problematisch, dass dieser Code prak- tisch jederzeit und überall unbemerkt ausgelesen werden kann. Denn die Chips sind kontaktlos ohne freie Sicht auslesbar, und die Radiowellen dringen auch durch Stoff und Leder.  Wenn so ein Produkt auch noch mit einer Bank- oder Kundenkarte gekauft werde, könnten unter Umständen auch Käufer eindeutig identifiziert werden. Ein großes Technologieunternehmen arbeite sogar an der Idee, RFID-Chips in Geldscheine einzubetten. Dadurch würde die Anonymität des Bargelds beseitigt, weil einzelne Scheine verfolgt werden könnten.
   Es gibt zwei Arten von RFID-Chips: „passive" (ohne eigene Energieversorgung) und „aktive", die eine Batterie enthalten oder mit einer Batterie oder externen Stromversorgung verbunden sind. Passive Etiketten erhalten ihre Betriebsenergie direkt durch die Energie der Funkwellen, die das Lesegerät ausstrahlt. Außerhalb der Reichweite eines Lesegerätes sind passive Etiketten also ohne Energie. In Abhängigkeit von einer Reihe von Faktoren (Anten- nengröße, Funkfrequenz, Umweltbedingungen etc.) kann ein passives Etikett einen Leseabstand von wenigen Zentimetern bis über 10 Meter haben. Grob gilt: je größer die Antenne, desto größer auch die Reichweite.
   Aktive Etiketten können Reichweiten von einigen Kilometern haben. Die meisten Etiketten, die für den Einsatz bei Konsumgütern vorgesehen sind, sind aber passiv. Für eine Ortung über die Reichweite eines Lesegerätes hinaus reicht es aber, einfach mehrere Lesegeräte an strategisch günstigen Orten wie Engstellen an Ein- und Ausgängen von zum Beispiel Supermärkten oder in Regale eingebaut aufzustellen und darüber alle nötigen Informationen für eine Ortung zu bekommen.
   Während der Einzelhandel nicht müde wird, seinen Kunden die fraglos vorhandenen Vorteile der drahtlos erkennbaren Ware auszumalen, etwa die Abwicklung von Garantiefällen, ohne dass man einen Kassenbon aufbewahren müsste, sind Datenschützer alarmiert. Die Bürgerrechtsorganisation Foebud befürchtet, dass mithilfe der RFID-Chips Bewegungsprofile von Kunden erstellt werden könnten. Auch wenn die Chips mit dem Kunden den Laden verlassen, sind sie nicht automatisch Müll: Wenn sie nicht deaktiviert werden, geben sie weiterhin ihre Daten preis, sobald sie angefunkt werden, egal von wem.
   Datenschützer fordern deshalb nicht nur eine Kennzeichnungspflicht für RFID-Chips, sondern auch die Mög- lichkeit für den Kunden, die Daten auf den Chips einzusehen und ihn im Zweifelsfall permanent deaktivieren zu können. Auch wenn die kleinen Schnüffelchips zurzeit noch kein wirklich großes Problem für die Privatsphäre seien, weil es noch keine flächendeckende Infrastruktur von Lesegeräten gebe. „Sind die Chips aber erst im Umlauf, werden die Lese-Antennen nicht lange auf sich warten lassen", warnen die Bürgerrechtler. Dazu kämen dann andere Medien, die zur Ortung wie Handy und Internet. „Und dann weiß bald jede Tanksäule, welches Kaugummi wir in der Tasche haben, und spielt uns während des Tankens Spots von Konkurrenzprodukten vor."
NOZ110107WaltraudMessmann

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 Noch aus 5 Metern Entfernung können Fremde Ihre persönlichen Daten lesen. Unbemerkt.
 Schützen Sie Ihren Reisepass und alle Karten mit RFID-Chip zuverlässig vor Datenklau

   Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) macht auf die Gefahren aufmerksam: „Im Gegensatz zu Chips, die über Kontakte mit einem Schreib-/Lesegerät kommunizieren, sind Daten auf RFID besonderen Gefahren ausgesetzt. Kommunikationsvorgänge, die ohne spezielle Absicherungen statt- finden, könnten von Dritten initiiert, abgehört oder manipuliert werden. Der Inhalt von Tags könnte unbemerkt abgefragt werden. (...) Auch die Lesegeräte könnten in alltägliche Gegenstände, etwa in Türrahmen, eingebaut werden." (Broschüre „RFID-Funkchips für jede Gelegenheit?")
   Mit Hilfe einfacher „Reader" ist es leicht, unbemerkt persönliche Daten von Kredit- und Versicherungskarten mit einem RFID-Funkchip oder von Reisepässen zu lesen - und sie im schlimmsten Fall für kriminelle Handlungen zu missbrauchen. Doch in dieser Sicherheitsbörse bzw. -passhülle sind Ihre Daten sicher. Ein von außen unsichtbarer Schutz ist in das feinnarbig weiche Nappaleder der Börse und der Reisepasshülle eingearbeitet. Eine bedampfte Metallfolie schirmt die RFID-Funkchips (Radio Frequency Identification) sicher vor den elektromagnetischen Wellen der Lesegeräte ab. Aus feinem, schwarzem Rindleder mit Samsonite-Prägung auf der Vorderseite.
   Die Geldbörse birgt sechs Kartenfächer, zwei Scheinfächer und ein Münzfach; zwei seitliche Schuber nehmen Fahrzeugpapiere und Parkkarte auf. Zusätzlich herausnehmbare Mappe mit zwei Netzfächern für Personalausweis und Führerschein. Misst 13 x 9,5 x 2 cm (H x B x T). Wiegt ca 105 g
   Die Reisepasshülle mit 3,8 cm breitem Einsteckrand misst 14,5 x 9,9 x 0,8 cm (HxBxT). Wiegt 50 g.
Samsonite® Sicherheits-Geldbörse Nr. 592-857-95 € 64,95
Samsonite® Sicherheits-Reisepasshülle Nr. 592-865-95 € 27,95   www.proidee.de

Funkchips im Pass Hilfe für Bombenbastler?
    Experten haben schwere Bedenken gegen den Einsatz elektronischer Funkchips im Reisepass. Der Berliner „Tagesspiegel” berichtete unter Berufung auf ein Expertenpapier für den Bundestag, der RFID-Chip, der auch Fingerabdruck-Daten enthalten soll, ermögliche laut Experten den Bau „personen-spezifischer Bomben”. Sie explodierten genau dann, wenn ein bestimmter Passinhaber ganz in der Nähe sei. NOZafp070423

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Mängel im System verderben den Start des neuen Personalausweises

Dieses System kann man mit einfachsten Mitteln angreifen. Constanze Kurz vom Chaos Computer Club
   Die Deutschen sind mal wieder besorgt. Schuld daran ist eine Karte aus mehreren Kunststoffschichten, 86 mal 54 Millimeter groß, fünf Gramm schwer. Ab dem 1. November 2010, wird von den deutschen Behörden nur noch diese Scheckkarte als Personalausweis ausgeben. Zum Ärger der Bürger: Jeder zweite Deutsche lehnt nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris den neuen Personalausweis ab. Woher kommt diese Ablehnung?
   Es ist ein RFID-Chip im Inneren der Karte, der für Unsicherheit sorgt. Dieser Chip ist mit einer Antenne ver- bunden, die sich durch das Polycarbonat der Ausweiskarte zieht und mit einem Lesegerät Verbindung aufnehmen kann. Drahtlos können die Daten übertragen werden, per Funksignal. Vor- und Familienname, Staatsangehörig- keit, Alter, Geburtstag, Geburtsort, Anschrift, Foto, Fingerabdrücke, Unterschrift.
  Aber die Ablehnung - bei manchen sogar Angst - speist sich nicht nur aus diesem kleinen Chip, der so modern ist, dass er abschreckt. Sie speist sich aus dem Unvermögen der Behörden, die Bürger über die Schwächen des Systems zu informieren. Und schließlich speist sie sich aus dem Misstrauen der Bürger gegenüber dem Staat.
   Doch der neue Personalausweis ist nicht nur ein hoheitliches Ausweisdokument. Die zweite Funktion nennt sich „eID" und ist eine Ausweis-Funktion fürs Internet. Die eID soll den Internetnutzern Passwörter und Ge- heimnummern ersparen - und dafür sorgen, dass das Einkaufen im Netz sicherer wird. Die dritte Funktion ist die elektronische Signatur: Die Unterschrift wird ebenfalls auf dem Chip gespeichert, mit ihr können Nutzer online Verträge, Anträge und Urkunden unterzeichnen, die sonst nur schriftlich rechtsverbindlich wären.
   Es sind die zweite und die dritte Funktion, die für Unsicherheit sorgen - weil der Staat die Bürger damit selbst in die Verantwortung für ihre Daten nimmt. Sie können zunächst einmal selbst entscheiden, ob sie die eID und die elektronische Signatur überhaupt beantragen wollen.
   Dann wird es allerdings umständlich: Wer die Online-Ausweis-Funktion nutzen will, benötigt ein Kartenlesegerät und muss die kostenlose Software für das Programm aus dem Internet herunterladen. Bei den Lesegeräten muss sich der Nutzer zwischen einem Basisgerät ohne Tastatur, einem Standardgerät mit Tastatur und einem teureren Komfortgerät mit Tastatur und Display entscheiden. Wer die eID-Funktion freischalten lässt, bekommt eine per- sönliche Identifikationsnummer (PIN), die beispielsweise für Online- Behördengänge., Bankgeschäfte und Einkäufe im Internet eingegeben werden muss. Der Ausweisinhaber wird informiert, welche Daten man von ihm haben will - und gibt die Übertragung frei. Bislang benötigten die Kunden für jede Online-Firma einen anderen Benutzernamen und ein anderes Passwort. „Dieses System kann man mit einfachsten Mitteln angreifen", sagt Constanze Kurz vom Chaos Computer Club. Vor einigen Wochen haben Kurz und ihre Mitarbeiter gezeigt, wie anfällig das System mit einem günstigen Basislesegerät sein kann. Mit einem Computervirus gelangten die Hacker an die PIN, änderten sie, sie hätten sogar ein Konto damit eröffnen können, sagt Kurz. Wer vor solchen Attacken sicher sein will, sollte sich ein teureres Kartenlesegerät mit Tastatur kaufen, empfehlen Verbraucherschützer. Trotzdem sorgt die Bundesregierung jetzt dafür, dass in der Anlaufphase Basisgeräte an die Bürger verschenkt werden. Kritik an diesem Vorgehen wird zurückgewiesen: Jeder Bürger müsse selbst dafür sorgen, dass sein Computer sicher ist, sagt Philipp Spauschus, Sprecher des Innenministe¬riums: „Wir sind davon überzeugt, dass ein Basisgerät in einer sicheren Computerumgebung auch sicher ist." Verbrau-cherschützer sehen das anders: „Viele Bürger wissen einfach nicht, dass ihr Computer von außen angezapft wird", sagt Michael Bobrowski vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.  „Wir kritisieren,  dass die Bundesregierung trotzdem weiter die Basisgeräte unterstützt."
   Es ist fraglich, ob sich dieses System wirklich am Markt durchsetzt. Bislang haben nur 50 Unternehmen ein Zertifikat beantragt. Großkonzerne wie der Versandhändler Amazon warten erst einmal ab. Wer die Signatur nutzen will, muss gar ein Komfortlesegerät kaufen, es kostet um die 150 Euro. Und auch hier zweifeln die Kritiker am Erfolg. „Das ist höchstens für Notare und Ge¬richte interessant, der Normalbürger nutzt so etwas nicht", sagt Bobrowski.
   Auch in der Benutzerführung haben die Behörden offenbar geschlampt. Christoph Meinel ist Professor an der Uni Potsdam. Er hat das neue System an 60 Versuchsbürgern getestet, der jüngste war 15, die älteste 80 Jahre alt. Das Ergebnis seiner Studie: Die Bürger, sie alle waren dem neuen Ausweis gegenüber positiv eingestellt, waren verwirrt. Die Software? Kompliziert. Das PIN-System? Verwirrend. Meinels Fazit: „Der Mensch, der vor dem Com- puter sitzt, wird nicht ganz ernst genommen." Er fordert ein Startpaket: Lesegerät, Software auf DVD, Bedienungsanleitung, „damit hebt man die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit", sagt er. Aber dennoch glaubt er, dass sich das neue System durchsetzt. „Wer in der digitalen Welt unterwegs ist und das Bedürfnis hat, sich sicher auszuweisen, wird den neuen Ausweis brauchen."
   Johannes Caspar, der Hamburger Beauftragte für Datenschutz, findet die Kritik nicht gravierend. „Die elektro- nischen Funktionen bieten neue Möglichkeiten, es bedarf aber mehr Verantwortung." Man solle das Dokument nicht aus der Hand geben.
   Auch Philipp Spauschus vom Innenministerium hat diese „Angst vor dem Staat" festgestellt. „Der neue Personal- ausweis schafft kein neues Datenregister. Der Vorwurf der Datensammelwut ist unbegründet", sagt er. Die Daten werden lediglich in den Bezirksämtern gespeichert, so wie bisher. Auch die Angst der Kritiker, künftig bekomme man nur noch mit dem neuen Personalausweis Zugang zum Internet, sei unbegründet.  HA101029VolkerTerHaseborg
     Vor allem mit der Propagierung des preiswerten Basislesegerätes für den elektronischen Identifikations- nachweis habe das Bundesinnenministerium (BMI) „einen krassen Fehler begangen", kritisierte Marc Staudacher, der Sprecher der Datenschutzorganisation FoeBuD. Zweifel bestehen nach Ansicht des Datenschützers an der Sicherheit des RFID-Chips, der in den Ausweisen enthalten ist. Es sei nicht auszuschließen, dass wertvolle Daten aus der Ferne automatisiert ausgelesen werden könnten.
NOZ101021wam/el  Infos: zum Personalausweis im Internet: www.personalausweisportal.de

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 RFID hilft bei Operationen versehentlich in Körpern von Patienten verbliebene Mulltupfer aufzuspüren

Claus Petersen von der Abteilung Kinderchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover erläutert die Funktions- weise und den Praxiswert der Technologie.
Warum wurde die Technologie entwickelt?
  Der amerikanischen Studie zufolge, die die Entwicklung begleitet hat, bleiben bei einem von 10.000 Patienten nach Operationen Gegenstände im Körper zurück und verursachen Probleme. Die Fremdkörper rufen einen Entzündungsprozess hervor, so dass eine Nachoperation notwendig wird. Darüber hinaus ist es möglich, dass es Fälle von unentdeckten Fremdkörpern gibt, bei denen die Patienten beschwerdefrei bleiben.
Wie funktioniert das System?
   Jeder Mulltupfer, der bei der Operation zum Einsatz kommt, ist mit einem 20 mal zwei Millimeter großen Chip markiert. Später kann dieser Chip mit einem Detektor im Körper des Patienten geortet werden. Es funktioniert so ähnlich wie die Labels, mit denen CDs in Kaufhäusern gegen Diebstahl geschützt sind.
Ist der Einsatz auch hier wünschenswert?
  Ich glaube nicht, dass das notwendig ist. Wir haben in Deutschland zwei Sicherungen, die verhindern,  dass Gegenstände im Patienten zurückbleiben. Erstens werden die Tupfer vor und nach jeder Operation gezählt. Zweitens ist ein röntgendichter Streifen  in die Tupfer eingearbeitet, der es ermöglicht, sie zu finden, falls die beiden Zahlen nicht übereinstimmen. Natürlich gibt es trotzdem keine hundertprozentige Sicherheit. Menschliche Fehler können immer passieren. Das gilt allerdings auch für die neue Technologie. Darum glaube ich nicht, dass es sich lohnt, sie einzuführen. Sie würde die Kosten für die Operationen in die Höhe treiben ohne den Sicherheits- standard zu erhöhen. StefanArndtHAZ060805

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   Mit Funkchips lassen sich nicht nur Warenströme in Industrie und Großhandel lückenlos überwachen. Auch zur Qualitätssicherung in der Medizin soll RFID künftig eingesetzt werden. Siemens hat für die Transfusionsmedizin einen entsprechenden Chip entwickelt, der neben der Funktechnik auch Temperatur-Sensoren enthält, die drahtlos ausgelesen werden können. Damit können Blutkonserven jederzeit identifiziert werden, und ihre Lagerung bei den vorgeschriebenen Temperaturen lässt sich durchgehend dokumentieren. Angesichts der nachlassenden Bereitschaft zum Blutspenden soll damit die Zahl der Blutkonserven weiter verringert werden, die wegen mangelhafter Überwachung der Lagertemperatur vernichtet werden müssen. Siemens hat das System zusammen mit Schweizer Electronic, der Blutbank der Uni Graz und MacoPharma entwickelt, 2008 sollen die Chips eingesetzt werden. ptsFAZ070130

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Das elektronische Spiel als Zeitungsbeilage.
Die Zukunftstechnologie Organische Elektronik eröffnet völlig neue Anwendungsgebiete 

   Die Vision wird nur langsam Wirklichkeit. Ein elektronisches Spiel, so flach wie ein dünner Prospekt, liegt als Beilage einer Zeitung bei. Hauchdünne Sensoren in Verpackungen kontrollieren den Zustand von begrenzt haltbaren Nahrungsmitteln und zeigen an, wenn das Verfallsdatum erreicht ist. Schachteln, die in den Regalen von Supermärkten liegen, kommunizieren mit einem zentralen Logistiksystem und geben Aufschluss über den aktuellen Lagerbestand. Räume können mit Lichttapeten ausgeleuchtet werden. Zeitungen, bestehend aus einrollbaren Folien, werden per Funk täglich neu aufgeladen.  Kinder können sich aus Cornflakes-Verpackungen elektronische Spiele ausschneiden. Solarzellen sind aufrollbar und finden dadurch einen vielfältigeren Einsatz.
   Visionen? Nicht unbedingt. Auf der Messe Organic Electronics Conference & Exhibition (OEC-06) in Frankfurt haben Firmen erstmals den Prototyp eines flachen Spiels vorgestellt, das in der Tat einmal statt der Flut von beilie- genden Prospekten aus einer Zeitung herausfallen könnte. Die Firma Poly IC - ein Gemeinschaftsunternehmen der Leonhard Kurz GmbH & Co. KG (51 Prozent) und der Siemens AG (49 Prozent) - hat angekündigt, im nächsten Jahr elektronische Schaltungen auf den Markt zu bringen, die als Funketiketten (RFID - Radio Frequency Identification) in großen Mengen von der Rolle kommen. Diese bestehen aus gedruckten polymer-elektronischen Komponenten, die auf einer folienbasierten Antenne angebracht werden. Schon heute bietet das Chemnitzer Unternehmen Printed Systems in Kooperation mit einem Spielkartenhersteller das Sammelkartenspiel „Hurra Fußball” an. In diesen Sammelkarten befindet sich Elektronik, die von einem Lesegerät gelesen werden kann und mit denen nicht nur händisch, sondern auch über das Internet ein Fußballspiel simuliert werden kann.
  Die Beispiele haben eines gemeinsam: Sie basieren auf organischer Elektronik. Diese Plastikelektronik ermöglicht die Herstellung kostengünstiger, flexibler und großflächiger Elektronik-Bauelemente. Sie können gebogen, gerollt oder geknickt werden und unterscheiden sich damit wesentlich von der seit Jahrzehnten etablierten Silizium- elektronik, die im Gegensatz zu den formbaren Kunststoffen von kristalliner Struktur und daher starr sind. Mit der organischen Elektronik können völlig neue Anwendungsfelder erschlossen werden, die mit der Siliziumtechnik entweder gar nicht machbar oder viel zu teuer sind. Intelligente Verpackungen, RFID, flexible - also biegsame - Displays oder Tastaturen, Einweg-Diagnosegeräte, aufrollbare Solarzellen oder Sensoren etwa als Hautpflaster zur Messung der Oberflächenfeuchtigkeit sind nur einige Beispiele einer Technik, die auf elektrisch leitfähigen und halbleitenden Kunststoffen aufbauen. Anwendung kann sie nicht nur in der Nahrungsmittelindustrie finden, son- dern auch in der Medizin oder in der Sicherheit -  etwa für Zugangskontrollen oder für Ausweise.  Das auf der OEC- 06 vorgestellte Spielbrett ist ein Demonstrationsobjekt, das mit organischen Sensoren, logischen Schaltungen, Photovoltaikzellen als Energiespender, Schalter, Displays, gedruckte Leiterbahnen und Batterien kombiniert werden kann und damit die Grundeigenschaften dieser Technik verbindet. Es wurden verschiedene Druckverfahren eingesetzt. Die Komponenten wurden auf Kunststoff-Folie, Papier und Dünnglas mit halbleitenden Polymeren hergestellt.
   „Keine Frage, die Industrie steckt noch in den Kinderschuhen”, sagt Wolfgang Mildner, Vorsitzender der Organic Electronics Association (OE-A), des Ausrichters der Messe in Frankfurt - der bislang vierten ihrer Art. „Sie hat längst noch nicht die Marktreife erreicht.” Mit dem Durchbruch rechnet er frühestens in drei bis fünf Jahren. Es muss noch reichlich geforscht und entwickelt werden. An der Produktionstechnik muss ebenso gefeilt werden wie an der Stromversorgung über Batterien, die trotz der Miniaturisierung immer noch zu dick sind. Gleiches gilt für die Antennen.
   Das Marktforschungsinstitut IDTech-Ex rechnet mit rasanten Wachstumsraten. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 650 Millionen Dollar mit dieser Technik umgesetzt. Das Volumen soll auf 3 Milliarden Dollar im Jahr 2009 und auf 15 Milliarden Dollar im Jahr 2015 steigen. Die Expansion des Marktes in der nahen Zukunft basiert jedoch zunächst auf dem wachsenden Geschäft mit Displays und organischen Leuchtdioden, die zum Beispiel zunehmend in Handys und MP3-Playern eingesetzt werden. Selbst die für 2015 prognostizierte Zahl wird nur einen Bruchteil des Geschäfts mit Siliziumchips ausmachen. Doch erwartet das amerikanische Analyseinstitut, dass im Jahr 2025 der Umsatz mit rund 250 Milliarden Dollar das Volumen mit Siliziumchips deutlich übersteigen könnte.
   Dabei geht es nicht um konkurrierende Technologien. „Sie ergänzen sich vielmehr, Überschneidungen gibt es kaum”, sagt Mildner. „Organische Elektronik füllt ganz neue Ebenen aus.” Trotz der komplexen Sachverhalte ist die Plastikelektronik verglichen mit Siliziumtechnik einfache Technologie. Die Leistungsfähigkeit der Materialien sei um den Faktor 1000 geringer als bei Silizium. Dennoch handelt es sich um feinste, zukunftsorientierte Technik, die auch Blinden und Sehbehinderten eine große Hilfe sein werden.  RüdigerKöhnFAZ060928

macht 6,85 Euro - sagt das Geschirr    RFID3x

Der Teller kennt den Preis Mit RFID meldet das Geschirr der Kasse, was das Essen kostet

  Was im Einzelhandel die Arbeitsabläufe rund um die Kasse beschleunigen soll, das wird auch den Betreibern von Kantinen und Großrestaurants recht sein: schneller und genauer abrechnen mit RFID wie Radio Frequency Identification. Über Funk wird der Kasse gemeldet, welche Speisen man auf seinem Tablett stehen hat und was das Essen kostet. Diese Kommunikation, die - etwa bei den Kosten für ein mit der Gehaltsabrechnung bezahltes Kantinenessen - über den Tag und Ort des einzelnen Kaufs hinausreicht, wird möglich durch einen in den Porzellanteller integrierten Transponder. Ein solches System hat Bauscher, Weltmarktführer für Hotelporzellan aus Weiden, zusammen mit dem Stuttgarter Unternehmen Idastec, Spezialist für Informationstechnik in der Gastro- nomie, entwickelt. Das funkende Geschirr „Pabis” wird in einem Betriebsrestaufant der DaimlerChrysler Bank in erfolgreichem Probebetrieb eingesetzt.
   Zum System gehören Antennenstationen an den Ausgabestellen und Selbstbedienungstheken, die von der Küchenleitung programmiert werden. Gibt das Bedienungspersonal ein Gericht aus, wird der Transponder des Tellers beim Überqueren der Antenne mit dem Preis des Gerichts aufgeladen. Vorportionierte Speisen tragen ihren Preis bereits in ihrem Geschirr mit sich.
   Bei Selbstbedienung löst die Entnahme des Tellers die Aufladung seines Transponders aus. So ist es auch mit den Gläsern bei den Getränken. An der Kasse werden alle Daten eines Tabletts zusammengefasst und dem Konto des Mitarbeiters zugeordnet, der sich mit einer Karte gegenüber der Abrechnungseinheit identifiziert hat. Hauptvorteil des Verfahrens ist neben der Geschwindigkeit die Rechnungsgenauigkeit.   pyFAZ061017

RFID für die Optimierung von Geschäftsprozessen

   RFID für die Optimierung von Geschäftsprozessen, Von Frank Gillert und Wolf-Rüdiger Hansen, Hanser-Verlag, 255 Seiten, 34,90 Euro. Hinter diesem nüchternen Titel verbirgt sich eine in ihren Folgen spannende Bestands- aufnahme der kleinen RFID-Sender und Transponder. Den Schwerpunkt legen die Autoren auf die Anwendung in der Logistik. Aber auch der wird fündig, der als interessierter Laie eine umfassende, anschauliche und sachliche Einführung in diesem im Alltag zwischen maschinenlesbarem Personalausweis und Diebstahlsicherung von Autos beinahe überall zu findenden Elektronikbaustein sucht.  seiFAZ070102

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Ein akustisches Leitsystem für Blinde, das auf Funkchips beruht: Die gemeinsame Forschungsstelle
der EU entwickelt derzeit den Prototyp zur Idee. RFID-System für Sehbehinderte Orientierungshilfen.

  Eines der neuen Zauberwörter der Digitalen Welt lautet RFID - Radio Frequency Identification. Dabei handelt es sich um winzig kleine Funkchips, die ohne eigene Batterie Informationen von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern senden können. Sie werden nicht nur in die neuen elektronischen Pässe eingebaut (siehe Bericht oben!), sondern auch zur Identifikation von Schafen oder Ziegen genutzt, um deren Lebensweg vom Bauernhof bis zum Teller eindeutig nachvollziehen zu können.
   Nach der Schlachtung der Tiere werden Unmengen dieser Chips quasi nutzlos - aber nicht wertlos werden. Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU in Ispra hat deshalb überlegt, wie man die Funkchips wieder verwenden könnte. Die Idee: als elektronische Markierungen in Gehsteigen oder Straßen, um Sehbehinderten Wege zu erleichtern.
Sesamonet - elektronische Orientierung für Sehbehinderte
   Ein Prototyp wird im Italienischen Ispra getestet. Im Asphalt vor dem Instituts-Gebäude sind Funkchips versenkt. Jeder Funkchip lässt sich anhand seiner Nummer eindeutig identifizieren und dient damit als elektronische Weg- markierung. Eine Antenne im Blindenstock liest die Markierungen und gibt sie an eine Datenbank in einem Mini- Computer weiter. Der wiederum setzt die Position des Sehbehinderten in Worte um. Die Idee ist, damit einen virtuellen Weg zu schaffen, den Sehbe- hinderte entlang gehen können.
   Die Funkchips senden rund siebzig Zentimeter weit, müssen also entsprechend dicht hintereinander im Boden versenkt werden. Wichtig ist die dazugehörige elektronische Landkarte, die mit dem Empfangsgerät im Blindenstock verbunden sein muss.
   “Wir stellen uns das so vor, dass es in Zukunft möglich sein wird, die entsprechenden Informationen von einer Webseite herunterzuladen und sie dann zum Beispiel auf einem normalen Mini-Computer, einem PDA zu speichern. Diesen Computer trägt der Sehbehinderte mit sich. Sobald man Kontakt mit dem ersten Transponder im Boden, mit dem ersten Funkchip hat, kann man mit Hilfe der elektronischen Landkarte jeden gewünschten Punkt ohne Hilfe erreichen”,erklärt der Leiter des Projektes Marco Sironi.
Ohne Umweg über das Internet
    Aber natürlich nur dort, wo die elektronischen Markierungen im Boden versenkt sind. Marco Sironi denkt schon in die Zukunft. Das Herunterladen von Informationen aus dem Internet ist auf Dauer etwas zu aufwendig. Er möchte diesen Prozess automatisieren: “Wenn man global denkt, wäre es gut, einen Dienstleister für das Herunterladen der Informationen zu haben. Das soll so funktionieren. Wenn der Sehbehinderte den ersten Funkchip erreicht, sollen die Daten automatisch herunter- geladen werden, ohne dass man dafür den Computer daheim braucht. Das heißt, der PDA verbindet sich automatisch mit dem Server des Providers und speichert die elektronische Land- karte”.
Andere Anwendungsmöglichkeiten
   Die Technologie könnte, wie Sironi meint, darüber hinaus auch zu einer Orientierungshilfe für Sehende werden. “Wir denken auch daran, mit dieser Technik Besuchern von großen Gebäuden die Orientierung zu erleichtern. Denken Sie nur an die großen Gebäude der EU-Kommission in Brüssel. Wenn man da hineinkommt, ist man verloren. Die neue Generation von Mobiltelefonen wird mit einem RFID-Empfänger ausgestattet sein, um damit Transponder lesen zu können. Es gibt bereits ein Modell, das dazu in der Lage ist. Wenn also jemand mit so einem Mobiltelefon in ein großes Gebäude geht und zu einem Trans- ponder kommt, könnte er mit unserem System alle Informationen über das Gebäude erhalten, ohne jemanden fragen zu müssen”.
   Zuerst einmal wird sich das Blinden-Leitsystem außerhalb des Labors bewähren müssen.  Am Lago Maggiore hat jetzt ein großer Feldversuch mit dem elektronischen Orientierungssystem auf Basis von Funkchips begonnen. Mehr über den Feldversuch siehe unter: Langstock FranzZellerQuelleORF070210

Fraunhofer-Institut:  RFID unterstützt selbstbestimmtes Leben

   Künstliche Intelligenz soll hilfsbedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. RFID-Chips im Bodenbelag und im Treppengeländer oder Bewegungssensoren im Gehstock stellen dabei die technischen Hilfsmittel dar. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) präsentiert sein „Intelligentes Lebens-Assistenzsystem” während der Cebit in Hannover.     cidHA070215

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  Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine normale Wohnung, mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad. Doch versteckt sich in der Einrichtung eine ausgetüftelte Sensorik: Sie kann pflegebedürftigen Menschen ein Stück Autonomie im eigenen Heim verschaffen«, erklärte Projektleiter Thomas Kleinberger:»Hier können wir jetzt zeigen, was heute bereits machbar ist.«
   Auf der CeBIT wird das präsentiert. So »erfühlt« beispielsweise eine Tasse, ob sie ausgetrunken wurde; der intelligente Kühlschrank überwacht die Haltbarkeitsgrenze seines Inhalts oder der mitdenkende Gehstock meldet sich aktiv, wenn er zu Boden fällt – denn sein Träger oder seine Trägerin könnte gestürzt sein.

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   Dies sind nur einige Beispiele der intelligenten Umgebung. Die Notwendigkeit zur Forschung sieht Institutsleiter Prof. Dieter Rombach in der demographischen Entwicklung: »Die Menschen leben länger, die Alterspyramide verändert sich.« Ziel des Projekts ist es, ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung wohnen zu lassen. Die Informationstechnologie soll den Bewohner in seinem eigenen Haus kennen lernen und im Alltag unterstützen. Nach Tests im Wohnlabor in Kaiserslautern und Versuchsphasen in Seniorenheimen könnten in drei bis fünf Jahren bereits erste Prototypen in Zusammenarbeit mit der Industrie auf den Markt kommen.
   Das Fraunhofer Institut erforscht mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft intelligente Assistenzsysteme mit dem Ziel, älteren oder pflegebedürftigen Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. So entstehen dabei innovative Lösungen, die den Bewohner in seiner häuslichen Umgebung quasi kennen lernen und in seinem Alltag unterstützen.
   Neben technischen Problemen wie geeigneter Sensorik, Informationsverarbeitung, Zuverlässigkeit und Adaptivität werden auch Bedienbarkeit und Akzeptanz der Systeme erforscht. Um neben der Entwicklung wird auch die Alltagstauglichkeit der erarbeiteten Lösungen untersucht.

Das Fraunhofer Institut befasst sich u.a. mit folgenden Anwendungsszenarien:

Lebensassistenz
   Erinnerungen: Um z.B. einer möglichen Dehydrierung entgegenzuwirken, wird anhand einer “intelligenten” Tasse die aufgenommene Flüssigkeitsmenge verfolgt und bei Bedarf an das Trinken erinnert.
Gefahrenabwendung:
   Ein in den Kühlschrank integriertes RFID-System (Radio Frequency Identification) überwacht das Haltbarkeits- datum von Lebensmitteln und weist auf mögliche Probleme hin.
Notfallassistenz
   Erkennung von Bewegungsmustern: Die Positionen und Bewegungen von Personen und Objekten lassen sich über unterschiedliche Lösungen, wie z. B. einem “intelligenten Teppich” (smart carpet) mit RFIDs, verfolgen. Anhand des Vergleiches mit typischen Bewegungsmustern lassen sich so potenzielle Gefahrensituationen erkennen.
Sturzerkennung:
   Anhand von Sensoren registriert das System potenzielle Stürze, überprüft dies im Dialog mit dem Anwender und stellt bei Bedarf Kontakt zu Angehörigen oder Rettungsdienst her. Das besondere Merkmal der Ambient-Intelli- gence-Ansätze ist eine möglichst unaufdringliche, fest installierte oder mobile (Mikro)-Sensorik.

   In Zukunft ist vor allem auch die Erarbeitung von Lösungen im alltäglichen Einsatz vor Ort in Pflegeheimen und Privathaushalten geplant. Die bislang erzielten Ergebnisse stimmen zuversichtlich: Es wird die Lebensqualität individueller Personen nachhaltig verbessert. Sie verbleiben länger im eigenen Heim, was auch die Kostenentwick- lung im öffentlichen Gesundheitswesen positiv beeinflusst.
   Wichtige Kooperationen konnten geknüpft werden. So bekräftigte Harald Orlamünder von der Alcatel SEL AG die Bedeutung dieser Forschung für die Industrie: “Sie liegt absolut im Trend und ich freue mich auf eine fruchtbare Zukunft.” „Nach Tests im Wohnlabor und Versuchsphasen in Seniorenheimen könnten in drei bis fünf Jahren bereits erste Prototypen in Zusammenarbeit mit der Industrie auf den Markt kommen”, blickt Projektleiter Thomas Kleinberger in die Zukunft.

Das Fraunhofer Institut (IESE) präsentierte auf der CEBIT: “Die Wohnung, die mitdenkt”

RFID-Fraunhofer-x     Teppich mit Sensoren

Teppich mit Sensoren: Der schwere Sturz eines Menschen bleibt nicht unbemerkt,
wenn der Teppich so wie dieser ausgestattet ist.

   Der Gehstock merkt es. Der Teppich merkt es. Die ganze Wohnung merkt es, wenn Erna Müller fällt. Und wird aktiv. Die Wohnung meldet den Sturz. Kurz darauf bekommt die Seniorin einen Anruf, und wenn sie keine Entwarnung gibt, ist binnen Minuten Hilfe da.
   Erna Müller ist frei erfunden, und die Wohnung gibt es noch nicht. Aber wenn es nach den Entwicklern vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) geht, wird ein solches Meldesystem schon bald dafür sorgen, dass schwere Stürze allein lebender Senioren nicht unbemerkt bleiben, weil Kameras oder Sensoren im Gehstock oder unter dem Teppich registrieren,  wo und in welcher Position sich Personen befinden. „Ambient Intelligence” nennen das die Forscher, und nach ihrer Ansicht wird diese intelligente Umgebung nicht nur auf das Sicherheitsempfinden alter Leute gravierende Auswirkungen haben, sondern auch kranken Menschen wie Herz-Kreislauf-Patienten das Leben erleichtern. Speziell für Senioren gibt das Institut selbstbewusst eine Prognose ab: „Drei bis fünf Jahre” könne man das selbstbestimmte Leben alter Menschen durch diese Techniken verlängern, verkündete Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger auf der CeBIT selbstbewusst. Im Klartext: Drei bis fünf Jahre nicht ins Altersheim, sondern im vertrauten Zuhause. Die monatliche Kostenersparnis kann man sich ausrechnen.
   Um die größten Gefahren allein lebender Rentner in den Griff zu bekommen, haben sich die Entwickler bei Betroffenen, Angehörigen und Pflegern informiert. Besagte Stürze sind ein großes Problem, Dehydrierung ist ein anderes. Alte Menschen trinken oft zu wenig, unter anderem, weil sie den beschwerlichen Gang zur Toilette scheuen. Auch das Trinkverhalten können Sensoren kontrollieren: In Bechern und Tassen können die unsichtbaren Helfer die Flüssigkeitsmengen feststellen und melden, wie viel oder wie viel zu wenig der Senior trinkt. Und das Kontrollsystem für seine Körperfunktion kann der alte oder kranke Mensch bald wie eine zweite Haut direkt am Körper tragen: Auf der CeBIT stellt das Fraunhofer-Institut ein Shirt vor, das EKG-Werte ständig überwachtund bei schlechten Tendenzen Alarm schlägt. Die Computer schicken also Daten außer Haus, die auch sonst im Umgang mit Patienten protokolliert werden - von Menschen vor Ort.
   Die Daten können direkt an Angehörige, Nachbarn, den Pflegedienst oder auch den Rettungsdienst gehen. Die Systeme können ganze Protokolle erstellen, die dann die wichtigsten Ereignisse des Tages bis zum Schlafengehen und besonders Auffälligkeiten festhalten können. Und am nächsten Morgen wird angezeigt, ob der Schlaf geruh- sam war.
   Wie ein Versuchslabor wird die bewachte Wohnung trotz aller Technik aber nicht aussehen. Dafür sorgt die auf der Messe viel diskutierte RFID-Technik. RFID steht für „Radio Frequency Identification”, also die Erfassung von Daten per Funkwellen. „Wichtig ist für uns, dass man möglichst wenig von der Technik mitbekommt”, sagt Christian Denger vom Fraunhofer-Institut. Der Senior solle nicht den Eindruck haben, überwacht zu werden - auch wenn es de facto so ist. In Kaiserslautern läuft derzeit ein Versuch in einer Wohnung, die mit verschiedenen Bausteinen dieser „Ambient Intelligence” ausgestattet ist.
  Von der Aufgeschlossenheit der Testsenioren gegenüber der Big-Brother-Technik seien die Ingenieure überrascht gewesen. Momentan sucht das Fraunhofer-Institut Partner in der Industrie, die die Systeme in die Tat umsetzen. Je nach Ausstattung des Pakets könnte die intelligente Wohnung zwischen 3.000 und 10.000 Euro kosten.
SaschaAustUweJanssenHAZ070319

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Immer auf Sendung  -Schweden lassen sich Chips unter die Haut pflanzen

   Es gibt technische Innovationen, die tatsächlich unter die Haut gehen. Zumindest bei einigen Schweden. Ein Verein in Stockholm hat bereits mehreren Hundert Menschen einen Mikrochip eingepflanzt. Die Wanze in der Hand kann elektromagnetische Signale senden, etwa um im Vorbeigehen Türen zu öffnen oder in der Kantine am Automaten zu bezahlen. Mehrere Unternehmen in Stockholm haben ihre Mitarbeiter bereits mit der Technik ausgerüstet.
   Die Chips können im Internet bestellt werden, mitsamt steriler Spritze. Das schwedische Recht erlaubt es, das Einspritzen daheim vorzunehmen. „In Schweden haben wir bereits über 300 Mitglieder mit Chip", sagt Hannes Sjöbad von dem Verein Bionyfiken. „Gerade hat mich ein kleineres Stockholmer Unternehmen angerufen. Die Angestellten wollen alle Chips und die Umstellung der Sicherheitssysteme und anderer Arbeitsplatzeinrichtungen darauf", sagt Sjöbad.
   Einen ganzen Bürokomplex im Stockholmer Stadtzentrum hat sein Verein mit Investoren schon so ausrüsten lassen, dass sich Türen und Kopiergeräte und bald auch das Rabattsystem in der Cafeteria über den sogenannten RFID-Chip (Chip zur Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen) in der Hand steuern lassen. In der Zukunft seien den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt, meint Sjöbad. Identitäts- und Zugangskontrollen, Tickets für Bus und Flugzeug, Bezahlsysteme - alles scheint möglich. Die Mitarbeiter machen freiwillig mit.
In Schweden hört man kaum grundsätzliche Kritik an solchen Initiativen.
   Bereits heute gelten die Bürger Schwedens als gläsern. Ihr Vermögen, Schulden, Zahlungsversäumnisse und Vorstrafen - alles lässt sich im Internet ermitteln. Allerdings gibt es auch Einwände. Wenn in einer Firma die Chefs den Chip haben wollen, könnte es zum Gruppenzwang kommen, hieß es von schwedischen Gewerkschaften. Auch wurden Sicherheitsrisiken bekannt. So könnten Hacker den Chip aus nächster Nähe auslesen und die gleichen Zugangsrechte erhalten. HAZ150306AndréAnwar 

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   Eine schwedische Frau braucht sich jetzt keine Sorgen über den Verlust ihrer Schlüssel zu machen, nachdem einen Reiskorn kleinen Mikroship in ihre Hand implantieren ließ. Damit kann sie verschlossene Türen öffnen.
    Auf einer „Sime 2014 Digitalisierungs-Information in Stockholm, hat sich die 25-jährige Emilott Lantz freiwillig dazu bereit erklärt. Mit diesem Mini-Chip-Implantat kann sie nun für den Rest ihres Lebens die Tür zu ihrem Arbeitszimmer öffnen. Obwohl nicht gerade weit verbreitet, haben menschliche Implantate in Schwedens Biotech freaks an Interesse gewonnen. Dieses Verfahren ist von eine Grupper von vocal Transhumanisten, die Möglichkeiten erkunden, in denen Menschen über die Grenzen des Körpers mit Entwicklungen in Wissenschaft und Technik hinausgehen können. Bionyfiken-net

tt-nav4blind-x     Nav4blind

Navigationsprojekt für blinde Fußgänger 

   Nav4blind entstand ursprünglich durch eine Initiative des Landkreises Soest. Die treibende Kraft dahinter ist Jörn Peters,  ein Mitarbeiter des Katasteramts in Soest. Das Ziel dieser Gemeinschaft ist ein Navigationssystem, das genau genug für die Bedürfnisse blinder Fußgänger ist. Es wird wie bei einem Autonavigationssystem funktio- nieren: Der Nutzer gibt ein Ziel an, und das System leitet ihn dorthin. Nav4blind muss dabei aber wesentlich präziser sein. Bis auf zehn Zentimeter genau soll es die aktuelle Position des Anwenders bestimmen und diesen durch exakte Angaben zur Lage von Bürgersteigen, Ampelpfosten, Fußgängerüberwegen, Hauseingängen, Treppen und gefährlichen Stellen bei der Suche des Weges unterstützen. Blinde und stark sehbehinderte Men- schen sollen bei ihren Alltagsgängen oder in einer fremden Umgebung in sichere Korridore geleitet werden. Zudem wird Hintergrundwissen über die aktuelle Umgebung oder einen geplanten Weg und dessen Ziel abgerufen werden können. Dazu gehören Informationen über die Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs oder beispiels- weise die auf den aktuellen Aufenthaltsort bezogene Bereitstellung eines Wikipedia-Artikels zu einer touristischen Sehenswürdigkeit. Blinden Menschen sollen so neue Wege eröffnet werden, Informationen über ihre städtischen und natürlichen Umgebungen zu erhalten und diese über eine Routenführung aktiv kennen lernen zu können. Die Entwicklung barrierefrei bedienbarer mobiler Informations- und Navigationssysteme für blinde und sehbehinderte Menschen verbessert auch die Benutzerfreundlichkeit für ältere Personen und Mitbürger mit Konzentrations- problemen oder Leseschwächen. So werden neue Möglichkeiten zur gesellschaftlichen und digitalen Teilhabe eröffnet. Die Menschen werden selbstständiger und fühlen sich sicherer.
   Nav4Blind startet als Pilotprojekt in der Innenstadt von Soest, in Bad Sassendorf sowie am Möhnesee und soll dann auf die ganze Region ausgeweitet werden. Nach dieser Projektphase sollen die Ergebnisse bundesweit übertragen und später auch für ähnliche Projekte im Ausland genutzt werden. Das Konzept wird in einer breit aufgestellten Public Privat Partnership umgesetzt. Um die hohe Ortsgenauigkeit zu erreichen, werden die detailreichen Daten des amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystems mit den Möglichkeiten von Mobil- und Lokalisierungstechniken wie dem Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung kombi- niert. Die Ausgabe der Informationen und Hinweise erfolgt akustisch und taktil. Mit Nav4blind soll die Navigation in Zukunft auch innerhalb von Gebäuden funktionieren. Zur Ermittlung der genauen Position werden dann RFID und Funknetze eingesetzt. Am 13. Mai wurde die Initiative im Rahmen der Wettbewerbsreihe „365 Orte im Land der Ideen” ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb gehört zur Kampagne „Deutschland Land der Ideen”, einer gemeinsamen Image- und Standortinitiative der deutschen Bundesregierung und Wirtschaft. Das Ziel der Kampag- ne ist die Vermittlung eines positiven Deutschlandbildes im In- und Ausland. Am gleichen Tag fand in Soest parallel zur Preisverleihung die Veranstaltung „Wie sieht und navigiert ein blinder Mensch” statt. Dabei wurden u. a. neue Technologien für die Fußgängernavigation dieser Personengruppe präsentiert.
   Mit zu Nav4blind gehören Initiativen und Firmen, die zum Teil gerade erst gegründet werden. Vor kurzem hat die im Aufbau befindliche Firma Geo Mobile ihre Webpräsenz vorgestellt. Drei Mitarbeiter eines Fraunhofer-Instituts gründeten dieses Start-up-Unternehmen. Am Gemeinschaftsstand von Siemens C-Lab und Offis wurden ausgewählte Ergebnisse des EU-Förderprojekts Enabled vorgestellt. Dort konnte man einen zur taktilen Naviga- tion dienenden Vibrationsgürtel und akustische Landkarten ausprobieren. Elumo entwickelt die Texterkennungs- software mSpeak, die auf Nokias Symbian-Handys läuft. Solche Lösungen sind nicht nur für blinde Menschen wichtig, sondern können für Analphabeten oder Menschen mit Leseschwächen ebenfalls sehr hilfreich sein. Das anfänglich iSpeak genannte Produkt war einer der Preisträger des Gründerwettbewerbs „Mit Multimedia erfolg- reich starten" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und wurde 2008 auf der CeBIT prämiert.
   Bis die Ziele von Nav4blind realisiert werden können, ist noch viel Arbeit notwendig. Gemeinsam mit dem Kreis Soest haben weitere Beteiligte einen Projektantrag für ein Förderprogramm bei der Landesregierung Nordrhein- Westfalen eingereicht. Falls dieser Antrag positiv beschieden wird, können die Umsetzungsarbeiten beginnen. Das Unterprojekt „Guide4Blind” Neue Wege für und mit dem Tourismus für blinde und stark sehbehinderte Menschen wurde am 26. Mai nach einem Wettbewerb bereits als förderungswürdig anerkannt.
   Das Katasteramt des Landkreises Soest, Siemens C-Lab und Offis beteiligten sich als Nav4Blind-Mitglieder außerdem erfolgreich am Antrag des europäischen Förderprojektes Haptimap, das im Herbst 2008 mit insgesamt 13 Partnern gestartet ist. In diesem Projekt werden Multimodale Benutzerschnittstellen für Landkarten, standortbezogene Dienste und Navigationsgeräte entwickelt, die in sechs verschiedenen europäischen Regionen erprobt werden. Das System soll Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen Unterstützung bieten. Dazu muss das Kartenmaterial mit entsprechenden Informationen angereichert und aufbereitet werden. Im Zusammenhang mit Galileo wurde die Navigation für blinde und sehbehinderte Menschen in den Katalog der Fördermaßnahmen des europäischen Satellitenprojekts aufgenommen. Durch einen Aktionsplan sollen noch in diesem Jahr besonders kleinere Unternehmen und Startups in Förderprojekte einbezogen werden. Die Nav4blind-Gemeinschaft dient der EU dabei als Ansprechpartner bei fachlichen Fragen.

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