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Thüringen II

Seite 2 unseres Fotoberichtes von unserer Kulturfahrt nach Thüringen. Zurück nach Seite 1 > Thüringen 

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Mittagsrast auf der Wartburg

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Beginn der Führung durch Eisenach am Denkmal Johann Sebastian Bach, geboren am 21.03.1685 in Eisenach

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Stadtrundgang durch Eisenach. Rechts im Bild: das Lutherhaus

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Bürgerhäuser in Eisenach

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Das Rathaus von Eisenach

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Eisenach: Tourist-Information

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Eisenach: Hospitalkirche St. Annen

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Eisenach: Altes Stadttor

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Gotha: Im Lustgarten, im Hintergrund: die Orangerie

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Fotos oben und unten: Gotha - Der Orangeriegarten

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im Hintergrund Schloss Friedensstein

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links im Bild: an der Wasserkunst

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Gotha: Bürgerhäuser am Hauptmarkt

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Hospital Maria Magdalena, Gründerin war die heiligen Elisabeth

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Gotha: Bürgerhaus am Hauptmarkt

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das Alte Rathaus am Hauptmarkt

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Gotha - Innenstadt

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Fotos oben und unten: auf dem 916,5 m hohen Inselsberg

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auf dem 916,5 m hohen Inselsberg

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Kaffeepause in Schmalkalden

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Mit diesen Fotos von Schmalkalden endet unsere erlebnisreiche Sommer-Kulturreise nach Thüringen

Ein geistliches Nachwort zur heiligen Elisabet von Thüringen

Elisabet von Thüringen
   Ihre guten Taten wurden oft als betuliche Mildtätigkeit verkitscht, dabei verstieß sie radikal gegen die Konven- tionen ihrer Zeit. Die ungarische Königstochter verschrieb sich mit 15 Jahren dem Armutsideal. Sie gründete ein Hospital nahe der Wartburg und pflegte eigenhändig Kranke.  Als missgünstige Schwäger sie von der Burg warfen, gründete sie ein Hospital in Marburg. Ausgezehrt von der Arbeit starb die Mutter dreier Kinder mit nur 24 Jahren. Zu ihrem 800.Geburtstag erinnerten Ausstellungen auf der Wartburg und in Marburg an sie.  HAZ071027

Elisabet,TilmannRiemenschne  800. Geburtstag der heiligen Elisabet  StElisabet

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Benedikt XVI. zeigt in einer Predigt in München zum 25-jährigen Bestehen der Sankt-Elisabet-Kirche
was uns Elisabet bedeutet:
Gott entdecken, die Menschen zur Selbsthilfe befähigen und in Jesus Christus hineinsterben

Menschen öffnen die Türen
   In der Christenheit ist es seit ältesten Zeiten Brauch, die Kirchen, die Gotteshäuser wie einen Menschen mit Namen zu belegen, so dass sie uns gleichsam mit einem menschlichen Gesicht entgegentreten und uns so einladen zum Herrn. Ursprünglich hing dies damit zusammen, dass die Christen in der Zeit der Verfolgung weder Recht noch Mittel hatten, Gotteshäuser zu bauen und ihren Gottesdienst daher nur halten konnten, wenn irgend jemand ihnen einen Raum dafür zur Verfügung geben konnte. Und so sagte man: Wir gehen zum Gottesdienst zur Cäcilia, zu Chrysogonos, zur Anastasia. Menschen waren es, die der Kirche ihren Lebensraum eröffneten, die ihr die Tür auftaten, damit sie Volk Gottes werden und mit dem Herrn zusammen das österliche Geheimnis der Eucharistie feiern können. Später wurden aus solchen Räumen dann Kirchbauten, und sie trugen noch immer den Namen dessen, der zuerst dort der Kirche die Tür aufgetan hatte. Sie wurden nun zu Patronen, zu lebendigen Einladungen über die Zeiten hin. Und dieser Brauch ist dann geblieben. Nun sind es gleichsam die Heiligen, die mit ihrem Namen uns zum Herrn hin einladen, uns den Raum öffnen durch ihr Leben, damit wir ihn finden können. So will die Heilige Elisabet in diesem Stadtteil gleichsam den Raum auftun, die Türe öffnen, Hinweis sein, Weg zum Herrn. Sie haben in diesem Festjahr sicher vieles über sie gehört und gedacht. Und dennoch, meine ich, dass es sinnvoll sei, sie als eine adventliche Gestalt, als eine, die mit dem Licht in der Hand, in ihrem ganzen Leben, dem Herrn entgegengeht und uns voranleuchtet, noch einmal in dieser Stunde anzuschauen. Zwei Dinge gehen an ihr den modernen Menschen ganz unmittelbar an:
Elisabet - ein Mensch der Nächstenliebe
  Das eine, dass sie ein Mensch der Nächstenliebe, der sozialen Tat gewesen ist. Und dabei hat sie nicht einfach aus erhabener Höhe heraus ab und zu Almosen gespendet. Auch nicht, wie etwa die Herrscherdamen des Ersten Weltkriegs manchmal, sich in das Lazarett oder zu einer Armenspeisung begeben, sondern wirklich selbst mit den Armen mitgelebt. Sie hat die einfachsten Dinge der Krankenpflege selbst getan: die Kranken gereinigt,  ihnen geholfen, gerade in den niedrigsten Diensten, sie neu gekleidet, für sie Gewänder gewoben, mit ihnen mitgelebt, ihr Schicksal geteilt und am Ende selbst nur noch von ihrer Hände Arbeit gelebt. Sie wollte eine der ihren werden und sie wollte nicht bloß in einer bösen Welt da und dort Gutes tun, sondern eine bessere Ordnung der Ge- rechtigkeit aufbauen. Deswegen hat sie abgelehnt, am Tisch ihres Gatten von den Dingen zu essen, die eigentlich den Bauern gehört hätten, und die ihnen mit Gewalt weggenommen worden waren. Deswegen hat sie überhaupt nicht einfach ausgeteilt, sondern den Menschen Werkzeuge geschaffen, damit sie selbst ihre Existenz aufbauen konnten, ihnen dazu geholfen, sich selbst helfen zu können, und so auf eigenen Füßen zu stehen. Sie hat wirklich gesucht, Gleichheit, Gerechtigkeit unter den Menschen zu gründen.
- ein menschlicher Mensch
   Das zweite, was uns an ihr heute einleuchtet, ist, dass sie so ganz menschlich gewesen ist. Gar nicht, wie wir uns manchmal die Heiligenbilder vorstellen: verkrampft und fern, sondern sehr direkt. Leidenschaftlich hat sie das Tanzen, das Reiten geliebt.  Ihren Mann von ganzem Herzen geliebt und, entgegen den Maßen der Zeit, die Zärtlichkeit zu ihm nicht gescheut. Wir wissen, wie tief es sie erschüttert hat, als sie die Nachricht von seinem Tod empfing.  Sie  lief  durch die Säle der Wartburg und sagte dann: „Tot ist er, dann ist die Welt mir tot.” Und sie hat solche Menschlichkeit wiederum im Umgang mit allen gezeigt. Zu ihren Dienstmädchen sagte sie: „Redet mich nicht mit Durchlaucht an. Sondern sagt ,du' und sagt einfach ,Elisabet' zu mir.” Mit alledem, mit dieser einfachen Menschlichkeit, mit der sie die Standesunterschiede wegschob, mit der sie Mensch unter Menschen war, und mit dieser Dienstbereitschaft, mit der sie auch Not und Armut auf sich nahm, um den anderen dienen zu können, ist sie weit aus den Maßen ihres Jahrhunderts herausgetreten. Aber, wenn wir ehrlich sind, nicht nur aus den Maßen ihres Jahrhunderts, sondern aus den Maßen jedes Jahrhunderts. Denn alle Jahrhunderte leben in ihren Vorurteilen; nur erkennt man die der früheren Zeiten leichter als die der eigenen. Sie hat das wahre Menschsein gefunden. Und dies ist nun die Frage, die bei einer solchen Gestalt entsteht: Wie konnte sie entgegen allem Brauch der Zeit und gegen alles, was sie als Gewohnheit und Selbstverständlichkeit umgab, so wahr, so richtig Mensch sein? Wie hat sie das Menschsein so verstehen, so leben, so erlernen können?
Sie hat Gott entdeckt
  Die Antwort wird deutlich, wenn wir erfahren, dass sie mitten im Spiel als Kind schon aussetzte und sagte: „Jetzt will ich eine Pause machen, die für Jesus gilt, und für ihn da sein.” Dass sie im Tanz aussetzte und sagte: „Die nächste Runde nicht - sie gehört ihm.” Dass sie nächtens sich von der Nähe des geliebten Mannes trennte, sich auf den Boden legte und sagte: „Jetzt will ich für ihn da sein und an seiner Armut teilhaben.” Gott war für sie Wirklichkeit. Sie hat ihn als Wirklichkeit genommen und ihm darum Zeit ihres Lebens eingeräumt, sich ihm und seine Nähe etwas kosten lassen. Und weil sie Gott wirklich entdeckt hat, weil Jesus Christus ihr nicht eine ferne Gestalt, sondern der Herr und Bruder ihres Lebens geworden war, darum hat sie von Gott her den Menschen, das Abbild Gottes, entdeckt, und darum Gottes Gerechtigkeit und Gottes Liebe unter die Menschen tragen wollen und können. Nur wer Gott findet, kann auch wahrhaft menschlich werden.
   Nun steht da eine Frage auf, denn wir möchten wohl sagen: „Schön wäre es, Gott so wirklich zu nehmen wie die Dinge, die wir in unserem Leben greifen können. Gott so nah zu erkennen, dass er unser Leben durchdringt. Aber, wie kann man eigentlich Gott so finden, wie kann man so wach werden für ihn, so bereit für ihn, dass man seinen Anruf mitten im Alltag annimmt und ihn erkennt?” Ich glaube, zwei Antworten sind mit dem, was wir eben bedachten, schon gegeben.
Zeit haben für Gott
    Eine erste Antwort ist die: Wer Gott erkennen will, muss bereit sein, für ihn Zeit zu haben. Man muss bereit sein, ihn sich etwas kosten zu lassen. Gott drängt sich uns nicht auf. Er läuft uns nicht nach. Er ruft unsere Freiheit. Und nur, wenn wir selbst ja sagen,  wenn wir auch für ihn uns einüben und bereiten, wenn wir seine Nähe uns etwas kosten lassen, wenn er Zeit und Kraft unseres Lebens erhält, dann kann der Weg sich öffnen. Wenn wir leben als solche, die ihn anerkennen und als Wirklichkeit nehmen, und auch so verfahren, dann wird er uns Wirklichkeit, dann erfahren wir ihn.
Gott in den Menschen suchen
  Und das zweite: Sie hat so gelebt wie jemand, der Gott in den Menschen sieht. Sie hat sich selbst, den ange- borenen Egoismus, überwunden und um die Gerechtigkeit und Liebe für die Menschen gekämpft. Und da gibt es nun einen gegenseitigen Einfluss. Wer von Gott her auf die Menschen zugeht und Liebe zu schenken sich müht, der wird auch wieder tiefer zu Gott hingeführt. Er kennt ihn als wahr. Und umgekehrt: Wer für Gott Zeit hat, dem wird es leichter, auch den Menschen zu dienen und sie zu lieben. Beides trägt und bedingt einander, greift in- einander.
Ins Gebet nehmen
   Und noch zwei Beobachtungen möchte ich hinzufügen. Die erste schließt an eine kleine Begebenheit an, die aus ihrem Leben überliefert ist. Zeugen berichten, dass eine adelige Dame mit ihrem Sohn, der ein reichlich lieder- liches Leben führte und auch physisch ziemlich herabgekommen war, zu Elisabet kam in der Meinung, dass sie ihn sozusagen gesundbeten könne. Aber Elisabeth hält nichts von solchen Praktiken. Sie spricht diesen jungen Mann sehr scharf an und fragt ihn, was er sich eigentlich denke, wenn er ein so lästerliches Leben führe. Auch hier geht es ihr um Hilfe zur Selbsthilfe. Nicht einfach etwas von außen aufstülpen, sondern ihn „er selbst” werden zu las- sen. Er antwortet nur, indem er sagt, sie solle doch für ihn beten. Und ihre Ant- wort wiederum lautet: „Zuerst musst du selbst beten lernen, dann will ich auch mit dir beten.” Und sie fängt sofort an damit. Er muss sich mit ihr hinknien, mit ihr beten. Und die Gebete einer Heiligen sind groß; sie vergisst Raum und Zeit darin. Und alsbald begann der verdutzte junge Mann, der solches nicht gewöhnt war, nach dem Amen zu schreien. Aber da gab es keine Schonung. Er musste in diesem Gebet bleiben. Und die Zeugen erzählen ganz lustig, dass er allmählich direkt ins Schwitzen kam und geradezu dampfte, so mühsam wurde es für ihn. Und nach langer Zeit kam dann endlich das Amen. Und da sei er dann schon bald gesund gewesen, sagen sie.
   Ich glaube, das ist eine Geschichte, die uns sehr viel zu sagen hat. Wir empfehlen uns dem Gebet der Heiligen, aber sie verlangt von uns, dass wir uns mit ihr hinknien und mit ihr Mitbetende werden. Dass wir uns mit ihr in dieses Gebet hineinnehmen lassen. Und ich glaube, es ist gerade der Ruf einer solchen Elisabetkirche, dass sie uns so ins Gebet nehmen will in diesem doppelten Sinn. Dass sie betet für uns, aber dass wir mit eintreten in den Rhythmus des Betens. Nur wenn wir auch einmal die Schwelle der Bequemlichkeit überschreiten, beten und Liturgie feiern nicht nur dann, wenn es uns gefällt und solange es uns etwas gibt und wir spüren, dass es schön ist, sondern auch dann, wenn wir sozusagen zu schwitzen anfangen und auf das Amen warten. Und nur wenn wir solche Mühsal auf uns nehmen, von ihr ins Gebet genommen zu werden, dann können wir selbst Betende, und von innen her gesund werden.
   Dieser Ruf geht von diesem Kirchenraum aus, hier immer wieder mit ihr ins Gebet zu gehen und es von hier aus in unsere Häuser zu tragen, dass sie nicht gottleere Räume werden. Ich glaube, dass dies für eine Familie, für jeden einzelnen, für das Bestehen des Alltags grundlegend ist. Für Unser inwendiges Gesundwerden, dass kein Tag ohne Gebet sei. Dass am Morgen Gott Zutritt hat in unser Leben, und dass wir nicht weggehen von ihm, ohne noch einmal Zeit gehabt zu haben für Gott. Dann lernen wir ihn, dann erfahren wir ihn und dann werden wir auch fähig, einander gut zu sein.
Auf das Wort der Schrift hören
   Und das Letzte noch. Papst Gregor IX. hat ihr, da er wusste, wie sie sich rastlos für den Dienst an den Men- schen verzehrte, einmal einen Brief geschrieben, in dem er ihr sagte, sie solle sich ruhig auch einmal Zeit lassen, auf den Herrn, auf die Heilige Schrift zu hören. Sie solle, wie Maria zu Betanien, sich einfach zu Füßen des Herrn niederlassen, ihn anhören. Und der Brief schließt mit den Worten: „Geh nicht weg von den Füßen des Herrn, bis du nicht den warmen Südwind seines Erbarmens  im Garten deiner Sinne spürst.” Dies ist die bildhafte Sprache des Mittelalters. Er will sagen: „Bleib ruhig bei ihm. Höre ihn. Höre auf das Wort der Schrift, bis die Wärme seines Erbarmens dich durchdringt und dich ruhig, gelassen und froh macht.” Sie hat diesen Brief des Papstes sehr ernst genommen und sich tief versenkt in die Heilige Schrift. Sie war wirklich jemand, der Jesus kannte, der immer wieder hineindrang in sein Wort und es so immer tiefer verstehen lernte.
Hineinsterben ins Leben
   Wiederum berichten die Zeugen vom Tage ihres Todes, sie sei sehr gelassen, ja fröhlich gewesen. Da sie den Bräutigam erwarte, wie sie sagen. Und sie habe den Tag über erzählt von dem Schönsten, was sie sich aus Predigten gemerkt habe, und immer wieder aus dem Reichtum der Heiligen Schrift und aus der Geschichte Jesu. Als sie sah, wie die Menschen um sie herum weinten, erzählte sie ihnen von den drei Anlässen, da Jesus geweint hat: am Grab des Freundes in Betanien, im Angesicht der Stadt Jerusalem, die er so liebte, und die sich seinem Ruf versagte, und in der letzten Einsamkeit des Kreuzes. Sie trocknet die Tränen der Menschen, indem sie sie gleichsam in die Trauer Jesu hineinlegt, darin birgt und darin reinigt. Dann wurde es allmählich Mitternacht und nun kam eine besondere Heiterkeit über sie. Sie bat die Umstehenden jetzt ganz still zu sein und fuhr fort: „Wir müssen nun von Christus, dem Heiland, und von dem Christuskind sprechen, denn Mitter- nacht ist nahe, die Stunde, da das Jesuskind geboren wurde und in einer Krippe lag”. Mitten im Angesicht des Todes ist die Zeit ihr hell von dem Geheimnis des kommenden Jesus Christus. Man sieht daran, wie wirklich es ihr war. Sie bittet, still zu sein, weil gleichsam die Stunde des Kindes da ist. Die Nacht ist ihr nicht dunkel und die Nacht des Todes nicht schrecklich, sondern hell von dem Licht des Kindes, das in der Mitte der Nacht zu uns gekommen, uns entgegengegangen ist. Sie sieht dieses Licht Gottes, das ihr das Dunkel der Erde hell macht. Ihre letzten Worte lauteten: „Und dann erschuf er einen ganz neuen Stern, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hatte”.  Die Stunde des Sterbens wurde ihr die Stunde der Helligkeit Gottes, die Stunde des Advents. Adventliche Stunde, in der sie bereit dem Herrn entgegenging. In der Stunde ihres Todes spricht sie von dem Stern, der die Weisen zu Christus geführt hatte. Und in dieses Wort hinein, in diesen Glauben hinein, ist sie gestorben. Sterben war ihr gleichsam das Aufgehen in das Licht Jesu Christi. Sie hätte in dieser Stunde vom Stern nicht sprechen, ihn nicht sehen können, wenn sie nicht ihr ganzes Leben lang, wie die Weisen aus dem Morgenland, diesen Stern geschaut hätte und ihm nachgegangen wäre.
  „Dann erschuf er einen neuen Stern, wie man ihn noch nie vorher gesehen hatte.” Nun ist Elisabet selbst zu einem solchen Stern geworden, der uns auf Christus, den Quell des Lichtes hinführt. Und diese Kirche möchte gleichsam immer wieder diesen neuen Stern vor unser aller Seelen, vor Sie, hinstellen, damit der Stern Weg- weiser werde zu dem Quell des Lichtes, das unsere Nacht erhellt. Damit er uns zu adventlichen Menschen mache, die von der Freude des gekommenen Herrn erfüllt sind und die von ihm her den Weg gehen.

EliisabethDownload-x Liebe durchbricht alle Mauern. Die hl. Elisabeth von Thüringen

Kostenlos als Download erhältlich. >  www.sofortwelten.de

Autorin: Petra Kehl
Sprecher: Hede Beck, Christian Büsen, Tobias Fricke, Hildegard Meier, Leo Neu.
Produktion Domradio Köln 

   Nur 24 Jahre währte das Leben Elisabeths von Thüringen. Und doch reichte diese kurze Zeitspanne aus, um einen Ehrenplatz in der Erinnerung der Nachwelt zu erhalten. Doch wie sahen die Zeitgenossen diese ungewöhnliche Frau, die bereitwillig auf ihre Fürstenkrone verzichtete, um als Arme Christi den Armen und Kranken zu dienen? Sieben Personen aus Elisabeths Umfeld nehmen in zwar fiktiven, sich aber an den historischen Fakten orientierenden Statements Stellung. Eine Aufnahme des Domradios Köln.

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