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Zeichen am Himmel

Auf dieser Seite lesen Sie:
1.  Die prophetische Rede des Herrn im Lukas-Evangelium
2. Beim Besuch von Papst Benedikt XVI. in Auschwitz erschien am Himmel das Zeichen des Regenbogens
3. Der Regenbogen: Zeichen des Noach-Bundes im alten Testament
4. Kardinal Gerdhard Ludwig Müller warnt vor einem unseriösen Endzeitgerede im Internet
5. Pseuoprophezeiungen vom Weltende
6. Teilhard de Chardin SJ, der evolutionäre Theismus und Papst Benedikt XVI.
7. P. Oskar Schmitt: Erlösung des Kosmos
8. Benedikt XVI.: Von den letzten Dingen
9. Generalaudienz mit Papst Franziskus:„Was wird am Ende aus dem Volk Gottes? Was wird aus jedem von uns?

 Die prophetische Rede des Herrn im Lukas-Evangelium

  Lukas 11,16 Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
11,29
Als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. 30 Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. 31 Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. 32 Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich  nach der Predigt des  Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

Erklärung dieses rätselhaften Drohwortes Jesu
     Lukas  traut  den seinen Lesern ein ziemliches Gedächtnis zu.  In der Beelzebul-Rede Lk 11,13-23 fordern die Pharisäer ein “Zeichen vom Himmel” von Jesus.  Hier nun kommt die Antwort Jesu: drohend und rätsel- haft zugleich. Damals konnten sie die Bedeutung der Rede noch nicht kennen.
    Eine andere Übersetzung dieser Schriftstelle ist möglich: Wahrlich, diesem Geschlecht wird ganz gewiss ein Zeichen gegeben. Darum bleibt diese Rede so drohend, weil nicht gesagt wird, was für ein Zeichen gege- ben wird.
    Wenn wir Die Formel “amén” nicht als Schwurformel verstehen dann hat dieser Satz etwa den Sinn: “War- tet nur, ihr bekommt schon euer Zeichen!” Der Hinweis auf Jona schwächt zwar die Drohung etwas ab, verstärkt aber das Rätselhafte, denn die Antwort Jesu sagt den Gegnern keineswegs,  wie sie sich das Zei- chen vorzustellen haben. Sie wussten ja noch nichts von Jesu Tod und Auferstehung. Die Drohung ist aber gleichwohl nicht zu überhören.
    Ninive - das war den Zuhörern bewusst - bedeutet Gericht. Nach Pfingsten wussten die Jünger, was Jesus gemeint hatte. Jesus war tot und wurde nach drei Tagen lebendig: Gott hat ihn aus der Grube errettet.
    In der alttestamentlichen Jona-Geschichte hatte das Meerungeheuer (Kätos/Leviathan) den Jona ver- schlungen. Aber siehe da: nach drei Tagen lebte er! So ist Jona ein Vorbild geworden für Jesus.  Das Wort Grube, das bei Jona steht, gebraucht der heilige Petrus in der Pfingstpredigt,  in dem er Psalm 16,10 zitiert Apostelgeschichte 2,25-28. Es handelt sich hier um ein messianisches Beglaubigungszeichen. Dieses Zeichen hat Gott nun gegeben in der Auferstehung, in der Auferweckung von den Toten, weil er Jesus dadurch als Messias erwies. Diese frühchristliche Deutung fand seinen Niederschlag im Matthäus-Evangelium:

   Mt 12,38 Zu dieser Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu ihm: Meister, wir möchten von dir ein Zei- chen sehen. 39 Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. 40 Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein. 41 Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona. 42 Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

   Diese Deutung des Evangelisten Matthäus ist sicher nachpfingstlich, während diese Stelle bei Lukas immer noch dunkel bleibt. Lukas übermittelt offenbar die Worte Jesu in der ursprünglichen Form, während Matthäus eine Deutung bringt. Lukas schreibt: der Menschensohn wird ein Zeichen sein für dieses Geschlecht, für die Zeitgenossen Jesu. Was meint nun Lukas?
   Die Bekehrungspredigt Jesu nahmen einige als das Zeichen an, aber sie ist kein Zeichen. Die Predigt wurde von seinen Gegnern nicht als Zeichen aufgefasst. Dazu kommt noch, dass Jesus in seinem Drohwort das Futur verwendet: er droht ihnen ein zukünftiges Zeichen an, durch das er als Messias erwiesen wird. Der Men- schensohn wird selbst das Zeichen sein. Bei Lukas fordern die Gegner ein Zeichen “vom Himmel”. Das lässt an die Parusie denken: Die Wiederkunft Jesu wird das Zeichen für die Ungläubigen sein, die ihn ablehnen, für diese wird er ein Gerichtszeichen sein. Die Bewohner von Ninive haben sich bekehrt,  die Zuhörer Jesu aber nicht.  Vor dem Hohen Rat  beantwortete Jesus, ob er der Messias sei:

  Markus 14,60 Da stand der Hohepriester auf, trat in die Mitte und fragte Jesus: Willst du denn nichts sagen zu dem, was diese Leute gegen dich vorbringen? 61 Er aber schwieg und gab keine Antwort. Da wandte sich der Hohepriester nochmals an ihn und fragte: Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten? 62 Jesus sagte: Ich bin es. Und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen. 63 Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: Wozu brauchen wir noch Zeugen?

Von der Endzeit und der Wiederkunft Christi schreibt Lukas: 

  Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.

Jesus beruft sich hier offensichtlich auf die Vision des Propheten Daniel:

     Daniel 1,13 Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen:
                  
Da kam mit den Wolken des Himmels /
                        einer wie ein Menschensohn.  /

                   Er gelangte bis zu dem Hochbetagten /
                   und wurde vor ihn geführt.

Diese Vision findet sich auch in der Offenbarung des Johannes vom Endgericht:

Offenbarung 14,14 Dann sah ich eine weiße Wolke. Auf der Wolke thronte einer, der wie ein Menschensohn aussah. Er trug einen goldenen Kranz auf dem Haupt und eine scharfe Sichel in der Hand.

Matthäus schreibt über das Ende der Welt:

Matthäus 24,30 Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.

   Das Zeichen des Menschensohnes, das am Himmel erscheinen wird, ist der aus dem Tod errettete Messias. Das wird die stärkste Beglaubigung für ihn sein. Die Menschen werden an ihn glauben müssen, ob sie wollen oder nicht. Dieses Geschlecht, das Jesus jetzt verwirft, wird am Ende der Welt zum Gericht auferweckt. Der Tod, der Ninive angedroht war, wird dann vollzogen werden. Die Drohung ist deutlich erkennbar: die Parusie, die Wiederkunft Christi, kommt zum Gericht. Die Bürger Ninives werden zu Anklägern, weil sie sich bei der Predigt des Jona bekehrt haben, die Juden aber nicht, obwohl hier ein größerer steht.
   In einem theologischen Zusammenhang steht das nachfolgende Wort:

   Lukas 11,31 Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. 32 Die Männer von Ninive werden beim Gerichtgegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

  Hier ist die Rede vom Gericht. Der Menschensohn, den sie zunächst abgewählt haben, wird sie richten. Die Juden hörten nicht, obwohl hier mehr ist als Salomon. Der Herr wird für sie nicht ein Zeichen der Erlösung sein. Lukas Vers 11,30:

   Lk 11,30 Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.

  Dieses Wort Jesu kann doppelt interpretiert werden: Jona sollte auch zur Buße auferstehen, das ist offenbar die Meinung Jesu. Die Bürger von Ninive wussten ja nicht, dass Jona drei Tage tot war. Das Zeichen des Jona war vielmehr das Erscheinen des Propheten. Plötzlich kam da einer, der ihnen den Untergang voraussagte, wenn sie sich nicht bekehren würden. Die Niniviten haben diese Predigt zur Umkehr als Ausdruck des göttlichen Willens verstanden. So wurde Jona für sie zum Zeichen. Und so ist Jesus ein Zeichen für dieses Geschlecht, aber die Menschen hören nicht darauf, und so wird ihnen Gott dieses geforderte Zeichen nicht geben, sondern das Zeichen der Parusie - der Wiederkunft von Jesus Christus, der kommen wird, die Lebenden und die Toten zu richten. 

   Lukas 11,16 Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. 29 Als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. 30 Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. 31 Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. 32 Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich  nach der Predigt des  Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

Beim Besuch des Papstes in Auschwitz (Polen) (siehe dazu unseren Bericht unter:         Holocaust     
erschien am Himmel das Zeichen des Regenbogens. Bibelkundige sahen darin ein Zeichen des Himmels.

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Den Ursprung dieses Zeichens finden wir in der Noach-Geschichte im 1. Buch Mose (Genesis).

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Hier bringen wir die Texte der Bibel

   Genesis 6,18 Mit dir aber schließe ich meinen Bund. Geh in die Arche, du, deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne!
   Genesis 8,20 Dann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar. 21 Der Herr roch den beruhigenden Duft, und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen; denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe. 22 So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Genesis 9,1 Dann segnete Gott Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, vermehrt euch, und bevölkert die Erde! 2 Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Him- mels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben. 3 Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen. 4 Nur Fleisch, in dem noch Blut ist, dürft ihr nicht essen. 5 Wenn aber euer Blut vergossen wird, fordere ich Rechen- schaft, und zwar für das Blut eines jeden von euch. Von jedem Tier fordere ich Rechenschaft und vom Menschen. Für das Leben des Menschen fordere ich Rechenschaft von jedem seiner Brüder. 6 Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen. Denn: Als Abbild Gottes hat er den Menschen gemacht. 7 Seid fruchtbar, und vermehrt euch; bevölkert die Erde, und vermehrt euch auf ihr! 8 Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren: 9 Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen 10 und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind. 11 Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde ver- derben. 12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: 13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde. 14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken, 15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet. 16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde. 17 Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.

Der Noach-Bund. Erklärung des Textes:

 Sintflut: echter Weltuntergang. Der urzeitliche Äon ist beendet. Neuer Anfang nach der Katastrophe. Neuer Segen. Kein paradiesisch-friedlicher Urzustand. Nur kein Blut ist erlaubt. Das Leben ist Gott anheim gegeben. Blut ist Sitz des Lebens. Absolute Unantastbarkeit des Menschen.

 Genesis 9,6  Der Mensch, der Blut vergießt, muss getötet werden. Das darf nicht ausgehandelt werden. Keine Blutrache! Rechtsnorm. Durch den Menschen soll die Rache vollzogen werden.

 9,8-17  Bundespartner. Gott setzt einen Bund – mit euch, mit allen Tieren – mit der ganzen Erde. Alles, was in der Arche war, ist im Bund einbegriffen. Universalität von Raum und Zeit: und mit eurer Nachkommenschaft nach euch.

   Inhalt des Bundes: Nie wieder soll das ganze Leben auf der Erde ausgerottet werden. Nie wieder soll eine Flut die ganze Erde verderben. Das ist nicht praeter-natürlich zu verstehen. Kein neues Paradies.

   Form des Bundesabschlusses: Keine Zeremonie. Keine Zustimmung des irdischen Partners. Gottesrede! Zustimmung vielleicht nicht möglich, da Menschen und Tiere Partner sind. Ein Versprechen Gottes an die Welt. Noach schweigt. Das Wort Bund ist gleich dem Bund am Sinai. Aber das Verbum ist anders: Sinai-Bund: „ich beschneide den Bund!” Noach-Bund: „Ich errichte meinen Bund (zwischen mir und zwischen euch). Sinai: „Wenn ihr auf meine Stimme hört!” Noach-Bund: es gibt keine Auflage. Wer das Gesetz übertritt, wird dafür individuell zur Rechenschaft gezogen.

  Bundeszeichen: Regenbogen. Erinnerungszeichen für den menschlichen Partner ist normal. (Beschneidung). Hier: „Ich werde den Regenbogen sehen und mich erinnern!” Der Verfasser weiß, dass dieses Zeichen immer wieder auftritt, von da ist er sicher, dass Gott sich daran erinnern wird. Auch der Mensch wird an diese Gewissheit erinnert. Hier ist nicht gemeint, dass Gott den Regenbogen erst schafft. „Ich habe meinen Regenbogen in die Wolken gesetzt.” Der Regenbogen erhält einen neuen, symbolischen Sinn. Der Bund kommt von Gott. Dieser Bund ist ewig. Der Bund  bekommt einen betont gnadenhaften Charakter. Vor der Sintflut ist der sündige Mensch Grund zur Vertilgung - nach der Sintflut ist der sündige Mensch Grund zum Erbarmen. Die verstärkte Gnadenhaltung Gottes kann nicht einfach auf das Opfer des Noach zurückgeführt werden. Der Priesterschriftler betont vorher die Gerechtigkeit Noachs.

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Religion

Kardinal Gerhard Ludwig Müller  ep-aepGerhard-LudwigMüller-xx Präfekt der Glaubenskongregation

Der Präfekt der römischen Glaubenskongregation Erzbischof Gerhard Ludwig Kardinal Müller
warnt vor einem unseriösen Endzeitgerede im weltweiten Netz

   Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hält das aktuelle Endzeit-Gerede für unverantwortlich. Dem Magazin „Focus“ sagte der Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan: „Das ist alles sinnlose Aufregung.“ Christen sprächen „schon mal gar nicht vom Weltuntergang“. Zukunftsangst sei mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Der jüngste Tag sei ein Tag der Freude im Hinblick auf das Kommende. Zum angeblichen Datum des prophezeiten Weltuntergangs am 21. Dezember bemerkte Müller, er habe auch in den Tagen danach Termine. „Aber es kann sein, dass ich auch in der nächsten Sekunde vor den Richter treten muss.“  RV121210

Focus schreibt:
   "München. Der oberste Glaubenshüter der katholischen Kirche, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hält das aktu- elle Endzeit-Gerede für unverantwortlich. Im Interview des Nachrichtenmagazins FOCUS sagte der Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan: „Ach, das ist alles sinnlose Aufregung.“ Christen sprächen „schon mal gar nicht vom Weltuntergang“. Wenn sich die Geschichte eines Tages vollende sei das, „auf das wir zugehen, trotzdem hell. Es ist eine Vollendung, und daher mit dem Christsein nicht vereinbar, dass man den Menschen Angst macht. Der jüngste Tag ist ein Tag der Freude im Hinblick auf das Kommende.“ Zum angeblichen Datum des prophezeiten Weltuntergangs am 21. Dezember, bemerkte Müller, er habe auch in den Tagen danach Termine. „Aber es kann sein, dass ich auch in der nächsten Sekunde vor den Richter treten muss.“
  Als persönliche Weihnachtsbotschaft riet er den Deutschen, sie sollten „mehr zusammenhalten, sich des Men- schenseins freuen und optimistisch und tatkräftig in die Zukunft schauen und auch gehen“. Zukunftsangst sei mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Außerdem sollten sich die Menschen zu Weihnachten „nicht nur in einer inhaltslosen Kinderseligkeit ergehen, sondern konkret kinderfreundlich sein“.  Focus-net121210

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Das Weltende, das nicht stattfindet (jedenfalls jetzt noch nicht)

   Das Ende der Welt findet nicht am kommenden Wochenende statt. Das betont der Leiter des Vatikan-Obser- vatoriums Foto links, Jesuitenpater Jose Funes, in einem Artikel für den Osservatore Romano. Man dürfe sich nicht mit solchen „Pseudoprophezeiungen“ abgeben, meint der Fachmann für Astronomie. Damit bezieht er sich auf den so genannten Kalender der Maya, der angeblich am 21. Dezember 2012 an sein Ende komme, Teile der Esoterik- szene vermuteten an diesem Tag das Hereinbrechen der Apokalypse. Im Internet „tobt diese berühmte Prophe- zeiung zwischen Ironie und Hype“, so Funes, aber eine wissenschaftliche Betrachtung der Entwicklung des Universums gebe keinerlei Anlass für solche Spekulationen.
   Der Prozess der Ausdehnung des Universums sei ständig im Gang, hob der Jesuit hervor. Wenn das moderne Rechenmodell korrekt sei, dann komme es erst in Milliarden von Jahren zum Auseinanderbrechen des Materie- Energie-Gemisches, so des Leiter der Specola Vaticana am päpstlichen Sommersitz Castel Gandolfo. RV121212OR

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Teilhard de Chardin SJ Foto, der Evolutionäre Theismus und Papst Benedikt XVI.

   "Licht der Welt", das erste päpstliche Interviewbuch der Religionsgeschichte, hat aus evolutionärer und kirchen- geschichtlicher Sicht Erstaunliches zu bieten.

   Wenn Sie sich für die Geschichte der Evolutionstheorie interessieren, so ist Ihnen Teilhard de Chardin (1881- 1955) sicher ein Begriff. Der Jesuitenpater war ebenso leidenschaftlicher Christ und Theologe wie er Natur- wissenschaftler und Paläoanthropologe war. An der Zuverlässigkeit der Evolutionstheorie bestand für ihn ent- sprechend schon Anfang des 20. Jahrhunderts kein Zweifel mehr. In einer Reihe von Vorlesungen und Schriften entwarf er eine katholische Lesart des evolutionären Theismus - der Auffassung, wonach sich Gott selbst (auch) durch die Evolution offenbare und also kein Widerspruch zwischen Evolution und religiösem Glaube bestünde. Auf ihn beriefen sich später auch weitere, berühmte Denker wie der große Biologe Theodosius Dobzhansky in seinem Essay "Nichts in der Biologie macht Sinn außer im Licht der Evolution".
   In den vergangenen Jahren war Teilhard de Chardin wieder zunehmend bekannter geworden: Seine Schriften verbreiteten sich in immer neuen Ausgaben und Übersetzungen. Auch - aber nicht nur - kommende Generationen von Jesuiten betrachteten und betrachten ihn als Vorbild für mutiges Denken (und Fühlen) zwischen Theologie und empirischen Wissenschaften, an seine Überlegungen und Thesen wurde vielfach angeknüpft. Sein Vorausentwurf der Noosphäre, in dem sich nach der biologischen Welt (Biosphäre) nun auch die "geistige" Welt global vernetzen würde, wurde auch außerhalb der Kirche als Vorwegnahme von kultureller Globalisierung und vor allem Internet aufgenommen. So konnten sich auch Protagonisten der Open-Access-Bewegung darauf berufen, mit ihrem Ein- treten für frei zugängliche Informationen eine globale und nach vorne gerichtete Entwicklung zu fördern.
   Verblüfft hat mich nun jedoch, dass auch Papst Benedikt XVI. den Jesuitenpater nicht nur anerkennend zitiert - sondern sich auch ausdrücklich dessen evolutionären Theismus zu eigen macht. Auf die Frage nach seinem per- sönlichen Glauben schließt er wie folgt - S. 197:

  “Gott wollte, dass wir ihn nicht nur durch die Physik und die Mathematik von Ferne erahnen. Er wollte sich uns zeigen. Und so konnte Er auch tun, was in den Evangelien berichtet wird. So konnte Er auch in der Auferstehung eine neue Dimension der Existenz schaffen; konnte über die Biosphäre und die Noosphäre hinaus, wie Teilhard de Chardin sagt, eben noch eine neue Sphäre setzen, in der Mensch und Welt mit Gott in Einheit gelangen.”

   Als Nicht-Theologe (sondern "nur" Religionswissenschaftler) und Nicht-Katholik (sondern "nur" Protestant) steht mir hierzu selbstverständlich kein theologisches Urteil zu. Doch mir scheint dieser Satz für die innerkirchliche Reha- bilitierung des Jesuiten-Forschers und die weitere Entwicklung der katholischen Theologie im Dialog mit den Wis- senschaften und insbesondere der Evolutionsforschung von einiger Überraschung und einigem Gewicht zu sein. Zumal dann, wenn man die katholischen Internet-Aktivitäten in den Blick nimmt, zu denen Aufrufe an Priester und Laien, die Einrichtung spezialisierter Werke, aber auch z.B. die Einrichtung eines eigenen Vatikan-YouTube- Channels in gleich mehreren Sprachen gehören. Es ist m.E. auch kaum anzunehmen, dass Benedikt diese Aus- sagen über De Chardins evolutionäre Theologie und Zukunftshoffnung nur zufällig gemacht und freigegeben haben sollte.   Scilogs:Natur des Glaubens110110MichaelBlume

P. Oskar Schmitt SJ, Nürnberg: Erlösung des Kosmos
unter Verwendung von Teilhard de Chardin: “Der göttliche Bereich” im Walter Verlag  

   Was sollen wir anfangen mit den gewaltigen Bildern Evangeliums vom Vergehen der Welt, in denen es flackert und flammt wie von grellen Blitzen? Sicher können wir sagen, dass es eine prophetische Rede ist, die nicht wörtlich verstanden werden will und die nicht historische Daten und Jahreszahlen verkündet. Sagt doch der Herr selbst, dass es ihm als dem Menschensohn nicht gegeben sei, Zeit und Stunde zu wissen.
   Es ist also eine prophetische Rede, die uns in großen und Bildern das Ende des Universums ankündet. Und weil es also um das Ende der Welt geht, wollen wir zuerst einmal über diese Welt nachdenken und da müssen wir vor allem feststellen:
1. Die Schöpfung als Ganzes ist eine Einheit
   Es steht fest, dass Gott alles geschaffen hat vom Engel bis zum letzten Atom. Engel und Menschen, Sterne und Blumen, Blitze und Wolken, Tiere und Pflanzen. Was immer existiert, ist dadurch miteinander verbunden, dass es Gott zum Schöpfer hat und von ihm erhalten wird.
   Erinnern wir uns doch, wie tief und eng wir Menschen in diesem Kosmos verwurzelt sind! Baut sich doch unser ganzer Körper aus Materie auf. Wir haben Eisen im Blut, Kalk in den Knochen, Phosphor im Kopf. Und welche Fülle von pflanzlichen und tierischen Produkten nehmen wir allein mit der Nahrung in uns auf!
   Tausenderlei Eindrücke von allen vier Elementen überfluten das Reich unserer Sinne und beeinflussen uns mehr als wir ahnen. Sind wir nicht in besserer Verfassung, wenn die Sonne scheint als wenn es regnet? Sind wir nicht im Herbst melancholischer und nachdenklicher gestimmt als im Frühling? Wissen Sie nicht, dass der Föhn oft mitschuldig ist bei Verkehrsunfällen? Zeigen uns nicht schlafwandelnde Menschen, dass sogar das Mondlicht seinen Einfluss ausübt auf diese Welt?
   Wir stehen wahrhaftig auf dem Boden der Tatsachen, wenn wir die Glaubenswahrheit von der Einheit des Kosmos ernst nehmen. Ein berühmter Naturwissenschaftler hat diese Wahrheit dichterisch ausgedrückt: „Es zittert der Sirius, wenn ein Kind weint in seiner Wiege.“ Die Dinge hängen viel enger zusammen, als uns im allgemeinen bewusst ist und ein kräftiger Schuss von der Frömmigkeit des heiligen Franziskus, der die Sonne als seine Schwester, Regen und Wind, Pflanzen und Tiere als Brüder und Schwestern bezeichnet, könnte uns wahrhaftig nicht schaden, uns kläglichen Einzelgängern und Individualisten, die immer nur ihre eigene Seele retten wollen, ohne wie es Claudel einmal ausdrückt „das ganze übrige Gewimmel mitzuerlösen". In einer Einsamkeit, die immer nur an sich denkt, sind wir sehr schlechte Christen.
2. Christus ist Ziel und Mitte der Welt
  
Von daher gesehen wird das Weltende für uns aufregend interessant; denn mitten in diesem Kosmos steht Christus, der menschgewordene Gott. Sein Leib ist gebildet wie der unsere aus der Materie dieser Welt. Er hat die Welt erlöst, nicht nur dich. Er zieht sie an sich und holt sie heim in sein ewiges Reich. Unter der nichtssagenden Hülle der äußeren Dinge entsteht Schritt für Schritt die neue Erde. Und diese ist nicht völlig etwas Anderes und Verschiedenes., sondern diese unsere Erde, als verwandelte, auferstandene und verklärte, so wie der Leib Christi nach der Auferstehung derselbe und doch anders, nämlich verwandelt und verklärt ist.
   Es ist eine Dynamik in der Welt, die auf dieses ewige Ziel, auf die Auferstehung hindrängt. Die Bilder deuten an, dass wohl eine große Katastrophe am Ende stehen wird, so wie am Ende des irdischen Lebens des Herrn das Kreuz stand. Doch diese Katastrophe ist nicht als Vernichtung zu denken, sondern als Umwandlung, Läuterung und Verklärung der Welt. Christus, Bürger dieses Kosmos wie wir, ist gegenwärtig in unserer Welt und nimmt sie immer mehr in Besitz. Am Ende wird sich seine jetzt noch lautlose Gegenwart wie ein Blitz offenbaren, der von einem Pol zum anderen fährt. Wie in einer gewaltigen Sintflut wird er die wirbelnden Elemente des Universums an sich reißen, sie mit sich vereinigen oder unterwerfen.
   Sie hat also ein Ziel, diese Welt, ein großes und leuchtendes Ziel, nämlich die Umwandlung, Verklärung und Vergöttlichung. Das sagt uns der Glaube.
3. Die Welt ist zur Hoffnung gerufen
   Von daher gesehen ist die prophetische Rede des heutigen Evangeliums nicht eine düstere Verkündigung, die uns ängstlich machen will, so dass wir zitternd das Ende erwarten, das jeden Tag kommen kann. Nein, es ist die Verkündigung von einem Ende, das nicht Ende, sondern seliger Anfang ist.
   Schon rein natürlich gesehen ist es doch gut zu wissen, dass es ein Ende gibt, dass der endlose Zug der Tage einmal aufhören wird. Dass die Reihenfolge von Spiel und Tat, von Weisheit und Torheit, von Aufgang und Niedergang einmal zu Ende geht. Es ist gut zu wissen, das dieser wirbelnde Strom des Lebens eines Tages mündet in das Weltmeer der Ewigkeit. Es ist gut zu wissen, dass ein Tag kommt, dem keine Nacht mehr folgen wird, an dem Gott sein wird „alles in allem".
   Erwartung des Weltendes heißt, wissen zu dürfen, dass es einen Ausweg gibt aus den Schwierigkeiten, nicht nur für mich, sondern für die ganze Welt. Diese große Erwartung hat uns stets wie eine Fackel vorangeleuchtet. Sie unterscheidet uns wohl am meisten von allen anderen Religionen. Nicht nur für mich gibt es eine Hoffnung, sondern für die ganze in Wehen liegende Natur, die in Sehnsucht seufzt nach der Herrlichkeit der Kinder Gottes; für den Kosmos gibt es eine Erlösung und ein seliges Ende. Das ist die großartige Weltschau unseres Glaubens.
4. Pessimistische Einstellung zur Welt
  
Was haben wir Christen doch aus dieser großartigen Schau gemacht? Der Widerstand der Welt gegen das Gute und manche bittere Erfahrung haben uns misstrauisch gemacht und unseren Glauben an die Kraft Gottes erschüttert. Ein resignierter Pessimismus hat uns zu der falschen Meinung geführt, die Welt sei unheilbar und schlecht, So haben wir die Wachtfeuer der Hoffnung in unseren Herzen verglühen lassen
   Ängstlich die Augen nur auf uns selber gerichtet („rette deine Seele") haben wir den Auftrag Gottes: „macht euch die Erde untertan" nur sehr schlecht ausgeführt, obwohl uns doch der Herr selbst im Evangelium sagt: „Geht hin in alle Welt und verkündetjeder Kreatur (also der ganzen Schöpfung), die Frohbotschaft!"
   Wo sind die unter uns, die aufhorchen, wenn von der sieghaften Verwandlung unseres Kosmos die Rede ist? Wo ist der Christ, in dem das ungeduldige Heimweh nach Christus so groß ist, dass es all seine Privatinteressen überflutet? Wo ist der Christ, der sich für die immer größer werdende Gegenwart Christi in dieser Welt mit derselben Leidenschaft einsetzt wie die Vertreter der bloßen Menschlichkeit für ihr irdisches Paradies? - Und doch müsste es so sein.
5. Christliche Einstellung zur Welt
  
Was sollen wir tun? Nun, wir können ganz bestimmt wesentlich dazu beitragen, die »Wiederkunft Christi vorzubereiten, wenn wir am Fortschritt und vor allem an der Vergeistigung und Verinnerlichung dieser unserer Welt mitarbeiten. Der Fortschritt des Universums und unsere Arbeit  an dieser Welt ist niemals eine Konkurrenz gegen Gott oder ein Missbrauch der Kräfte, die wir ihm schulden.
   Je größer der Mensch, um so schöner ist auch die Schöpfung und um so mehr wird Christus einen der Auferstehung würdigen Kosmos vorfinden.
   Um die Wiederkunft Christi herbeizuwünschen, müssen wir ein Herz für die Welt haben und entschlossen daran arbeiten, sie zu verchristlichen.
   Ein Beispiel soll uns helfen, das zu verdeutlichen: Im X. Jahrhundert glaubte man allgemein, dir Welt werde im Jahre Tausend untergehen. Die Christen von damals benahmen sich aber keineswegs, wie moderne Sektierer, die sofort jede Tätigkeit abbrechen und sich in den Kirchen versammeln, um betend das Weltende zu erwarten. Sie wollten vielmehr die Erde für den kommenden Christus so schön wie möglich gestalten. Mit Feuereifer arbeiteten sie am Bau zahlreicher Kirchen und es entstand der die Jahrhunderte überdauernde gotische Baustil.
   In ähnlicher Weise sollte alles, was im Dienst an der Erde in den Laboratorien und in den Studierstuben gearbeitet wird, der Verwandlung und Weiterentwicklung der Welt dienen. Es sollte mithelfen, die Welt dem kosmischen Christus, der nach Paulus gekommen ist, „um alles im Himmel und auf Erden unter seine Herrschaft zusammenzufassen und sich zu unterwerfen", entgegenzuführen.
   Wir sollen, solange wir leben, mitarbeiten an der Erlösung, Rettung und Heiligung der Welt.
   Wenn wir indieser Schau unsere Arbeit an der Erde sehen, werden uns ihre Verlockungen nichtmehr schaden können; denn die Erde selbst ist zum Leib Christi geworden, der da ist und der da kommen wird.
Maran atha! Komm, Herr! So beteten voll Sehnsucht die alten Christen. Komm Herr, so rufen auch wir. Nimm uns und unsere Welt und verwandle sie in Deinen ewigen Glanz und Dein ewiges Licht!  Amen.

Benedikt XVI.  - Von den letzten Dingen  be-156z-PeterSeewald

Peter Seewald: Jesus hat seinen Jüngern nicht das Schwert empfohlen, aber er hat ihnen eine andere Aus- rüstung gegeben: „Ich sende euch den Geist", versprach er. Ist damit ein Zugang zu einem Denken verbunden, das über das Gewöhnliche hinausführt? Eine Art spirituelle Intelligenz, die wir heute ganz neu entdecken könnten?
Benedikt XVI.:
   Man darf es sich natürlich nicht zu mechanisch vorstellen. Nicht so, dass da zu unserer gewöhnlichen Existenz sozusagen noch ein weiteres Stockwerk dazukommt. Aber in dem Sinne, dass der innere Kontakt mit Gott durch, mit und in Christus in uns wirklich neue Möglichkeiten eröffnet und unser Herz und unseren Geist weiter macht, gibt der Glaube unserem Leben in der Tat eine weitere Dimension.
   Das wäre vielleicht so etwas wie ein Meta-Net, unendlich schneller als das Internet, in jedem Fall aber freier, wahrer und positiver.
   Was ja mit „Communio Sanctorum" ausgedrückt wurde: dass wir alle irgendwie in einer tieferen Verbin- dung stehen und uns, auch wenn wir uns nie gesehen haben, erkennen, weil der gleiche Geist, der gleiche Herr in uns wirkt.
   In Ihrer Rede in Lissabon erklärten Sie, ein vorrangiger Auftrag der Kirche bestehe heute darin, die Menschen fähig zu machen, „über die vorletzten Dinge hinauszublicken - und nach den letzten zu suchen". Die Lehre von den „Letzten Dingen" ist ein zentrales Glaubensgut. Sie behandelt Themen wie Hölle, Fegefeuer, Antichrist, Verfolgung der Kirche in der Endzeit, Wiederkunft Christi und Letztes Gericht. Warum herrscht in der Verkündigung ein so auffallendes Schweigen zu eschatologischen Themen, die doch im Gegensatz zu manchen kircheninternen „Dauerbrennern" tatsächlich von existentieller Natur sind und jedermann angehen?
   Das ist eine ganz ernste Frage. Unsere Predigt, unsere Verkündigung ist wirklich einseitig weitgehend auf die Gestaltung einer besseren Welt ausgerichtet,  während die wirklich bessere Welt kaum noch erwähnt wird. Hier müssen wir eine Gewissenserforschung machen. Natürlich versucht man, den Hörern entgegen- zukommen, ihnen das zu sagen, was in ihrem Horizont liegt. Aber unsere Aufgabe ist gleichzeitig, diesen Hori- zont aufzusprengen, zu weiten und auf das Letzte hinzuschauen.
   Diese Dinge sind ein hartes Brot für die Menschen von heute. Sie erscheinen ihnen irreal. Sie möchten statt- dessen konkrete Antworten für jetzt, für die Drangsal des Alltags. Aber diese Antworten bleiben halb, wenn sie nicht auch fühlen und inwendig erkennen lassen, dass ich über dieses materielle Leben hinausreiche, dass es das Gericht gibt, und dass es die Gnade gibt und die Ewigkeit. Insofern müssen wir auch neue Worte und Weisen finden, um den Menschen den Durchbruch durch die Schallmauer der Endlichkeit zu ermöglichen.
   Alle Prophezeiungen Jesu sind wahr geworden, nur eine steht noch aus: die seiner Wiederkehr. Erst ihre Erfüllung macht das Wort von der „Erlösung" ganz wahr. Sie haben den Begriff vom „eschatologischen Realismus" geprägt. Was heißt das genau?
   Es heißt, dass diese Dinge nicht Fata Morgana und irgendwie erfundene Utopien sind, sondern dass sie exakt die Realität treffen. Wir müssen uns in der Tat immer auch gegenwärtig halten, dass Er uns mit der größten Gewissheit sagt: Ich komme wieder. Dieses Wort steht über allem. Deshalb wird die Messe auch ursprünglich nach Osten gefeiert, zum wiederkommenden Herrn hin, der in der aufgehenden Sonne symbolisiert ist. Jede Messe ist deshalb das Entgegengehen auf den Kommenden. Auf diese Weise wird dieses Kommen auch gleichsam antizipiert; wir gehen auf Ihn zu - und jetzt schon, antizipierend, kommt Er.  
   Ich vergleiche das gern mit der Geschichte von der Hochzeit zu Kana. Hier sagt der Herr zunächst zu Maria: „Meine Stunde ist noch nicht da." Dann gibt er aber doch den neuen Wein und antizipiert sozusagen seine Stunde, die erst kommen wird.  
   In der Eucharistie ist dieser eschatologische Realismus vergegenwärtigt: Wir gehen Ihm entgegen - als dem Kommenden - und Er kommt und antizipiert diese Stunde, die einmal ihre Endgültigkeit haben wird, schon jetzt. Wir sollten das so auffassen, dass wir dem immer schon kommenden Herrn entgegengehen, in sein Kommen hinein - und uns damit in die größere Wirklichkeit hineinfügen lassen, eben über die Alltäglichkeit hinaus.
   Die von Johannes Paul II. heiliggesprochene Ordensschwester Faustyna Kowalska vernahm vor rund 80 Jahren die Worte Jesu in einer Vision: „Du wirst die Welt auf Meine endgültige Wiederkunft vorbereiten." Muss man das ernst nehmen?
   Wenn man es chronologisch auffasste, uns jetzt sozusagen unmittelbar auf die Wiederkunft zu rüsten, wäre es falsch. Wenn man es in dem eben dargestellten spirituellen Sinn begreift, dass der Herr immer der Kom- mende ist und dass wir uns dabei immer auch auf das endgültige Kommen vorbereiten, gerade wenn wir auf Sein Erbarmen zugehen und uns selbst von Ihm formen lassen, dann ist es richtig. Sich formen lassen von der Erbarmung Gottes als Gegenmacht gegen die Erbarmungslosigkeit der Welt - das ist sozusagen die Vorbe- reitung dafür, dass Er selbst kommt und Seine Erbarmung.
   Ich möchte da noch einmal nachfassen. Im einzigen prophetischen Buch des Neuen Testaments, der „Geheimen Offenbarung des Johannes, der Apokalypse, die als Frohbotschaft verstanden wird, ist alles auf das zweite Erscheinen Christi ausgerichtet. Schon die biblischen Schriftgelehrten und die Mönche und Astronomen der Zeit Jesu hatten sich mit der Berechnung des Zeitpunktes für das Kommen des Messias beschäftigt.
   Der deutsche Wissenschaftler Rüdiger Holinski glaubt nun herausgefunden zu haben, dass es sich bei den in der Apokalypse genannten Sendschreiben an die sieben Gemeinden nicht um sieben Orte handelt, sondern um Chiffren für die nacheinander folgenden kirchengeschichtlichen Epochen. So stehe der Name der siebten und letzten Gemeinde, Laodizea (übersetzt: Recht des Volkes), für ein allgemeines Aufbegehren und den Drang nach Mitwirkung. Das parallele „siebte Siegel" stehe für eine Epoche, die gekennzeichnet sei von Ängsten, Depressionen, falschen Kirchenlehrern und neuen Religionen, eine Zeit, in der die Werke weder kalt noch heiß seien.
   Wie auch immer, die Welt ist heute gefährdet wie kaum zuvor. In vielen Bereichen hat, wie wir das hier auch behandelt haben, die Verwüstung unseres Heimatplaneten den point of no return erreicht. Die Situation des Glaubens ist von dramatischen Veränderungen betroffen. Glaubensbewusstsein versiegt, Kirchen müssen geschlossen werden, eine antichristliche Meinungsdiktatur wirkt nicht mehr nur subtil, sondern offen aggres- siv. Hinzu kommt, dass der Mensch nunmehr das letzte biblische Tabu angreift, den „Baum des Lebens ", die Manipulation und Herstellung des Lebens selbst.

   Hat diese Situation Sie veranlasst, in Ihrem Jesusbuch darauf hinzuweisen, man müsste insbesondere auch die Gerichtsworte Jesu auf unsere gegenwärtige Situation anwenden?
   Ich bin gegenüber solchen Auslegungen skeptisch. Die Apokalypse ist ein geheimnisvolles Buch und hat viele Dimensionen. Ob aber das, was der Ausleger sagt, auch eine Dimension davon ist, würde ich offen lassen. Die Apokalpyse gibt jedenfalls kein Schema einer zeitlichen Berechenbarkeit. Auffallend ist darin ja gerade, dass dann, wenn man glaubt, jetzt sei es eigentlich zu Ende, das Ganze wieder von vorn beginnt. Das heißt, die Apokalypse spiegelt geheimnisvoll das Weitergehen der Bedrängnisse, ohne uns zugleich zu sagen, wann und wie genau eine Antwort kommt und wann und wie der Herr sich uns zeigt.
   Sie ist kein Buch, das sich für chronologische Berechnungen eignet. Wichtig ist, dass jede Zeit sich der Nähe des Herrn stellt. Dass gerade auch wir, hier und heute, unter dem Gericht des Herrn stehen und von seinem Gericht her uns richten lassen. Der heilige Bernhard von Clairvaux hat, während man bis dahin von einem zweimaligen Kommen Christi sprach - einmal in Betlehem, das zweite Mal am Ende der Zeit -, von einem „adventus medius" gesprochen, von einem mittleren Kommen, durch das Er periodisch immer wieder in die Geschichte hereintritt.
   Ich glaube, damit hat er die richtige Tonart getroffen. Wir können nicht festlegen, wann die Welt zu Ende geht. Christus selbst sagt, niemand weiß es, nicht einmal der Sohn. Wir müssen aber immer sozusagen in der Nähe seines Kommens stehen - und vor allem in den Bedrängnissen sicher sein, dass Er nahe ist. Zugleich sollten wir bei unseren eigenen Taten wissen, dass wir unter dem Gericht stehen.
   Wir wissen nicht, wann es sein wird, aber wir wissen dem Evangelium zufolge, dass es sein wird. „Wenn der Menschensohn kommt und alle Engel mit ihm", so heißt es bei Matthäus, „dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.“ Er werde die Menschheit scheiden, so wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Den einen werde Er sagen: „Nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist." Den anderen aber: „ Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer."
   Die Eindeutigkeit der Warnungen wird bei Johannes noch unterstrichen: „Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder; der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt." Es gibt noch viele weitere solcher Gerichtsworte. Sind diese Dinge nur symbolisch gemeint?
   Natürlich nicht. Es ist ein wirkliches letztes Gericht, das da gehalten wird. Als ein, sagen wir, vorletztes Gericht kommt dieses Gericht ja immer auch bereits im Tod auf den Menschen zu. Das große Szenario, das vor allem Matthäus 25 entwirft, mit den Schafen und den Böcken, ist ein Gleichnis für das Unvorstellbare. Wir können uns ja diesen unerhörten Vorgang nicht vorstellen; dass nun der ganze Kosmos vor dem Herrn steht, die ganze Geschichte vor Ihm steht. Es muss in Bildern ausgedrückt werden, in denen wir es ahnen können. Wie das optisch aussehen wird, entzieht sich unserer Vorstellungskraft.
   Aber dass Er der Richter ist, dass ein wirkliches Gericht stattfindet, dass die Menschheit geschieden wird und dass dann eben auch die Möglichkeit der Verwerfung besteht, dass die Dinge nicht gleichgültig sind, das ist sehr wichtig.
   Heute tendieren die Leute dazu, zu sagen, na ja, so schlimm wird das alles schon nicht kommen. Am Schluss kann Gott wohl kaum so sein. Nein, Er nimmt uns ernst. Und es gibt die Tatsache der Existenz des Bösen, das bleibt und verurteilt werden muss. Insofern sollten wir mit aller freudigen Dankbarkeit, dass Gott so gut ist und uns begnadet, doch auch den Ernst des Bösen, das wir im Nazismus und im Kommunismus gesehen haben und das wir auch heute rundherum sehen, wahrnehmen und in unser Lebensprogramm einschreiben.
   Vor 14 Jahren fragte ich Sie, ob es sich überhaupt noch lohnt, auf dieses schon ein wenig altersschwach erscheinende Schiff Kirche aufzusteigen.  Heute muss man fragen, ob dieses Schiff nicht mehr und mehr einer Arche Noach ähnelt. Was meint der Papst? Können wir uns aus eigener Kraft auf diesem Planeten überhaupt noch retten?
   Aus eigener Kraft kann der Mensch ohnedies die Geschichte nicht bewältigen. Dass der Mensch gefährdet ist und sich und die Welt gefährdet, wird heute gleichsam auch durch wissenschaftliche Belege sichtbar. Er kann nur gerettet werden, wenn in seinem Herzen die moralischen Kräfte wachsen; Kräfte, die nur aus der Begegnung mit Gott kommen können; Kräfte, die Widerstand leisten. Insofern brauchen wir Ihn, den Anderen, der uns hilft, das zu sein, was wir selbst nicht vermögen; und brauchen wir Christus, der uns zu einer Gemeinschaft versammelt, die wir Kirche nennen.
   Nach dem Johannesevangelium sagt Jesus an entscheidender Stelle, es gehe um den Auftrag des Vaters: „ Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist." Ist es das, warum Jesus in die Welt gekommen ist?
   Zweifellos. Darum geht es. Dass wir gottfähig werden und so in das eigentliche, in das ewige Leben hin- einkommen können. Er ist in der Tat gekommen, damit wir die Wahrheit kennenlernen. Damit wir Gott be- rühren können. Damit uns die Tür offen steht. Damit wir das Leben finden, das wirkliche Leben, das nicht mehr dem Tod unterworfen ist.
   
Auszug aus Benedikt XVI.: Licht der Welt. Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit. Ein Gespräch mit Peter Seewald, Herder Verlag. Der Text ist das 18. Kapitel: Von den Letzten Dingen. Seiten 207-214  

fr-164-Z3Petersplatz

Audienz: „Für den Christen ist die Hoffnung ein Warten"

   Über die „letzten Dinge“ hat Papst Franziskus am 15. Oktober 2014 bei der Generalaudienz gesprochen. „Was wird am Ende aus dem Volk Gottes? Was wird aus jedem von uns? Was haben wir uns zu erwarten?“ „Dann werden wir immer beim Herrn sein“, habe der Apostel Paulus die diesbezügliche Frage der Gemeinde von Thessaloniki beantwortet; es seien mit die schönsten Worte des Neuen Testaments, erklärte Franziskus und wiederholte den Paulus-Satz drei Mal mit den Pilgern auf dem Petersplatz:

 „Dann werden wir immer beim Herrn sein.“

Und das sei die Kirche:
   „Sie ist das Volk Gottes, das Jesus, dem Herrn, folgt und sich jeden Tag auf die Begegnung mit ihm vorbereitet, wie eine Braut auf die Begegnung mit dem Bräutigam“.
   Die Kirche sei aber nicht nur dazu gerufen, Braut zu sein, sondern auch „neues Jerusalem“, also Stadt. Stadt – „Symbol des Zusammenlebens und der menschlichen Beziehung“, fuhr Franziskus fort. In einer solchen Kirche werde es „keine Isolierung“ mehr geben, „keine Trennung nach welchen Kriterien auch immer: sozialer, ethnischer oder religiöser Natur; sondern wir werden eins sein in Christus“. Das sei die Hoffnung des Christen.
   „Seht, die christliche Hoffnung ist nicht bloß ein Wunsch, sie ist kein Optimismus. Für den Christen ist die Hoffnung ein Warten, ein sehnsuchtsvolles, leidenschaftliches Warten auf die endgültige Erfüllung eines Geheimnisses: des Geheimnisses der Liebe Gottes, in der wir wiedergeboren sind und bereits leben. Und es ist Warten auf jemanden, der bald kommt: auf Christus, den Herrn.“
   Die Kirche habe die Aufgabe, die „Lampe der Hoffnung“ immer gut erleuchtet zu halten, damit sie ein Zeichen des Heils sei.

   „Liebe Brüder und Schwestern, das ist es also, was wir erwarten: dass Jesus zurückkommt!

   Die Braut Kirche erwartet ihren Bräutigam. Wir müssen uns allerdings ganz aufrichtig fragen: Sind wir wirklich leuchtende und glaubwürdige Zeugen dieser Erwartung, dieser Hoffnung? Oder sehen unsere Gemeinden müde aus, trüb, unter dem Gewicht der Mühe und der Resignation? Geht auch uns das Öl des Glaubens und der Freude aus?“
   Franziskus empfahl den Gläubigen die Fürbitte der Muttergottes, damit sie immer in einer „Haltung des Hörens und der Erwartung“ leben könnten.
Rv141015

           Papst Franziskus       ff-242-z3 - Kopie

  Papstmesse: Warten wir auf Jesus?              

  Christen sind Menschen, die auf eine einzige Hoffnung setzen, auf Jesus. Christus vereine uns alle zu einem Volk, jenseits aller Feindschaft. Das war die Botschaft Papst Franziskus‘ bei seiner Predigt in Santa Marta..
  „Wir wissen, dass wir, wenn wir nicht in Frieden mit den Anderen sind, es dort eine Mauer gibt. Dann ist da eine Mauer, die teilt. Aber Jesus bietet seinen Dienst an, diese Mauern niederzureißen, damit wir uns begegnen können. Wenn wir getrennt sind, dann sind wir keine Freunde, dann sind wir Gegner. Und deswegen hat er noch mehr getan, er hat alle in Gott versöhnt. Aus Feinden wurden Freunde, aus Fremden Kinder.“
  Christus mache in den Worten des Apostels Paulus aus Fremden Bürger des Himmlischen Jerusalem. Aber was ist die Bedingung dafür, fragte der Papst in der Predigt, was müssten wir Menschen, wir Christen, tun?
  „Jesus erwarten. Wer Jesus nicht erwartet, schließt vor ihm die Tür und lässt ihn dieses Werk des Friedens nicht tun, der Gemeinschaft, des Himmlischen Jerusalem und mehr noch: des Namens. Er gibt uns einen Namen. Er macht uns zu Kindern Gottes. Das ist die Haltung des Wartens auf Jesus, die im Kern der christlichen Hoffnung ist. Ein Christ ist eine Frau oder ein Mann der Hoffnung.  Er weiß, dass der Herr kommen wird. Er wird wirklich kommen, oder? Wir kennen nicht die Stunde, aber er wird kommen, um uns zu finden. Aber nicht, um uns isoliert voneinander zu finden, in Gegnerschaft, nein. Um uns so zu finden, wie er uns in seinem Dienst gemacht hat: Freunde, Nächste, in Frieden.“  
Die wichtigste Frage für einen Christen müsse deswegen sein, ob er oder sie auf Jesus warte oder nicht
   „Glaube ich an diese Hoffnung, dass er kommt? Habe ich ein offenes Herz, den Lärm zu hören, wenn er an die Tür klopft, wenn er die Tür öffnet? Ein Christ ist eine Frau oder ein Mann der weiß, wie man auf Jesus wartet und deswegen Mann oder Frau der Hoffnung ist. Der Heide hingegen – und wir Christen verhalten uns oft wie Heiden – vergisst Jesus, denkt an sich selbst, an seine Angelegenheiten, und wartet nicht auf Jesus. Der heidnische Egoist verhält sich so, als ob er selber Gott wäre: Ich regle das schon ganz alleine. Und das endet böse, das endet ohne Namen, ohne Nähe, ohne Bürgerschaft im Himmelreich.“ Rv141021ord

                                    kbwn:Zeichen am Himmel

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